Beginn und Verlauf meiner Krebsgeschichte

  • Hallo liebe Mitbetroffenen!


    Ich bin ja seit paar Tagen Mitglied in diesem Forum und ich muss sagen, es ist unglaublich! Es vergeht kein Tag, wo ich nicht wenigstens mal mitlese. Den einen oder anderen Beitrag habe ich aber auch schon gemacht ;) , daher bin ich mit meiner eigenen Geschichte gar nicht richtig voran gekommen :) und ich wollte euch ja noch die ausführliche Variante berichten.


    Bis 2010 hatte ich nie einen festen Frauenarzt (da war ich 49 Jahre)! Ich habe jährlich meine Vorsorge gemacht und bin dafür immer zu einem Arzt gegangen, der bei mir in der Nähe war und kurzfristig einen Termin vergeben hat, wie ich ihn wollte (diesen Luxus gibt es heute nicht mehr) . Bis dato hatte ich lediglich mit Zysten in der Brust oder Eierstöcken zu tun, die kamen und verschwanden, wie sie lustig waren und einmal wurde auch, auf der linken Seite, mal eine punktiert. War alles easy! Flüssigkeit abgesaugt und das Ding war weg! 2008 hatte ich ein großes Myom in der Gebärmutter, was aber nicht einmal der Frauenarzt erkannte, der zu dem Zeitpunkt, der auserwählte für meine Vorsorge war. Ich hatte während der Periode immer sehr starke Schmerzen und 2008 auch im Leistenbereich. Wie gesagt, der Gyn hat nix gesehen, er meinte bei der Untersuchung: "Ich hätte eine ziemlich volle Blase!" Komisch, ich gehe grundsätzlich vor diesen Untersuchungen auf die Toilette?? ;( Naja und die Leistenschmerzen sind wohl eine Zerrung, war die Diagnose. Hier mache ich es jetzt kurz! Ins Krankenhaus hat mich dann mein Hausarzt überwiesen, nachdem er ein Ultraschall gemacht hat. Wir haben ein kleines KH mit Belegbetten mehrerer Frauenärzte wo ich gerne hin wollte. Also diverse Telefonate geführt, Zuschlag bekam der Arzt von mir, der mir innerhalb von 5 Tagen einen Termin gab! Der Arzt war sehr nett, gründlich (vor der OP hat er einen Abstrich gemacht und das Myom wurde selbstverständlich auch untersucht. Beides war ohne Befund, wird aber in meiner nächsten Geschichtserzählung noch eine Rolle spielen). Und im KH später war er sehr führsorglich, wenn auch die OP und der KH-Aufenthalt nicht ganz normal verlaufen ist (viel Blutverlust, Bluttransfusion, Kreislaufzusammenbruch, sehr starke Schmerzen im Rippenbereich), er war dann trotzdem erstmal MEIN FESTER FRAUENARZT, wo ich zukünftig hingehen wollte. 2009 ertastete ich mal wieder einen Knoten rechts und ging damit erstmal zu meinem Hausarzt, der wieder Ultraschall machte und mich zu meinem Gyn überwies, mit dem Vermerk, dass er ein MRT vorschlägt. Da lernte ich dann mal die andere Seite meines NEUEN GYNÄKOLOGEN kennen! Der fühlte sich nämlich richtig ans Bein g........! Wie kann ihm ein poppeliger Hausarzt sagen, was zu tun ist?? X(
    Er machte sich aber die Mühe, selbst mal mit Ultraschall nach zu sehen. Allerdings untersuchte er die linke Seite sehr gründlich und als ich ihm sagte, dass das Problem doch eher auf der rechten Seite ist, kam auch diese Seite dran, allerdings im Schnelldurchlauf. Er sah ebenfalls etwas, was eindeutig eine Zyste ist und daher auch kein MRT mehr notwendig sein würde. OK, hab ich gedacht, dann warten wir mal ab! Allerdings wurde dieses Teil immer größer und ich spürte es bei jedem Duschen oder Eincremen, das machte mich kirre! Zyste hin oder her, wenn ich es nicht spüre, kann es bleiben wo es ist, aber so nicht! Nach ca. 3 Monaten wollte ich das Ding weg haben! Also Termin bei meinem NETTEN Gyn, in der Hoffnung, seine Laune hat sich gebessert! ;) Wir besprachen das Thema und die Zyste wurde punktiert. Nur dieses Mal war es nicht so easy!! ;( Es hat geblutet, als würde man mich abstechen! Immer wieder musste er in die Brust stechen, weil er die Zyste nicht traf und die war wirklich nicht mehr klein!! Aber angeblich flutschte sie immer weg! Irgendwann hatte er es dann doch geschafft und ich war erlöst: Glückwunsch! Aber ich brauchte mal wieder einen neuen Frauenarzt für meine zukünftigen Vorsorgeuntersuchungen! Im Juni 2010 war es soweit und wieder spürte ich auf der rechten Seite einen Gnubbel! Meine beste Freundin gab mir einen Arzt Tip! Er ist bekannt für seine Gründlichkeit, macht selbst in seiner Praxis Mamographie und soll ein Spezialist bei Brustkrebs sein. Na gut, hab ich gedacht. Hoffentlich ist er auch gut, auf dem Gebiet, Zysten zu