Magenkrebs

  • hallo nicole. da jeder mensch wohl anders auf die chemo reagiert und das bei jedem anders ist, laß ich das eh auf mich zu kommen. mich würde mehr interessieren wie lang so eine chemo im jeweiligen zyklus dauert? 1,2 oder 3 tage,oder wie. ich weiß bis jetzt nur, daß erst mal 4 zyklen geplant sind, dann untersuchungen und viell. dann op, je nachdem!

  • Hallo rose50,


    Ich sehe, dass Du noch im Forum bist und will schnell antworten.


    In einer Studie aufgenommen zu werden bedeutet, dass man sehr engmaschig "überwacht" wird. Das bedeutet nicht, dass bei Dir ein Medikament ausprobiert wird, das ist schon vorher, vor der Zulassung, geschehen. Bei der Deutschen Krebshilfe gibt es eigens zu diesem Thema ein Heft. Leute, die in einer Studie sind, sind in guten Händen. Die Ärzte müssen sorgfältige Berichte schreiben und sorgfältige Untersuchungen durchführen, was manchmal aus Zeitmangel unterbleibt.


    Jetzt zur Chemo: Normalerweise bekommst Du einen bestimmten Termin und bekommst dann Deine Chemo als Tropf in 3-4 Stunden. Danach kannst Du wieder heim. Du kannst mit dem Taxi hinfahren.
    Bei mir ist es schon ein wenig länger her, aber so ist es heute bestimmt auch noch.

    Liebe Grüße aus dem wunderschönen Hessenland, heidih57



    Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag,
    sondern dass man mag, was man tut.
    James Matthew Barrie

  • hallo heidih57. vielen dank für deine antwort. zumindest weiß ich nun annähernd, was eine studie bedeutet. und genau aufgeklärt werde ich ja dann am donnerstag im kh. hoffe, daß es nun bald mal mit der chemo los geht, denn das ding in mir wächst ja sicherlich auch weiter! :-)

  • Hallo!


    Genau, das mit der Studie hat heidih57 besser erklärt als ich. ;)
    Bei mir war es auch so: Morgens mit dem Taxi zur Chemo, ca. 5 Stunden da rumsitzen und langweilen :) (ein Buch oder Musik ist ganz gut in der Zeit) und dann mit dem Taxi wieder nach Hause. Also einen Tag Chemo und drei Wochen Pause.


    Liebe Grüße,
    Nicole

  • Hallo Rose,


    bei mir waren es auch 6x in Abständen von je 3 Wochen...meine Praxis hat einen großen Raum mit bequemen Stühlen und dort sitzen alle Patienten zusammen. Die chemo lief bei mir ca. 7 Stunden...aber auch hier gibt es Unterschiede. Zum Thema Studien kann ich leider nicht so viel sagen...ich bekomme Avastin, das ist ein Antikörper der schlummernde Zellen aufspüren soll und nehme in diesem Zusammenhang an einer Studie teil. Das Medikament ist aber bereits zugelassen.


    Liebe Grüße Marry

  • Hallo,


    Wegen der Studien habe ich eben noch einmal nachgeschaut: Die Deutsche Krebshilfe hat das schon oben erwähnte Heft über Klinische Studien als pdf-Datei auf der Homepage stehen. Da kann sie jeder anschauen oder runterladen, ohne sie bestellen zu müssen.

  • Hallo Rose,


    ich stelle hier nochmal kurz den Link zum Blauen Ratgeber "Klinische Studien" ein, vielleicht hast Du ja noch kurz Zeit, ein bisschen drin zu stöbern: http://www.krebshilfe.de/filea…060_klinische_studien.pdf Dort wird wirklich ganz viel erklärt, was man über Studien wissen sollte - und es gibt auch Tipps, welche Fragen man seinen Ärzten stellen kann, um sich genauer über die "eigene" Studie zu informieren.


    Und zur Chemotherapie:
    Unter einem "Zyklus" verstehen die Ärzte die Behandlung mit den Chemomedikamenten und den Zeitraum bis zur nächsten Medikamentengabe. Je nach Erkrankung und/oder Dosierung der Chemotherapie variiert der Zeitraum zwischen den einzelnen Medikamentengaben. Innerhalb welcher Zeiträume Dir die Chemotherapie verabreicht wird, wirst Du also von Deinen Ärzten erfahren.
    Mittlerweile gibt es neben der intravenösen Chemotherapie auch Chemotherapien in Tablettenform, die bei diversen Krebsarten zum Einsatz gebracht wird. Es ist also einfach abhängig von der Studie, wie Dir Deine Medikamente verabreicht werden.
    Und noch ein letztes: Manchmal ist es notwendig, die Chemotherapie stationär zu verabreichen, auch wenn das heutzutage eher selten vorkommt.


    Es ist für Dich jetzt sicher spannend, was Du morgen früh erfahren wirst ...


