Ich bin auch neu hier...

  • Hallo, ich bin 39 Jahre alt habe mich nun auch entschlossen, mich anzumelden... ich habe im Juni die Diagnose Brustkrebs rechts erhalten und mir wurde 3 Wochen später die Brust abgenommen und ein Implantat eingesetzt. Es wurden 4 Knoten und viel DCIS gefunden. Der Tumor ist tripple positiv, konnte aber komplett entfernt werden, die Wächterlymphknoten waren frei und es gab keine Anzeichen für Metastasen. Ich stecke mitten in den Chemos, 4x EC und 12xPalitaxel, die Immuntherapie mit Herceptin hat auch begonnen und es folgen noch Bestrahlung und Tamoxifen. Bisher habe ich alles ganz taff weggesteckt und strotzte vor Energie. Die Chemos vertrage ich ausgesprochen gut. Seit ca. 2 Wochen habe ich ein totales psychisches Tief. Ich habe Angst, dass alles nichts hilft und naja... ich habe zur Zeit ständig Druck im Kopf, mir ist teilweise schwindlig, ich habe "null" Appetit und bin antriebslos. All das kenne ich nicht, auch nicht von den ersten stärkeren Chemos. Ich konnte super essen und habe sogar gut zugenommen. Ich habe mir nun einen Termin für ein Schädel-MRT geholt. Gibt es jemanden, der das auch so erlebt hat und mir etwas Mut machen kann? Ich habe echt Horror, dass nun doch etwas im Kopf ist...

  • Hallo Brownie,
    leider habe ich gerade nicht so viel Zeit und noch dazu keine Chemo-Erfahrung, aber ich möchte dir trotzdem kurz was antworten:


    Lass dich nicht von der Panik überrennen... das Gedankenkarussel kenne ich nur zu gut, aber.... du wurdest gerade auf Metastasen untersucht. Und da war nichts, zum Glück!


    Es ist doch wirklich unwahrscheinlich, dass sich unter der Chemo aktuell was bildet!
    Und deine Beschwerden rühren sicher von der Chemo... aber dazu gibt es hier kundigere Ratgeber als mich! Die werden sich noch melden....


    Ich drücke dich mal :hug: und heiße dich herzlich willkommen!


    Diana (auch BK und Mastektomie)

    Mit den besten Wünschen :) ,
    distudis

  • Hallo liebe Brownie :P


    möchte dich herzliche in unserem tollen Forum willkommen heißen :thumbsup: auch wenn es nicht gerade
    hier sein musste…….schön, dass du dich angemeldet hast :hug:


    Die Wächterlymphknoten waren frei und es gab keine Anzeichen für Metas eine super Voraussetzung :thumbsup: hurra :thumbsup:
    Das du bis jetzt, alles so taff überstanden hast finde ich ganz toll und dass dich nun ein psychischen Tief erwischt,
    ist nichts ungewöhnliches. Hast du schon mal daran gedacht dir Hilfe und Unterstützung bei den Psychoonkologen
    in deiner Klinik zu holen, oder bei der Krebsberatungsstelle vor Ort. Auch Selbsthilfegruppen können eine gute
    Unterstützung sein.
    Null Appetit und Antriebslosigkeit sind bei seelischen Tief absolut normal, auch Kopfschmerzen/druck und daraus
    resultierende Schwindel. Unser Gleichgewichtsorgan reagiert sehr empfindlich.
    Auch bei der Chemo wie Bestrahlungen können Kopfschmerzen wie Appetitlosigkeit als NW auftreten.
    Ich finde es sehr gut, dass du dir einen Termin für ein Schädel-MRT besorgt hast, damit sichergestellt werden kann,
    dass alles o.B. ist…..dafür drücke ich ganz fest die Daumen. Wenn du uns den Termin mitteilst, dann werden für dich
    an diesem Tag die Daumen gedrückt und wir unterstützen dich gedanklich.


    Liebe Brownie, du hast super Voraussetzung :thumbup: da der Wächter frei war und dein staging auch keinen Anhalt
    auf Metas angezeigt hat..... :P ich bin ganz zuversichtlich :thumbup:
    Schicke dir noch ein Startpaket gefüllt mit Energie, Kraft und Zuversicht.
    Ich gehöre auch zur BK-Fraktion und lebe mit der Diagnose mittlerweile mein halbes Leben.


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • Hallo Brownie,


    erst einmal mein herzliches Willkommen hier im Forum.


    Ich selber bin nicht von der BK-Fraktion. Aber da ich auch Chemo bekomme, kann ich was zu Nebenwirkungen sagen.