punktieren! :S und hatte am Donnerstag, den 22.07.2010 um 17.00 Uhr meinen Termin (so ein Datum vergisst man nicht!!! :( ). Ich war an dem Tag erst wieder um 21.30 Uhr zu Hause! Er hat mich nicht die ganze Zeit untersucht, aber er hat an dem Tag alles gemacht, was notwendig war! Ich war ja nicht seine einzige Patientin, darum musste ich leider zwischendurch auch Wartezeit in Kauf nehmen. Diese nutzte ich dann natürlich auch, um meinen Mann zu informieren, dass es noch etwas dauern kann, bis ich nach Hause komme! Der Doc hatte sich, den von mir ertasteten Gnubbel, etwas gründlicher angesehen und fand nicht, dass es aussieht wie eine Zyste. Wir machen gleich noch Mamographie, war seine Entscheidung. Gesagt, getan - wieder warten! ?( Es ging auf 19.30 Uhr zu und ich war die Letzte im Wartezimmer, als er mich zu sich rein holte. (Oh, Mann! Mir schießen noch jetzt die Tränen in die Augen, wenn ich darüber jetzt schreibe! :( "Das sieht gar nicht gut aus! Zwar kann ich auf der Mamographie nichts erkennen, aber das Ultraschall gefällt mir nicht!" waren seine Worte. Ich könnte mir selbstverständlich erstmal eine Zweitmeinung einholen, war sein Angebot oder wir nehmen noch hier und heute eine Gewebeprobe!? Ich wollte so schnell wie möglich Klarheit und er entnahm drei Stanzen. Montag sollte das Ergebnis vorliegen! Das Wochenende war die Hölle, aber das kennt ihr ja alle! Mein Mann hatte am 19.07. Geburtstag und die Familie war für den Samstag eingeladen. Absagen oder feiern? Wir entschieden uns zum Feiern bzw. für´s Ablenken! Ich hab geputzt, gekocht und unsere Gäste bedient, als würde ich dafür einen Orden kriegen! Abends im Bett lag ich wach und tastete an diesem blöden Knoten und dabei hatte ich dann das Gefühl: Da ist noch einer!!?? Mach dich jetzt nicht verrückt, beruhigte ich mich! Endlich war Montag und mein Mann fuhr mit mir zum Doc. Leider keine guten Nachrichten: Mäßig differenziertes invasives duktales Mammakarzinom mit mäßig starker Expression der Östrogenrezeptoren und starker Expression der Progesteronrezeptoren, ca. 1 cm, Klassifikation: B5. Wie ich mich gefühlt habe, brauche ich hier nicht schreiben! Ich war aber nicht zu benebelt, um den Doc auf den zweiten Knoten aufmerksam zu machen, den ich gespürt habe. Er konnte sich das zwar nicht vorstellen, aber hat, damit ich beruhigt bin, trotzdem nochmal Ultraschall gemacht. Und BINGO doch noch einer! Ob der durch die Stanzen etwas nach oben geplupt ist, keine Ahnung! Er machte jedenfalls nochmal eine Gewebeprobe, die zwei Tage später den gleichen Befund ergab. Termin im Brustzentrum leitete er sofort ein, ob ein oder zwei Karzinome war ja nun auch egal! Termin gleich in dieser Woche am Donnerstag. Auf weitere Proben wurde verzichtet, nachdem man erfahren hatte, welcher Arzt mich ins Krankenhaus überwiesen hatte. Wenn der Arzt ein Karzinom diagnostiziert, ist es leider auch eins! hieß es nur. Aber Ultraschall wurde dann doch nochmal gemacht. Diesmal waren auch beide Herde zu sehen. Dicht neben einander auf 12.00 und 1.00 Uhr, wie es so schön im Fachdeutsch heißt Es folgten diverse Untersuchungen auf eventuelle Metastasen und eine Woche später lag ich schon unter dem Messer! Ich hatte eine Frau Doktor als Operateurin, die mich Brusterhaltend operierte. Ich kann behaupten, dass meine Brüste ganz nett aussehen (Körpchen C75) und bis auf eine ziemlich große Narbe in " L-Form", hat sie die Brust super modelliert. Die Rechte sieht jetzt ganz leicht geliftet aus :D . Ganz so ohne Besonderheit ging es dann natürlich auch wieder nicht ab! Ich hatte 5 Wächterknoten, statt nur einen, die gleichmäßig nah an den Herden lagen. Sie waren alle nicht befallen, wurden aber mit entfernt. Der Mist war draußen und mir ging es gut! Es folgte allerdings noch 38x Bestrahlung und Hormontherapie. Die Bestrahlung verlief ohne Probleme. Ich bin sogar täglich alleine mit dem Auto in die Klinik gefahren und keine weiteren Nebenwirkungen. Das Tamoxifen hat mich allerdings in die Wechseljahre katapultiert mit Hitzewallungen. Sind zwar unangenehm, aber davon stirbt man nicht! 2011 haben wir dann unbeschwert meinen 50.igsten Geburtstag feiern können und ich hatte endlich, neben meinem sehr guten Hausarzt, auch meinen FRAUENARZT GEFUNDEN, dem ich heute noch vertraue! :)


    So, dass war Teil 1 meiner Geschichte. Teil 2 folgt!