    Ich drücke Dir die Daumen und sende Dir viele Grüße Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • hallo ihr lieben. nach 2 tagen im kh wieder zurück. hate noch mal ne blutuntersuchung, dann gang zur frauenärztin und neurologische tests. bin nun übers we beurlaubt und am montag gehts mit der chemo los. habe mich zur studie entschlossen. geplant sind 3 chemos im abstand von je 3 wochen. dann wieder generaluntersuchung, dann entscheidung ob op. wenn op, dann nach dieser noch mal 3 chemozyklen. hoffe, daß die chemo gut anschlägt, damit die ärzte operieren können. habe mich auf der krebsstation im kh sehr gut aufgehoben gefühlt. das ganze personal ist sehr herzlich und die frauen in meinem zimmer waren schon chemoerfahren, aber sehr gut drauf. haben sehr viel gelacht! :-) freue mich das es endlich los geht. perrücke habe ich auch schon, also alles geregelt! :-)

  • Liebe Rose50,


    freut mich, dass du dich auf der Onkologie im KH gut aufgehoben gefühlt hast :) , das ist 'ne Menge wert. Und der Plan mit den 3 Chemos und dann mal gucken ob OP oder nicht, klingt doch recht vernünftig.
    Mitpatientinnnen können eine große Stütze sein und gerade der Humor ist unter Gleich-Betroffenen einzigartig! :thumbsup:
    Meine OP's sind übrigens schon 5 Jahre her, aber zu meiner Bettnachbarin aus dem KH von damals, habe ich heute noch Kontakt - wir telefonieren, mailen oder frühstücken mal zusammen, und lachen ganz viel!


    Ich wünsche dir ein schönes WE zu Hause und drücke die Daumen für die Chemo am Montag.


    LG von der Jo

  • Liebe Rose,


    irgendwie klingst du erleichert heute. Für Dich war es jetzt sicher wichtig, dass Du endlich weißt, wie es weitergeht. Und ich glaube, es war auch gut, dass Du mit "chemoerfahrenen" Frauen zusammengetroffen bist, die so positiv eingestellt waren.


    Ach, ich wünsche Dir einfach so sehr, dass die Chemo anschlägt und dass nach diesen drei Zyklen eine Operation möglich ist. Für mich war es immer erleichternd zu wissen, dass diese Krebszellen, die sich da in meinem Körper breitgemacht hatten, erst mal weg sind.


    Verstehe ich Dich richtig, dass die Chemo stationär gemacht wird? Aber immerhin konntest Du ja - falls das so ist - die Schwestern schon ein bisschen kennenlernen. Und da sie ja offensichtlich auf ihre Patienten eingehen, ist ein stationärer Aufenthalt auch erträglich.


    Jetzt mach Dir mit Deinen Lieben erst mal ein schönes Wochenende und genieße diese beiden Tage! Ich denke nächste Woche ganz fest an Dich!


    Viele liebe Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • hallo flora und alle anderen. danke für eure lieben zeilen. ja, ich bin erleichtert, daß es endlich los geht. wie sagte die schwester im krankenhaus: jetzt werden wir mal zwangsräumen und den unerwünschten mieter raus schmeißen! :-) die 1. chemo wird, da ich studienteilnehmerin bin, sowieso stationär gemacht. ich habe mich dann entschlossen, alle 3 stationär zu machen. hoffe, daß ich am montag, wenn ich zurück ins kh gehe, wieder nette zimmergenossinnen habe. die anderen sind ja alle bis zur nächsten chemo entlassen. ich brauche menschen mit denen ich reden und lachen kann. keine, die sich hängen lassen und trübsal blasen! :-) so, nun mal wieder ein paar kleinigkeiten im haushalt machen, dann später dem fußballspiel meiner tochter zu schauen! :-) euch allen ein schönes we! :-)

  • Hallo Rose,


    auch wenn Du wegen der Chemo hier vielleicht grade nicht reinschaust, wollte ich Dir einfach liebe Grüße hinterlassen.


    Ich wünsche Dir, dass alles gut verläuft und dass Du wieder liebe Zimmernachbarinnen hast.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • hallo liebe flora. vielen dank für deine lieben grüße. bin seit gestern, donnerstag wieder vom kh raus. aus 2 tagen wurden 4. die chemo hat mich mit voller wucht zu boden gedrückt. bin immer noch neben mir und schlafe viel. bekam am montag die chemo als infusion, spritze und tabletten im rahmen einer studie. die tabletten hätte ich die ganze studiendauer über täglich nehmen müssen. früh 3 und abends 2. am montag hab ich noch alles geschluckt, incl. 2 cortisontableten. In der nacht auf dienstag mußte ich mich ganz schlimm übergeben und hab den dienstag den ganzen tag nur geschlafen. nichts gegessen, nichts getrunken und keine einzige tablette geschluckt. es ging nicht.am mittwoch hab ich es noch mal probiert, aber bereits die erste chemotablette hat wieder alles dicht gemacht. die 2 cortisontabletten vorher kamen auch wieder raus. ich hab die studie abgebrochen und mach jetzt die normale chemo, das heißt alle 14 tage infusion. hoffe, daß ich übers we wieder etwas auf die beine komme. bißchen essen geht wieder, aber nur kleine mengen und trinken zum glück auch!hab in den 4 tagen im krankenhaus noch mal einiges abgenommen und mag mich selbst nicht mehr im spiegel ansehen! mein optimismus ist zur zeit im keller und ich hoffe, er kommt wieder zurück. jetzt geh ich schlafen und wünsche euch allen ein schönes we! :-)

  • Liebe Rose,


    da hat Dich die Chemo aber richtig gebeutelt. Es ist sicher nicht gut, dass Du jetzt in den letzten Tagen noch weiter abgenommen hast. Versuche einfach, Dich jetzt in der Chemopause wieder ein bisschen aufzupäppeln. Auch wenn Du immer nur wenig essen kannst, ist das ja auf jeden Fall besser als gar nichts. Und schlafe, wenn Du so müde bist. Dein Körper braucht die Erholung nach der Anstrengung.


    Eine Überlegung habe ich noch: es gibt doch in der Apotheke diese kalorienreichen Drinks. Wäre das vielleicht was für Dich zusätzlich? Einfach um ein bisschen mehr Kalorien in Dich reinzubekommen als nur übers Essen.


    Ich wünsche Dir, dass Du Dich ganz schnell von der Chemo erholst und möglichst auch nicht weiter abnimmst!


    Herzliche Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • hallo ihr lieben. jeder krebs und auch dessen behandlung ist ja wohl anders, aber trotzdem würde es mich interessieren, ob andere die gleichen probleme wie ich haben. vor knapp 14 tagen hatte ich die erste chemo. da ich in eine studie eingewilligt hatte, war die echt hammermäßig. außer der normalen infusionschemo, sollte ich auch noch insgesamt 5 riesen chemo tabletten pro tag schlucken. am tag als die chemo begann, klappte das alles auch noch, incl. 2 kortison tabletten. in der darauffolgenden nacht ging es los. brechen bis zum geht nicht mehr. am nächsten tag war ich zu gar nichts fähig. weder essen, noch trinken und schon gar nicht irgendeine tablette schlucken. nur schlafen, schlafen, schlafen. ich dachte mein letztes stündlein wäre schon da und ich blieb dann auch anstatt 2, dann 4 tage im kh. die studie hab ich daraufhin abgebrochen und mach nun nur die normale chemo. nun hab ich das problem, daß ohne abführmitttel gar nichts mehr geht. hatte zwar schon vor der chemo aufgrund der krebserkrankung etwas probleme, aber nun geht gar nichts mehr ohne hilfe. wobei ich schon froh bin, daß es wenigstens so geht. allerdings ist mein ganzer bauch sehr berührungsempfindlich und ich muß immer wieder mal brechen. selbst, wenn ich nur einen schluck trinke. wa an saft oder sonstigen früh noch schmeckt und drin bleibt. löst manchmal schon nach 2 stunden bei erneuten trinken nen brechreiz aus. aufgrund dessen trink ich natürlich auch zu wenig, was nicht gut ist. wer hat auch solche erfahrungen gemacht und kann mir tipps geben! wäre sehr dankbar dafür. herzlichst, eure rose50

  • Liebe rose 50,


    ich hatte Brustkrebs, daher weiss ich nicht wieweit Dir Meine Erfahrung helfen kann. Aber mit Übelkeit und Erbrechen hatte ich während der Chemo auch zu tun.


    Falls Du wie ich damals auch ein Anti-Brechmittel nimmst, könnte es ja eine Möglichkeit sein, die Ärzte zu fragen,
    ob man nicht mal ein anderes Mittel ausprobieren könnte. Habe damals die Erfahrung gemacht, dass ein anders Mittel bei mir besser geholfen hatte. Beim ersten Anti-Übelkeits-Medikament habe ich mich häufig und umfangreich erbrechen müssen. Mit dem zweiten Medikament war dagegen nichts weiter zu spüren ausser ein wenig flaues Gefühl im Magen.


    Ansonsten kannst Du es auch mit einigen naturheilkundlichen Dingen versuchen. Ingwertee wenn Du ihn verträgst kann ganz gut helfen. Und es gibt auch einige homöopathische Mittel. Hast Du einen guten Onkologen mit dem Du sowas besprechen könntest?


    liebe Grüße
    madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

  • liebe Rose 50,


    eine Freundin von mir hat ähnliches im Hinblick auf Verdauung, Übelkeit, Flüssigkeitsverlust erlebt.


    Hier wurde besprochen, ob ein paar Tage stationäre Infusionsversorgung helfen könnte. Und in diesen 3 Tagen wurden ihre Antibrechmittel von Tabletten auf Zäpfchen umgestellt.
    Nach den 3 Tagen war sie wieder etwas - flüssiger - und die Schwächeanfälle und Ohnmachtsneigung verschwanden damit. Und die Medikamente über den Darm hat sie auch prima vertragen. Sie sagte mir, : das hat sich gelohnt. Jetzt kanns weiter gehen und mir ist nicht dauernd zum k.....
    Vielleicht ist das ein Ansatz?


    auf jeden Fall weiterhin viel Kraft und Heilung wünscht dir
    phönix :thumbup: