Eine Neue in der Runde

  • Hallo, ich bin neu hier im Forum und habe, wie alle Neuen, ungefähr eine Miliion Fragen. Ich habe die Diagnose BK Tripple
    Negativ vor 2 Wochen erhalten. Nachdem die Anfängliche Schockstarre vorbei ist, bin ich jetzt anscheinend in der Heulphase
    und ich hoffe wirklich, dass die auch bald überwunden ist. Nächste Woche geht es ins KH zum Port setzen und
    Wächterentfernung. Danach geht wahrscheinlich zügig mit der Chemo los. Der Arzt sagte, ich bekomme 4 mal im 14tägigen
    Abstand Chemo, dann 16 mal wöchentlich. Leider habe ich die Namen des Chemos nicht notiert. Jetzt machen mich alle
    verrückt, dass jemand bei mir einziehen sollte, um mich, meine 3 Jungs (6 bis 12) und meinen Mann zu versorgen. Welche
    Erfahrungen habt Ihr gemacht? Mir wurde gesagt, ich kann nach der Chemo auf keinen Fall allein bleiben. Die Hilfsangebote
    sind ganz lieb gemeint, denn meine Schwester will extra von Australien hierher kommen. Ich kann nur nicht sagen, ob das
    Wirklich nötig ist. Im Moment stelle ich es mir ein bisschen so vor, als wäre man so richtig krank und dann kommt auch noch
    Besuch. Ein Rat von jemandem, der das schon erlebt hat wäre jetzt genau das Richtige.

  • Liebe Clarissa,
    Herzlich willkommen bei uns.
    Ich wünsche dir für deine Therapie ganz viel Erfolg!!!!
    Ich hatte eine andere Chemotherapie als deine, weil ich her2neu 3+ habe. Aber ich bin durch die Therapie ganz gut mit Hilfe meines Mannes durchgekommen. Die Zeit ist zu schaffen!!!!!
    Ich habe hier mal bei jemandem gelesen, dass man eine Haushaltshilfe beantragen kann. Vielleicht meldet sich dazu noch jemand. Und vielleicht wachsen ja deine Jungs während der Therapie auch zu kleinen hausmännern heran und übernehmen einige Pflichten.
    Aber dass deine Schwester so einen weiten Weg auf sich nimmt, ist vielleicht garnicht nötig. Wenn du dein Leben weiter positiv lebst und dich nicht von der Krankheit beherrschen lasst, dann schaffst du es. Und die täglichen Pflichten lenken auch gut ab und lassen ein wenig Normalität erscheinen.
    Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen, jeden Tag eine Pflegekraft um mich zu haben.


    Ich drücke dir für die nächste Woche ganz doll die Daumen und wünsche dir einen guten Start in die Therapie!! :thumbsup: :thumbsup:
    Liebe Grüße von Tanne

  • Auch von mir ein herzliches Willkommen.
    Ich habe auch tripple negativ, allerdings hört sich dein Chemoschema etwas anders an als meines, ich hatte 4 mal EC alle 3 Wochen und habe nun die 7. von 12 Pacli geschafft.
    Es ist toll, dass deine Familie so helfen will, aber normalerweise schaffst du das mit Hilfe deines Mannes selber. Eine Haushaltshilfe wegen deiner Kinder bezahlt evtl. die Krankenkasse. Erkundige dich mal.
    Ansonsten wirkt die Chemo bei jeder anders. Nach den EC ging es mir 2 bis 3 Tage schlecht, aber nichts, das nicht auszuhalten wäre. Und die Pacli sind wirklich gut zu ertragen.
    Also, bei Fragen, Sorgen und Ängsten sind wir gerne für dich da.
    LG Fanti

  • Liebe Clarissa,


    herzlich Willkommen hier im Forum auch von mir.
    Auch ich wünsche dir für deine Therapie alles Gute!
    Ich bekomme keine Chemo, kann dir deshalb keinen
    Rat geben. Tanne und Fanti haben dir ja schon berichtet
    und es werden noch mehr Antworten kommen. Ich habe
    die Erfahrung hier gemacht, dass auf alle Fragen Antworten
    folgen - es hat mir schon oft geholfen.
    Ich selbst bekomme eine Antihormontherapie. In ca. 3 Wochen
    soll es damit los gehen.