    Liebe Grüße von der Ostseeküste
    Eure Pea1961



    Nicht die Wirklichkeit ist immer wahr, wahr ist was wirkt! ;)

  • Liebe Pea,ich bin so neugierig auf den zweiten teil,hoffe wir müssen nicht so lang warten,das ist ja hammer,krasse sache......
    Noch nichts hat mich neugieriger gemacht.......
    Ich warte...
    Lg Toscha

  • Liebe Foris,


    es liegt jetzt fast 1 Jahr zurück, wo ich meine erste Krebsgeschichte hier geschrieben habe (Ihr findet sie noch auf meinem Profil unter "alle Beiträge anzeigen / Seite 4 /Der Beginn meiner Krebsgeschichte)oder diesen Link klicken!


    Ich hatte versprochen, dass eine Fortsetzung folgt! Irgendwie bin ich einfach nicht dazu gekommen und leider besucht mich Herr Krebs auch immer wieder schneller, als dass ich, in der Reihenfolge, mit dem schreiben hinterher komme! X( Aber es gibt in einigen Berichten, zumindest kleine Ausschnitte, was ich habe, durchleide oder auch nicht, Erfahrungen die ich gemacht habe usw. und vielen von euch bin ich bekannt. Ich finde es aber doch sehr erschreckend, wie viele Neulinge wir hier jeden Tag haben. Ich heiße euch natürlich alle Herzlich Willkommen und wünsche euch, dass ihr hier Hilfe bekommt und einen regen Austausch der euch gut tut! Vielleicht möchten diese vielen neuen Foris, die meine Geschichte vielleicht noch nicht kennen, meine Geschichte gerne lesen? Ausserdem tut mir das Schreiben gut! Hier unter Brustkrebs muss ich allerdings meine Geschichte erstmal stoppen, weil ich die Fortsetzung im Beitrag "Sarkome" machen muss, denn mein Brustkrebs scheint, jetzt nach 6 1/2 Jahren, Ruhe zu geben. Da habe ich in der 6.KW wieder meine Nachsorge, aber ich denke, es ist alles gut! Ich nehme brav mein Tamoxifen und mein Doc wird sicher zufrieden sein. Also Mädels mit BK! Gebt nie auf zu kämpfen! Krebs ist eine heimtückische Krankheit und fällt bei jedem anders aus. Aber ihr dürft auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken, dann macht ihr es schlimmer! Ich bin auch dünnhäutiger geworden und auch mir schießen die Tränen heute schneller in die Augen. Dann lass ich es zu, schüttel mich, putz die Nase, schmink nach und gut ist! ^^ Leben mit Herrn Krebs ist schei......, aber dein persönliches Leben ist trotzdem noch schön! Es wird anders sein als früher, aber es wird immer intensiver werden! Wer mehr lesen möchte muss den Raum wechseln - Krebsarten - Sarkome! Aber bitte erst in paar Tagen, denn es dauert ja wieder etwas länger, bis man sein Leben so auf Papier gebracht hat ^^ .

    Liebe Grüße von der Ostseeküste
    Eure Pea1961



    Nicht die Wirklichkeit ist immer wahr, wahr ist was wirkt! ;)

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  • danke, dass du uns an deinen, leider vielfältigen, Krebserfahrungen teilhaben läßt und ich hoffe, deine Geschichte motiviert viele, trotz widriger Umständen nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern immer wieder den Kampf aufzunehmen und auch nach den Glücksmomenten Ausschau zu halten! Wie schreibst du so voller Überzeugung: ...aber dein persönliches Leben ist trotzdem noch schön! - Man spürt hier deine Kraft!


    Ich wünsche dir alles Gute und dass du die Votrient freie Zeit so richtig genießen kannst.


    Liebe Grüße
    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Danke Pea,


    Deine Geschichte und viele andere geben uns allen Kraft zum Kämpfen. Ich bewundere all die, die trotz schwerer wiederkehrender Schläge durch Herrn Krebs immer wieder die Kraft finden so zu kämpfen, zu siegen und auch noch andere zu motivieren. ich hoffe, daß auch ich im Fall der Fälle so stark sein kann, ihr seit unsere Helden in diesem Kampf.


    Viel Kraft uns allen, Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Liebe Pea,
    Danke für deine so ausführliche Geschichte. Ich weiß gar nicht so richtig wie ich mich ausdrücken soll. Woher nimmst du die ganze Kraft das auch noch alles so aufzuschreiben?
    Es kommt so viel Energie und Kampfgeist rūber, das ist unglaublich.
    " Dein persönliches Leben ist trotzdem noch schön"! Ein wunderschöner Satz. Ich schließe mich Mika an, ihr seit Vorbilder und Helden im Kampf gegen diese Schei.... Krankheit.


