Mammographie - Screening - Programm

  • Hallo liebe Foris :)


    heute erhielt ich eine Einladung zum BK-Screening, das uns Frauen über 50 Jahren angeboten wird. Die letzte Einladung vor zwei Jahren habe ich abgesagt. In dieser Zeit war ich gerade "mitten drin im Geschehen". Mein Sarkom am Oberschenkel wurde entdeckt, operiert, bestrahlt usw. ( ihr kennt das ja :S )......Da war der Gedanke in meinem Kopf, " ein Krebs reicht, da wird das Schicksal dir doch nicht noch BK schicken". Heute sitze ich nun da und überlege, ob ich nicht doch wieder hingehen soll. ?( ?( .........andererseits wird mein Körper durch die vierteljährlichen Kontrolluntersuchungen genug "verstrahlt" :S , nur nicht im Brustbereich. Da wird abwechselnd die Lunge geröngt und CT gemacht. Ich bin gespannt, wie eure Meinung dazu ist, wer aufgrund dieses Screenings seine Erkrankung entdeckt hat.


    Liebe Grüße
    pelerixi

  • Ich kann dazu nur das Folgende sagen: Mein Brustkrebs ist nur im Ultraschall aufgefallen. Die dann anschließende Mammographie hat nichts ergeben. Dennoch hat man aufgrund des Ultraschalls eine Biopsie gemacht und voilà: Die Diagnose war da. Bei mir wird in drei Monaten die erste Nachsorge anstehen und ich stelle mir dann auch die Frage, warum in aller Welt Mammographie, wenn man da (jedenfalls bei mir) eh nichts erkennt. Ich würde mich daher allein auf die Mammographie nicht verlassen.

  • Hallo Suse,


    hast du den Ultraschall aufgrund eines Tastbefundes gemacht oder einfach so als "IGEL-Leistung" ?


    Grüßle
    pelerixi

  • Hallo, mir ging es wie suse, wobei ich gleich ein Tumornest hatte.... aber laut Mammo nichts.
    Der Ultraschal fand immerhin einen Knoten und brachte die Sache ins Laufen.


    Bei mir wird es keine Mammographie mehr geben.
    Ultraschall und im Zweifel MRT - dieses Gerät hat mir definitiv das Leben gerettet.


    Alles Gute für dich!

    Mit den besten Wünschen :) ,
    distudis

  • Hallo pelerixi,
    da wirst du sicher von 20 Leuten 20 Meinungen bekommen :hot:
    Ich war im November 2014 mit Mammographie dran und habe es sausen lassen: ÜBerlegung war- zuviel Strahlung, laut diversen Berichten auch kein exaktes Ergebnis......
    Im März 2015 habe ich ein kleines Ei in meiner Brust getastet, schnell wachsend...
    Hätte das die MAmmo auch gesehen? Und wenn, wäre meine Behandlung bei einem früheren Beginn anders gewesen? und wenn es nicht bei der MAmmo gesehen worden wäre....Hätte ich weitere 2 JAhre nicht so aufmerksam auf mich geachtet, weil ich ja auf die Röntgenuntersuchung vertraut hätte...
    Also, meine Schwiegermutter sagt immer: Hätte, hätte, Fahrradkette ;)
    Ich werde die Antworten nicht bekommen und so wie es gelaufen ist, ist es gut für mich. AUfmerksamkeit dem eigenen Körper gegenüber ist wichtig.
    Ich würde mich mit dem Doc meines Vertrauens unterhalten und dann entscheiden.
    Viel Glück und Erfolg bei der Entscheidungsfindung wünscht dir Tanne

    Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu sein ( Mark Twain)

  • Hallo. Ich war am 18. Januar zu meiner ersten Mammographie. Screening. Dann wurde ich nach 1 Woche noch einmal hinbestellt, es wurde eine Sonographie und gleich eine Biopsie veranlasst. Seit 29. Januar weiß ich, dass ich ein invasives Mammakarzinom G3, Hormon positiv, hohe Zellteilungsrate habe. Später stellte sich raus, dass es auch HER2 positiv ist. Ich bekomme jetzt neoadjuvant Chemo, dann , Op, Bestrahlung, Antihormontherapie. In der Sonokontrolle war der Tumor schlechter erkennbar.

  • Hallo pelerixi


    wie schrieb Tanne so schön: 20 Leute - 20 Meinungen.


    Bei mir war es so: ich habe alles an Vorsorge mitgenommen was man mir angeboten hat. 2012 war ich zum Screening- 2013 gehe ich zur Krebsvorsorge- alles in Ordnung. Beim Rausgehen meint meine Gyn sie würde mir raten zwischen den Mammografien ein Ultraschall zu machen. Ich habe sofort zugestimmt. 14 Tage später hatte ich den Termin und BÄÄÄÄHM - da hatte sie den Knoten auch schon gefunden. Der Tumor saß an einer so unglücklichen Stelle, dass er auch beim Tastbefund nicht gefunden werden konnte. Sie wußte ja nun wo der ist- erst im Liegen konnte sie ihn fühlen. Bei der anschließenden Mammografie konnte der Tumor nicht ausgemacht werden.


    Diese knapp 40,- € war die beste Investition meines Lebens


    In diesem Sinne
    lieben Gruß von Greta

  • Hallo ihr Lieben!


    Bei mir hatte man auf der Mammographie auch nichts gesehen! Erst das Ultraschall zeigte, bei der ersten Untersuchung, einen Knoten.
    Es wurde gleich eine Biopsie gemacht. Während der Wartezeit, habe ich dann noch etwas ertastet. Erst wollte mein Gyn es nicht
    für ernst nehmen. Dann hat er sich aber doch entschlossen, nochmal per Ultraschall nach zu schauen und siehe da, ich hatte recht :(


    Ich muss dazu sagen, dass ich 49 Jahre alt war, wie ich BK bekam und die Mammographie macht mein GYN selbst, in seiner Praxis.
    Alice ein Jahr später, pünktlich kurz nach meinem 50igsten die Einladung zum Sreening bekam, hab ich sie abgelehnt. Mein Doc macht alle
    Nachsorgetermine und immer beides: Mammographie und Ultraschall! Das gibt mir ein sicheres Gefühl!


    LG Pea1961

  • Guten Morgen liebe Pelerixi,


    da ich eine zeit lang im Mammografie-Screening gearbeitet habe und auch durch meine eigene Erfahrung, kann ich es mir nicht verkneifen, dazu was zu schreiben.


    Die Strahlenbelastung ist bei den Geräten, die in Deutschlang verwendet werden so gering, dass es zu vernachlässigen ist. Die beiden Untersuchungen Mammografie und Sonografie gehören zusammen. Beim Röntgenbild sind die oft auf bösartige Tumore hinweisenden Verkalungen gut zu erkennen. Die Sono hat andere Vorteile.


    Und nun meine eigene Erfahrung: Als meine Schwester relativ jung BK bekam, wurde uns Schwestern angeraten, uns ab sofort in einem zertifiziertem Brustzentrum betreuen zu lassen. In den ersten Jahren kam es immer wieder zu auffälligen Befunden, die auch alle erst in der Sonografie entdeckt wurden.
    Anders war es dann 2014: Bei einem Termin wird in diesem Brustzentrum zuerst geröntgt, danach ist Sono und Besprechung. BeimRöntgen wurde bei mir ein sehr kleiner (8 mm) brunstwandnaher Befund entdeckt, der einige Krebskriterien erfüllte. Nach den Röntgen-Zielaufnahmen war die Diagnose klar. Meine Ärztin meinte später bei der Sono, dass man diesen Tumor auch leicht hätte übersehen können.


    Ich kann jeder Frau nur empfehlen, die Screening-Termine wahr zu nehmen. Es macht mich immer wieder wütend, wenn ich von Plänen höre, diese Untersuchung wieder zu streichen. Wenn bei einer Frau unter 100 ein verdächtiger Befund abgeklärt werden kann ist meiner Meinung nach die Strahlenbelastung oder andere Einwände nicht wichtig!


    Trotz allem ist es die Entscheidung jeder Frau und ich kann Deine Einwände verstehen.


    Ich wünsche Dir alles Gute und eine richtige Entscheidung!!!


    Drück Dich


    rose55 :hug:

  • Guten Morgen liebe Pelerixi :P


    ich kann rose55 nur zustimmen „die Strahlenbelastung bei den Geräten, die in Deutschland verwendet werden, ist so gering, dass diese zu vernachlässigen sind!“
    Außerdem werden die Bilder von zwei speziell geschulten Ärzten, unabhängig voneinander geprüft und das Millimeter für Millimeter…Doppelbefundung!
    Regelmäßige Fort.-u. Weiterbildung, sind für alle Screening-Ärzte Pflicht……..


    Mammo und Sono gehört für mich persönlich grundsätzlich zusammen!


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • Danke für eure Berichte :hug: Wie ihr sagt, es gibt 100 Leute und 100 Meinungen und jeder muss das für sie richtige rausfinden. Nächste Woche habe ich Kontrolltermin für meinen Sarkom, da werde ich beim Onkologen das Thema mal anschneiden. Aber wahrscheinlich bin ich danach auch nicht schlauer ;( . Wenn ihr "Fachfrauen" sagt, dass die Strahlenbelastung nicht so hoch ist, dann spricht nichts dagegen................und mit "Diagnosen" und "Fehldiagnosen" können wir ja umgehen :hot: .
    Ganz liebe Grüße
    pelerixi