Pea1961 - Beginn und Verlauf meiner Krebsgeschichte

  • Tolles Forum! Da musste ich mich jetzt unbedingt registrieren!

    Hallo an alle! Ich bin ein neues Mitglied in diesem Forum und möchte mich vorstellen!


    Seit Stunden lese ich hier eure Beiträge und finde es ganz toll, wie ihr euch gegenseitig motiviert und euch austauscht. Bin total zufällig auf diese Seite gestoßen, beim googeln ;). Eigentlich bin ich keine Forumtante, aber ich glaube, hier mache ich eine Ausnahme, weil ich das Gefühl habe, dass ich bei euch gut aufgehoben bin und hier meine Ängste, das Leben mit dieser Krankheit, Erfahrungsaustausch und offene Fragen mit vielen teilen kann. Meine Krankheitsgeschichte ist ziemlich lang und ich muss sie auch von Anfang an berichten, damit wir später drüber diskutieren können. Ich kann mir vorstellen, dass es mir sehr hilft, wenn ich alles mal aufschreibe und ich hoffe, dass einige von euch, sich dann die Zeit nehmen, den ganzen Bericht zu lesen damit es auch zum Erfahrungsaustausch kommt. Es ist jetzt schon sehr spät, darum heute erst mal nur eine kurze Beschreibung von mir: Ich bin 54 Jahre alt, verheiratet und habe einen Sohn von 28 Jahren, auf den wir sehr stolz sind. Ohne meine beiden Männer, und natürlich auch andere Familienangehörige und Freunde, würde ich das alles nicht so schaffen! Mein Mann ist 19 Jahre älter als ich! Eigentlich haben wir immer davon gesprochen, dass ich es irgendwann sein werde, die Ihren Mann pflegt. Das es genau umgekehrt kommt, hätten wir nie gedacht!! :( 2008 war ich, das erste Mal in meinem Leben, im Krankenhaus. Mein Hausarzt hatte ein Myom in der Gebärmutter festgestellt. Da ich jahrelang immer sehr starke Schmerzen bei den Monatsblutungen hatte und meine Periode auch unregelmäßig kam, riet er zur OP. Juli 2010 dann die nächste OP, ich bekam Brustkrebs. Nach 3 Jahren, es war Oktober 2013 und ich hatte brav meine Nachsorgetermine wahrgenommen, war es wieder mein Hausarzt mit siebten Sinn, der mich zum Röntgen schickte, weil ich darüber klagte, dass ich bei Anstrengung irgendwie Luftprobleme habe. Die Bilder zeigten einen Rundherd auf der Lunge. Es ging unverzüglich ins Krankenhaus und die dritte OP in meinem Leben wurde in die Wege geleitet. Man ging natürlich davon aus, dass es ein Rückfall vom Brustkrebs ist, aber weit gefehlt! Das Teil entpuppte sich als Leiomyosarkom. Allerdings kein Primär, sondern eine Metastase, die nicht zum Brustkarzinom passte. Auch die Diagnose habe ich dann ganz tapfer gemeistert. Immer positiv denkend und das Beste drauß machen! 2014 wurde ich dann engmaschig beobachtet. Alle 3 Monate in die Uni, Kontrastmittel schlucken, CT von Thorax und Bauch und hoffen, dass alles gut ist. Mein Gynäkologe hat weiter für die regelmäßige Überprüfung meiner Brust gesorgt. Alle 6 Monate Mammographie und Ultraschall. Ich muss schon im Dunkeln leuchten, bei den ganzen Strahlen, die ich in den letzten Jahren bekomme! Ja und in diesem Jahr, am 20. März, dann wieder die Hiobsbotschaft Krebs! Eine Metastase des Leiomyosarkoms in der Hüfte, 3 Monate später eins in der Bauchdecke, 8 Wochen später Metastasen in der Lunge und vor zwei Tagen hab ich einen komischen Fleck am Oberarm entdeckt, wo ich noch gar nicht weiß, was es ist. Mittlerweile hört man ja die Flöhe husten und achtet auf jede kleine Veränderung am Körper. Ich schreibe ja jetzt wirklich nur die Kurzform. Was ich bisher erlebt habe, was die Ärzte vermutet haben und welche Therapien ich bekomme, erzähle ich euch gerne ein anderes Mal, wenn ihr Interesse habt. Das wird nämlich dann die längere Geschichte! :P Ich wünsche euch eine gute Nacht und freue mich auf das was kommt! ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Alecto () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Hallo und herzlich Willkommen Pea!
    Die Kurzform ist schon ordentlich, da kann ich mir gut vorstellen, was in der ausführlichen Fassung so alles vorkommt. Das war Ärztehopping mit Rätselraten, Mut und Wut.
    Liebe Grüße von Friedl

