Erfahrungen mit Amputation ohne Aufbau

  • Hi Karo,

    danke für Deine Worte. Mein Untermieter ist schon raus. Ich bin vor der Chemo brusterhaltend operiert worden. Die beidseitige Mastektomie plus Eierstöcke und Eileiter erfolgt nun wg. BRCA. Ich hatte nach der OP ein Gespräch nach der Tumorkonferenz, dessen Inhalt eigentlich nur war, dass es keine Überraschungen gegenüber dem Biopsieergebnis gab und ich den Termin bei der Onkologin mitgeteilt bekam und dort dann eine Woche später die Chemoaufklärung hatte. Ansonsten war es das bisher. Mein Brustzentrum ist eher klein, ich weiß noch gar nicht, wieviel Erfahrung die mit beidseitig haben. Ich habe mir bereits einen Termin in einer weiteren Klinik geholt, die aber 300 km entfernt ist. Dort soll eine sehr erfahrene Ärztin operieren. Ich will auf jeden Fall 2 Meinungen hören, bevor ich mich final entscheide. Sollte mir mein Brustzentrum am Mittwoch keinen Termin geben, hole ich mir einen weiteren in einer noch weiter entfernten Klinik. In Anbetracht der anstehenden Urlaubszeit, muss ich das jetzt aber in Angriff nehmen. Ansonsten habe ich noch die Möglichkeit, mich nach der Chemo bestrahlen zu lassen und bzgl. Rezidiv bzw. Befall der gesunden Seite, volles Risiko zu fahren. Das fühlt sich leider ganz schlecht an.

    Liebe Grüße

    Heideblüte

  • Hi heideblüte!

    Ein Brustzentrum muss doch gewisse Zertifizierungsrichtlinien einhalten und Erfahrungswerte (OPs usw.) vorweisen können. Oder sehe ich das falsch?

    Ich könnte mich auch vor Ort oder in der nächsten Stadt (40 Km entfernt) operieren lassen, denke aber das es eben da an Erfahrung fehlt.

    Ich würde mich ehrlich gesagt momentan nicht in der Lage fühlen diese Strapazen (300 Km) auf mich zu nehmen, da ich durch die Chemo doch sehr geschwächt bin.

    Ich wünsche dir jedenfalls das du die Kraft aufbringst das alles durchzustehen um dann letztendlich zu dem besten Ergebnis zu gelangen.

  • Liebe Heideblüte,


    diese Ungewissheit, die Du beschreibst, klingt wirklich nicht gut.

    Ich denke auch, dass man doch ein paar Tage braucht, um sich mit möglichen Behandlungsmethoden auseinanderzusetzen.


    Du hattest mir so zuversichtlich geschrieben: such Dir eine Zweitmeinung, wenn Du unsicher bist. Und nimm Dir auch noch eine Drittmeinung.


    Wenn man unsicher ist, krank, und zweifelt, ist das nicht Solo einfach.

    Im Nachhinein bin ich so froh, denn ich fühle mich in der zweiten Klinik wohl.


    Aber: ich denke, das war bei Dir ja auch der Fall.

    Nun kommen neue Themen. Und man selbst ist ja nicht immer geneigt, zu drängeln, zu Neven, den Überblick zu behalten.

    Scheinbar muss man das aber. Denn in den seltensten Fällen, ist ein Arzt dazu wirklich in der Lage.

    Und wenn man dann im #schlimmsten Fall noch 300 km zu einer Zweitmeinung fahren muss. puh.


    Nerv einfach erst mal Deine Ärzte... (ich will !!!)

    vielleicht klappt es ja. und bisher war ja auch alles gut.


    Ich wünsch Dir viel Glück

    Birgit

  • Hallo zusammen

    Leider (oder glücklicherweise) kann ich noch von keiner Erfahrung was eine Brustamputation betrifft berichten. Mir geht's genau wie einigen von euch ES STEHT MIR BEVOR.

    Ich bin im Januar 2017 an einem TN sehr schnell wachsend erkrankt. Vor ca 4 Wochen wurde dazu noch eine BRCA2 Mutation diaknotiziert. Nächste Woche ist der letzte von 18 wöchentlichen Chemo Zyklen mit Paclitaxel Myocet u CarboPlatinium. Letzte Woche hatte ich dann schonmal eine erste OP Vorbesprechung. In einer OP werden mir die Brüste Eierstöcke und der Port entfernt.

