Supportive Therapien - macht ihr da etwas?

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe mir durch Seminare (Weiterbildung durch die Selbsthilfegruppe) und Lesen ein bisschen Wissen über supportive Therapien angeeignet. Ein paar Sachen mache ich seit der ersten Krebserkrankung 2010, nämlich eine Paranuss am Tag für den Selenspiegel. Ist gut und schmeckt gut. Dann hatte ich damals auch Misteln ausprobiert und ich fand das tat mir gut. Jetzt als Palli-Patientin werden Misteln ja wieder von der Krankenkasse bezahlt. Kann jemand von Erfahrungen berichten?


    Ich überlege, ob ich das noch mal machen soll. Allerdings soll nach einem sehr bekannten Arzt in einem Institut in Köln, in dem die Therapien wissenschaftlich ausgewertet werden, man das Imunsystem auch nicht überstimmulieren.


    Tschüss und einen schönen Abend. ...ich fange schon an, mich hier wohlzufühlen. Bye Pippin

  • Liebe Pippin,


    hier im Bereich "Komplementärmedizin" haben viele Nutzerinnen schon über die verschiedenartigsten Therapien berichtet. Vielleicht magst Du Dich hier ein bisschen umschauen und Dir selbst ein Bild machen.


    Zum Thema "Misteltherapie" gibt es bereits einen Thread. Du findest ihn unter Erfahrungen mit Misteltherapie? .


    Herzliche Grüssles



    Saphira

  • Hallo Pippin!


    Kannst du mir eine PN schreiben, welcher Arzt und welches Institut in Köln das macht.
    Habe bereits mehrere Misteln ausprobiert. Mit heftigen Überrraktionen. Vielleicht weiß dieser Arzt eine Lösung.


    Danke
    Meggie

  • Hallo ihr lieben, habt Ihr Erfahrung mit Begleittherapie durch einen Heilpraktiker zusätzlich zur Chemotherapie? Ich lese sehr oft über Vitamin C Infusion oder Misteltherapie. Würde mich über rege Rückmeldungen auf diesem Gebiet sehr freuen. Und vielleicht auch mir per PN zukommen lassen, welche Medikation aus Euren Erfahrungen heraus sinnvoll wäre wie z. B. E...Pflaster. Habe mein Onkologievorgespräch am Montag. Ganz liebe Grüße Sally

  • Liebe sally1,

    Ich habe meinen Onkologen auch danach gefragt.

    Vitamin c so hoch dosiert könne sogar giftig sein. Es sei nichts erprobt und Studien, dass es hilft gibt es nicht.

    Es sei immer riskant, solche "Mittelchen" zu nehmen, es könnte auch immer eine gegenteilige Wirkung auftreten.

    So gibt es zb. Eine Mistelart, die Tumorwachstum fördert.

    Auch von Aprikosenkernen hat er mir abgeraten.

    Ich würde auch gern mehr tun. Aber bis auf auf Weizenmehl, Fleisch und Zucker zu verzichten oder reduzieren ist mir immer (von Arzt) von allem abgeraten worden, was mir ein anderer ( Laie) empfohlen hat....

    Meine Mutter kam jetzt mit Schwedenbitter an, hat das schon mal jemand gehört?

    Sally1 , du kannst auch solche Begriffe wie "misteltee" in die Suchfunktion eingeben, da kannst du noch mehr erfahren:)

  • Hallo sally1 🤗

    Mir wurde auch von zusätzlichen Mitteln vom Heilpraktiker abgeraten.

    Was wohl Sinn macht ist eine Entgiftung nach der chemo / vor der op sowie Ernährungsweise ändern und Bewegung


    Vor der chemo kann ich dir nur empfehlen, zb 24 Std zu fasten (also nur trinken) das geht aber nur wenn du nicht unterernährt bist ... ich frühstücke am Tag vor der chemo und dann trink ich nur noch zb grünen Tee, Wasser etc und geh viel an die frische Luft


    Nach der chemo also 2. Tag - wenn es geht - viel Bewegung - kein Zucker ... und sonst essen was für schmeckt damit du bei Laune und bei Kräften bleibst ... hab meine 4 ECs damit super gut überstanden 😎


    Seh die chemo als Waffe und Verbündeten , nicht als Feind - ich weiß das ist schwer, aber der einzige und momentan beste Weg den Mistkerl zu vernichten und dein Leben zu verlängern


    Wir hatten/haben alle unsere Bedenken und kommen doch im großen und ganzen ganz gut durch diese sch... Nummer


    Fühl dich geknuddelt :hug::hug:

    Wolke65

  • Mein Hausarzt der auch Homöopathie macht hat mir die Misteltherapie empfohlen. Auch habe ich die gleichen Mitteln die ich bei der Chemo bekommen habe auch als Streukügelchen bekommen. Mein Onkologe fand das in Ordnung.