    Wünsche dir viel Kraft und Zuversicht und drücke fest die Daumen.


    Liebe Grüße von Lilly

  • rLiebe Clarissa,
    ich habe die Chemo bald geschafft und auch drei Kinder (2,5 und 7 Jahre). Du hast die Möglichkeit, eine Haushaltshilfe zu beantragen, bei uns hat das mein Mann übernommen, der sich von seiner Arbeit hat freistellen lassen, damit die Kinder ihre Bezugspersonen um sich haben und er meine Firma weiterführen konnte. Außerdem konnte ich mir damals nicht vorstellen, eine fremde Person im Haus zu haben..
    Zur Chemo kann ich nur sagen, dass es mir immer gut ging. Bis auf Müdigkeit und Kreislauf bei den ersten 4 Chemos war da wirklich nichts. Und nun habe ich schon 6 von 12 Paclitaxel und ich bin richtig fit. Die Chemo muss kein Schreckgespenst sein!!


    Du schaffst das, wie wir alle hier! Meine Heulphase hat allerdings 4 Monate gedauert :-(

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
    body, but rather to skid in sideways,
    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • Sei herzlich willkommen hier in unserem familiärem ,nettem und informativem Forum . Ich kann gut nachvollziehen dass Du als Neuerkrankte zig Fragen hast . Hier darfst Du sie alle nacheinander stellen . Das wird sich schrittweise ergeben . Hier liest immer jemand mit und es dauert meistens nicht lange bis Du eine Antwort kriegst.
    Ich bin vor 10 Jahren an BK erkrankt und hatte auch zuerst Chemo , dann OP und Bestrahlung .
    Ich hatte eine etwas andere Chemo , die 14 tägig durchgeführt wurde und höher dosiert war, insgesamt 8x. Doch leider hat der Krebs sich bei mir Ende 2015 nochmal innen einquartiert und ich bekomme jetzt wieder Chemo. Auch diese Chemo vertrage ich gut und kann bis auf schwere Arbeiten weitgehend alles machen, sowohl im Haushalt als auch in der Freizeit.


    Lass Dich von den anderen nicht verrückt machen . Sicher die Chemozeit ist nicht immer einfach , aber es ist gut zu schaffen . Es gibt heutzutage gute Medikamente gegen die Nebenwirkungen , zum einem schon vor der Chemo als Kurzinfusion und zum anderen bekommt man für die ersten zwei Tage die Medikamente als Tabletten mit nach Hause . Aber das wird Dir bei der Chemo alles genau erklärt. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen , dass es mir nie so schlecht ging, dass ich den Haushalt nicht schaffte. Du kannst ja auch ein paar kleine Aufgaben an die Kinder und Deinen Mann deligieren oder das eine oder andere gemeinsam machen. Und wenn es mal nicht geht , weil es Dir nicht gut geht , kannst Du das eine oder andere auf Tage verschieben , an denen es Dir besser geht. Es geht einem nicht die ganze Zeit schlecht .Das ist bei jedem unterschiedlich . Manch einem geht es meistens recht gut und einigen wieder einige Tage nicht so gut. Lass es auf Dich zukommen . Das ergibt sich schon , alles Schritt für Schritt .
    Du kannst mit Deinem Mann und Deinen Kindern offen über die veränderte Situation sprechen , dass es Tage gibt wo es Dir evtl nicht so gut gehen wird. Dann sind alle eher bereit mit anzupacken.
    Wenn es garnicht geht , kannst Du bei Deiner Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen. Dazu brauchst Du eine Bescheinigung von Deinen Ärzten
    .Spaziergänge und Nordic Walking waren und sind mir auch fast. immer möglich , was ich auch regelmässig mache. Es ist nicht so , dass man ständig Pflege braucht . Man kann auch gut zu Hause alleine sein . Ich bin auch bis nachmittags alleine zu Hause , da mein Lebensgefährte arbeiten ist und erst nachmittags nach Hause kommt. Das einzige was man am Chemotag nicht soll , ist Autofahren und wichtige Entscheidungen treffen . Das ist wegen der Wirkung der Medikamente .
    Ich drücke Dir für Portlegung und die Wächterlymphknotenentfernung die Daumen :thumbup: und wünsche Dir viel Kraft , Mut und Zuversicht für die Behandlungen.
    LG und :hug: von alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Vielen Dank für Eure Antworten. Es hilft mir wirklich sehr, sich mit jemandem zu unterhalten, der das alles selbst durchmacht oder schon überstanden hat. Ich möchte ehrlich gesagt auch nicht jeden Tag noch zusätzlich zur engsten Familie jemanden im Haus haben, da man sich da irgendwie immer verpflichtet fühlt und ich will mich ja auf mich und die Kinder und meinen Mann konzentrieren. Ich glaube, ich werde es erst einmal losgehen lassen und notfalls kann ja immer noch jemand kommen. Bei der Krankenkasse werde ich mich mal erkundigen, es ist mir lieber , wenn ich jemanden für den Haushalt habe und den dann auch bezahlen kann. Vielleicht klappt das ja so, dann habe ich mehr Kräfte frei für meine Jungs. Es ist ja alles auch gar nicht so einfach, obwohl die Behandlung noch nicht mal angefangen hat. Ich möchte ja immer positiv denken (und schaffe das meistens auch, da ich von Natur aus einOptimist bin) , aber bei so einer Diagnose fällt es manchmal schwer, optimistisch zu bleiben. Gerade denkt man noch " das schaffe ich alles" und dann liest man aus Versehen, wie schlecht es jemand anderer gerade geht im Forum. Aber man bekommt natürlich auch viele Antworten und lernt, dass die Chemo nicht grundsätzlich ganz schlimm verlaufen muss. Jetzt gerade bin ich wieder bei "das schaffe ich!!!" Dank Euch.