    Alles Gute für dich und nur kein Stress mit der Fortsetzung.
    Sylvi

  • Jetzt folgt also die Fortsetzung meiner persönlichen Geschichte. Unter „Krankheiten – Brustkrebs“ findet ihr den „Beginn meiner Krebsgeschichte“.



    2010 war bei mir ein Jahr, was ich am 31.12.2010 um 23.55 Uhr mit einer Rakete abgeschossen habe! Das erste viertel Jahr begann damit, dass wir im Familien- und Bekanntenkreis bereits 5 Sterbefälle zu verbuchen hatten, im Mai rutschte mein Stiefsohn in eine tiefe Krise, weil seine Frau ihn betrogen und verlassen hatte. Mein Mann und ich mussten also versuchen, für ihn da zu sein, ihn zu trösten und aufzubauen. Im Juni bekam dann mein Papa die Diagnose Prostatakrebs.


    Auch hier kann man natürlich nicht sagen: „Geht mich nichts an!“ Es war also ein halbes Jahr mit viel negativen Einflüssen und Aufregungen verbunden, denen man sich auch nicht so einfach entziehen konnte. Und im Juli hat dann wohl mein Untermieter Herr Krebs gemeint: „Dann komm ich doch jetzt mal aus meinem Kellerloch gekrochen und miete mich oben in die schöne Unterkunft mit Balkon ein! Ich bekam die Diagnose Brustkrebs! Als ich OP, Bestrahlung und Reha hinter mich gebracht und auch, psychisch ganz gut verkraftet hatte, legte das Schicksal im November noch eine Schippe drauf. Es waren die letzten 2 Tage meiner Reha, als mein Sohn mich nochmal besuchte. Ich ahnte gleich, dass was nicht stimmte! Mein Mann lag im Krankenhaus. Er hatte einen Tag zu vor, zu Hause, einen Schlaganfall bekommen. Gott sei Dank, konnte er selbst noch schnell reagieren und den Krankenwagen rufen. Dieser ist dann auch schnell gekommen und die Sanitäter haben richtig gehandelt. Mein erster Weg von der Reha ging also nicht nach Hause, sondern erstmals ins Krankenhaus. Mein Mann hatte ganz viel Glück und konnte nach 2 Wochen, ohne dass er körperliche Beeinträchtigungen hatte, wieder nach Hause. Der Alltag hatte mich wieder und Mitte Dezember fing ich nach 3 ½ Monaten, wieder an zu arbeiten. Mir ging es ganz gut und man sah mir nicht an, dass ich gerade mit einer schweren Krankheit gekämpft habe. Ich nahm brav mein Tamoxifen und ging pünktlich alle 3 Monate zur Nachsorge. Ich hatte ja nun endlich meinen Gynäkologen, meines Vertrauens, gefunden. Paralell zu ihm, hatte mein Hausarzt meine Blutwerte mit Tumormarker im Auge. Ich war also in den besten Händen!


    Ich nahm mir vor, auch mal an mich zu denken, mir auch mal etwas zu gönnen ohne gleich auf den Preis zu schauen, und es gelang mir auch. 2011 war ein gutes Jahr ohne große Vorkommnisse und ich feierte meinen 50.zigsten
    Geburtstag! 2012 ging dann wieder abwärts! Ich wurde im Juni arbeitslos! Mit 50 Jahren und 50% Schwerbehinderung hatte ich eine schlechte Ausgangsposition für eine neue, feste Stelle. Es lag eine neue Herausforderung vor mir! Zur Not, wollte ich mich mit einem Büroservice, selbstständig machen. Es gab im Juni eine Ausschreibung der Stadt, als Schulsekretärin. Das war eine Tätigkeit, die ich schon immer gerne gemacht hätte, aber es ergab sich nie die Gelegenheit. Aber nun, denn die Stadt bevorzugt Schwerbehinderte bei gleicher Qualifikation. Nebenbei belegte ich Seminare für Existenzgründer und bereitete mich für eine Selbstständigkeit vor. Der nette Mann beim Arbeitsamt wartete allerdings auf eine Rückmeldung der Stadt, auf meine Bewerbung, aber leider vergebens. Außer eine Eingangsbestätigung kam nichts. Im Oktober stimmte die AfA dann meiner Selbstständigkeit zu und ich meldete mein Gewerbe an. Eine Woche später dann doch noch die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch, wo ich überhaupt nicht mehr mit gerechnet hatte. Eine weitere Woche später, es war kurz vor den Herbstferien, nochmal eine Einladung mit Schulleitern der Schulen, wo die Stelle der Sekretärinnen, zu besetzen war und noch am selben Tag bekam ich die Zusage, dass man mich nehmen würde, für ein Gymnasium in der Stadt für 25 Std./Wo.. Ich meldete gleich eine, grade gegründete Selbstständigkeit als Nebenjob an und hatte nun zwei Jobs und der gute Vorsatz, etwas mehr an mich zu denken, rückte etwas in den Hintergrund. Allerdings sorgte ich dafür, dass ich zu meiner sitzenden Tätigkeit, einen körperlichen Ausgleich hatte.


