Hallo ihr Lieben

  • Hallo ihr Lieben,




    Ich bin 36 Jahre, verheiratet und habe zwei tolle Mädchen (7,14).
    Vor 2,5 Wochen habe ich einen Knoten in meiner linken Brust ertastet. SEit dem ging alles ganz schnell. TErmin beim Frauenarzt,
    Mammographie, Stanzbiopsie, Diagnose, Staging ( ein Glück alles o.B.)und nun ist am Freitag mein OP-Termin.
    Der erste Schock war auch für mich sehr groß und schien kaum überwindbar. Mittlerweile fühle ich mich schon deutlich gefasster und dazu hat auch dieses Forum viel beigetragen.
    Auch würde ich von meiner Familie und meinen Freunden sehr gut aufgefangen.
    Natürlich habe ich immer noch Angst aber rede mir stets selbst ein, dass ich das alles schaffen werde.


    Mein Knoten ist ca.1,5 cm, Hormonrezeptor positiv, G2. HER2 neg. zudem habe ich unterhalb des Tumors noch ein DCIS.
    Mein Knoten hört sich für mich eigentlich falsch an. Mein Parasit trifft es für mich eher.
    Bin froh, wenn er endlich raus ist. es macht mich verrückt, dass ich ihn spüre und weiß, dass er mir an den Kragen will.


    DIe Ärzte möchten brusterhaltend operieren und erklärten, dass der Knoten hierbei am einfachsten zu operieren wäre. Etwas ungünstiger sehe es wohl mit dem DCIS aus.
    Mann müsse sehen, welcher Befund sich während der OP zeigt.
    ICh mache mir Sorgen, da ich auch keinen Riesenbusen habe. Alternativ hat man mir die komplette Entfernung des Drüsengewebes mit ggf. SOfortaufbau vorgestellt.
    Irgendwie war es aber immer so, dass die Ärzte der brusterhaltenden OP den Vorzug gaben. Mir ist das Für und Wider allerdings noch nicht ganz klar.
    Ein Glück habe ich am Dienstag nochmals einen Gesprächstermin im Brustcentrum. Da ich schon noch in einigen Punkten unsicher bin und Fragen habe.
    Wie:
    Machen die bei der Komplettentfernung dann beide Brüste oder hat man dann nur in einer Brust ein IMplantat.
    Kann ich nach der OP etwas anziehen. HAbe dann wohl zwei Drainagen ;(
    Immer fallen mir noch Dinge ein. Habe mir schon einen Zettel hingelegt, damit ich mir Notizen machen kann was ich vor der OP fragen möchte (hab ich hier im Forum gelernt ;) )
    Dies war nun mein erster Post in einem Forum. Ich freue mich sehr, dass ich dieses Forum gefunden habe
    Liebste Grüße an euch!
    Alena

  • Hallo liebe Alena,
    ich heiße dich herzlich willkommen und freu mich für dich, dass du dich so schnell entschlossen hast, selbst zu schreiben. Dafür brauchte ich nach meiner Diagnose länger, hab mir aber trotzdem viele Infos aus dem Forum geholt. :)


    Zu deinen Bedenken zur brusterhaltenen OP, kann ich dir von meinen Erfahrungen berichten. Trotz Körbchengröße A/B und einer Gesamttumorgröße von 5,2 cm Größe, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Chirurg hat mein Brustgewebe irgendwie verschoben. Klar eine Brust ist etwas kleiner und die Brustwarzen sind nicht ganz auf einer Höhe, aber ich bilde mir ein, dass man es in Kleidung nicht weiter sieht. Vielleicht besorg ich mir noch einen Ausgleich, für enganliegende Sachen. Da hoffe ich auf Hilfe bei der AHB, die ich in 2 Wochen beginne.
    Mir wurde ein spezieller Stütz-BH für die sechs Wochen nach der OP verschrieben, der mir schon gleich nach der OP unter Nakose angezogen wurde. Ansonsten hatte ich eher weite lange Oberteile an. Gut wäre vielleicht etwas zum Knöpfen. Ging bei mir auch ohne. Für die Drainagebeutel hatte ich eine Tasche mit langen Hänkeln mit, in die ich die Beutel gehängt habe, als ich mal draußen war. Achtung die Kleidung sollte wegen des Jods gut waschbar sein.


    Ich wünsche dir, dass du gut durch die dir bevorstehende Zeit kommst und :thumbsup: alles Gute für die OP. Mach weiter so!!
    Liebe Grüße
    Lulu

  • Hallo Alena
    Mein Knoten war auch 1,5 cm, Hormonrezeptor positiv, G2. HER2 neg.Ich bin froh,brusterhaltend operiert worden zu sein.Allerdings hatte ich nicht zusätzl. noch ein DCIS.Ich mache jetzt meine Bestrahlung und danach die Antihormontherapie. Das für und wider einer brusterhaltenden OP finde ich ist, dass man seine eigene Brust erhalten kann.Ich bin froh, dass es diese Möglichkeit gibt.denn ein Implantat zBsp. ist ja auch ein "Fremdkörper" der einem eingesetzt wird und es kann dadurch auch zu Komplikationen kommen. Den Brustaufbau mit Eigengewebe,stelle ich mir langwierig und kompliziert vor. Was ist wenn das alles nicht so verheilt,wie man sich das vorstellt? Ich bin froh,dass ich meine eigene Brust behalten konnte.

    ändere deine Gedanken und dein Leben ändert sich

  • Liebe Lulu, liebe Silky,
    Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Das macht mir Mut!
    Guter Tip mit dem Jod. Daran habe ich noch garnicht gedacht,
    Aber Mann kann dann z.B. ein lockeres Oberteil anziehen und die Schläuche schauen unten raus?
    Komischerweise habe ich keine Angst vor der OP an sich. Das Drumherum macht mich aber ganz kirre. Drainagen, vorher zwei Drähte in die Brust, Radioaktives Zeug in den Tumor spritzen .....

  • Liebe Alena,


    vor dem ganzen Drumherum musst Du keine Angst haben. Drähte in die Brust hört sich martialisch an ... ist aber nur ein Pieks wie bei einer Spritze. Auch das radioaktive Zeugs - nur ein Pieks.
    Die Schmerzen nach der brusterhaltenden OP fand ich harmlos - ich habe kein einziges Mal Schmerzmittel gebraucht. Die Drainage ist ein bisschen lästig (vor allem, wenn man das Ding nachts an der Bettdecke festmacht
    und dann morgens im Halbschlaf zur Toilette will und vergisst, dass man verkabelt ist und das ganze Bettzeug abräumt ;) ) aber das hat man auch schnell im Griff und gewöhnt sich dran.


    Ich wurde nach der OP in eine Art Kompressionsbandage gewickelt, damit die Brust keine Chance hat, sich zu bewegen. Drüber kam die ganz normale Kleidung. Am nächsten Tag kam eine Dame vom Sanitätshaus vorbei mit zwei Kompressions-BHs (hat das Krankenhaus für mich organisiert) - die gabs dann statt der Bandage. Die sind zwar nicht sonderlich chic (Modell "eiserne Jungfrau" :D ), aber wirklich bequem und haben ihren Zweck erfüllt.


    Ich drück Dir die Daumen für das anstehende Gespräch und die OP . Du schaffst das !!! :thumbsup:

  • Liebe Findel,
    Auch an dich ein herzliches Dankeschön für deine Rückmeldung.
    AUf die Drainage in Zusammenhang mit der Bettdecke werde ich jetzt besonders achten ;-)
    SChaurige Vorstellung.
    Hatte bislang einmal eine Drainage im Knie von vorn unter die Kniescheibe. DAs war wirklich schlimm.
    Da hoffe ich, dass es in der Brust nicht ganz so schlimm wird.