  • Hallo Pea1961,


    herzlich willkommen hier im Forum der Frauenselbsthilfe nach Krebs, auch wenn der Anlass nicht so schön ist. Du hast ja einiges hinter Dir. Dein Beitrag hat mich berührt und ich habe mich gefragt: Wie viel kann ein Mensch aushalten?
    Wenn Du magst, stelle Deine Fragen und wir hören Dir zu. Ich wünsche Dir einen guten Austausch und ganz viele Antworten auf Deine Fragen.


    Für das Jahr 2016 wünsche ich Dir alles Gute.

  • Hallo Pea,


    herzlich willkommen hier im Forum!
    Du hast ja wirklich schon einiges hinter dir. Aber wie du schon schreibst, hier im Forum gibt es wirklich viel Hilfe und Unterstützung bei vielen Fragen und Sorgen.
    Ich bin übrigens eigentlich auch keine "Forumtante", aber ich fühle mich hier wohl, auch wenn ich mehr lese als schreibe.


    Liebe Grüße


    Hannah

  • Hallo Pea,


    auch ich möchte Dich ganz herzlich hier im Forum wollkommen heißen.


    Die "Kurzform" Deiner Geschichte hat mich wirklich sehr berührt! Du hast schon einiges durchgemacht und wirkst dabei noch immer sehr positiv. Dafür hast Du meinen vollen Respekt!


    Ganz sicher war es eine gute Idee, sich hier im Forum anzumelden und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Du wirst sehen: Hier ist immer jemand da der Dir "zuhört" (i. S. vom mitliest).


    Liebe Grüße
    Ela

  • ganz, ganz herzlich willkommen in unserem familiären Forum und eine liebe Umarmung :hug: !


    Und upps, das ist ein Werdegang, da mußte ich erst dreimal schlucken... Ich hoffe sehr, dass die Uni-Klinik (ein Sarkomfachzentrum?) einiges gegen die Metastasen in peto hat und es dir trotz allem "relativ" gut geht. Was ich auch aus deinen Zeilen herauslese ist, du hast deinen Humor bewahrt und deinen Kampfgeist, das ist prima! Und in diesem Forum findest du ab jetzt gute Unterstützung und da ist es egal, welche Krebsart man hat, weil das meiste krebsuniversel ist. Mir hat das Forum auch schon gut geholfen, vorallem, weil hier immer ein offenes Ohr ist und immer jemand antwortet.
    Ach ja, ich komme auch aus der Sarkom-Fraktion: Zufallsbefund eines Leiomyosarkoms (Primärtumor) bei Gebärmutterentfernung wegen großen Myomen, das war Ende 2013. Seitdem waren die Befunde unauffällig, muss 1/4jährlich zum Gyn. und 1x/Jahr zum Lungen-CT.


    Magst du vielleicht deine ausführliche Geschichte in den "Sarkom"-Strang schreiben, den du unter "Krebsarten" findest? Gerade weil Sarkome so selten sind, wird sie dort eher gefunden - ich habe dort auch geschrieben.


    Ich wünsche dir alles, alles Gute
    und sende dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen,
    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Liebe Pea,


    herzliche willkommen hier.
    Ohje, bei dir können ja echt alle Krebsfraktionen mitreden. Das neue Jahr kann nur besser werden.
    Ich wünsche dir alles Gute.


    Herzliche Grüße, Suse

  • Hallo Pea!


    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Oh ja, die Kurzfassung deiner Geschichte ist schon sehr heftig. Gut, dass du so einen guten Hausarzt hast, der deine Probleme Ernst nimmt. Ja, das mit dem 19 Jahre älteren Mann, wo man eigentlich glauben würde, dass Frau später mal den Mann pflegt, kenne ich auch nur zu gut.


