Mit anderen über die Erkrankung sprechen

  • Liebe Schnupseline,


    Fremde: "Du siehst gut aus!" ... jetzt noch(!) Bekannte: "Positiv denken, dann wirst Du geheilt!" ... Verwandte: "Du wirst wieder ganz gesund - sogar Chemo, das kam neulich im Radio!" ... Krankenschwester: "Wieso wurde die Brust nicht operiert?" ... ich war erleichtert, als durch die erste palliative Chemo die Haare ausfielen, damit ich wenigstens mitreden kann, wenigstens so viel ertragen musste, wie jede andere Patientin mit "nur" Brustkrebs. Sogar der Zweitmeinungs-Professor meinte neulich, als ich fragte, an wen ich mich gegen Ende wenden kann: "So, wie sie vor mir sitzen, Sie müssen an das Leben denken, sich nach Studien erkundigen, das wird schon."


    Ich denke, keiner will das Leid wahr-nehmen. Darum wird auch immer nach einem Grund gesucht, der denjenigen nicht betrifft. Sonst müsste "man" ja den Gedanken zulassen, dass es einen selbst auch treffen kann. Ganz zu Beginn meinte eine Bekannte, dass ich es gut hätte, ich könne meine Kinder auf meinen Tod vorbereiten, wenn sie morgen auf der Autobahn einen Unfall hat, könne sie das nicht.


    Wie gesagt: Angst. Selbstschutz der vor keinem Halt macht. Und dann sehen sie Dich ... augenscheinlich geht es Dir gut ... reinkucken kann keiner ... und versuchen sich selbst mit den Worten zu trösten, dass alles gar nicht so schlimm wäre, was nicht passieren kann.

  • Hi liebe Schnupseline

    Ne wirklich ? Ach man. Das Dummgeschwätz scheint Dich ja richtig zu triggern. 😮 Würde mich auch...aber nur gelegentlich 😁

    Ich denk mir bei so etwas mittlerweile :

    auf DU erstmal ne Zeit lang in meinen Schuhen.🙃

    Aber mal eine andere Frage ...

    Wie kommt ein Gespräch zustande, daß solche Kommentare fallen ? Ich kenne das nicht.

    Erzählst Du über Deine Krankheit oder Deinen Zustand ? Hast Du vielleicht unbewusst im Dialog selber etwas verharmlost, da Du nicht jammerig erscheinen möchtest ?

    Du wirst die Einstellung Deiner Gegenüber gar nicht oder nur durch schonungslose Offenheit ändern.

    Vielleicht hilft ein belangloses

    "danke gut " bei der Frage wie es Dir geht. Abwürgen.

    Und ansonsten lieber von der Beschichtung der neuen Bratpfanne berichten und über die Vor- und Nachteile der Verwendung von pulverisierten Kaffebohnen als medizinische Weckhilfe.

    Thema vermeiden oder krass ins Detail gehen.

    Liebe Grüße Manu

  • Das was Ihr schildert habe ich wirklich nicht geahnt - das ist so grausam, dieses Verhalten. Ich muss Euch alle mal virtuell drücken:hug:.


    Wie auch immer das gemeint ist, ich finde dafür gibt es keine Entschuldigung.

    Ich glaube auch, dass man nur selber seinen Weg finden kann, mit diesem seelischen (und körperlichen) Pulverfass umzugehen. Und solche niederschmetternden Kommentare ignorieren muss.

    Ich würde mir wohl 1 bösen Spruch zurechtlegen, der dann postwendend kommt. Nur schlucken wäre nicht meine Art.

  • smilla "Zum Sterben reichts!"😆super Spruch haha- das gefällt meinem fatalistischen Gemüt! Im Ernst, ich glaube, das die meisten Leute einfach unsicher sind, und einfach losschnabeln, weil ihnen nix besseres einfällt. Und ganz ehrlich, was wäre denn die Alternative? Ich erlebe es eher im Gegenteil, dass mir diese klebrige Frage nach meinem Befinden unangenehm ist, dieser ungläubige, mitleidige Ausdruck in den Gesichtern, wenn ich sage, joah, geht. Bin halt sehr müde, kann gerade nicht gut laufen...

    Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, das sind Symptome, die in unserer Gesellschaft so gar nicht akzeptiert werden! Wie, keine Lust, in Urlaub zu fahren? Kaffeekränzchen? 🤨

    Ganz abgesehen von einer seelischen Belastung durch die lebensbedohende Erkrankung. Damit kann einfach keiner umgehen, der es nicht selbst am eigenen Leib erlebt hat. Und selbst dann, jeder hat nochmal seine eigenen Bewältigungsstrategien.

    Und wie oft- bei mir war das so!- habe ich früher oft selber hilflos reagiert?! Jetzt würde ich einfach nur zuhören, mitfühlen und auf gute Ratschläge verzichten!

  • Leider kenne ich das auch. Ich hatte einen Phylloidtumor. Da hilft keine Chemo und keine Bestrahlung. Nur operieren. Ich wurde 2x brusterhaltend operiert, dann Mastektomie, 4 Wochen später Sepsis mit 16 Infusionen am Tag eine Woche lang, dann nochmal in der Achsel ein Rezidiv. Alles innerhalb 3 Jahren. Ich durfte mir immer anhören was für ein Glück ich doch habe alles so gut überstanden zu haben. Andren geht's viel schlechter. Sei dankbar! Siehst du aber gut aus, jetzt geht's dir aber wieder gut.

    Schlafstörungen, Gedächtnislücken ich wusste nach der Sepsis nicht mal mehr wie man den Herd oder einen Geldautomaten bedient, Nervenschmerzen, Platzangst, Panikattacken, Wortfindungsstörungen, Albträume und Ängste, ständig müde und nicht mehr belastbar, das kann keiner nachvollziehen. Nicht mal die engsten Freunde oder Familie. Selbst mein Mann sagte mal zu mir: na so schlimm war das ganze ja nicht. Aha.

    Nicht falsch verstehen, ich bin dankbar, aber gut ist es deswegen trotzdem nicht.

    Ich denke das kann nur jemand verstehen der sowas mitgemacht hat, vielleicht wär ich selber auch so. Wer weiß.

  • Bester Kommentar nachdem ich eröffnete, ich bin unheilbar an Krebs erkrankt: „Bist du dir sicher? Ich habe zwei Kollegen die sind da gut durchgekommen.“ Ja ne, also jetzt wo du es sagst, da frage ich zur Sicherheit nochmal nach.

    Es ist ein wenig komisch, da bei vielen das Bild herrscht, dass Brustkrebs so gut behandelbar ist und daher gar nicht so schlimm. Meine beste Freundin hatte mir die ersten Wochen so gut zugeredet. Dann, in einem Telefonat, war sie ganz schockiert darüber, dass das eben doch gar nicht so ungefährlich ist, wie es dargestellt wird. Da hatte sie auch vorher wohl nochmal genauer schlau gemacht. Mir ging es auch so, dass die Berichterstattung über Brustkrebs bei mir ein viel besseres Bild hinterlassen hatte als es sich nun darstellt.

  • Weniger (reden) ist mehr, sag ich nur!


    Ja, das Thema ist ätzend. Egal wie man es dreht und wendet. Die Wenigsten haben sinnvolles zu sagen. Und wenn dann sind es die, die selbst ernsthaft (an etwas) erkrankt sind oder eben auch Krebs in der Familie hatten.


    Ich vergesse nie einen sehr netten Patienten von mir bei ED (habe beim Zahnarzt im Wohnort gearbeitet). Nachdem er mich beim Einkauf traf und fragte, warum ich nicht mehr in der Praxis bin und ich "Brustkrebs" antwortete, bekam er riesige Augen und meinte: "Zwei Tanten von mir sind an Brustkrebs gestorben!" Danach war er schnell weg. Den Spruch habe ich nie vergessen, zumal ich ja auf gesund werden gehofft habe!


    Damals waren dann bald die Haare weg, ich sah irgendwann aus wie der Tod auf 2 Beinen, alle hatten Mitgefühl (oder dumme Sprüche zum Thema Psyche...)