    Mit der Dauer der Chemo ist es zu erwarten, dass sie schlechter vertragen wird und mehr Nebenwirkungen auftreten. Der Körper wird ja dabei geschädigt, die Medikamente fragen nicht, ob gut oder böse Zelle. Ich selber bin jetzt im 6. Zyklus und habe jetzt auch mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Außerdem habe ich im Gesicht, Schädelbereich, Arme, Hände, Füße an den Therapietagen und einige Tage länger Ödeme. Auch Wasseransammlungen im Körper können Kopfschmerzen verursachen.


    Metastasen im Hirn machen eher keine Kopfschmerzen. Das Hirn selber hat keine Schmerzrezeptoren. Wenn Metas der Hintergrund für Kopfschmerzen sein sollten, ist das eher auf eine Hirndrucksymptomatik zurückzuführen. Dann sind die Metas aber nicht mehr klein, hatten lange Zeit, sich zu entwickeln. Hirndrucksymptomatik kann man eventuell auch an unterschiedlich großen Pupillen feststellen (kommt aber nicht immer vor).


    Es ist gut, dass Du ein MRT des Kopfes bekommst. Dann weiß Du sicher Bescheid. Wissen hilft für eine ausgeglichene Haltung. Wir haben schon aufgrund der Erkrankung genug Angst.


    Liebe Grüße
    Menschenwesen

    Jeder Tag Leben ist ein Geschenk für mich.

  • Vielen Dank für die herzlichen Worte und die schnellen Antworten.
    Ich war schon beim Psychologen, aber ich kann noch nicht viel dazu sagen. Es gab erst einen Termin und da habe ich erstmal meine Geschichte zu "Protokoll" gegeben. Auch wegen einer Selbsthilfegruppe habe ich mich schon informiert. Ich merke, dass es mir hilft, mich auszutauschen und Leute kennen zu lernen, bei denen nach vielen Jahren noch alles gut ist. Das macht Mut.
    Meine Kopfschmerzen sind auch irgendwie anders als sonst, aber auch erst da, seit meine Gedanken verrückt spielen. Meist kann ich mich auch selbst damit beruhigen, aber es ist wie mit dem Engel auf der einen und dem Teufel auf der anderen Schulter.
    Den MRT Termin habe ich erst im Januar, aber wenn das alles gut ist, dann bin ich sicher wieder entspannter.


    ika-ulm: Was heißt denn ein halbes Leben?

  • herzlich willkommen in unserem netten Forum!


    Es ist leider nicht ungewöhnlich, dass man die Behandlung erst ganz gut wegsteckt und plötzlich in ein psychisches Tief rutscht, davon können hier viele ein "Lied singen". Es dauert bis man die Diagnose verarbeitet hat, das geht nicht in einem geraden Stück, da gibt es auch Einbrüche. Manchmal spielt die Psyche dann so verrückt, dass sich Symptome einstellen, die dann das Gedankenkarussel weiter ankurbeln. Zum Glück ist das dann meistens "blinder Alarm". Nichtsdestotrotz ist es gut, dass du das Ganze mit einem MRT abklären lässt. - Stöbere durchs Forum und lass uns an deinen Gedanken teilhaben und vorallem: Fühl dich bei uns wohl :) !

    Viele Grüße von
    Charis


    Mitglied des Moderatoren-Teams


  • Halli :P Hallo Brownie ,


    mein halbes Leben heißt….ich bin vor 28 Jahren an BK erkrankt und
    zu dem Zeitpunkt der Diagnose war ich 28 Jahre alt!


    Menschenwesen hat dir noch eine gute Erklärung geschrieben, es ist wirklich so…Metas im Gehirn machen eher
    weniger Kopfschmerzen. Wenn es so wäre, dann fallen diese Metas eher dadurch auf, dass Ausfälle beim Gangbild,
    Kraft, Sehvermögen, Sprache etc. auffallen würden.
    Gut das du schon den Schritt getan hast und im Gespräch bist! Mir hat es immer geholfen mich mit anderen
    Betroffenen auszutauschen…..
    Ich hoffe, dein Gedankenkarussell kommt langsam zum Stillstand und du kannst den 4. Advent genießen.
    Es wird alles gut sein, davon bin ich überzeugt :thumbsup:


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • Liebe Brownie,


    also Brownie als nickname ist toll. Ich liebe Brownies!!!!
    Also erstmal herzlich willkommen in unserem schönen Forum.
    Ich melde mich jetzt erst, da ich heute Morgen den Totalausfall von Telefon und Internet hatte. Das war sehr ungewohnt,
    morgens beim Frühstück nicht das Neueste im Forum lesen zu können.
    ;(