  • Lass es auf dich zukommen, dann wird das schon. Und so verrückt es klingt, es geht schnell vorbei. Der Weg erscheint gerade zu Beginn so steil und lang, aber sobald Du die ersten Schritte machst, kannst Du die Etappen abhaken. Ich habe im Winter angefangen und gerade eben zu meinem Mann gesagt, dass ich nicht weiß wo die Zeit geblieben ist..und ich bin sehr stolz auf das, was ich gepackt habe und das wirst du auch sein. So schnell kann uns wohl nichts mehr erschüttern..

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  • Liebe Clarissa,


    ich begrüße Dich recht herzlich bei uns im Forum der Frauenselbsthilfe nach Krebs.


    Auf Deine Fragestellung wegen der Unterstützung in der Chemozeit hast Du ja schon eine ganze Reihe von Antworten erhalten, die Dir fürs Erste vielleicht schon ein bisschen weitergeholfen haben.


    Fühl Dich bei uns wohl und verstanden - und Du kannst Dir sicher sein, dass Du bei uns immer ein offenes Ohr und für Deine "Million Fragen" findest :) .


    Herzliche Grüssles



    Saphira

  • Ich habe heute dieses Buch geschenkt bekommen und es schon so gut wie durchgelesen. Es ist von einer selbst von Brustkrebs betroffenen Frau geschrieben, die, so wie ich, Triple negativ BK hat und auch zwei kleine Jungs. Einer der Jungs hat sogar Schulanfang während der Chemo, genau wie mein Kleinster. Vielleicht klappt Es ja bei mir auch, dass ich den Schulanfang nicht gänzlich verpasse. Ich finde das Buch als "Neue" sehr gut, da man viel über den Weg durch die Krankheit erfährt und das ohne Horrorszenarien, dafür aber mit einer guten Portion Humor. Ich habe sogar gelacht- und das bei dem Thema. Das Buch macht einem echt Mut, das das alles zu schaffen ist.
    Ansonsten putze ich gerade wie verrückt im Haus, die Schulranzen für alle 3 Jungs sind gepackt, obwohl die Schule erst im August losgeht, es ist alles vorbereitet, was sich schon machen ließ. Sogar die Zuckertüte ist schon 4 Wochen vorher fertig. Aber sobald ich einen Moment zur Ruhe komme, kribbelt die Angst vor dem Unbekannten überall. Na ja, das kennt ja jede von Euch.
    Eine Frage habe ich noch: wie mache ich das mit den Haaren am besten- vor der ersten Chemo ab oder später oder warten, bis sie sich von allein verabschieden?