    Ich glaube ich bekomme im KH keinen Extra Stütz-BH.
    MIr wurde gesagt, dass ich für zwei Tage einen Kompressionsverband bekomme und mir zwei Sport-BH's für danach mitbringen soll.
    Hhhmmmmm

  • Alena die Dainage ist lästig.Ich habe mir die tagsüber in meine Jackentasche gesteckt und dann bin ich im Krankenhauspark spazieren gegangen. Wenn ich ehrlich bin,empfand ich die ganzen Voruntersuchungen nach der Einweisung als wesentl. schlimmer als die OP an sich. Einen Tag vor der OP kam nochmal die Oberärztin vorbei,die mich operierte.Die hat mir dann alles erklärt ( wo u. wie der Schnitt gemacht wird) usw. Die Kompressions BHs kannst du dir auch online bestellen.Mir wurde bei der Größenangabe im KH gesagt lieber eine Nummer größer.Die mit dem 3fach Hakenverschluß vorne sind besser

    ändere deine Gedanken und dein Leben ändert sich

  • Silky, dass du bereits mit Drainagen spazieren gegangen bist hört sich gut an. Dann warst du anscheinend schnell wieder auf den Beinen.
    Es ist komisch irgendwie schon schwer krank zu sein ohne irgendwelche Beeinträchtigungen zu verspüren.
    Ich frage mich oft, wann wohl der Moment kommen mag an dem ich mich auch wirklich schwer krank fühle.
    Und insgeheim drücke ich natürlich die Daumen, dass es vielleicht gar nicht so weit kommen muss.

  • ja Alena, ich war einen Tag nach meiner OP auf den Beinen, bin öfter spazieren gegangen, wenn ich Besuch bekam oder mit den Damen,die mit mir das Zimmer teilten. Die Luft im KH bzw. in den Zimmern ist ja auch nicht so angenehm. Ich brauchte auch überhaupt keine Schmerzmittel.

    ändere deine Gedanken und dein Leben ändert sich

  • Liebe Alena,


    herzlich willkommen in unserem Forum.
    Deine Diagnose ist sehr frisch, da ist es ganz verständlich, dass du den Schock noch nicht verarbeitet hast.
    Vielleicht hilft es dir, dich hier ein wenig durch die Beiträge zu lesen und wenn du Fragen hast oder Sorgen loswerden willst - wir sind für dich da.
    Für deine OP am Freitag wünsche ich dir alles Gute!


    Viele Grüße
    Ally

  • Vielen Dank, liebe Ally.
    Das Forum ist mir beim, wieder auf die Beine kommen und atmen können, wirklich sehr hilfreich gewesen.
    Und ich freue mich, dass es mich jetzt auf meinem Weg begleiten wird.

  • Liebe Alena,


    auch von mir ein herzliches Willkommen ;) , auch wenn ich Dich lieber in einem anderen Forum kennengelernt hätte, z. B. Heidelbeerensammeln in der Lüneburger Heide :D


    Ich gehöre zum BK Verein. Meine Mitgliedschaft besteht seit dem 02.11.2015. Günther hatte zwar seine bucklige Verwandtschaft in die linke Brust eingeladen, aber zum Glück sind sie im Vereinsheim geblieben. Staging war also ohne Befund. :thumbsup:


    Ich kann Deine Unsicherheit sehr gut verstehen. Meine Ärztin sagte mir damals, das der Haupttumor mit 2 cm im Ultraschal eigentlich gut operabel ist und brusterhaltend operiert werden kann, aber im MRT hat sich da so ein Tumorfeld ergeben, das nicht eindeutig ist. Es sähe so aus, als ob mehrere Quadranten betroffen sind. Ich wollte es damals nicht hören und habe mit meiner Ärztin besprochen, das erst einmal der Versuch einer brusterhaltenden OP gestartet wird. Ich hatte/habe Körbchengröße 85 B. Ich dachte mir, wenn die Brust später eine Delle hat oder etwas kleiner ist, dann ist es nicht so schlimm, ich hätte ja noch meine Brust. Die Ärztin konnte nicht brusterhaltend operieren, da das Tumorfeld zu groß war und der Haupttumor mit 2,8 cm doch größer war, als erwartet. Die OP wurde als abgebrochen, eine schöne Naht gelegt und ich wurde geweckt. :) In einem ruhigen Gespräch wurde mir erläutert, das es zur Mastektomie/Ablatio der linken Brust kommt. Bei mir konnte nicht subcutan operiert werden, da das gesamte Drüsengewebe bereits Krebszellen enthielt. Wenn ich die erste OP betrachte, der brusterhaltende Versuch, dann war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Eine kleine Narbe/Naht, die Brust war oben etwas flacher, aber ansonsten Top. Hätte ich behalten und wäre glücklich gewesen.


    Ja, auch bei mir sind Tränen geflossen, da ich dachte, man könnte subcutan operieren und später ein Silikonimplantat einsetzen. Aber dem war nicht so. Am 14.12.15 erfolgte die Brustabnahme. Meine beiden Chirurginnen waren super! Ich habe eine tolle Narbe und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich hatte mich gegen einen sofortigen Brustaufbau mit Eigengewebe entschieden, da ich erst einmal die Chemo und Strahlentherapie gut hinter mich bringen wollte. Bereits kurz nach der OP war aber schon für mich klar, das ich mit der Silikonprothese und den sexy BH (das ist nicht ironisch gemeint) sehr gut zurecht komme. Ich werde keinen Brustaufbau machen.


    Nach beiden Operationen war ich sehr schnell wieder auf den Beinen. Am ersten Tag nur auf der Bettkante zum Essen. Aber schon am nächsten Tag habe ich die Krankengymnastik mitgemacht und bin den Klinikflur hoch und runter gelaufen. Für die Drainagen, bzw.die Flaschen bekommt man einen Beutel und somit ist man mobil. Und das wird von den Ärzten und Schwestern auch gewünscht und man wird immer wieder aufgefordert, doch eine Runde zu drehen.


    Die Schmerzen sind wirklich gut auszuhalten. Das Krankenhaus, in dem ich war, bietet eine sehr gute Schmerztherapie, es wurde immer gesagt, das ich keine Schmerzen haben muß und mich melden sollte, wenn ich ausserhalb der Schmerzmedikation ggf. noch eine zusätzliche Tablette benötige.


    Ich drücke Dir für Deinen OP Tag ganz fest die Daumen :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Ich hoffe, bald wieder von Dir zu hören.


    Viele liebe Grüße,


    die Brühlerin 8)

  • Liebe Brühlerin,
    Vielen Dank für die lieben Worte und die gedrückten Daumen.
    Das Heidelbeer-Pflück-Forum hätte mir auch um einiges besser gefallen ;-)
    ich bewundere dich für deine Stärke, das Ganze durchgemacht zu haben und bereits wieder hier zu sein um anderen Betroffenen Mut zu machen.
    Das Gespräch mit meinem Arzt heute hat mich auch nochmal besser aufgeklärt und auch etwas mutiger für die OP am Freitag gemacht.
    Ich werde berichten wie es bei mir gelaufen ist.

  • Liebe Alena,
    Auch von mir ein herzliche Willkommen hier
    Jetzt haben dir schon viele geschrieben und ihre Erfahrungen mitgeteilt. Du fragtest u.a. danach wie es ist, wenn es bei einer Mastektomie mit Sofortaufbau ist.
    Hatte meine OP am 18.03. Also bei mir stellte sich die Frage nach brusterhaltende OP eigentlich nie, denn mich hatten gleich zwei von den Biestern (2,3 und 1,9 cm)sowie ein DCIS von 2,5 cm heimgesucht ;( aber trotzdem hatte ich Glück, es wurde das gesamte Brustdrüsengewebe entfernt, die Haut und die Brustwarze konnten aber erhalten werden. :thumbsup: es wurde mir gleich ein Implantat eingesetzt mit dem ich mich bisher nicht so anfreunden konnte :( zumal es sehr sichtbar über dem Brustmuskel liegt und mich andauernd drückt...aber das muss nicht so sein, es gibt viele die sehr zufrieden sind
    Allerdings sehe ich es als Übergangslösung... laut Doc könnte es so bleiben oder mit Eigenmaterial aufgebaut werde aber erstmal soll es ein halbes Jahr so bleiben -warum auch immer... ins dann sehen wir uns das noch nochmal an
    Nach der OP habe ich einen Kompression BH bekommen und einen 2. hat mir meine Gynäkologin verschrieben, da ich den 24 Std. zu tragen hatte.
    Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich mich vermutlich für eine brusterhaltende OP entschieden und obwohl ich weder Chemo noch Bestrahlung brauchte, jetzt nur (?) mit der Antihormontherapie angefangen habe, macht mir das Ding in meiner Brustkrebs zu schaffen ... ich weiß das klingt irgendwie undankbar...ist aber so.


    Ich drücke dir für die OP und alles was damit verbunden ist ganz doll die Daumen .
    LG anna