    Liebe Brownie, also den möchte ich mal sehen, der nach einer Krebsdiagnose keine Angst hat.
    Angst haben wir alle, mehr oder weniger.
    Man lernt aber mit der Zeit, mit der Angst umzugehen, sich abzulenken, etwas Schönes zu machen......
    Ein super Beispiel dafür ist alesigmai. Sie hat heute eine wichtige Untersuchung und gestern hat sie gaaaaanz viele
    Plätzchen gebacken, um sich abzulenken.
    Dafür hat sie meine Bewunderung.
    :thumbsup:


    Ich finde, deine Kopfschmerzen hören sich nach Spannungskopfschmerzen an. Aber wie alle anderen auch schon
    geschrieben haben, es ist gut, dass du das untersuchen lässt.
    Und Unterstützung durch einen Psychologen und eine Selbsthilfegruppe kann auch nichts schaden.
    Und wir sind ja auch noch da.
    ;)


    Liebe Grüße von mama63

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich
    (Afrikanisches Sprichwort)

  • Sei erstmal herzlich willkommen hier in unserer Gemeinschaft und fühle Dich bei uns wohl. Deine Angst können wir alle gut nachvollziehen , die
    geht auch nicht ganz weg , selbst wenn die Erkrankung schon länger zurückliegt , so wie bei mir. Aber es gelingt mir doch mich immer wieder etwas abzulenken und mich zeitweise nicht so von der Angst so dominieren zu lassen. Die Anspannung und Angst dass die Chemo nicht wirkt oder dass trotz Chemo etwas weiterwächst können einem auch Kopfschmerzen machen . Oder auch die Nebenwirkungen von der Chemo ,denn man verträgt die Chemos nicht immer gleich gut. Da tritt auch schon mal das auf was Du beschreibst.
    Für das MRT im Januar drücke ich Dir ganz feste die Daumen dass da nur ein o.B rauskommt.
    Dass sich unter der Chemo etwas neues bildet oder wächst kommt eigentlich sehr selten vor . Ich hatte diese Frage auch unserer Oberärztin gestellt, zu der Zeit als ich Chemo bekam. Da hat sie mir das so erklärt , sie hat ja immerhin schon über 30 Jahre Berufserfahrung.
    Die Chemo wird ja auch auf jeden individuell abgestimmt .
    Ich schicke Dir ein Kraft und Energiepaket mit auf den Weg . Und Du wirst sehen Du schaffst die Chemo , wie viele von uns.
    Psychoonkologische Mitbetreuung hab ich auch in Anspruch genommen. Klar von einem Termin kann man noch nichts sagen , aber Du kannst Dich die ganze Zeit psychoonkologisch mitbetreuen lassen, dh mehrere Termine machen .Mir hat das sehr geholfen, über diese Ängste zu sprechen.
    Sei ganz lieb gegrüsst und :hug: von
    alesigmai52

  • Hallo nochmal, ich muß sagen, es tut gut, eure Beiträge zu lesen. Ich habe mich nicht mehr so reingesteigert und sogar wieder essen können, ohne mich zu jedem Bissen zu zwingen. Wenn der Bann erstmal gebrochen wäre, dann kann Weihnachten kommen.


    Ika - deine bisher 28 Jahre finde ich sensationell. Sowas brauche ich. Das macht echt Mut.


    Für heute verabschiede ich mich, aber ich bleibe dabei!

  • Liebe Brownie,


    da fällt mir ein, mit so etwas kann ich auch aufwarten.
    Meine Mutter hatte mit 47 Jahren BK und diesen Monat wird sie 94 Jahre alt.
    Und damals waren die Behandlungsmethoden lange nicht so gut wie heute.
    Übrigens gibt es hier im Forum noch einige alte Hasen, sorry, ich meine damit Frauen, deren Erkrankung schon länger
    zurückliegt.
    :)


    Ja, ich finde auch, man kann nicht genug von diesen Geschichten hören, denn sie machen Mut.
    Ich habe einen neuen Frisör, das ich derselbe, bei dem ich vor der Chemo meine Perücke gekauft habe.
    Er hat mir erzählt, dass er ganz viele Kundinnen inzwischen hat, denen er eine Perücke verkauft hatte und die dann nach
    der Chemo weiterhin zu ihm zum Haareschneiden kommen.
    Das kann ich mir gut vorstellen, denn er macht das alles sehr gut und ist sehr einfühlsam.
    ^^


    Liebe Brownie, du schaffst das auch, du wirst es sehen.
    Ich knuddel dich noch schnell,
    :hug:


    liebe Grüße von mama63

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich
    (Afrikanisches Sprichwort)