    Die Schwedenbitter sind meistens in Alkohol angesetzt, und das sollte währen der Chemo vielleicht nicht genommen werden.

    Hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

  • Guten Morgen, liebe Sally1,

    du hast geschrieben, dass du vor allem wegen der Angst vor der Chemo die unterstützenden, alternativen Mittel suchst. Ich glaube Wasser -mit oder ohne Geschmack- ist das wichtigste.

    Viiiiel trinken.Nicht bis zum Platzen;)aber regelmäßig viel.Das haben,glaube ich, bis jetzt alle Chemomädels geschrieben.

    Mir ging es bei der 2.EC so, dass ich einen Widerwillen gegen Getränke entwickelt habe...obwohl ich Durst hatte.Das wasserreiche Obst, das ich verschlungen habe, war da nicht genug.Die 2.EC war doof. Aber es war noch auszuhalten.Ich hab mich bei den EC, trotz guter Medis, jedesmal ein/zweimal übergeben müssen(allerdings nicht mehr)...und ich hab sogar den Verdacht, das lag eventuell an den Antikotzmittelchen:/.Ich hab meinen Körper dann einfach gelassen.Er brauchte vielleicht den einen "Schwall", um sich zu wehren.Danach war es immer gut.

    Hört sich vielleicht ein bisschen bekloppt an, aber ich hab meinem Körper während der Chemo versprochen, dass ich danach ganz viel für ihn sorge und wieder gut mache.Mit Paranüssen(Selen), Erdmandeln(viel Gutes),jeden Tag genug Vit.C aus Obst und Gemüse,ich züchte regelmäßig Brokkolisprossen(Supho...dingsbums),rühre mir Haferschmelzflocken und Flohsamen in Saftschorlen(Viel Gutes). Dazu gibt es 3 Portionen Sport in der Woche.

    Und ich hab mit dem 8/16 Intervallfasten angefangen.Das für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel und dem langsamen Fettabbau.

    Jetzt, gut 4 Monate nach Chemoende, erinnern mich nur meine grauen Pudellockenhaare:D (nach einer asterix-esken, römischer Zenturio-Frisur-Phase:D) und zwei angebläute, herauswachsende Großzehennägel an die Chemo.

    Du wirst die Chemo auch meistern.Immer Schritt für Schritt.:thumbup::thumbup::thumbup:

    Drückerli

    Windfarbene

  • Es gibt von der Deutschen Krebsgesellschaft eine Broschüre, die man sich online anschauen kann, in der alle komplementären Behandlungsmethoden durchleuchtet werden, inwieweit Sie nützlich sind oder auch nicht. Das geht von Ernährungsumstellung bzw. Diäten bis zu Nahrungsergänzungsmitteln.

    Ich fand das sehr informativ. Ich hoffe, ich darf den Link hier teilen ... ist ja keine Werbung und Herausgeber ist ja auch eine seriöse Adresse.


    http://www.komplementaermethod…n_KG_NRW_Dez_2016_low.pdf

  • Sally1 ich hatte eine Begleitung durch eine Heilpraktikerin mit Schwerpunkt TCM/Traditionelle Chinesische Medizin. Die ist in meinem KH direkt integriert und arbeitet eng mit den behandelnden Ärzten zusammen. Sie hat mich einmal die Woche mit Akupunktur versorgt und ich habe mich dadurch sehr viel besser gefühlt.

    Zusätzlich genommen habe ich Selen (auch jetzt noch), Vitamin D und K2. Möglichst viel Bewegung in Form von Spaziergängen (Schrittzähler), aber wenn es mal ein Tag auf dem Sofa sein sollte, dann war das so.

    Hinsichtlich Ernährung habe ich das gegessen, was mir schmeckte, mein Körper hat aber auch gefordert, was er brauchte, z. B. Sauerkraut und so konnte ich gleichzeitig Verstopfung gut entgegenwirken. An dem Thema "kein Zucker/Weißmehl etc" scheiden sich die Geister. Ich habe aber mehr Ärzte gesprochen, die sagten, dass das für die Erkrankung nicht relevant ist bzw. man auf eine ausgewogene Ernährung achten soll, da gehören die genannten Bestandteile in Maßen dazu. Der Krebs holt sich seinen Treibstoff immer und überall, man kann ihn nicht durch solch eine Diät aushungern. Wenn man es schafft, dass er keinen Zucker mehr im Körper findet, ist man selbst tot, sagte mir ein Mediziner, der führend in meiner Krebserkrankung ist (gynäkologisch).

    Wenn Dir aber so eine Diät aus anderen Gründen gut tut, spricht da nichts dagegen, ich achte z. Zt. auch vermehrt darauf, weil ich das Gefühl habe, es tut mir selbst gut, weniger KH zu konsumieren.


    Ich hatte die selbe Riesenangst wie Du, Sally1 und dachte auch, wenn ich Chemo bekomme, bricht die Welt zusammen und alles wird anders. Nichts dergleichen ist passiert. Es ist ne doofe Zeit, aber eine andere Mitpatienten, die das schon hinter sich hatte, als ich kurz vor dem Beginn stand, sagte mir: "Es ist wie eine langwierige Grippe, man fühlt sich nicht so toll, aber man bekommt die Zeit irgendwie rum" Und so war es auch. Du schaffst das :)

  • @Nahja: vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Es hat mir sehr gut getan, was du geschrieben hast. Ich habe verdammt große Angst davor, Angst das ich zusammenklappe , anaphlactische Reaktion bekomme oder Atemprobleme bekomme. Obwohl mir gesagt wurde dass TC chemo quasi eine mildere Form wäre, zweifele ich sehr dran. Ich hoffe, ich überstehe das ganze. Danke sehr für deinen Mutzuspruch. LG Sally

  • Hi Sally

    Vielleicht kann ich dich auch noch etwas beruhigen: ich gehöre zu denjenigen, die tatsächlich einen anaphylaktischen Schock bei den pacli hatten. Für mich fühlte dass sich gar nicht dramatisch an. Ich merkte dass mir komisch war so als ob der Kreislauf wegsackt und schon hat die Schwester den alarmknopf gedrückt und die Infusion abgestellt. In Nullkommanix war die Ärztin da und hat mir die Notfallmedikamente direkt in den Port gespritzt. Das lief alles sehr ruhig und gekonnt ab. Ich war hinterher ziemlich k.o. hab mich aber schnell regeneriert und der Rest der Chemo lief dann nach einer pause gaaaaanz langsam weiter.

    So ein Schock ist nicht so sehr häufig aber auch gut zu händeln.

    Die anderen chemomädels, die dabei waren, waren sehr erschrocken und fanden es irgendwie viel dramatischer als ich. Also: lass dich nicht abschrecken von einer "eventualität" sondern lass es auf die zukommen und vertrau deinen Ärzten.

  • Hallo, Ihr Lieben,


    ich bin beim Googeln auf der Biokrebs-Seite gelandet. Da wird ja manches aus der Schuldmedizin recht kritisch betrachtet - z. B. auch Prozentwerte etc. Hat jemand mit Ratschlägen von dieser Seite gute Erfahrungen gemacht?


    LG


    Braunauge

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt.

  • Liebes Braunauge,


    bei diesen Bio Seiten war ich zu guter Letzt zu skeptisch.

    So schrecklich auch Prozentwerte sind, wollte ich die Standardmedizin nicht missachten. Ich habe zu viele Beispiele gefunden, in denen "skrupellose Heiler" nur ans Geldverdienten dachten.

    Glücklicherweise habe ich nach meinem Krankenhauswechsel an ein Brustzentrum ein Ärztin gefunden, bei der die Chemie stimmte:

    Ich konnte alle Fragen bei ihr loswerden, auch was Alternativmedizin anging. Sie spielte sich nicht als Halbgott in weiß auf und die endgültige Behandlungsmethode habe ich (gefühlt) entschieden. Sie war damit einverstanden, es entsprach nicht ganz den sogenannten Leitlinien.

    Damit fühlte ich mich "richtig", sofern es dies bei diesen Prozentzahlen überhaupt gibt


    Liebe Grüße

    Birgit