Mastektomie ohne Wiederaufbau

  • Liebe Cremjo , ich glaube, das ist eine sehr persönliche Entscheidung. Ich bin beidseitig ohne, ich merke es immer noch täglich, mal mehr mal weniger. Aber noch eine OP dort, nein. Keine BH's mehr, ich fühl mich wohl so. Hab paar Kleidungsstücke, da nehme ich auch ein Bustier mit Schaumstoff.

    Ich wünsche dir für die OP alles Gute, auch hinterher!

  • Liebe Cremjo , alles gute für die Operation!

    Ich habe das Thema so gelöst, dass ich die gesunde Brust verkleinern ließ.

    Bin sehr zufrieden damit.

    Liebe Charlotte, darf ich fragen, um wieviel da verkleinert wurde? Ist die Brustdrüse erhalten und wie kommt es, dass nach der Mastektomie noch soviel übrig war, dass das jetzt ca. gleich groß ist.

    Ich muss mich nun endgültig vom Silikon verabschieden und überlege, auf weitere Wiederaufbauten zu verzichten.

  • Pling , die Brustdrüse wurde soweit technisch möglich, ganz entfernt. War mir auch lieber , zur Sicherheit.

    Jetzt sind beide in etwa A Körbchen.

    Natürlich ist die kranke Brust etwas kleiner und nicht so schön wie die reduzierte.

    Aber in Bekleidung sieht es gleich aus und ich muss keine Prothese tragen. Das fand ich ganz schrecklich.

    Ich kann auch ohne BH sein.

  • Liebe Cremjo ,


    Lass dich einfach mal fest in den Arm nehmen.


    Ich war 1 Jahr lang ohne linke Brust da bei mir nicht brusterhaltend operiert werden konnte. Dies ist ein Einschnitt in die Weiblichkeit. Ich konnte nicht damit leben. Aufbau mit Silikon, irgendwann sollte dies gegen ein größeres getauscht und die Brustwarze tätowiert

    werden. Doch dann kam das Rezidiv und ich muss abwarten wie lange das Silikon nun bleiben kann.......

    Diese diepflap OP ist die einzige Möglichkeit. Aber will ich das?



    Ich drücke dir feste die Daumen 👩‍❤️‍👩

    Kopf hoch

    Wir schaffen das.

  • Danke für eure aufbauenden Worte! Wie immer tut es gut zu hören, dass das auch anderen schwer fällt. Es gibt ja manche, die das ganz gut wegstecken, auch weil es nötig ist fürs Überleben, und das sei ihnen auf jeden Fall gegönnt!! Aber ich bin gerade traurig und erlaube mir auch, das zu sein.

  • SanniKa Ja, ich werde einseitige Amazone.

    Danke für den Tipp mit der Salbe! Bisher hatte ich mit Narben nie Probleme zum Glück (Kaiserschnitte, Blinddarm und auch Brust-OPs). Meine Narbe wird auch rauf Richtung Axilla gehen, weil zwischen 12 und 1 Uhr das Rezidiv ist und eine größere Hautspindel in diese Richtung mit weg muss.

    Liebe lissie , liebe Bluemli69 und liebe charlotte2020 Danke sehr für eure guten Wünsche!


    Dir auch liebe Miriam und JA, auf jeden Fall schaffen wir das 💪💖

  • Liebe Cremjo


    Alles Gute für Deine OP. Ich bin mittlerweile beidseitige Amazone ohne Wiederaufbau und komplett ohne Prothesen BH. Als ich im September 2019 erkrankte habe ich mich bewusst für die Ablatio ohne Aufbau entschieden und auch ohne Erhalt der Brustwarzen und Co. Ich hatte dann einen Prothesen BH an und kam gut zurecht. Für die Narbe hilft auch Johanniskrautrotöl super und macht alles geschmeidiger. Dieses Jahr im April wurde die noch gesunde Seite entfernt, da ich eine Brca2 Mutation habe. Die Wundheilung hier war und ist gut und Prothesen wollte ich nicht mehr.

  • Hallo,


    Ich bewundere euch alle die sich nicht für einen Aufbau entscheiden. Meine Mastektomie ist fast 3 Jahre her. Ich war in 3 Kliniken im fränkischen bzw Oberpfälzer Raum zur Beratung. Und bin immer noch unentschlossen. Soll ich es auf mich nehmen, könnte ich auch ohne glücklich werden? Ich hatte schon so viele Ops und auch Komplikationen wie eine schwere Sepsis. Mal denke ich so, im Sommer wieder anders. In Frage käme nur Expander und dann Silikon. Allerdings sollte ich nach 3 Jahren doch mal wissen was ich möchte. Schwierig. Wenn kein Aufbau möchte ich gern die gesunde Seite auch weg haben wegen der Symmetrie. Allerdings haben mir alle Kliniken gesagt, dass das nicht gemacht wird und drängen fast zum Aufbau.

  • Blume12 , lass dich bitte nicht dazu drängen! Gerade wenn du schon Schwierigkeiten bei der Heilung hattest .

    Mir hat man zu Beginn auch das Implantat angetragen.

    Später hat mein Chirurg gesagt, dass medizinisch der Verzicht aufs Implantat und die Reduktion der anderen Brust sinnvoller ist .

    Keine Probleme bei der Bestrahlung, gute Sicht bei der Nachsorge etc.

    Schöner ist es auch.

    Das Implantat in Größe C hätte letztendlich, zumindest ohne BH, anders ausgesehen als die Gesunde ( hängt halt) ..

  • Zumindest was die Wundheilung angeht, soll es bei komplett flach tatsächlich einfacher sein. Ich hatte da keine Probleme tatsächlich. Die Narbe von vor 2 Jahren ist komplett verblasst und sehr fein n. Die von April wird auch dunkler.


    Leider muss man sich immer noch mehr verteidigen, wenn man keinen Aufbau möchte. Das finde ich echt furchtbar.


    Für mich kam Silikon gar nicht in Frage. Ich habe schon einige Leute mit Komplikationen und Wundheilungsstörungen gesehen auch bei Aufbau mit Eigengewebe.

  • Liebe Blume12 , ich finde dieses unterschwellige Bedrängen zu einem Wiederaufbau unmöglich. Es gibt da Werbe-Slogans wie "Damit Sie sich wieder als Frau fühlen können" . Frechheit. Ich finde es total nachvollziehbar, dass Frauen diese OP möchten, dafür gibt es verschiedene Gründe. Aber zu unterstellen, dass das Vorhandensein von zwei erkennbaren Brüsten erst möglich macht, sich weiblich zu fühlen?


    Ich fühle mich derzeit total wohl als Amazone, möchte tendenziell eher die andere Seite entfernen oder zumindest verkleinern lassen, bevor ich wieder aufbauen lassen. Aber vielleicht sehe ich das in 3 Jahren anders. Lass dich nicht unter Druck setzen. Du hast gute Gründe, genau abzuwägen. Mal schlägt die Waage auf die eine Seite, mal auf die andere, irgendwann wird sie stillstehen und du weißt, was du möchtest, kannst dann zu deiner Entscheidung stehen. Ob das in einem Monat, in einem halben Jahr oder später so weit ist, ist zweitrangig. Vielleicht hilft dir deine Pro- und Contra-Liste um zumindest im Moment gedanklich etwas zur Ruhe zu kommen?

    Ich wünsche euch jeden Morgen etwas, worauf ihr euch freuen und jeden Abend etwas, wofür ihr dankbar sein könnt. :hug:

    "Vertrauensselig — ein schönes Wort, Vertrauen macht selig, den, der es hat, und den, der es einflößt." Marie von Ebner-Eschenbach

  • Ja es ist wirklich so mit dem Drängen. Der letzte Termin war zum Abklären vor 4 Wochen in einer großen Uniklinik. Es wurde im Kontroll mrt ein Verdacht Birads 4 gefunden. Da ich vorher woanders war, wurde mir vorgehalten warum ich zu einer Wald und Wiesenklinik gehe und sie doch die besten Ärzte hätten. Es wurde noch vor dem Ultraschall dort mir ein Silikon Kissen auf den Tisch gelegt und eine Buch über ihre eigenen Aufbauten gegeben. Deswegen war ich ja nicht mal dort. Auch die Professorin die dann den Ultraschall machte, fing gleich wieder während sie schallte an, sie hätten die besten Ärzte und ich solle doch gleich in der plastischen anrufen. Ich kam mir schlecht vor zu sagen dass ich vielleicht gar keinen möchte.


    Fiducia2020 das mit der Liste ist eine sehr gute Idee. Da bin ich gar nicht drauf gekommen. Das werde ich machen. Und so lang ich mir nicht sicher bin, werde ich mich nicht drängen lassen.

    Irgendwann werde auch ich meinen Weg finden.

  • Blume12 Vielleicht gibt es für Brustaufbau deutlich mehr Geld als für Abnahme? Aber vielleicht gehören für Ärzte auch zu einer gesunden Frau zwei Brüste. Oderdie Ärzte wollen zeigen, was sie können?


    Lass dich bloß nicht drängen. Es ist dein Körper und eine rekonstruierte Brust ist vom Gefühl her auch nicht mehr dasselbe wie eine natürliche Brust.


    Jede sollte die Entscheidung für sich treffen dürfen, ohne dass irgendjemand da reinquatscht. Gute Entscheidungsfindung!🍀

  • Wenn ich das mit dem Drängen so lese, kommt mir doch gleich wieder das Geld in den Sinn. Es klingt so, als würde "das Wohl der Patientin" vorgeschoben, um ordentlich was abrechnen zu können...

  • Ich gehöre auch zu den einseitigen „Amazonen“, mit wurde letztes Jahr nach Abschluss der Chemo aufgrund multizentrischer Herde eine Mastektomie ohne Aufbau gemacht. Ich habe mich aus Gründen der Sicherheit für die Abnahme der Haut und Mamille entschieden, ich hätte sie laut dem Krankenhaus behalten können. Aber da ich auf jeden Fall noch bestrahlt werden sollte (aufgrund von befallener Lymphknoten) kam eine Silikonbrust nicht in Frage und auch weil ich mich mit Silikon in meinem Körper nicht anfreunden konnte, sowie der Hautmantel sehr dünn war.

    Leider hat die Oberärztin und Operateurin ihr Versprechen mir eine schöne Narbe zu machen nicht gehalten. Ich habe keine Ahnung was da passiert ist im OP, ich habe zwar keine überstehenden Haut o.ä., aber die Naht sah aus als hätte die ein Anfänger gemacht. Im Nachhinein war ich froh, dass ich nicht beide Brüste habe abnehmen lassen, dass hätte sie auf meinen Wunsch hin auch gemacht.

    Tja, aber auch wenn ich mit der Einseitigkeit optisch ganz gut zurecht komme so denke ich jetzt doch tatsächlich ernsthaft über einen Aufbau mit Eigengewebe (DIEP Flap) nach.

    Meine Frauenärztin meinte, ich könne die Narbe noch korrigieren lassen, ich hätte Anspruch auf ein „ästhetisch“ gelungenes Ergebnis, aber mich nervt der Umgang mit der Prothese teilweise sehr. Gerade im Sommer als wir am Strand waren, dieses ständige vom BH in Badeanzug tauschen der Prothese, möglichst so, dass es niemand sieht war echt frustrierend.

    Aber ich habe gehörigen Respekt vor dieser großen OP und weiß nicht, ob ich die Riesennarbe am Bauch hinterher sehr störend empfinde, bzw. ob die mir Probleme macht. Denn mein Brustmuskel ist an der OP-Narbe heute noch teilweise verklebt.

    Aber gedrängt hat mich zum Glück niemand, im Gegenteil, ich fühlte mich gut beraten, weil ich vor der OP eine Zweitmeinung eingeholt habe und noch in der plastischen Chirugie war um abzuklären ob denn grundsätzlich ein DIEP Flap Verfahren für mich in Frage käme.

    Die andere Alternative wäre die Reduktion der gesunden Brust, aber da habe ich keine Ahnung, wie das Ergebnis hinterher aussieht? Ist das dann ein A-Körbchen (habe jetzt C) und ist das dann ein „schönes“ Ergebnis?

    Leider habe ich auch durch 3 Schwangerschaften einen Bauch zurück behalten, wenngleich ich mich als eher schlank bezeichnen würde, aber der würde dann natürlich noch mehr auffallen, wenn ich oben fast flach bin.

    Es ist und bliebt eine schwierige und auch sehr individuelle Entscheidung. Ich habe beschlossen mir mindestens noch bis Ende nächsten Jahres damit Zeit zu lassen, es drängt mich keiner und zudem brauche ich auch einfach das Gefühl „gesund“ zu sein und die Zuversicht es zu bleiben. Da hinkt meine Psyche noch ein wenig hinterher.


    Aber ich möchte zum Schluss auch nochmal betonen, dass ich mich überhaupt nicht unweiblicher mit nur einer Brust fühle. Eine Frau muss für sich selbst entscheiden dürfen, ob sie sich ohne Brust/ Brüste wohl fühlt oder ob sie einen Aufbau wünscht um auch die Erkrankung zB hinter sich lassen zu können. Da sollte kein Mediziner eine Frau in die eine oder andere Richtung drängen.

  • Nur zu gerne hätte ich vor über zwei Jahren das Okay der Krankenkasse für eine prophylaktische Mastektomie der zweiten " gesunden" Seite bekommen. Leider wurde die OP nicht genehmigt und ich quäle mich durch die Nachuntersuchungen mit Mammographie etc. und habe immer einen Riesenbammel.

    Mikrokalk wurde in der zweiten Brust schon gefunden und mittels Drahtmarkierung und offener PE entfernt, was auch wirklich nicht angenehm war. Jetzt warte ich wieder auf das Ergebnis der Mammographie und werde mir, egal wie das Ergebnis ist, eine Zweitmeinung zur prophylaktischen Mastektomie einholen. Vielleicht klappt es ja mit der Argumentation Abbau statt Aufbau. Ich glaube eine der Foris hat es vor einiger Zeit so durchgesetzt...

    Nur nicht aufgeben!

  • Liebe Blume12 , ich finde dieses unterschwellige Bedrängen zu einem Wiederaufbau unmöglich. Es gibt da Werbe-Slogans wie "Damit Sie sich wieder als Frau fühlen können" . Frechheit. Ich finde es total nachvollziehbar, dass Frauen diese OP möchten, dafür gibt es verschiedene Gründe. Aber zu unterstellen, dass das Vorhandensein von zwei erkennbaren Brüsten erst möglich macht, sich weiblich zu fühlen?

    ich bin da sowas von bei dir. Das treibt mir regelmäßig die Zornesröte ins Gesicht. Gerade zur Zeit der Diagnose, wenn sich die Frauen in dem Alptraum befinden, die Flut an Sorgen und Informationen über einen herein brechen, übt man noch diese Druck auf die Frauen auf. Das Forum ist voll von Beiträgen wo der Aufbau Komplikationen mit sich brachte, nach OPs, Nekrosen, Entzündungen, Kapselfibrosen etc und das empfinde ich ganz besonder schmerzhaft wenn sich dann auch noch später Metastasen einstellen. Ich würde jeder Frau raten, erst einmal etwas abzuwarten und nichts übereilig zu entscheiden. Die Ärzte sollten wirklich besser und emphatischer ausgebildet werden und längerfristige Lösungsmöglichkeiten aufzeigen statt Druck auszuüben.


    Kylie hatte ja genau diesen Weg gewählt (huhu Kylie). Zunächst als Amazone und später eine Angleichung der nicht erkrankten Brust machen lassen. Das Ergebnis ist wirklich toll, sieht aus wie 2 A Körbchen, total natürlich.