    2X wöchentlich ging ich mit einer Bekannten walken. Montags und Mittwochs waren wir gute 2 Stunden unterwegs an der frischen Luft, allerdings nur bei trockenem Wetter und an den trockenen Tagen, fuhr ich dann noch mit dem Fahrrad zur Arbeit, hin und zurück waren das gute 10 Km. Das Jahr 2012 nahm somit doch noch ein gutes Ende und dieses Mal freuten wir uns auf 2013 und begrüßten es um 00.05 Uhr mit einer Rakete. Mitte Januar ging es wieder los, das neue Jahr zeigte sich doch nicht von seiner besten Seite! Mein Mann bekam einen Herzeinfakt. Es folgte Bypass-OB und Reha. Bedeutete für mich natürlich, nach der Arbeit ins Krankenhaus fahren, unseren Hund versorgen und wie soll es auch noch anders sein, Frau Holle schüttelte ihr Betten, während dieser Zeit wie blöd aus, so dass ich mehrfach am Tag Schnee schippen musste. Zwar hatte ich auch durch Familie und Nachbarn etwas Hilfe, aber natürlich nicht jeden Tag.


    Aber auch diese Zeit ging wieder vorbei und wir konnten ab März wieder durchatmen. Aber nur kurz! Im Juni bekam mein Papa einen Schlaganfall, leider hatte er nicht so viel Glück wie mein Mann, er war auf der ganzen rechten Seite gelähmt und wurde bereits nach paar Tagen in eine Geriatrie Klinik verlegt, die gute 30 Km von unserem Wohnort weg ist. Da meine Stiefmutter keinen Führerschein hat und mit der ganzen Situation auch etwas überfordert war, blieb wieder eine ganze Menge an mir hängen. Aber auch diese Zeit ging vorbei und als mein Papa nach 8 Wochen wieder nach Hause durfte, konnte er zu zumindest, wenn auch langsam und wackelig, am Gehstock alleine gehen.
    Physio- und Ergotherapie sollte zu Hause folgen und es ging auch langsam wieder mit ihm bergauf. Psychisch war er allerdings sehr labil. Ist ja auch nicht ganz einfach mit so einem gesundheitlichen Schicksalsschlag fertig zu werden! Die Familie soll ja zusammen halten und irgendwie zeigten sich mein Mann, mein Papa und ich uns mal wieder solidarisch, denn im Oktober machte ich meinen Hausarzt darauf aufmerksam, dass ich irgendwie die letzte Zeit, ein bisschen kurzatmig bin. Er schickte mich gleich zum Röntgen, wo ich sogar sehr schnell einen Termin bekam. Und was soll ich sagen? Jetzt war ich wieder dran! Das Röntgenbild zeigte einen Rundherd auf der Lunge mit gut 2 cm Durchmesser. Oh Mann, wie sollte ich das meinem Papa erklären ohne dass er sich nun wieder aufregt?


    Zwei Tage später lag ich bereits in meinem Zimmer im Krankenhaus. Es folgten diverse Untersuchungen und man diagnostizierte, dass der Herd in der Lunge eine Metastase vom Brustkrebs sei. Ja, lag natürlich auch nahe! Vor der notwendigen OP, sollte eine Gewebe-probe entnommen werden. Leider ging diese in die Hose! Man bekam nur ein Fipselchen vom Gewebe raus, was für eine pathologische Untersuchung nicht ausreichte und dann drohte auch noch die Lunge, auf Grund dieser Biopsie zusammen zu fallen, da sich irgendwie Flüssigkeit gebildet hatte. Jedenfalls waren alle ganz aufgeregt und man musste mir schnellstens eine Drainage legen und ich bekam absolute Bettruhe verordnet und lag nun mit zwei Schläuchen, in die Lunge führend und das andere Ende in eine Flasche, wo die abgesaugte Flüssigkeit rein lief, mehrere Tage nur auf dem Rücken und konnte mich kaum bewegen. Mit dieser
    Ruhepause beende ich jetzt erst mal diese Fortsetzung.


    Von da ab, war ich davon überzeugt, dass Stress und negative Einflüsse den Körper vergiftet und schadet! Also Mädels! Bitte passt auf euch auf. Auch wenn ihr euren BK gut überstanden habt, euch gut fühlt und glaubt wieder Bäume ausreißen zu können, lasst es ruhig angehen! Gönnt euch Zeit für Euch, mit oder ohne eure Lieben. Es gibt ganz viele Krankheiten und Krebsarten, aber wir haben alle nur EINE GESUNDHEIT und sie und unsere Zeit, ist das Kostbarste was wir ALLE auf dieser Welt haben!!! Wir Foris haben alle eine so tückische Krankheit im Körper, die unberechenbar ist. Macht euch bewusst, dass Herr Krebs sich einfach nur wieder in sein Kellerloch zurück gezogen hat. Ihr könnt die Treppe dorthin nur immer ölen, bohnern und wienern, so dass sie spiegelglatt ist, für Herrn Krebs und er nicht wieder dort hoch kommen kann. Seht diese Treppe als Eure Seele. Durch dieses ölen und wienern macht ihr sie nicht nur für Herrn Krebs unzugänglich, ihr pflegt sie, sie bleibt geschmeidig, wird nicht brüchig und sieht gut aus. Nur eine heile Seele hilft euch den Kampf mit Herrn Krebs zu gewinnen. Stärkt eure Seele mit Energie, Liebe, Freude, Lachen und was euch sonst so glücklich macht, sei es noch so klein! Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag. Auch wenn er vielleicht grau und nass werden sollte, lasst euch davon nicht runter ziehen. Macht auch aus solchen Tagen etwas Schönes! Carpe Diem (Nutze den Tag)!


    Eure Petra

    Liebe Grüße von der Ostseeküste
    Eure Pea1961



    Nicht die Wirklichkeit ist immer wahr, wahr ist was wirkt! ;)

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  • Liebe pea ,


    Vielen lieben Dank für deine Geschichte .Ich habe sie eben zweimal gelesen .Dem ist nichts mehr hinzuzufügen und ich hab Grad einfach nur das Bedürfnis dich einmal zu :hug: ...Und deinem Schlussabsatz stimme ich zu 100 % zu[/size]
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag
    Sei lieb gegrüßt von Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

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  • Liebe Petra,


    danke für deine tolle Geschichte...ich freue mich auf die Fortsetzung! :D
    Beim letzten Abschnitt hab ich geweint... ;(
    ich habe noch oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich 5 grade sein lass...zumal ich mich bisher kaum "richtig" krank fühle bzw. fühlte :S
    (bis auf kleine Einschränkungen wie Müdigkeit und Chemobrain oder Nahtschmerz nach OP)...
    ich werde versuchen, mehr auf mich zu achten... 8o
    DANKE :hug:
    sagt Trinchen

  • Liebe Petra,
    vielen Dank für Deine sehr offene Geschichte.
    Ab jetzt bitte nur noch positive Fortsetzungen!
    Dir auch einen schönen Sonntag.
    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Kirsche,


    die Fortsetzung wird leder nicht positiver ausfallen, aber meine Einstellung zu meiner Krankheit, trotz allem, schon! Man kann privaten und familiären Schicksalsschlägen nicht ausweichen und so tun, als gebe es sie nicht, jeder kommt
    auch mal in Stresssituationen, aber man ist diesen dann nicht 24 Std. ausgesetzt. Gerade dann ist es super wichtig, was ich auch seit 2010 getan habe, diese Treppe (Seele) von der ich geschrieben habe zu hegen und zu pflegen und ich denke, zu 90 % nützt es auch etwas und man wird wieder vollständig gesund. Aber leider bleiben noch 10% übrig, wo Herr Krebs dann einen anderen Weg findet wieder aufzusteigen und so ist es auch bei mir, das kann ich schon verraten! :S Aber mein Kampfgeist steigt von mal zu mal mehr! Ich weiß, dass ich Herrn Krebs nie mehr los werde, aber ich werde ihm immer wieder die Stirn bieten und irgendwann wird dieser Kampf zwischen ihm und mir auch ein Ende haben, aber dann gehöre ich zum
    Club der steinalten Schachteln und da kommst erst mit frühestens 80 Jahren rein :P. Schönen Sonntag! :hug:
    P.S. Bei uns ist es tatsächlich heute grau! Also wie nutze ich diesen trüben Tag? Bissel hier im Forum stöbern, nachher mit Hundchen und Decke auf die Couch kuscheln und ein schönes Buch lesen oder nur in der Illustrieten blättern :read: , dabei ein Käffchen, Tee oder Kekschen 8o , zwischendurch bisschen Augenpflege und durchs visiuelle Entspannung schon mal vom Frühling träumen! :rolleyes: Und, liebe Foris, was habt ihr vor?

    Liebe Grüße von der Ostseeküste
    Eure Pea1961



    Nicht die Wirklichkeit ist immer wahr, wahr ist was wirkt! ;)

  • Bei mir scheint die Sonne. Da geht es gleich noch mal raus.
    Heute Abend dann Tanzen (Standard/Latein). Hand-Fuss-Syndrom so weit ok, also mal wieder in Schuhen.
    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Petra,
    Danke, auch ich habe deine Fortsetzung wieder verschlungen, mit erstmal weinenden Augen, weil wir dieser Schei.....Krankheit so ausgeliefert sind und dann mein lachendes Auge, freudig ūber so viel Optimismus den du verbreitest. Kampfbereit, eine steinalte Schachtel zu werden :!: Und das hoffe ich und wünsche es dir und allen anderen hier von ganzem Herzen :thumbsup: . Ich finde es manchmal noch schwer einfach nein zu sagen, zu Menschen die ich gern habe. Merke aber, das ich jetzt seitdem ich wieder arbeite, die Auszeiten brauche, um mich zu erholen, ich weiß das und doch plagt dann mal das schlechte Gewissen. Aber heute mache ich es wie du, ein bissel Forum, Couch, Kaffee, Katzen kuscheln, Illustrierte blåttern. Und ein bissel Frūhling steht auch schon auf meinem Tisch.
    GlG Sylvi