    Von einem sofortigem Aufbau mit Implantaten (was anderes macht bei mir keinen Sinn) wurde mir abgeraten. Mein Körper wäre durch die Chemo zu geschwächt, ich sollte mich erholen und später wenn ich das möchte einen Brustaufbau vornehmen lassen. Diese Option finde ich eigentlich ganz okay.

    Der OP Termin ist voraussichtlich Mitte Juli.

    Genau wie einige Mädels vor mir berichten werde ich mir auch noch 2. u 3. Meinung in einem größeren Brustzentrum anhören.

    Liebe Grüße aus dem Saarland

    Birgit

  • Hallo ihr Lieben, hallo Heideblüte,

    auch ich stehe ja vor der Entscheidung, d.h. wenn ich den meisten Ärzten folge, dann eigentlich nicht, ich bin nicht genetisch vorbelastet und könnte sehr gut brusterhaltend operiert werden, was dann aber zwangsläufig die Bestrahlungen zur Folge hätte. Bei einer Mastektomie komme ich sehr wahrscheinlich ohne aus (mein Sentinel ist noch drin, alle Lymphknoten sehen unauffällig aus, nur wenn sich da was anderes herausstellt, was eher unwahrscheinlich ist nach der Chemo, dann käme es zu Bestrahlungen). Das ist für mich der Grund warum ich mich für eine Mastektomie mit Sofortaufbau aus Eigengewebe entschieden habe. Mein Termin steht auch schon fest, 4 Wochen nach Chemoende (22.8.). Ich weiß sehr wohl, dass das eine große Belastung für meinen Körper sein wird, ich bin trotzdem zuversichtlich, hatte bisher mit OP's und Wundheilung nie Probleme, klar nach der Chemo kann das alles anders sein. Aber die Bestrahlungen sind auch eine Belastung mit nicht vorhersehbaren Spätfolgen. Ich lebe glücklicherweise im Speckgürtel von München und wir haben hier ein paar sehr gute Chirurgen zur Auswahl. Ich hab davon ein paar abgeklappert und mich für einen davon entschieden, hab mit einigen Patientinnen im Wartezimmer sprechen können, die alle sehr zufrieden waren, ich vertraue ihm nun (was schon immer schwierig ist für mich) und mache daher auch den Sofortaufbau. Er meinte es bringt keinen Vorteil, dass auseinanderzuziehen (dabei würde er ja sogar mehr verdienen, also glaub ich ihm das). Und Heideblüte, auch ich schwanke von Tag zu Tag.....mittlerweile werde ich sicherer, man braucht da einfach ein Zeit dafür und letztendlich auch Glück, man hat nicht alles in der Hand. Und ehrlich gesagt haben wir doch alle die Wahl zwischen Pech und Schwefel, die gute Lösung ohne Risiken und Nebenwirkungen gibt es nicht....Liebe Grüße Chippendale

  • Danke ihr Lieben für eure Aufmunterung.

    Karo: ja sie müssen zertifiziert sein und bestimmte Fallzahlen haben aber das sagt noch nichts über die Art der OPs. Beidseitig subkutane Mastektomie ist schon was anderes als einen Tumor brusterhaltend rauszuholen. Und dafür will ich Zahlen haben.

    Die 300 km sind o.k. wenn ich dort ein gutes und vertrauensvolles Gefühl habe. Meine Eltern fahren mich hin und wenn ich mich dort operieren lasse, Buche ich für meine Mutter ein Hotelzimmer für die Zeit meines Aufenthaltes, dann habe ich meine "persönliche Pflege" dabei :):):)

    Ich will ausgiebige Information, Grosse Chance dass der Krebs nicht wieder kommt und wenn ich aufbauen lasse soll es gut aussehen. und wenn es dann eben auf "platt" hinausläuft dann werde ich wohl auch die Kröte schlucken. Daher bin ich auch daran interessiert, wie Frauen damit zurecht kommen. Wenn ich dran denke was ich um meine Haare geheult habe und jetzt laufe ich ohne Mütze rum, wird wohl auch platt irgendwie gehen.

    Liebe Grüße

    Heideblüte

  • Hallo Ihr Lieben, hallo besonders Heideblüte,


    auch ich habe die OP nun in einigen Wochen vor mir. Um meine Haare habe ich zwar nicht geheult nur ein kleines Trän'chen vergossen. Ich wusste dass sie wieder wachsen werden und manchmal sogar schöner wie vorher (hab ich mir sagen lassen) ;)

    Mit der Brustentfernung ist das leider nicht so, schön wäre das schon ....:)


    Aber im Ernst - Gedanken mache ich mir schon viele darum. Auch mich interessiert sehr wie kommt Frau (und Mann) damit klar wenn plötzlich eine Brust oder beide weg sind. Ich weiß, es hat hier schon , auch weiter vorn, ganz viele gute Beiträge und Erfahrungsberichte dazu bereits gegegeben. Da kann ich unzählige lesen - entscheiden muss ich es selbst und da kann mir auch niemand ab- oder zuraten.


    Aufgrund der Größe des Tumorgewebes wurde von einer Mastektomie ausgegangen und auf jeden Fall muss ich danach Bestrahlungen bekommen wegen der massiv befallenen Brustwand und der Lymphknoten.

    Nun sind die Tumore durch die EC aber zurückgedrängt und die Paclis sollten wohl auch noch etwas weiter daran arbeiten.

    Je nach Ergebnis muss die Op dann neu besprochen werden:

    Geht jetzt vielleicht doch brusterhaltend oder ist das Risiko wegen der Metas zu hoch? Was ist mir der gesunden Brust?

    Wie hoch ist dort ein Erkrankungsrisiko?


    Ich werde wohl noch ein wenig Geduld haben müssen, um die Frage endgültig für mich klären zu können.


    Ich freue mich aber dennoch sehr über Nachrichten von Euch.


    LG Blume

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich habe diese Entscheidung ja nun zum wiederholten Mal treffen müssen (wird dadurch auch nicht leichter :hot:). Mit einer kleineren Körbchengrösse wäre meine Entscheidung spätestens jetzt beim dritten Mal definitiv gegen einen Wiederaufbau ausgefallen. Da ich aber nicht so eine Riesenprothese will und die Klamotten ohne bzw. mit wenig Brust doofe Falten schlagen, muss die gesunde Seite angeglichen werden. Wenn ich nun also diese Strapazen auf mich nehmen muss und um eine wie auch immer geartete 3. OP auf der befallenen Seite nicht drum herum komme, versuche ich es halt dieses Mal mit Eigengewebe. Ich habe sehr große Angst vor weiteren Wundheilungsstörungen, weiß aber auch, dass ich in 2-3 Jahren nicht noch einmal unters Messer möchte. Ein späterer Wiederaufbau ist daher für mich keine Option.

    Ich kann jetzt nur noch hoffen, dass alles gut geht und ich die Entscheidung nicht bereue.

    Allen, die diese Entscheidung noch vor sich haben, wünsche ich nicht zu viele schlaflose Nächte und am Ende ein gutes und richtiges Gefühl.

    LG Kirsche

  • Hallo,


    gerade bin ich meine Frage zum Thema Bustaufbau mit Eigengewebe "losgeworden" - nun meine Frage zu der für mich (aus verschiedenen Gründen) einzigen Alternative:

    Silikon-Implantate beidseits, die Ärger machen und nicht durch neue ersetzt werden können, einfach herausnehmen und ohne Brustaufbau leben.


    Gibt es Frauen im Forum, die nach Mastektomien beidseits ohne Brustaufbau leben, und mir von ihren Erfahrungen berichten mögen?


    Die Vorstellung ist für mich nicht ganz abwegig, das Tragen von Prothesen wäre allenfalls eine gelegentliche Lösung. Interessant wären für auch die Reaktionen, die Ihr von Eurer Umgebung erfahren habt. Ich bin aktive Schwimmerin, gehe auch in die Sauna und würde dieses ohne "verstecken" tun wollen.


    Für Erfahrungsberichte wäre ich wirklich sehr dankbar - das Thema beschäftigt mich schon eine ganze Weile und irgendwann muss ich mal zu einer Entscheidung kommen.


    Grüße!

    Pit

  • Liebe Pit,

    Erstmal möchte ich dich ganz herzlich in diesem Forum begrüßen und willkommen heißen!

    Ich (53J.) bin jetzt seit 5 Jahren brustamputiert ohne Aufbau, allerdings "nur" linksseitig.

    Meine Prothese benutze/trage ich nur gelegentlich, abhängig von Kleidung und Anlass. Manchmal stört die Assymetrie beim Sitz der Kleidung, obwohl die verbliebene Brust sehr klein ist. Aber dieses Problem würde ja bei dir nicht auftreten.

    Beim Schwimmen trage ich meine Prothese, da der Schwimmanzug sonst nicht richtig sitzt ( weil einseitig amputiert). In den offenen Duschen ziehe ich diesen aber beim Abbrausen nach dem Schwimmen aus. War auch mal in der gemischten Sauna so. Mich hat deswegen bis jetzt noch nie jemand schief angeguckt, es gab auch keinerlei Kommentare.

    Manchmal bereue ich ein wenig, dass ich mich vor der Operation dazu habe überreden lassen, die rechte Brust zu behalten. Ich wollte eigentlich beide amputierten lassen, prophylaktisch und wegen der Symmetrie.

    Vielleicht kann ich dir mit dieser Schilderung etwas bei deiner Entscheidungsfindung behilflich sein!

    Lg Katzi64

  • Hallo Pit,


    ich hatte eine beideseitige Amputation am 22. Juni und lasse auch keinen Wiederaufbau machen. Die Narben tun immer noch höllisch weh, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sehr das schmerzen würde, wenn noch ein Implantat darunter wäre. Aua. Alle anderen Operationsmethoden waren für mich persönlich nicht denkbar, denn ich habe nicht genug Eigengewebe, um daraus neue Brüste zu formen und die nachgelagerten Operationen haben mich auch sehr abgeschreckt.


    Optisch komme ich gut damit klar und traue mich auch, jetzt mit eng anliegenden Shirts und noch ohne Epithesen nach draußen zu gehen. Mich gibt's ab jetzt nur noch so.


    Letztendlich musst Du die Entscheidung treffen - jeder einzelne hat seine eigene Wahrheit und die Erfahrungen anderer sind eben die Erfahrungen anderer. . . . bin mir aber sicher, Du wirst Dich für Dich richtig entscheiden.

  • Hallo!

    Ich habe vor über einem Jahr eine beideitige Amputation machen lassen, nachdem in der linken Brust zwei Knoten und in der rechten Brust verdächtiges Gewebe entdeckt worden waren. Als mir die Ärzte verkündet haben, was sie alles mit mir anstellen wollten, habe ich eine Nacht drüber geschlafen und zusammen mit meinem Mann die beidseitige Amputation entschieden.

    Im Prinzip geht es mir ganz gut damit, aber wie hier schon jemand schrieb: Abends und morgens, wenn man die Prothesen ein- oder auspackt, ist es schon ätzend.

    Zumal meine Prothesen die kleinsten sind, aber immer noch größer als meine ursprüngliche Brust. Und ich mochte sie eigentlich so klein (bin halt eher dünn)

    Mein Onkologe hat mir von Frauen erzählt, die sich ihre normalen BH´s umgenäht haben mit einer leichten Füllung drin, so dass das Ergebnis dünner und leichter ausfällt. Hat hier jemand ERfahrung damit?

    Und jemand hatte hier von einem SportBH berichtet, der super sitzt. Kann mir da jemand weiterhelfen?

    Ich habe auch schon viel über Aufbau nachgedacht, aber ich kann nicht mal die SilikonProthesen direkt auf der Haut aushalten, dann juckt es tierisch. Ich mag gar nicht daran denken, was mein Körper anstellt, wenn die unter der Haut sitzen....Außerdem finde ich es im Moment wirklich angenehm. Ich mag nur nicht so flach rumlaufen, weil ich ein hohes Brustbein habe, dass das Ganze noch mehr betont. Und dann sitzt wirklich kein Oberteil mehr.

  • Hallo Pit,

    auch ich bin so wie Katzi64 einseitig amputiert. Ich hatte vor zwei Jahren mein erstes Rezidiv und deswegen wurde ich amputiert, allerdings mit gleichzeitiger Silikoneinlage. Aufgrund von Wundheilungsstörungen wurde das Implantat nach 4 Monaten wieder entfernt. Ich habe eine kleine Brust und trage zuhause keine Prothese - außer Haus und beim schwimmen allerdings schon. Fühle mich so wohler. Ich hatte und habe auch immer noch vor wieder in die Sauna zu gehen, das hat allerdings wegen einem erneuten Rezidiv noch nicht geklappt. Werde ich aber auf jeden Fall noch ausprobieren.


    Viele Grüße

  • Liebe Pit,


    ich hatte 2015 eine beidseitigen Amputation, weil ich einen (wenn auch kleinen) Turmor hatte und im Nachgang eine Genmutation festgestellt wurde. Ich bin ein sehr pragmatischer Mensch und habe mich sofort dazu entschieden, auf meine Brüste zu verzichten, weil sie irgendwie "zum Feind" geworden waren. Außerdem wollte ich keine weitere ähnliche Erfahrung mehr machen.


    Meine Wundheilung verlief leider sehr schlecht und die Narben wucherten und haben heftig geschmerzt. Eine unangenehme Zeit, in der ich mich sehr unwohl in und mit meinem Körper gefühlt habe. Irgendwann riet mir meine Ärztin zu einem Termin bei einer plastischen Chirurgin im Brustzentrum, die sich dann alle Mühe gab, mich von einem Aufbau zu überzeugen. Die Vorstellung mir unter meine schmerzenden Narben auch noch Fremdkörper einsetzen zu lassen, war absurd. Worauf wir uns dann schließlich einigen konnten, war eine Behandlung, bei der kleine Mengen Cortison direkt in das Narbengewebe gespritzt wurde. Die erste Behandlung war schmerzhaft, aber verblüffenderweise setzte nach 2-3 Tagen eine Beruhigung des Gewebes ein. Die zweite Behandlung war nach 3 Wochen und brachte das endgültige Aus aller Beschwerden. Auf eine dritte Behandlung haben wir verzichtet, weil das Gewebe um die Narben anfing überaktiv zu werden. Warum, konnte sie mir nicht erklären.


    Die Narben sind immer noch nicht schön, aber weich und elastisch und vom Körpergefühl nicht mehr vom Rest meiner Haut zu unterscheiden. Ich sehe bei weitem nicht mehr aus wie früher, aber ich fühle mich nicht mehr verstümmelt.


    Soweit zu meinen Erfahrungen.

    Herzliche Grüße

  • Ich hatte vor 7 Wochen eine Mastektomie links mit sofortigem Wiederaufbau durch Silikon.

    Nach 12 Tagen hat sich das alles entzündet und wurde wieder entfernt. ( vielleicht kam es dazu, weil meine Brust schon vor 5 Jahren bestrahlt wurde wegen DCIS)

    Dann war also die Brust weg, die Entzündung kam leider nach ein paar Tagen wieder.

    Nach ganz viel Antibiotikum ist immer noch eine Entzündung vorhanden.

    Ich kann mir nicht vorstellen jemals etwa machen zu lassen in Richtung Aufbau.

    Aber das ist natürlich das Resultat meiner schlechten Erfahrungen jetzt.


    Ob das alles wirklich an der bestrahlten Haut liegt.....viele Frauen lassen doch erst nach OP

    Chemotherapie und Bestrahlungen einen Aufbau machen und haben dann keine Probleme.....

  • Hallo zusammen!

    Mich gibt es auch noch, habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Nach überstandener Chemo, die mir sehr zugesetzt hat, musste am 1. September meine linke Brust entfernt werden. Als ich aus der Narkose aufwachte und an mir runter sah kamen mir die Tränen. Die Ärztin im Aufwachraum dachte ich hätte Schmerzen und gab mir ein Schmerzmittel da ich nicht in der Lage war etwas zu sagen.

    Ich habe lange gebraucht, mir das Ergebnis anzuschaun. Leider hat mir in der Klinik niemand geholfen. Nach ein paar Tagen hatte ich einen regelrechten Weinkrampf und auch hier war keiner für mich da. Die Schwester hat einfach das Zimmer verlassen. Es war und ist immer noch belastend. Als die Dame vom Sanitätshaus kam, fühlte ich mich regelrecht überfordert.

    Leider kann ich nicht ohne Epitese gehen, da es sofort auffällt, außerdem wird meine Haltung (Rückenprobleme) davon nicht besser.

    Bei der REHA mit den vielen Anwendungen kam ich mir jedes Mal vor, wenn ich mich ausziehen musste, wie bei einer Fleischbeschau.

    Vorige Woche habe ich das erste Mal die Stelle, an der sich mal meine Brust befand, berührt und eingecremt. Mir war K... Übel.

    Vorgestern habe ich es dann noch einmal versucht, auch hier eine gewisse Übelkeit.

    Ich betrachte mich oft im Spiegel um mich damit zu itentiviezieren, aber ich fühle mich entstellt, das bin nicht ich. Das ist nicht mein Körper.

    Vielleicht gibt sich das ja mit der Zeit, zumindest hoffe ich das.

    Das Schönste im Moment ist, dass meine Haare wieder wachsen. Es ist zwar noch keine Frisur, aber ich finde mich süß. Ein bisschen Eitel darf man doch wohl sein.

    Übrigens sagte der Professor im Krankenhaus ein paar Tage nach der Op zu mir, das wir doch im Alter alle unsere kleinen Makel haben, na dem hat man ja nicht seine Männlichkeit genommen.


    Herzliche Grüße von Karo58


    Es geht dennoch aufwärts, ganz langsam, aber immerhin

  • Liebe Karo,

    lass Dich mal ganz lieb :hug:

    Ich weiß gerade nicht, warum Du keinen Aufbau hast machen lassen (sorry, will jetzt nicht nachlesen), aber für diesen Weg kannst Du Dich doch immer noch entscheiden, oder?

    Sehr schade, dass Du im KH nicht begleitet worden bist und Dein "empathischer" Arzt ist Dir natürlich auch keine Hilfe...

    Vielleicht kannst Du Dich mit Deiner Epithese arrangieren. Wenn nicht, kann ich das sehr gut verstehen :*

    Aber hey - Deine Haare wachsen! Das ist doch toll! :love:

    LG Kirsche

  • Liebe Karo,


    sich von einer Brust trennen zu müssen, das tut schon weh. Und es ist auch nicht leicht, sich nach der Operation mit dem veränderten Körperbild auseinandersetzen zu müssen.


    Ich bin selbst eine, die keinen Wiederaufbau (mehr) hat. Ich kann nicht behaupten, dass ich mein Aussehen super finde. Doch ich habe mich damit arrangiert - aber nur nach und nach, in ganz kleinen Schritten und auch mit Unterstützung durch meine Psychoonkologin. Ich bin an dem Punkt angelangt "Es ist, wie es ist ...". Das ist aber nur meine Herangehensweise.


    Denn ich kann gut verstehen, dass Du jetzt nach der Ablatio so niedergeschlagen bist. Schade finde ich, dass Dir bisher niemand Unterstützung angeboten hat. Vielleicht magst Du sie aber einfordern, damit Du nicht alles allein mit Dir ausmachen musst? Vielleicht sprichst Du einmal mit Deinen behandelnden Ärzten darüber, wie sehr Dich Dein veränderter Körper belastet? Außerdem kannst Du Dir ggf. auch psychologische Hilfe holen. Oder aber Du beginnst darüber nachzudenken und mit Deinen Ärzten zu planen, wann und wie ein Wiederaufbau Deiner Brust erfolgen könnte.


    Mir war es immer ganz wichtig, einen "Plan" zu haben, verschiedene Optionen für ein weiteres Vorgehen gedanklich durchzuspielen. Oft ist es mir dann gelungen, mich mit einer ungeliebten Situation - trotz allem - zu arrangieren. Und wenn nicht, dann kam eben eine meiner "Optionen" zum Einsatz. Vielleicht kannst Du für Dich auch "planen", wie Du weiter vorgehen könntest. Und dann entscheidest Du Dich irgendwann für "Deinen" Weg, der ggf. auch heißen kann "ich lasse einen Wiederaufbau machen" (der übrigens auch Jahre nach der Ablatio noch möglich ist und von der Kasse bezahlt wird).


    Ich wünsche Dir sehr, dass Du aus Deiner Niedergeschlagenheit heraus- und Unterstützung auf Deinem Weg findest!


    Ganz herzliche Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Liebe Karo,

    Ich drücke dich ganz lieb und wünsche dir, dass es dir bald besser geht.

    Bei mir ist zwar alles dran geblieben aber unterschiedlich groß. Das sorgt dann in der Dusche der schwimmhalle schon mal für unauffällige Blicke ;)

    Ich wünsche dir sehr, dass du deinen veränderten Körper bald wieder als deinen annehmen kannst und glücklich bist.

    Liebe Grüße von Tanne :hug::hug: