Anstieg Leber-Enzym-Werte nach Einnahme Letrozol

  • Hallo Elvira,


    Ich nehme seit 4.11.2015 Letrozol, hatte aber seit Einnahme keine Blutuntersuchung. Ich werde im April wieder bei der Onkologie sein und auf meine Leberwerte achten, ich melde mich wieder. Was sagt denn der Arzt zu den Werten? Wird ein Absetzen von Letrozol angedacht?
    Sind dies die einzigen Nebenwirkungen? Bekommst Du auch Bisphosphonte?


    Liebe Grüße
    Veloschnecke :)

  • Ihr Lieben,


    ich nehme nun seit vier Wochen Letrozol, davon hatte ich bis März TAC-Chemo, im April war meine OP. Anfang der Woche war ich bei meiner Hausärztin, musste ein Blutbild machen lassen für ein CT. Als ich die Werte abholte, sagte sie nichts negatives. Hat aber wirklich auch nur einen Mini-Blick drauf geworfen. Zuhause angekommen sah ich mir das Blutbild an und stellte fest, dass der GPT Wert, der wohl normalerweise bis 35 gehen sollte, bei mir bei 62 liegt. Ich befürchte, dass das eine Nebenwirkung des Letrozol ist, da absolut jedes Arzneimittel, das auf die Leber schlagen kann, das bei mir schon immer auch tut.

    Ich habe auch einen etwas helleren Stuhl und häufig so ein Gefühl nach dem Essen, als ob ich nichts "fettes" mehr sehen könnte, und das obwohl ich oft nur einen Salat gegessen habe.

    Habt ihr eine Idee, was ich diese Nebenwirkung tun kann?


    Liebe Grüße

    Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Liebe Christina

    Die Leberwerte können noch von der Chemo und von der OP ( Narkosemittel) erhöht sein . Ich hatte das auch kurz nach meiner Ersterkrankung. Da haben dieÄrzte vorsichtshalber ein Lebersono gemacht . Es kam zu Tage dass ich kleine Gallensteine hatte . Das hat man zuerst beobachtet . Als nachhher meine Beschwerden schlimmer wurden hat man beschlossen die Gallenblase rauszunehmen. So wurde mir die Gallenblase entfernt und es ging mir bald besser. Heute kann ich wieder fast alles essen,nur vor rohem Paprika und extrem fettigen Nahrungsmitteln halte ich mich fern.

    Aber frag besser nochmal Deine Hausärztin, vielleicht kann sie mal ein Ultraschall machen . Es gibt verschiedene Artischocken Präparate

    als Kapseln oder Saft , aber ich weiß nicht ob das hilft , wird ja immer angepriesen. Doch das habe ich damals nicht gemacht , ist bei mir auch schon 10 Jahre her.

    Liebe Grüße , Gute Besserung, und ein schönes gemütliches Pfingstfest wünscht Dir

    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Liebe Alesigmai,

    bei mir hat man bei der Erstuntersuchung auch kleine Gallensteine festgestellt. Sollte ich aber, solange sie keine Probleme machen, ignorieren. Ich wusste gar nicht, dass die damit auch zusammenhängen.

    Ein Blutbild wird bei mir in 10 Tagen wieder gemacht - muss ich zu den Bestrahlungen mitbringen. Da will ich meine Ärztin gleich auf die Leberwerte ansprechen.

    Liebe Grüße und Dir auch ein schönes langes Wochenende

    Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Hallo Christina,

    ich bin auch ein "Sofort-Reagierer" wenn es um Leberwerte geht. Das auch die Gallen-OP im letzten Jahr nicht verändert... inzwischen bekomme ich Blutfettsenker und es geht mir besser.

    In jedem Fall solltest du mit deinen Ärzten darüber sprechen, zumal du ja auch mit Beschwerden reagierst und diese typisch für Leberstoffwechselstörungen sind.

    Ich kann mir vorstellen, das die vergangenen Therapien mit ursächlich sind. Ich nehme seit 4/15 Letrozol und meine Werte blieben dadurch unverändert.

    Keiner sollte mehr Beschwerden aushalten als unbedingt nötig... es ist durch die Erkrankung so viel durcheinander geraten, da ist ein Wehwehchen weniger schon die halbe Welt.

    Genieße das Wochenende und lass dich nicht ärgern

    sagt Lossi

  • Hallo Mädels,


    ab wann spricht man denn von erhöhten Leberwerten, weiß das jemand?


    Mein GGT Wert war beim letzten mal 86 statt 42 und da sprach mein Hausarzt auch noch von leicht erhöht. Ich finde das schon ganz schön. . . . .

    Hab mir nun doch wieder einen Termin beim meinem Onko geben lassen und will dem mal den Befund zeigen. Hatte aber vor meiner Krankheit auch schon immer mal leicht erhöhte Werte. Nur hat mir niemand die Zahlen dazu genannt und heute bin ich natürlich über ängstlich.


    Habt eine schöne Woche. LG von lexi

  • Hallo zusammen,


    ich habe im März von Tamoxifen auf Letrozol gewechselt, an meinen Leberwerten hat sich bisher fast nichts geändert.....

    GGT von 8 auf 11, GPT 16 geblieben. Aber ich denke mal, das könnte schon noch von anderen Einflüssen abhängen, gerade der Abbau von Medikamenten, körpereigene Abbauprodukte durch Therapien, das stresst die Leber schon. Ich würde das mal 1/4 jährlich beobachten lassen, wenn der Verlauf langfristig nach unten geht ist alles ok. Die Werte selbst sind von Mensch zu Mensch wohl sehr individuell, manch einer hat immer schlechte Werte, manche habe selbst bei Lebererkrankungen noch gute, ich denke es kommt auf den zeitlichen Verlauf an.

    Gruß an alle

    Tschetan

  • liebe lexi1,


    der ggt-wert sollte unter 40 sein.

    lass dir die befunde zu blutuntersuchungen doch ausdrucken. da stehen dann meist auch die normwerte dazu.

    eine kostenlose broschüre zum thema 'blutwerte' kann man auch bestellen.


    lg ani64

    da es sehr förderlich für die gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. 8) voltaire

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  • Danke liebe ani64,


    ich habe den Ausdruck mitbekommen (lasse mir immer alles kopieren) und da steht der Normwert drauf.

    Da mein Wert mehr als doppelt so hoch ist, habe ich mich gewundert, dass mein Hausarzt von "leicht" erhöten Werten sprach. Hab am 21. 06. einen Termin bei meinem Onko und will ihm auch den Befund zeigen. Mal sehen was der sagt bzw. tut. Ich werde berichten.


    LG von lexi

  • Hallo zusammen,


    ich habe unter Letrozol ebenfalls schlechte Leberwerte. In der Reha schob man das auf Chemonachwirkungen.


    Was mich aber interessieren würde ist, Tschetan, bei deinem Wechsel von Tam auf Letro - hast du einen Veränderung deiner Gelenkschmerzen verspürt? Oder insgesamt andere Nebenwirkungen? Meine sind unter Letrozol so heftig, dass ich auf Tam wechseln wollte, oder die Dinger ganz absetzen, weil es einfach nicht mehr erträglich ist. Täglich Schmerzmittel - geht gar nicht, zumal die auch nicht wirklich helfen. Irgendwann kollabieren die Leber oder die Nieren.


    lg, Tiggy

  • Hallo Tiggy,

    Ich muss gestehen, ich habe so gut wie keine Gelenkschmerzen. Weder unter TAM, noch jetzt unter Letrozol.Ich mache allerdings 3xmal in der Woche 25min leichten Sport und 3xmal Fitnessstudio Kraft-und Ausdauertrainig. Bewegung ist ganz wichtig. Dadurch werden die Schleimhäute auf den Gelenkoberflächen geschmiert und ernährt. Beschwerden gibt's nur, wenn ich nichts mache (im Urlaub z. B.). Außerdem nehme ich täglich 2 Equi* . Ist zwar ziemlich teuer, aber scheint bei mir zu helfen. Was geblieben ist, sind Wechsel zwischen Hitze und Fröstelattacken, besonders nach der Einnahme. Außerdem ausgesprochen trockene Schleimhäute, besonders im Vaginalbereich und auch Gewebsrückbildung durch den Hormonentzug. Auch meine Augen sind trockener geworden, aber ob das nun an diesen Medikamenten liegt, das kann man nur vermuten. Ich werde ja auch nicht jünger, andere haben auch Beschwerden. Ich kann durch den Wechsel keine großen Änderungen feststellen, meine Knochendichte ist bisher super, das muss man beobachten, die könnte abnehmen...

    Dagegen nehme ich täglich 600i.E. Vitamin D und eine Calzimtablette. Bisher sind die Werte gut, das lasse ich einmal jährlich überprüfen, kostet ja nicht die Welt. Vielleicht bringt ja der Wechsel des Herstellers eine Verbesserung, oft kommen ja die Nebenwirkungen gar nicht vom Wirkstoff selbst, sondern von den Füllstoffen, die Tabletten bestehen ja nicht nur aus dem Wirkstoff. Oder mal von Letrozol auf eine andere Sorte wechseln? Sprich doch mal mit dem Arzt, da gibt es sicher Möglichkeiten.


    Alles Gute

    Tschetan

  • Hallo Tiggy, hallo Tschetan,

    ich hatte während der Letrozoleinnahme schlimme Gelenk- und Knochenschmerzen und Hitzewallungen, unter Anastrozol war beides deutlich rückläufig sind am wenigsten Beschwerden habe ich diesbezüglich jetzt mit Exemestan. Alle drei gehören zu den Aromatasehemmern. Vermutlich muss man die alle individuell ausprobieren. Habe aber auch von Frauen gehört, bei denen es umgekehrt ist mit den NW.

    Lg Katzi64

    P.S.: meine Leberwerte waren bei aller drei Aromatasehemmern gleich und immer in Ordnung.

    Lg Katzi64