  • Das ist aber eine lange Geschichte . Toll wie ihr als Familie zusammenhalet. Das hat und kann nicht jede Familie . Ich bewundere Dich wie Du das alles gemeistert hast und Dir trotzdem eine positive Einstellung bewahrt hast . Deine Geschichte hat mich auch sehr berührt. Ich finde , sie macht anderen Mut , weil Du auch so viel Optimismus ausstrahlst . Für mich bist Du ein Vorbild .
    Dafür ein gaaanz dickes Dankeschön. Ein dickes Drückerlie für Dich :hug: . Wünsche Dir dass Du jetzt ein besseres Jahr hast , wo es Dir und Deiner Familie gut geht.
    Ganz liebe Grüße von
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Liebe pea,
    vielen Dank fürdeine Geschichte :hug: und vielen Dank für deine Gedanken zur Krankheit. Dem kann ich nur zustimmen. Immer wieder rutscht man in die alten Gewohnheiten und vergisst, dass frau nur ein Leben hat. Daher tun deine Worte soooooooooooooooo gut :love:


    Grüßle von pelerixi

  • Hallo ihr Lieben,


    danke, das ihr meine persönliche Geschichte mit mir teilt und sie euch sogar Mut macht! Das freut mich sehr und ist auch eigentlich mein Anliegen, wenn ich hier so ausführlich alles schreibe. Das alles von der Seele schreiben gehört für mich auch zur Krankheitsbewältigung dazu. Auch wenn sich die ganzen Ereignisse bei mir recht negativ anhören, schöpfe ich dennoch immer etwas Positives daraus und das ist es, was ich euch, frischen Neulingen hier im Forum oder denen, die mit dieser Krankheit seelisch sehr zu kämpfen haben, auch gerne vermitteln möchte. Wir haben hier im Forum soooooo viele starke Persönlichkeiten, die nach jeden Rückschlag wieder aufstehen und sich Ihr schönes Leben nicht vermiesen lassen. Liebe alesigmai52! Da gehörst auch du dazu! Du brauchst doch nun wirklich kein Vorbild, sondern bist selbst eines!! Ich habe gerade gestern mal deine ganzen Berichte gelesen und muss sagen, du greifst auch ständig in die falsche Lostrommel. Meine Güte, was du die letzten Monate durch gemacht hast und du verlierst auch nicht den Mut und deinen Humor! Auch du hast eine tolle Familie, die dich unterstützt. Deine Schwester und Schwager und natürlich dein Mann, tauchen ständig in deinen Erzählungen auf. Deine lieben Kollegen von der Arbeit, jeder gibt sich ein wenig ein, dass ist so schön und auch wichtig für uns Betroffenen. Leider gibt es auch Betroffene, die es nicht so gut haben, Ihren Schmerz nicht mit ihren Lieben teilen können, das ist mir bewusst. Für die möchten wir hier aus dem Forum, der eine mehr der andere weniger, da sein. Wir alten Hasen, möchten euch unterstützen, zuhören, Trost spenden, Hilfestellung und Ratschläge geben und natürlich bei Untersuchungen und Gesprächen, mit unseren :thumbsup: bei euch sein! Mich könnt ihr diese Woche mit aufnehmen. Am Dienstag habe ich CT von Lunge und Bauch und Donnerstag Befundbesprechung. Ich wünsche allen weiterhin viel Kraft und einen schönen Wochenstart! :hug:

    Liebe Grüße von der Ostseeküste
    Eure Pea1961



    Nicht die Wirklichkeit ist immer wahr, wahr ist was wirkt! ;)

  • Liebe pea,


    ich möchte mich auch für deine Geschichte bedanken. Es ist bewundernswert wie du mit den Rückschlägen immer wieder umgehst und immer positiv nach
    vorne schaust. Deine Geschichte macht mir Mut und bist auch für mich ein Vorbild.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen für ein super Ergebnis am Dienstag. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Liebe Grüße
    Katinka

  • Hallo liebe Foris!


