Tamoxifen absetzen

  • Hallöchen birgitmaus,


    zu den 12,5% erkrankten gehören wir ja schon Mal.;) Um wie viel der Prozentsatz steigt, wenn man keine Antihormontherapie macht, kann ich dir nicht sagen. Wenn sie dir empfohlen wird, würde ich es auf jeden Fall probieren. Es ist ja nicht gesagt, dass du Nebenwirkungen bekommst. Absetzen oder wechseln kann man ja immer noch. Eine schwere Entscheidung bleibt es, es sollte aber immer auch deine eigene Entscheidung sein.

  • Ach, liebes Kalinchen,


    Du bist ja echt in einer komischen Stimmung, lass Dich feste drücken. :hug:


    Zu den Prozenten: Ich glaube, so genau weiß man das alles nicht. Und dass es keine Zahlen über Frauen gibt, die keine Antihormone nehmen, liegt daran, dass es darüber keine Studien gibt. Die meisten Studien werden ja eh von den Pharmakonzernen geführt. ;-)

  • Liebe Birgitmaus,

    deine Skepsis gegenüber Statistiken kann ich gut nachvollziehen. Als Mathematiklehrerin weiß ich nämlich sehr genau, wie man Statistiken auswerten kann, und dass man aus ein und denselben Zahlen ganz unterschiedliche Ergebnisse ablesen kann, je nach dem wie man draufkuckt und was man sehen will. Und aus einer Statistik Rückschlüsse auf die gesamte Bevölkerung zu ziehen, ist ja auch problematisch. Nicht umsonst lernen unsere Schüler, dass solche Hochrechnungen wieder nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit gelten. Wenn in einer Studie 8 % der Frauen ein Rezidiv hatten, könnten das in der Gesamtbevölkerung genau so gut nur 5 oder 6 % sein, oder auch 11 %.

    Deshalb muss man bei solchen Entscheidungen auf das eigene Bauchgefühl vertrauen: Wie fühle ich mich, wenn ich Tam nehme? Wie fühle ich mich, wenn ich es nicht nehme? Mache ich mir dann ständig Sorgen? Und danach muss man dann entscheiden, und dass ist sehr individuell.


    Liebe Kalinchen,

    ich drücke dich auch mal :hug:.

    Aber deine Gedanken kann ich nachvollziehen. Wir mit unserer Krankheit machen uns Gedanken über das Sterben, über die Jahre, die wir noch haben, über Lebensqualität ... Ohne eine solche Krankheit macht man sich diese Gedanken eher nicht. Und ich habe auch schon gedacht, wäre es nicht am besten, man lebt gut und fällt dann einfach um, ohne langes Leiden?


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Liebe Silky,
    linke Kniekehle? Ja, genau - das ist, zusammen mit meinem rechten (!) Handgelenk auch meine Baustelle! Für das Handgelenk trage ich jetzt eine Bandage, die falsche, schmerzhafte Bewegungen verhindert. Das nervt, ist aber ganz gut.
    Für das Knie habe ich auch Ultraschall und MRT hinter mir - entzündlich, aber eben keine Arthrose (gegen die ja Bewegung gut helfen kann). Meniskus ja, sieht komisch aus, ist aber nicht gerissen.
    Ich mache jetzt Akupunktur - Knie und Lendenwirbelsäule seien die einzigen Akupunkturstellen, die auch von gesetzlichen Kassen bezahlt werden. Ich habe den Eindruck, es hilft ein bisschen! Jedenfalls sind vor allem die Schmerzen nachts besser geworden.
    Ich nehme übrigens Anastrozol und nicht Tam - und das seit einem Jahr.
    Bis jetzt will ich durchhalten, auch wenn mich wie 80 fühle!

    LG Eowyn

  • Also bei mir kam letzte Woche so eine deppresive Stimmung auf. In der Arbeit hätte ich einfach los heulen können, Tränen hatte ich schon in den Augen.Plötzlich gefiel mir meine Arbeit nicht mehr, ich hätte alles hinschmeißen können.Am liebsten hätte ich mein Zeug gepackt und hätte gekündigt. Das hat mir richtig Angst gemacht.Desswegen habe ich Tam jetzt erstmal für 30 Tage abgesetzt. Depression unter Tamaxofen , ob ich dahinter auch wieder einen Haken machen soll?

    Wie schon geschrieben wurde, man muss selbst entscheiden.Eine Garantie gibt es anscheinend nicht, weil es bei der Einnahme von Tam ja auch zu Rezidiven kommen kann. Irgendwie kann ich mir auch gar nicht vorstellen, dass uns unsere eigenen Hormone krank machen sollen zBsp.hormonbedingten Brustkrebs verursachen sollen, desswegen ja die Antihormontherapie.

    ändere deine Gedanken und dein Leben ändert sich

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  • Liebe Silky,

    wenn ich das richtig verstanden habe, machen die Hormone nicht den Krebs, aber sie begünstigen sein Wachstum, wenn die Tumorzellen die entsprechenden Rezeptoren haben. Dann können nämlich die Hormone an die Tumorzellen andocken und dort wirken. Und diese Wirkung wird von den Antihormonen unterbunden, weil die nämlich selber die Rezeptoren besetzen, ohne dass das eine Wirkung auf die Tumorzellen hat. Und dann hat unser Immunsystem eine bessere Chance, die Tumorzellen zu vernichten, bevor sie sich stark teilen konnten, und deswegen ist es dann unwahrscheinlicher, dass ein Tumor wachsen kann. Natürlich ist es nicht unmöglich, da kommen ja immer verschiedene Faktoren zusammen.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Hallo liebe Foris,


    Ich finde die Diskussionen pro oder kontra Tamoxifen immer wieder interessant.

    Die Wirkung sollte glaube ich jedem bekannt sein.

    Nur was passiert im Körper wenn die Zeit der Einnahme abgelaufen ist. Wollt ihr die Medikamente ein Leben lang nehmen und wenn welchen Nutzen oder Schaden haben wir davon.

    Solange das nicht geklärt ist nehme ich meine Medis nur 5 Jahre lang wenn überhaupt so lange.

    Lg Keinohrhase

  • Ich denke, besonders in der ersten Zeit nach der OP können noch Krebszellen vorhanden sein, und dann ist Tam ein sehr wirksames Medikament. Für mich finde ich das besonders wichtig, da ich keine Chemo nach der OP hatte, nur Bestrahlung. Es könnten also doch noch einzelne Krebszellen irgendwo im Körper sein, und da bin ich froh, dass Tam sie in Schach halten kann. Ich vertraue einfach darauf, dass in 5 Jahren diese Zellen alle vernichtet sind und Tam dann nur noch wenig bis gar keinen Nutzen hätte. Länger will ich es auch nicht nehmen.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Ich nehme jetzt seit einer Woche Tamoxifen und habe noch nichts festgestellt. Bin gespannt, wie mein Körper reagiert.

    Mein Kopf und mein Bauch haben sich erstmal auf 2 Jahre eingestellt, dann sehen wir weiter.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • kurzes update von mir.Seit letzten Sonntag habe ich ja aufgehört Tam zu nehmem und was soll ich sagen, Ich hatte heute einen super Tag in der Arbeit. Keine depressive Stimmung, nur eine Hitzewallung in der Arbeit, meine Beine tun nicht mehr so weh es fühlt sich an, als würde ich auf Wolken laufen :D und geschlafen habe ich auch besser.:sleeping:. Es fühlt sich gut an.Jetzt mach ich mal so weiter, bis ich im Sep. meinen Termin bei der Onkologin habe


    Hallo Stupsi , wir warten dann mal auf deinen Bericht in 6 bis 12 Monten 8o

    ändere deine Gedanken und dein Leben ändert sich

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  • Hallo, Silky, hallo Stupsi,


    ich bin eine von den "alten Hasen" - nehme Tam nun seit fast schon 4 Jahren (1.11.13) .

    Wie heißt es immer so schön? Nichts muss, alles kann....

    Die ersten 6 Monate passierte bei mir - außer den ziemlich nervigen Wallungen und leichter Übelkeit nach Einnahme - nichts. Dann ging es heftig los: Gelenksteifigkeit am Morgen und nach längerem Sitzen, Schmerzen in den Beinen (kP, ob Muskeln oder Sehnen oder Knochen), Schnappfinger, Karpaltunnelsyndrom, Gewichtszunahme (die ich von Beginn der Wechseljahre kannte, die da aber irgendwann stoppte - unter Tam geht es stetig "voran" - zum Glück hat sich das Tempo reduziert). Was ich - bis heute - nicht hatte: Depressive Verstimmungen und Schlafstörungen.

    Wieder ein Beleg dafür: Alles kann, nichts muss!

    Vieles ist aber ebenso plötzlich verschwunden, wie es gekommen ist (Schnappfinger nach gut einem Jahr, Karpaltunnel nach 6 Monaten) . Zusammenhang zu Tam... nicht erwiesen....

    Mein Widerwille gegen die Medis wächst. Bin zu 10 Jahren "verdonnert worden " - und wagte vor 2 Wochen mal vorsichtigen Versuch bei Vorsorge bei meiner Gyn... könnte ich nicht nach 5... Antwort: Lebensversicherung, Wächter war befallen.... Sicherheit. Evtl. Wechsel auf Aromatasehemmer nach 5... Tolle Wurst, da gehts dann auf die Knochen...

    Ich kämpfe weiter mit mir bzw. Tam , werde die 5 Jahre auf jeden Fall durchziehen - und mich vor Ablauf noch mal im BZ und bei KID schlau machen. Vielleicht kann ich mir die Jahre 6-10 ja doch ersparen...

    ***********************************************************************************

    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Liebes Sonnenblümchen,


    ich soll Tamoxifen auch 10 Jahre nehmen - bin jetzt bei 9 Monaten.:rolleyes: Bis jetzt hat Tamoxifen bei mir verstärkt was vorher schon da war. Außer den Hitzewallungen :D, die kannte ich vorher nicht. Aber Arthrose, Schlafstörungen, Myome, depressive Stimmung - war alles schon vorher da, jetzt nur intensiver. Bin mal gespannt wie es weiter geht.


    LG

    Kalinchen

  • Ihr Lieben, Liebe DLG,


    DLG, es würde mich sehr interessieren, wie Du mit der halben Dosis Tam zurecht kommst. Ich habe lange im Netz nach Beiträgen zu einer reduzierten Dosis TAM gesucht, weil ich die Einnahme beginnen wollte und auf der Beilage sah, dass eine Dosis zwischen 10 und 40 mg.! infrage kommt. Ein guter Anlass hier wieder reinzuschauen :) Danke dafür.


    Ich habe optimistisch mit Anastrozol begonnen und sehe eigentlich eine gute Chance in der AHT. Aber, die NW kamen bei mir nach ca. 6 Monaten nach und nach. Zunächst "nur" leichte Gelenkschmerzen und dann steigerte sich das , so dass ich selbst beim Spazierengehen Schmerzen habe, Muskelkrämpfe kamen hinzu und jetzt fühle ich mich komplett fertig (Depri?). Nach 20 Monaten Anastrozol habe ich mit meiner Gyn. nun den Wechsel auf TAM entschieden. Aber selbst dazu kamen mir inzwischen Zweifel. Komme ich vom Regen in die Traufe? Am Liebsten hätte ich heute (da waren die Anastrozol verbraucht) gar nichts mehr genommen, habe mich dann für die 10 mg-Dosis TAM entschieden und hoffe, dass damit die NW gering bleiben und trotzdem evtl. Mistzellen der Nährboden fehlt. Meine persönliche Erfahrung, dass die verschriebene Dosis meist zu hoch für mich war, ich immer nur die halbe oder sogar viertel Dosis von Medikamenten brauchte.

    Überhaut: Eure Diskussion über die Statistiken und persönliche Entscheidung finde ich richtig gut, was heißt denn % Rückfallrisiko, wie hoch wäre mein Risiko vor der Erkrankung beziffert worden.

    Ich tue mich schwer, die empfohlene Therapie zu ändern, obwohl ich eine eher positive Prognose habe. Wäre die Angst vor einem Rückfall größer, wäre wahrscheinlich auch meine Leidensfähigkeit bzgl. NW noch größer.

    Nach diesem Bluttest, der zeigt wie ausreichend das TAM im Körper vorhanden ist werde ich auf jeden Fall meine Ärztin fragen. Das wäre ja super um etwas Sicherheit bzgl. der gewählten Dosis zu bekommen oder zu korrigieren.


    Ich wünsche euch allen viel Mut zu eigenen Entscheidungen und die Stärke mit den Folgen dieser Entscheidungen klar zu kommen. Die Frage "was wäre wenn" können wir wohl alle nicht beantworten, nicht jetzt, nicht wenn wir wieder krank werden und auch nicht wenn wir gesund werden/bleiben. Leider.

    l. G. Busy

  • Ihr Lieben,

    ich stehe vor der Entscheidung,die Antihormontherapie zu beginnen oder eben auch nicht.

    Bin jetzt schon im Stimmungstief und frage mich natürlich auch wegen der N W, suche ständig nach Beweisen für den Nutzen der Therapie.Aber da gibt es wohl nur das Glauben an die Wirksamkeit und wenig "Beweise".

    Meldet euch doch mal mit positiven Beispielen.

    Wie kommt ihr mit der Arbeit klar bei euren NW?

    Bin noch krank geschrieben,stell es mir aber gerade vor,früh nicht aus dem Bett zu kommen...fällt mir jetzt schon schwer ohne Knochenschmerz

  • Hallo Rieketom,

    wenn ich deine Beiträge richtig gelesen habe, dann ist dein Tumor höchst hormonabhängig. ER12 von12 und PR 12von12. Mehr geht nicht. Ich würde es nehmen, warte doch erst mal ab. Deine beste Therapiemöglichkeit! Es bekommt doch nicht jeder alles, was auf den Beipackzetteln steht. Da kann man auch ein wenig gegen Anarbeiten mit Sport o.ä. Lass dich doch bitte vom KID oder deinen Ärzten ein wenig beraten.

    Sei bitte nicht böse, aber was für Beweise erwartest du denn von den Foris? Das sie noch Beiträge schreiben und somit noch am Leben sind, weil sie die Therapie machen? Sorry, aber andere ohne diese Hormontherapiemöglichkeit würden vielleicht viel für diese Chance geben. Ich habe auch 2 Jahre TAM genommen und habe inzwischen auf einen Aromatasehemmer gewechselt. Ja ich habe Nebenwirkungen, aber ich lebe noch. Und ich versuche auch damit möglichst gut zurechtzukommen, das finde ich für mich besser als wahrscheinlich schnell ein Fortschreiten oder einen Rückfall zu erleiden.

    Nur Mut, erst mal probieren.

    Alles Gute

    Tschetan

  • Ich nehme seit April 17 Letrozol und muss sagen, mir reicht es jetzt. Ich habe Knochenschmerzen, Kopfschmerzen, trockene Augen, Hitzewallungen alle 10 Minuten, Gewichtszunahme und Depressionen. Habe mir die Studien angesehen. 2 % Benefit. Dafür, dass ich nicht schlafen kann und schon morgens zu heulen anfange.

    Spiele seit gestern mit dem Gedanken abzubrechen. Werde am Montag den Östrogen Wert bestimmen lassen und dann absetzen. Mal sehen was passiert.