    Ich wünsche dir für das Neue Jahr jedenfalls soviel Gesundheit und Wohlergehen wie möglich und möglichst wenige neue Kampfgebiete, mit denen du dich auseinander setzen musst.


    LG vom Ritterchen

  • deine Geschichte erschüttert mich sehr.
    Gleichzeitig tut es so gut zu hören, dass du nicht allein bist. Es ist nicht selbstverständlich einen lieben Partner zu haben, und dazu einen lieben Sohn, auf den ihr stolz seid.
    Eine solche Erkrankung macht eine enge Beziehung unsagbar enger und tiefer. Dein Sohn ist wie meine Tochter 28 Jahre alt. Ihr wurde diesen Herbst Brustkrebs diagnostiziert. Mit einem Schlag war alles anders...
    Wesentlich ist die Liebe und die gemeinsamen Augenblicke, wo man ganz beim anderen ist.
    Ich habe wieder angefangen zu beten, und falls es dir recht ist, möchte ich dich mit in mein Abendgebet einschließen.


    Sei herzlich gegrüßt :hug:
    bitterlemon

    Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst. Heinrich Heine

  • Halli :P Hallo Pea1961,


    auch von mir ein herzliches Willkommen hier in unserem tollen Forum :thumbup:
    Ich war auch nie vorher in einem Forum aktiv, aber hier bin ich… :thumbsup: …bist du, gut aufgehoben.


    So ein Mist aber auch, was muss Frau in diesem Fall DU denn noch alles abbekommen! Als ich Leiomyosarkom gelesen
    habe und das es kein Primär TU ist, dachte ich gleich an Gebärmutter. Wird sicherlich alles abgeklärt worden sein.
    Leider gibt es Fälle, wo der Primär TU nicht gefunden wird.


    Das du mittlerweile die Flöhe husten hörst ist nur zu verständlich, dass kennen hier soooo einige von uns
    einschließlich ich selbst.
    Liebe Pea, schreib hier bei uns alles auf, was dir auf dem Herzen liegt….hier dürfen wir alles Fragen und
    es ist immer jemand da der mitliest und antwortet.
    Ich wünsche dir einen guten Austausch und schicke dir noch ein riesengroßes Paket gefüllt mit Energie, Kraft und Zuversicht.


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • Auch von mir ein ¨Herzlich willkommen!¨ Du hast schon viel durchmachen müssen - aber klingst dennoch optimistisch und stark :thumbsup: Schön, dass du zu uns gefunden hast!
    Wir sind fast gleich alt, teilen unsere Heimat - und für uns beide war 2013 offenbar ein ¨besonderes¨ Jahr (mich traf die Diagnose BK in diesem Jahr 2x) - auf das wir gerne verzichtet hätten.
    Ändern können wir es nicht - nur das Beste daraus machen :thumbup:
    Ich wünsche dir, dass du hier das findest, was du suchst, und dich so wohl fühlst, wie ich es tue!

  • Hallo Pea,


    auch von mir noch ein herzliches willkommen.
    Schön, dass du jetzt auch eine Forumstante wirst ;)


    So erschütternd deine Geschichte auch ist - mir zeigt sie jedenfalls gleichzeitig, dass man einiges schaffen kann und das macht mir ganz viel Mut.DeshalbDanke schonmal dafür, dass du uns an deiner Erfahrung teilhaben lässt.


    Ich bin 2 Jahre älter als dein Sohn und für mich sind meine Eltern anders herum auch sehr wertvolle Stützen.


    Dann fühl dich mal wohl hier :)


    LG, Sonja

  • Hallo Pea1961,


    uiuiui da wird mir ja ganz anders wenn ich deine "Kurzgeschichte".
    2008 allererste OP, 2010 BK. 2013 Lunge Rundherd 2015 MET Bauchdecke und jetzt wieder MET Lunge und Hüfte, das ist ganz schön heftig.


    Toll dass diene beiden Männer dich so unterstützen, es ist ein schönes Gefühl so geliebt und geborgen zu sein.
    Ich musste ganz schön schmunzel als ich gelesen habe dass du schon im Dunkeln leuchten musst wegen den ganzen Stahlen und Kontrastmitteln, finde deinen Humor gut behalte ihn dir bei.
    Ich selbst gehöre zur Brustkrebsfraktion und trotzt den 48 die ich bin habe ich auch schon einiges hinter mir. Sei herzlich willkommen und danke für dein Vertrauen.
    Wünsche dir und deinen "Männern" ein schönes Silvester und freu mich wenn wir und dann mehr austauschen können.