    Liebe Grüße

  • Hallo, liebe Clarissa,
    Du schaffst das, merke schon, du bist ein positiv denkender Typ. Das ist gut. Bei mir gab's auch eine Phase wo mich die Angst unter hatte. Das ist vorbei, schaue nur noch nach vorne, haben sowieso keine Wahl, also machen wir das beste daraus. Und damit geht es mir gut.
    Bin mitten in der Chemo. Vertrage alles ganz gut. 14 Tage nach der ersten Chemo gingen die Haare flöten. Würde dir empfehlen, beim Friseur eine flotte Kurzhaarfrisur schneiden zu lassen. Einfach mal was ausprobieren. Ich hab das leider nicht gemacht, hab einfach den Rasieren genommen und weg damit. Das tut mir heute leid. Hätte gerne etliche Kurzhaarfrisuren ausprobiert. Hab ich aber ohne Tränen gemacht. Wat mut, dat mut. Und jetzt wachsen sie langsam wieder............aber weiß. Hilfe........
    Bin am überlegen ob ich mal den Tönung mache. Das kann ja nicht schaden.
    Ich wünsche dir, dass du die Chemo auch gut verträgst.
    lg nati556l

  • Ich habe das Buch auch geschenkt bekommen und es ist mein persönliches Mutmachbuch geworden. Die Autorin ist in sozialen Medien sehr aktiv, so dass man ihren Weg super mitverfolgen kann, wie es ihr jetzt 2 Jahre nach Diagnose geht.
    Ich habe mir die Perücke vor Chemobeginn ausgesucht und die Haare auf Kinnlänge kürzen lassen. Knapp 20 Tage nach der ersten Chemo ging der Haarausfall los, ich bin dann zum Friseur und habe sie abrasieren und die Perücke anpassen lassen.
    Hab keine Angst vor der Chemo, Du wirst im Nachhinein sehen, wie gut Du es geschafft hast. Und Du wirst sicher nicht die ganze Zeit handlungsunfähig sein, das Leben mit den Kindern geht weiter.
    Es ist wirklich alles zu schaffen!

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  • Hatte heute einen Anruf meiner Klinik, das ich am Dienstag zeitig da sein soll, da ich viel zu tun habe, Vorgespräche, Tumor markieren usw. Am Mittwoch dann Port und Wächter und dann soll am Donnerstag gleich die erste Chemo in der Klinik sein. Mein Mut (jetzts geht's dem Ding an den Kragen) war gleich wieder verschwunden und ich fühle mich wie kurz vor der Hinrichtung. Dann habe ich ausgerechnet, wann die Chemo vorbei ist (Anfang Advent, wenn alles nach Plan geht) und freue mich einfach jetzt schon auf Weihnachten. Nur an dieses Achterbahnfahren der Gefühle gewöhnt man sich nur schwer. Na gut, dann hör ich eben auf die, die sich damit auskennen. Wenn ihr sagt, das ist zu schaffen, dann ist es auch so. Schön wäre nur, den Schulanfang nicht zu verpassen, der ist 10 Tage nach der 2. Chemo. Ich hoffe, das klappt irgendwie, obwohl mein Raphael heute gesagt hat, es ist nicht so schlimm, wenn ich nicht komme, Dann soll ich mich eben noch erholen. Na mal sehen, wir denken einfach positiv und sagen auf keinen Fall etwas ab. Haare hab ich dann zwar keine mehr, aber das finden die Kids zur Zeit noch lustig. Morgen suche ich mir schon mal meinen Fiffi aus (ein "Fachbegriff" hier aus dem Forum), den brauche ich dann für die Schule. Übrigens werden meine Haare bestimmt auch grau sein, wenn sie nachwachsen, leider ein Familienerbe. Einen schönen Abend noch Euch allen.

  • Wenn ich es wüsste was alles auf mich zukommt, am Montag habe ich es erfahren 2 Tumore 1 hormonelle gen
    der 2.fraglich ober zuzustimmen mit dem 1 oder einzeln. ?( Am 19. OP was passiert mit mir, bin noch in der Schockstarre wie lange dauert es. ?
    Werde ich Anfang August einige Tage in Urlaub fahren können ? Bin durch dem Wind, meine Gedanken springen


    Ich grüße
    gila
    ?

  • Hallo liebe Gila,
    So wie Dir jetzt ging es uns allen am Anfang. Es ist gut, dass die Tumore jetzt entdeckt sind und behandelt werden können. Auch wenn die nächste Zeit nicht einfach wird, am Ende wird alles gut. Hier findest Du viele andere Frauen, die dich genau verstehen, die das alles auch schon erlebt haben, die dich unterstützen, dir Mut machen und deine Fragen beantworten.
    Ich selbst habe die Diagnose Anfang Juni erhalten und nächste Woche startet die Chemo. Die Wartezeit am Anfang ist sehr schwer, da man noch nicht weiß, was auf einen zukommt. Man möchte diese Krankheit einfach nicht und denkt, dass man am liebsten aus diesem Albtraum aufwachen will und alles ist wieder gut. Passiert aber nicht. Wenn du die Krankheit akzeptieren kannst, wird es leichter. Ob du in den Ulaub fahren kannst, können dir nur deine Ärzte sagen. Vielleicht klappt es ja für einige Tage, ich drücke dir die Daumen. Solltest du der Gesundheit zuliebe auf diesen Urlaub verzichten müssen, dann hast du immer noch ein Ziel vor Augen, wenn deine Behandlung vorbei ist. Dann kannst du dich mit einem Urlaub für deine Leistung im Kampf gegen den Tumor belohnen und den Urlaub vielleicht noch mehr genießen als jetzt. Mein Kleinster Sohn hat Anfang August Schulanfang, da bin ich wahrscheinlich zwischen der zweiten und dritten Chemo und ich wünsche mir so sehr, bei diesem Schulanfang dabei zu sein. Aber beeinflussen kann ich es nicht. Ich nehme es wie's kommt und freue mich, wenn es klappt. Immerhin besteht die Möglichkeit. Das ist doch schon mal was.
    Liebe Gila, ich wünsche dir ganz viel Kraft. Du schaffst das, genau wie wir!!!!
    Liebe Grüße

  • Liebe Desir77,
    Darf ich fragen, wie deine Kinder deine Krankheit verkraftet haben? Ist es ratsam, mit ihnen auch eine Selbsthilfegruppenzu suchen oder einen Psychologen? Ich will bei ihnen nicht noch Ängste auslösen, die sie vorher noch nicht hatten. Im Moment haben sie die Nachricht von meinem Brustkrebs anscheinend ganz gut verkraftet, aber die Behandlung läuft ja auch noch nicht. Ich habe Ihnen erklärt, dass es mir auch mal schlecht gehen wird und sie sind seit dem ganz eifrig im Haushalt, damit sie mir dann helfen können. Sie sind auch schon ein bisschen älter als deine 3.
    Und wie war es, wenn sie mal einen Infekt hatten? Muss man bei jeder Erkältung ganz auf Abstand gehen? Da sind sie wieder, meine Million Fragen.
    Liebe Grüße

  • Liebe Clarissa ,


    Auch von mir noch ein herzlich willkommen hier im Forum.hab mich letzte Woche etwas rar gemacht , denn ich war im " Feiermodus"....ich hatte die gleichen Ängste wie du.mein Mann und mein Kind hatten Geburtstag nach der ersten und zweiten Chemo und dann hat sie noch Schulentlassung Ende Juli...ich wollte doch so gerne daran teilhaben.Habe die erste Chemo auf mich zukommen lassen und mich daran orientiert.Die ersten 3 Tage ging es mir echt gut , Tag 4,5 und6 mehr Müdigkeit und Kreislauf , aber alles machbar.Damit habe ich mich durchgewühlt und es hat prima geklappt.Ich denke , 10 Tage nach Chemo wirst Du die Einschulung Deines Sohnes mitfeiern können...Vertrau auf Dich und geh es positiv an...wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht für Deine Therapie
    Wir schaffen das :thumbup: LG Mosicha



    Liebe Gila


    Auch dir ein herzliches Willkommen hier im Forum.es stürmt jetzt eine ganze Menge auf Dich ein und der Kopf ist manchmal wie Watte.Ich kenn das und glaube mir , es ging hier am Anfang jedem so und ich war immer froh , wenn ich schlafen konnte und somit das Gedankenkarussell aufhörte sich zu drehen...aber es wird besser ..wenn dein persönlicher Therapieplan steht und du weisst , was die nächsten Schritte sind , dann hat man seinen roten Faden aufgenommen und der Weg wird klarer.Lese Dich hier inRuhe durch , Stelle alle Fragen - auch wenn sie dir noch so komisch vorkommen -- wir sind alle füreinander da .liebe Grüße von Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira ()

  • Liebe Clarissa,
    ich habe meinen Kindern nicht alles gesagt, sie wissen auch nicht, dass es Krebs war. Sondern nur, dass in mir was gewachsen ist, dass behandelt wird und die Medikamente Nebenwirkungen haben wie Haarverlust. Da ich ja präsent bin, ist alles ok. Am Haarverlust haben sie schon geknabbert (sind Mädels, denen ihre langen Haare wichtig sind), aber da sie schon wieder wachsen, ist es auch kein Thema mehr. Ich wollte keine Ängste schüren zu diesem Zeitpunkt, da meine Älteste schon durch den Opa einer Klassenkameradin mit Krebs in Kontakt kam, der leider nicht erfreulich verläuft. Ich selber bin in Therapie und meine Therapeutin findet den Weg, den wir mit den Kindern gefunden haben absolut ok. Ich habe den Vorteil, dass sie doch noch recht klein sind, in der Pubertät wäre das schon schwieriger.
    Ich habe zudem die Chemo immer sehr gut vertragen, Nebenwirkungen kaum und wenn dann nur die ersten Tage. Und nichts davon hat den Alltag lahmgelegt. Ich hatte bei der erster EC Fieber, bekam Antibiose und gut war. Die Kinder hatten bereits Fieber, Magen-Darm und diese Woche Hand-Mund-Fußkrankheit mi hohem Fieber während der Chemozeit - ich habe mich trotz Chemo mit gar nix angesteckt. Ich hab mich auch immer verrückt gemacht, aber passiert ist nix. Also, einfach auf Dich zukommen lassen!! Und jetzt im Sommer ist die Infektgefahr mit den Kindern ja nicht so groß. Ich bin nie auf Abstand gegangen (im Gegensatz zu der Autorin des Buches), ich habe die Kotzerei in der Nacht nach der 4. EC begleitet und jetzt auch das hohe Fieber der Viruserkrankung. Ich bin die Mutter, sie brauchen mich. Ich könnte mir nicht vorstellen, sie bei Krankheit allein zu lassen.
    Mach Dir nicht zu viele Gedanken, es kann alles ganz anders sein. Und nicht jeder Gedanke ist wahr. Vielleicht hast Du Glück und Du kommst so gut durch wie ich, dann hast Du eine tolle Einschulung!

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  • Hallo Clarissa,
    ein herzliches Willkommen hier im Forum!


    Ich geb auch einfach mal meinen Senf dazu. Meine Kinder waren, als ich die Diagnose bekam 8 und 11 und wir haben es ihnen in Häppchen erzählt, auch dass es Krebs ist. Wir haben versucht, klar zu machen, dass ich und die Ärzte alles dafür tun, dass ich wieder gesund werde. Außerdem hab ich erklärt, dass sie keine Schuld an der Krankheit haben. Wir haben keinen Psychologen aufgesucht, da sie sich nicht großartig verändert haben. Die Probleme, die wir miteinander haben, waren auch vorher da. ;)


    Für die Kinder lief das Leben ja halbwegs normal weiter. Ich war mittags meistens zu Hause und konnte mich auch um alles kümmern, besser sogar als während der Berufstätigkeit.