    Heute, da ich voll bin mit Metastasen und Tablettenchemo und Infusionen bekomme, noch Haare habe, und ach so gut aussehe, muss man sich erklären, wie krank man ist, obwohl man doch sooo gut aussieht! Das kann echt nerven!


    Und für mich ist auch immer ein no go (wenn natürlich wahr), der Spruch mit: Andere sterben beim Verkehrsunfall oder am Herzinfarkt und wissen es nicht vorher. Kann ja Jeder jederzeit sterben.

    Echt? Manchmal würde ich mir das wünschen, zumindest für mich. Der Psycho-Krebsterror, den wir jahrelang ertragen und den unsere Angehörigen in Angst und Schrecken versetzen, ist schlimm! Kann sonst Niemand nachempfinden!


    Mein Sohn ist traumatisiert und in Dauerangst seit Jahren, dass seine Mutter stirbt. Und das soll besser sein? Ich weiß nicht.

    Und der Junge sieht doch, dass die Mama jetzt schon 3 Jahre damit weiter lebt! Ja klar, aber die Angst nimmt deswegen nicht ab!

    Und ER weiß leider (nach dem Tod einer lieben Freundin), dass das Aussehen nichts über die verbleibende Lebenszeit aussagt.


    Mittlerweile sage ich auch nur noch: "Geht mir so lala" und wechsel das Thema.

    Immerhin gibt es noch Freundinnen und Familie, die wissen was Sache ist und sich dementsprechend benehmen.


    Aber leider ist in unserer Gesellschaft Krankheit und Tod immer noch so tabu, wie andere wichtige Themen auch. Schade!

    Und ja, Krebskranke müssen haarlos, dünn und blass sein. Das passt in die Vorstellung.

  • Hallo Ihr tapferen Kämpferinnen! Als Ehemann einer Betroffenen kenne ich beide Seiten recht gut...einerseits den Teil der Umwelt, der mit ziemlich unbeholfenen Kommentaren, Galgenhumor-Sprüchen oder tröstenden Aufmunterungen, die meist ja wirklich gut gemeint sind, das sofortige innere oder äußere Augenrollen meiner Frau auslösen. Andererseits die "Stell dich nicht so an/Wir müssen alle sterben"-Fraktion, die offenbar nur eine "wandelnde Leiche" als echte Brustkrebskranke akzeptiert und sich wundert, wenn die Kranke unerwartet gut aussieht oder gar mehr Sport macht als Gesunde. Da werde sogar ich stellvertretend wütend auf diese Ignoranz und bin 100% bei euch!

    Trotzdem fiel mir auch auf, wie meine meine Frau oftmals sichtlich genervt und sehr dünnhäutig auf (aus meiner Sicht wirklich nett gemeinte) Nachfragen reagierte...sie beschrieb es oft als eine scheinheilige Form von Voyeurismus der Gesunden, wie ein "Gaffen" auf den Kranken. Als Nichtbetroffener möchte ich aber auch am Ende noch um ein klein bisschen Verständnis dafür werben, dass der naive Nichtbetroffene sein Pseudo-Wissen z.B. aus Einzelfällen in der Nachbarschaft oder Verwandtschaft holt, wo es "auch gut gelaufen ist", wo jemand "auch (irgendeinen) Brustkrebs hatte". So hat er das Gefühl "beim Krebsgespräch mitreden" zu können, auch wenn es wohl aus eurer Sicht besser wäre zu schweigen und evtl. einfach mal nur zuzuhören. Der Laie ist sicherlich nervig und unbeholfen, aber meist nicht bösartig, sondern einfach überfordert und manches "gut siehst du aus" ist eigentlich doch recht liebevoll gemeint. Trotzdem habt Ihr mein volles Verständnis für eure Sensibilität und eure Wut im Einzelfall...LG, Mitho PS Debo30, da hatten wir wohl einige ähnliche Gedanken

  • Liebe Schnupseline

    ….bis jetzt habe ich solche Reaktionen oder Kommentare noch nicht gehabt-finde es einfach ziemlich besche…. und hirnlos, was du dir anhören musstest und vielleicht noch musst😡, was ich nicht hoffe!

    Wünsche dir weiter viele,viele, viele …„7“ Jahre✊✊✊

    Liebe Grüße

    18-09-Sonnenschein

  • Au weia, was ihr euch teilweise anhören durftet! Da sträuben sich mir ja die (noch vorhandenen Haare)... Ich persönlich war sehr erstaunt, dass eigentlich JEDE/R, mit dem ich gesprochen habe (ich war von Anfang an sehr offen damit) jemand anderes mit Brustkrebs kennt. Wirklich JEDER. Bis auf einen Nachbarn, der mir gleich von seinem eigenen Hautkrebs erzählt hat. Es kam mir teilweise vor, als sei ich jetzt Mitglied eines neuen Seuchen-Clubs, halt nicht Corona, sondern Krebs - jeder eine Runde, wer will noch mal, wer hat noch nicht... na ja. Ich nehm's halt mit Galgenhumor, es ist so meine Art. Insgesamt habe ich damit, offen zu sein, aber nur gute Erfahrungen gemacht bisher. Es ist nun mal wie es ist und den Nachbarn wird es ja nicht verborgen bleiben - hab gleich gesagt, irgendwann lieg ich vielleicht auch mal ohne Haare im Garten, gewöhnt euch halt dran! Es ist hier allerdings ein stabiles Umfeld mit lauter guten Leuten.


    Traurig finde ich, was viele von euch erlebt haben. Ja, es ist so, dass es ein schwieriges Thema ist, mit dem viele nicht umgehen können. Als eine liebe Nachbarin hier vor einigen Jahren erkrankte, war ich auch geschockt. Ich hab ihr dann - sie war sehr religiös - ein kleines Schutzengelchen geschenkt, kam mir ziemlich doof vor, aber in ihrem Fall war es genau das richtige, sie hat sich so gefreut. Es ist gesellschaftlich einfach nicht so en vogue, mit Krankheit, Trauer und Tod umzugehen. Ich hab mich schon immer für so was interessiert, ich weiß, es klingt morbide. Aber da meine Mutter chronisch krank war, war das bei uns daheim immer präsent. Vielleicht ist da der Zugang etwas einfacher, und viele Menschen leben ja glücklicherweise ganz ohne diese Probleme. Man merkt ja auch am Umgang mit Corona aktuell, dass viele einfach gar nicht daran erinnert werden möchten, dass der Alltag von null auf Hundert plötzlich in den Graben gefahren werden kann. Kaum jemand will hören, dass er/sie sterblich ist. Vielleicht helfen in einigen Fällen so Begegnungen wie eure, die Spreu vom Weizen zu trennen.

  • smilla

    „Zum Sterben reicht´s“ Danke! 👍🏻


    @Alle

    Wie geht ihr mit Ignorieren um? Mir geht es nur mit einer Familie so. Aber da sie meine direkten Nachbarn sind und mich auch durchaus mit Alltagsdingen ansprechen, fällt es mir schwer, das hinzunehmen. Ich merke, wie ich zunehmend gekränkter und wütender werde. Bei ihnen tobt das Leben mit kleinen (sehr lauten) Kindern und häufig Besuch. Alles direkt vor meiner Nase im Garten.

  • Kath Was meinst du mit ignorieren? Oder was wünscht du dir von deinen Nachbarn? Sind sie dir zu laut? Ich glaube, da muss man schon behutsam vorgehen. Man kann den Nachbarn ja schlecht das Leben verbieten, mal überspitzt gesagt, weil es einem selbst nicht gut geht. Rücksichtnahme kann man allerdings sehr wohl erwarten! Da würde ich sie auch drauf ansprechen.


    Übrigens hat mein Hau-drauf-Vater letztens auch so einen Spruch gelassen... Er (82) plant schon wieder einen Urlaub (ist so sein Hobby, seit meine Mutter gestorben ist und er eine neue Frau hat, und es sei ihm wirklich gegönnt!). Dann meinte er, wir hätten doch auch eigentlich in Urlaub gewollt. Hab ich doch abgesagt, erklär ich ihm (zum x-ten Mal, aber gut, er ist über 80). Und er so: "Wie abgesagt, wegen dem Bisschen?"


    Öh. Ja, das bisschen Krebs halt, gell? Ich nehm's ihm nicht übel, aber da hab ich auch gedacht... okay ;)

  • Risoni

    Ich meine, dass sie mir ausführlich von ihrem Urlaub erzählen, warum sie so schön braun sind 🙄. Und ihre Frage aus ihrem Urlaub heraus, ob ihre Katzen fressen. Zweimal habe ich ihnen von meiner Krebserkrankung geschrieben. Das zweite Mal, weil ich erklären (und mich mitteilen?) wollte, warum ich ihnen so einsilbig geantwortet hatte auf ihre ausschließliche Katzenfrage hin. Kein Problem, schrieben sie, alles Gute.

  • Ich kenne das auch, dass mich Ignoranz ärgert. Find ich auch oft schwierig. Ich denke aber, dass es MEIN Ding ist. Wenn ich mich ärgere, habe ich wohl falsche Erwartungen an diese Person?!

    Ich versuche immer, mich in die Lebenssituation der/des anderen hineinzuversetzen, stelle fest, da ist auch viel Leid, Stress und Unglück.

    Die Beziehungen sind oft nicht so, wie ich es mir wünsche. Ich ziehe mich dann einfach zurück. Mit dem Groll muss ich dann selber klarkommen.

  • Liebe Kath,

    ist es nicht eigentlich schön, dass deine Nachbarn mit dir ganz normal umgehen? Dass sie dich nicht als zu schonende Kranke betrachten? Derartigen Umgang habe ich während meiner Akuttherapie immer sehr geschätzt. Einfach normal!

    Ehrlich gesagt, ich wüsste auch nicht, wie ich reagieren würde, wenn mir Nachbarn während meines Urlaubs schreiben würden, sie hätten eine Krebsdiagnose. Damit ist man, glaube ich, ein wenig überfordert, anders als wenn man so etwas in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt bekommt. Was soll man denn zurückschreiben? "Oh, das tut mir leid!" oder so ähnlich und dann noch nach den Katzen zu fragen, käme immer blöd.

    Ich wünsche dir alles Gute

    catchme

  • Sabr

    Die quatschen einen sogar an, wenn ich mit geschlossenen Augen auf meinem Relaxstuhl draußen liege.


    Und übrigens: Eine Nachbarin sprach mich vor (!) meiner Krebserkrankung an, wie ich es mit diesen lauten Kindern (eins ist wirklich extrem laut) aushalte. Sie hätte schon überlegt, die Familie anzusprechen. Ich habe damals gemeint, na ja, wir sind jetzt mit unseren großen Kindern einfach in einer anderen Lebenssituation und ich bin ja froh, dass abends Ruhe ist.

    Seit meiner Diagnose sehe ich das nicht mehr so entspannt. Warum müssen immer alle gleichzeitig aufs Trampolin und überhaupt. Wie gesagt, inzwischen bin ich frustriert - und enttäuscht, ja. :(

  • catchme
    Zwei Tage VOR ihrem Urlaub habe es ihnen mitgeteilt, als sie mich wegen der Katzen ansprachen.

    Und ich weiß, jeder ist anders. Ich gehe offen mit meiner Erkrankung um und das tut mir sehr gut. Und Normalität ist auch gut, ja. Ich weine und lache auch. Aber ein gänzliches Ignorieren tut mir persönlich nicht gut.

  • Das Schwierige am Ignorieren finde ich, dass ich, außer mich zurückzuziehen, kaum eine Möglichkeit habe damit umzugehen. Wenn man blöde Sprüche kriegt, ist das auch saudoof. Aber da kann man wenigstens reagieren. Wie smilla woanders so schön schrieb: "Aber zum Sterben reicht´s" ^^

    Ich glaube, ich fühle mich so ohnmächtig diesen Nachbarn gegenüber. Und Ohnmacht finde ich immer ein ganz blödes Gefühl.
    Aber gut, ich kann die Menschen nicht ändern. Dann muss ich mich wohl bewusst dafür entscheiden, mich zurückzuziehen - um mich nicht ganz so ohnmächtig zu fühlen. ;)^^