    LG Nicky1967

    LG Nicky1967


    Ich versuche alles was geschieht positiv zu sehen, auch wenn ich den Sinn dabei, nicht immer erkenne! :)

  • Hallo ihr Lieben!
    Ich bin total überwältigt und gerührt, wie viele gleich am ersten Tag auf meine Vorstellung geantwortet haben!
    Ich danke euch recht herzlich für das willkommen heißen und die lieben Worte. Ihr habt es schon richtig erkannt, ich bin eine Frau
    die gerne fröhlich ist, offen anderen gegenüber steht, schlechte Laune ist ein Fremdwort für mich und ich bin eine Kämpfernatur.
    Mein Hausarzt hat mich sogar "kleine Terrierin" genannt. :D Ich wurde gebeten, meine LANGE Geschichte unter Sarkom Beiträge
    zu schreiben, das werde ich gerne tun. Aber ich warne euch, da müsst ihr zum lesen viel Zeit einplanen. :P Jetzt wünsche ich euch
    erstmal für morgen einen guten Start ins 2016. Ich persönlich hab für die Ballerei ja nichts übrig, aber morgen werde ich um
    23.55 Uhr eine Rakete in den Himmel jagen und dieses blöde Jahr 2015 abschießen! ! Ich hoffe, für uns alle,dass 2016 ein gutesJahr
    wird. Fühlt euch umarmt :hug: genießt die Zeit mit euren Lieben und ich freue mich auf die nächsten Korrespondenzen mit euch.
    Ganz liebe Grüße eure Pea

  • Hallo Pea!


    auch von mir herzlich willkommen und viel Kraft für deinen Weg!


    Hier wirst du immer ein offenes Ohr für deine Sorgen und Ängste finden, aber wir freuen uns auch sehr über positive Ergebnisse :D
    Dafür haben wir extra den Daumen-drück-Strrang mit magischer Wirkung :) ,
    in dem unsere liebe Mohnblume alle anstehenden Untersuchungen etc. notiert, o dass wir alle gedanklich beistehen können.
    Du wirst sehen, allein das wissen darum hilft einem schon gegen die Aufregung!


    Alles Gute für dich!


    Distudis

    Mit den besten Wünschen :) ,
    distudis

  • Hallo liebe Mitbetroffenen!


    Ich bin ja seit paar Tagen Mitglied in diesem Forum und ich muss sagen, es ist unglaublich! Es vergeht kein Tag, wo ich nicht wenigstens mal mitlese. Den einen oder anderen Beitrag habe ich aber auch schon gemacht ;) , daher bin ich mit meiner eigenen Geschichte gar nicht richtig voran gekommen :) und ich wollte euch ja noch die ausführliche Variante berichten.