    Es gab zwar Tage, die ich auf dem Sofa verbracht habe, aber ich war da und ansprechbar. Nur an wenigen Veranstaltungen konnte ich nicht teilnehmen. Nach der ersten Pacli am 30.12. hab ich sogar bis 2.30'h Sylvester mitgefeiert. :)


    Ich würde das Verhalten deiner Kinder genau beobachten und wenn was auffällig erscheint, eventuell Hilfe holen. Außerdem gibt es in Gr. an der Ostsee eine Mutter-Kind-Klinik speziell für Brustkrebspatientinnen mit Kindern. Dort werden die Kinder als Patienten aufgenommen und erhalten auch Therapien. Vielleicht wäre das nach der Therapie was für euch. Allerdings zahlt das nicht jede Kasse. Ich hab mich schließlich dazu entschieden, meine AHB alleine zu machen, um weniger Stress zu haben, aber das geht ja nicht immer.


    Ich wünsche dir viel Kraft und eine möglichst nebenwirkungsarme Therapiezeit!
    Alles Liebe
    Lulu :)

  • Danke für eure Antworten und die Tipps. Um die Kids macht man sich ja oft mehr Sorgen als um einen selbst. Ich kann mir auch nicht vorstellen, auf Abstand zu gehen, wenn eins meiner Kinder krank ist. Und ich will für sie so viel Normalität wie möglich. Sie geben mir auch viel Kraft, einfach nur, weil sie da sind. Und ich zeige ihnen zu liebe viel mehr Stärke. Heute war ich meinen Fiffi aussuchen. So viel Spaß hatte ich lange nicht. Wer hätte das gedacht. Zum Glück war ich in einem Fachgeschäft mit einer super Beraterin. Ich hatte mir schon im Internet 2 Modelle ausgesucht und die Beraterin hat ähnliche Frisuren für mich schon herausgelegt. Als sie mich gesehen hat (ich habe schon seit einigen Jahren relativ kurze Haare) hat sie gleich gesagt, dass wir wahrscheinlich noch andere Modelle brauchen werden. Und tätsächlich: meine Modelle sahen zum Schießen aus. Wir haben viel gelacht. So hätte ich auf keinen Fall das Haus verlassen. Zum Schluß habe ich eine Perücke genommen, die meiner Frisur sehr ähnlich sieht. Die Beraterin fragte, ob ich sie gleich auflassen will und ich muss ehrlich sagen, mit ihr sah ich besser auf, als mit meinen Haaren, die nach der Anprobe ziemlich mitgenommen waren. Zum Schluss war ich dann doch noch nicht in der Stimmung, jetzt schon mit einer Perücke rumzulaufen. Als ich zu Hause die Kinder begrüßt habe, habe ich sie vorher aufgesetzt und die Kinder, die gerade Wii spielten haben kurz hochgeguckt, Hallo Mama gesagt und weitergespielt. Der Kleinste hat mich noch gefragt, ob ich beim Frisör war. Ich fand das irgendwie lustig. Die haben erst mal gar nicht gemerkt, dass das eine Perücke ist. Mein Mann hat sie auch gleich aufprobiert und alle haben sich halbtot gelacht. Im Moment finde ich den Haarverlust noch die geringste Nebenwirkung, aber ich schätze, wenn einem dann wegen der Chemo mal schlecht geht und die Haare erst einmal weg sind, dann nervt auch die Glatze. Und jetzt weiß ich ja auch noch, dass mir sehr kurze Haare so gar nicht stehen :-)
    Am meisten hat mich heute überrascht, dass ich überhaupt noch Spaß haben kann und das kurz vor der Chemo, komisch oder. Aber warum nicht.
    Noch mal zurück zu den Kindern: von der Kur an der Ostsee habe ich auch schon gehört. Und wenn ich ehrlich bin, sehe ich mich schon dort mit den Kindern, zwar mit kurzen Haaren, aber kreisfrei. Das ist mein Ziel. Ich war im Frühling mir den Kinder gerade erst zu unserer ersten Kur, da war die Welt noch in Ordnung. Und in einem Jahr fahren wir hoffentlich an die Ostsee! Bis dahin mache ich einfach eins nach dem anderen.
    Liebe Grüße!