    Der erste Zyklus, einer wieder notwendig gewordenen Chemo, ist durch und ich bin sei gestern wieder zu hause und kann mich erholen.
    Dienstag den 21.02. bin ich aufgenommen worden und eigentlich sollte es nur 2 Tage dauern, aber wie soll es anders sein, lief es natürlich bei mir wieder nicht normal ab! Nach diversen Spülungen, Blasenschutzmittel und Cortison gegen Übelkeit wurde die Chemo am Mittwoch angestöpselt.
    Nachts stutzte der Pfleger dann irgendwie über den Durchlauf oder die Dosierung, jedenfalls war er am zetern und fummelte an meinem Medikamenten Bäumchen rum, mit den Worten, dass was nicht stimmt und er die Einstellung ändern müsste. Die Nacht verlief dann für mich weiter im Halbschlaf, was bei mir ausserhalb meines eigen Bettes,üblich ist. Donnerstag morgen beim Waschen, wunderte ich mich daher auch nicht, dass meine Augen etwas dicker waren und ich nicht grade wie ein Mannequin aussah. Nach dem Frühstück, es war so gegen 9.00 Uhr dachte ich, dass ich Fieber bekomme,denn meine Wangen wurden immer wärmer, aber die Temperatur war normal. Stündchen später war dann Visite und der Oberarzt sagte nur entsetzt : wie sehen sie denn aus??? ?( Ich weiß nicht, ich sehe mich ja nicht!? War meine Antwort! Es dauerte keine 2 Minuten, da wurde mir eine Notfallspritze mit einem Antiallergen verabreicht. Der Blick in den Spiegel zeigte ein knallrotes und aufgequollenes Gesicht! Herr Krebs war vor dem Tsuami Giftcocktail in den Adern geflüchtet und hatte es sich im Kopf bequem gemacht. Ich war KREBSROT :cursing: .
    Die Chemo wurde nach 80 % Durchlauf abgebrochen! Das Antiallergen und mein ständiges Kühlen mit Waschlappen auf dem Gesicht, brachte dann aber auch schnell Erfolg. Keine Ahnung, wo Herr Krebs sich dann zurück gezogen hat? ?( . Außer das ich sehr müde und kraftlos war ging es mir ganz gut! Samstag, den 25.02. durfte ich dann nach Hause. Ich bin sofort in mein Bettchen und habe fasst das ganze Wóchenende nur geschlafen. Bin lediglich zum Essen und Piepi machen aufgestanden. Montag war die Müdigkeit dadurch wohl auch besser. Ich brauchte zwar für die dann notwendige Körperpflege den ganzen Vormittag, denn es kostete mich doch etwas Kraft, aber ich hatte ja Zeit!
    Kleine Schnippelarbeiten im Sitzen und leichtes Aufräumen war auch drin. Gott sei Dank, habe ich meinen Mann zu Hause, der alles macht, wenn nötig. Ich kann mich ganz und gar auf meine Erholung konzentrieren. Das ist wirklich ein wahres Geschenk, wo ich sehr dankbar für bin ! :rolleyes: Dienstag war dann der erste Spaziergang mit meinem Hundchen und leichte Büroarbeit! Gestern am Mittwoch schon eine größere Runde! Also soweit alles gut! Heute hatte ich wieder Blutabnahme und Gespräch mit meiner Ärztin. Sie war auch sehr erstaunt, wie gut ich aussah! :thumbsup: . Ein bisschen irrigtiert es mich schon, dass ich dieses Gift so gut weg gesteckt habe und hoffe natürlich, dass es nicht die Ruhe vor dem Sturm ist!? Die Haare sollen wieder ausfallen, das kann ich mir im Moment gar nicht vorstellen!? Man hat so das Gefühl, es ist doch alles vorbei!? Ich versuche mich zur Zeit "Basisch" zu ernähren. Damit habe ich ca. 4 Wochen vor der Chemo angefangen und ich fühlte mich auch da bereits sehr gut! Kein Plan, ob das tatsächlich etwas ausmacht? Aber schade kann es auch nicht!
    Der 2. Zyklus geht am 14.3. los, trotz allergischer Reaktion. Leider haben die Ärzte bei Sarkomen keine große Vielfalt an Medizin Möglichkeiten. :( . Aber dann kann man ja auch glech gegen steuern! Der Professor vermutete am Freitag, dass es mit dem Cortison zusammen hing, welches ich 1 Std. vor der Chemo gegen Übelkeit bekommen hatte. Dieses Cortison hat auch gleichzeitig die Allergie gedrückt und als die Wirkung weg war, kam sie dann durch. Nächstes Mal wird sie dann paralell zur Chemo laufen und es wird hoffentlich besser! Wobei es ja eine Nebenwirkung war, die auszuhalten ist und ich diese auch wieder in Kauf nehmen würde. Allerdings war ich schon froh, dass ich stationär lag. Zu Hause hätte das natürlich schon schlechter laufen können! So, jetzt nutze ich erstmal jeden kommenden Tag, an dem es mir gut geht! Haltet alle die Öhrchen steif und macht aus jeder Situation das Beste! Ich hoffe so sehr, dass bei mir nichts dazwischen kommt und ich euch bald in Dresden begrüßen kann! Ich glaube, diese Vorfreude ist auch ein riesiges Kraftpaket !! :hug:

    Liebe Grüße von der Ostseeküste
    Eure Pea1961



    Nicht die Wirklichkeit ist immer wahr, wahr ist was wirkt! ;)

  • Liebe Pea,


    die erste Chemo hast du geschafft :thumbsup: . Auch wenn du natürlich gleich Komplikationen haben musst :hot:
    Aber es kann nur besser werden. Schön, dass du dich relativ schnell erholt hast und schon wieder mit deinem Hund unterwegs bist.
    Bleib weiter so positiv.


    LG Fanti