    Bis 2010 hatte ich nie einen festen Frauenarzt (da war ich 49 Jahre)! Ich habe jährlich meine Vorsorge gemacht und bin dafür immer zu einem Arzt gegangen, der bei mir in der Nähe war und kurzfristig einen Termin vergeben hat, wie ich ihn wollte (diesen Luxus gibt es heute nicht mehr) . Bis dato hatte ich lediglich mit Zysten in der Brust oder Eierstöcken zu tun, die kamen und verschwanden, wie sie lustig waren und einmal wurde auch, auf der linken Seite, mal eine punktiert. War alles easy! Flüssigkeit abgesaugt und das Ding war weg! 2008 hatte ich ein großes Myom in der Gebärmutter, was aber nicht einmal der Frauenarzt erkannte, der zu dem Zeitpunkt, der auserwählte für meine Vorsorge war. Ich hatte während der Periode immer sehr starke Schmerzen und 2008 auch im Leistenbereich. Wie gesagt, der Gyn hat nix gesehen, er meinte bei der Untersuchung: "Ich hätte eine ziemlich volle Blase!" Komisch, ich gehe grundsätzlich vor diesen Untersuchungen auf die Toilette?? ;( Naja und die Leistenschmerzen sind wohl eine Zerrung, war die Diagnose. Hier mache ich es jetzt kurz! Ins Krankenhaus hat mich dann mein Hausarzt überwiesen, nachdem er ein Ultraschall gemacht hat. Wir haben ein kleines KH mit Belegbetten mehrerer Frauenärzte wo ich gerne hin wollte. Also diverse Telefonate geführt, Zuschlag bekam der Arzt von mir, der mir innerhalb von 5 Tagen einen Termin gab! Der Arzt war sehr nett, gründlich (vor der OP hat er einen Abstrich gemacht und das Myom wurde selbstverständlich auch untersucht. Beides war ohne Befund, wird aber in meiner nächsten Geschichtserzählung noch eine Rolle spielen). Und im KH später war er sehr führsorglich, wenn auch die OP und der KH-Aufenthalt nicht ganz normal verlaufen ist (viel Blutverlust, Bluttransfusion, Kreislaufzusammenbruch, sehr starke Schmerzen im Rippenbereich), er war dann trotzdem erstmal MEIN FESTER FRAUENARZT, wo ich zukünftig hingehen wollte. 2009 ertastete ich mal wieder einen Knoten rechts und ging damit erstmal zu meinem Hausarzt, der wieder Ultraschall machte und mich zu meinem Gyn überwies, mit dem Vermerk, dass er ein MRT vorschlägt. Da lernte ich dann mal die andere Seite meines NEUEN GYNÄKOLOGEN kennen! Der fühlte sich nämlich richtig ans Bein g........! Wie kann ihm ein poppeliger Hausarzt sagen, was zu tun ist?? X(
    Er machte sich aber die Mühe, selbst mal mit Ultraschall nach zu sehen. Allerdings untersuchte er die linke Seite sehr gründlich und als ich ihm sagte, dass das Problem doch eher auf der rechten Seite ist, kam auch diese Seite dran, allerdings im Schnelldurchlauf. Er sah ebenfalls etwas, was eindeutig eine Zyste ist und daher auch kein MRT mehr notwendig sein würde. OK, hab ich gedacht, dann warten wir mal ab! Allerdings wurde dieses Teil immer größer und ich spürte es bei jedem Duschen oder Eincremen, das machte mich kirre! Zyste hin oder her, wenn ich es nicht spüre, kann es bleiben wo es ist, aber so nicht! Nach ca. 3 Monaten wollte ich das Ding weg haben! Also Termin bei meinem NETTEN Gyn, in der Hoffnung, seine Laune hat sich gebessert! ;) Wir besprachen das Thema und die Zyste wurde punktiert. Nur dieses Mal war es nicht so easy!! ;( Es hat geblutet, als würde man mich abstechen! Immer wieder musste er in die Brust stechen, weil er die Zyste nicht traf und die war wirklich nicht mehr klein!! Aber angeblich flutschte sie immer weg! Irgendwann hatte er es dann doch geschafft und ich war erlöst: Glückwunsch! Aber ich brauchte mal wieder einen neuen Frauenarzt für meine zukünftigen Vorsorgeuntersuchungen! Im Juni 2010 war es soweit und wieder spürte ich auf der rechten Seite einen Gnubbel! Meine beste Freundin gab mir einen Arzt Tip! Er ist bekannt für seine Gründlichkeit, macht selbst in seiner Praxis Mamographie und soll ein Spezialist bei Brustkrebs sein. Na gut, hab ich gedacht. Hoffentlich ist er auch gut, auf dem Gebiet, Zysten zu punktieren! :S und hatte am Donnerstag, den 22.07.2010 um 17.00 Uhr meinen Termin (so ein Datum vergisst man nicht!!! :( ). Ich war an dem Tag erst wieder um 21.30 Uhr zu Hause! Er hat mich nicht die ganze Zeit untersucht, aber er hat an dem Tag alles gemacht, was notwendig war! Ich war ja nicht seine einzige Patientin, darum musste ich leider zwischendurch auch Wartezeit in Kauf nehmen. Diese nutzte ich dann natürlich auch, um meinen Mann zu informieren, dass es noch etwas dauern kann, bis ich nach Hause komme! Der Doc hatte sich, den von mir ertasteten Gnubbel, etwas gründlicher angesehen und fand nicht, dass es aussieht wie eine Zyste. Wir machen gleich noch Mamographie, war seine Entscheidung. Gesagt, getan - wieder warten! ?( Es ging auf 19.30 Uhr zu und ich war die Letzte im Wartezimmer, als er mich zu sich rein holte. (Oh, Mann! Mir schießen noch jetzt die Tränen in die Augen, wenn ich darüber jetzt schreibe! :( "Das sieht gar nicht gut aus! Zwar kann ich auf der Mamographie nichts erkennen, aber das Ultraschall gefällt mir nicht!" waren seine Worte. Ich könnte mir selbstverständlich erstmal eine Zweitmeinung einholen, war sein Angebot oder wir nehmen noch hier und heute eine Gewebeprobe!? Ich wollte so schnell wie möglich Klarheit und er entnahm drei Stanzen. Montag sollte das Ergebnis vorliegen! Das Wochenende war die Hölle, aber das kennt ihr ja alle! Mein Mann hatte am 19.07. Geburtstag und die Familie war für den Samstag eingeladen. Absagen oder feiern? Wir entschieden uns zum Feiern bzw. für´s Ablenken! Ich hab geputzt, gekocht und unsere Gäste bedient, als würde ich dafür einen Orden kriegen! Abends im Bett lag ich wach und tastete an diesem blöden Knoten und dabei hatte ich dann das Gefühl: Da ist noch einer!!?? Mach dich jetzt nicht verrückt, beruhigte ich mich! Endlich war Montag und mein Mann fuhr mit mir zum Doc. Leider keine guten Nachrichten: Mäßig differenziertes invasives duktales Mammakarzinom mit mäßig starker Expression der Östrogenrezeptoren und starker Expression der Progesteronrezeptoren, ca. 1 cm, Klassifikation: B5. Wie ich mich gefühlt habe, brauche ich hier nicht schreiben! Ich war aber nicht zu benebelt, um den Doc auf den zweiten Knoten aufmerksam zu machen, den ich gespürt habe. Er konnte sich das zwar nicht vorstellen, aber hat, damit ich beruhigt bin, trotzdem nochmal Ultraschall gemacht. Und BINGO doch noch einer! Ob der durch die Stanzen etwas nach oben geplupt ist, keine Ahnung! Er machte jedenfalls nochmal eine Gewebeprobe, die zwei Tage später den gleichen Befund ergab. Termin im Brustzentrum leitete er sofort ein, ob ein oder zwei Karzinome war ja nun auch egal! Termin gleich in dieser Woche am Donnerstag. Auf weitere Proben wurde verzichtet, nachdem man erfahren hatte, welcher Arzt mich ins Krankenhaus überwiesen hatte. Wenn der Arzt ein Karzinom diagnostiziert, ist es leider auch eins! hieß es nur. Aber Ultraschall wurde dann doch nochmal gemacht. Diesmal waren auch beide Herde zu sehen. Dicht neben einander auf 12.00 und 1.00 Uhr, wie es so schön im Fachdeutsch heißt Es folgten diverse Untersuchungen auf eventuelle Metastasen und eine Woche später lag ich schon unter dem Messer! Ich hatte eine Frau Doktor als Operateurin, die mich Brusterhaltend operierte. Ich kann behaupten, dass meine Brüste ganz nett aussehen (Körpchen C75) und bis auf eine ziemlich große Narbe in " L-Form", hat sie die Brust super modelliert. Die Rechte sieht jetzt ganz leicht geliftet aus :D . Ganz so ohne Besonderheit ging es dann natürlich auch wieder nicht ab! Ich hatte 5 Wächterknoten, statt nur einen, die gleichmäßig nah an den Herden lagen. Sie waren alle nicht befallen, wurden aber mit entfernt. Der Mist war draußen und mir ging es gut! Es folgte allerdings noch 38x Bestrahlung und Hormontherapie. Die Bestrahlung verlief ohne Probleme. Ich bin sogar täglich alleine mit dem Auto in die Klinik gefahren und keine weiteren Nebenwirkungen. Das Tamoxifen hat mich allerdings in die Wechseljahre katapultiert mit Hitzewallungen. Sind zwar unangenehm, aber davon stirbt man nicht! 2011 haben wir dann unbeschwert meinen 50.igsten Geburtstag feiern können und ich hatte endlich, neben meinem sehr guten Hausarzt, auch meinen FRAUENARZT GEFUNDEN, dem ich heute noch vertraue! :)


    So, dass war Teil 1 meiner Geschichte. Teil 2 folgt!

  • Liebe Pea,ich bin so neugierig auf den zweiten teil,hoffe wir müssen nicht so lang warten,das ist ja hammer,krasse sache......
    Noch nichts hat mich neugieriger gemacht.......
    Ich warte...
    Lg Toscha

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Liebe Foris,


    es liegt jetzt fast 1 Jahr zurück, wo ich meine erste Krebsgeschichte hier geschrieben habe (Ihr findet sie noch auf meinem Profil unter "alle Beiträge anzeigen / Seite 4 /Der Beginn meiner Krebsgeschichte)oder diesen Link klicken!


    Ich hatte versprochen, dass eine Fortsetzung folgt! Irgendwie bin ich einfach nicht dazu gekommen und leider besucht mich Herr Krebs auch immer wieder schneller, als dass ich, in der Reihenfolge, mit dem schreiben hinterher komme! X( Aber es gibt in einigen Berichten, zumindest kleine Ausschnitte, was ich habe, durchleide oder auch nicht, Erfahrungen die ich gemacht habe usw. und vielen von euch bin ich bekannt. Ich finde es aber doch sehr erschreckend, wie viele Neulinge wir hier jeden Tag haben. Ich heiße euch natürlich alle Herzlich Willkommen und wünsche euch, dass ihr hier Hilfe bekommt und einen regen Austausch der euch gut tut! Vielleicht möchten diese vielen neuen Foris, die meine Geschichte vielleicht noch nicht kennen, meine Geschichte gerne lesen? Ausserdem tut mir das Schreiben gut! Hier unter Brustkrebs muss ich allerdings meine Geschichte erstmal stoppen, weil ich die Fortsetzung im Beitrag "Sarkome" machen muss, denn mein Brustkrebs scheint, jetzt nach 6 1/2 Jahren, Ruhe zu geben. Da habe ich in der 6.KW wieder meine Nachsorge, aber ich denke, es ist alles gut! Ich nehme brav mein Tamoxifen und mein Doc wird sicher zufrieden sein. Also Mädels mit BK! Gebt nie auf zu kämpfen! Krebs ist eine heimtückische Krankheit und fällt bei jedem anders aus. Aber ihr dürft auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken, dann macht ihr es schlimmer! Ich bin auch dünnhäutiger geworden und auch mir schießen die Tränen heute schneller in die Augen. Dann lass ich es zu, schüttel mich, putz die Nase, schmink nach und gut ist! ^^ Leben mit Herrn Krebs ist schei......, aber dein persönliches Leben ist trotzdem noch schön! Es wird anders sein als früher, aber es wird immer intensiver werden! Wer mehr lesen möchte muss den Raum wechseln - Krebsarten - Sarkome! Aber bitte erst in paar Tagen, denn es dauert ja wieder etwas länger, bis man sein Leben so auf Papier gebracht hat ^^ .

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt.

  • danke, dass du uns an deinen, leider vielfältigen, Krebserfahrungen teilhaben läßt und ich hoffe, deine Geschichte motiviert viele, trotz widriger Umständen nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern immer wieder den Kampf aufzunehmen und auch nach den Glücksmomenten Ausschau zu halten! Wie schreibst du so voller Überzeugung: ...aber dein persönliches Leben ist trotzdem noch schön! - Man spürt hier deine Kraft!


    Ich wünsche dir alles Gute und dass du die Votrient freie Zeit so richtig genießen kannst.


    Liebe Grüße
    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Danke Pea,


    Deine Geschichte und viele andere geben uns allen Kraft zum Kämpfen. Ich bewundere all die, die trotz schwerer wiederkehrender Schläge durch Herrn Krebs immer wieder die Kraft finden so zu kämpfen, zu siegen und auch noch andere zu motivieren. ich hoffe, daß auch ich im Fall der Fälle so stark sein kann, ihr seit unsere Helden in diesem Kampf.


    Viel Kraft uns allen, Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist