Zeichen und Symbole, die Mut machen

  • Hallo ihr lieben Foris,


    ich möchte euch eine schöne und wahre Geschichte erzählen.


    Als ich im letzten Jahr meiner Freundin von meiner Brustkrebserkrankung erzählte, war sie verständlicherweise traurig und sorgenvoll. Als ich dann mit meiner Chemotherapie begonnen habe, entdeckte sie an einer Orchidee, die ich ihr vor langer Zeit mal schenkte, ein braunes Blatt. Sie hing sehr an dieser Pflanze, da diese sie an mich erinnerte und immer fleißig blühte. Doch es blieb nicht bei dem einen vertrockneten Blatt, sondern auch die Blüten fielen ab und diese Pflanze sah über Monate so fürchterlich aus, dass meiner Freundin schon der Tipp gegeben wurde, sie zu entsorgen. Das konnte meine Freundin nicht übers Herz bringen, denn ihr Mann und sie sahen darin das Zeichen, dass die Kraft der Pflanze auf mich übergegangen ist.


    Die Zeit meiner Therapien gingen so dahin und ich schlug mich wacker durch die Zeit. Zwei Tage nach meiner Anschlussheilbehandlung Anfang Juni entdeckte meine Freundin, ein klitzekleines zartes Blättchen. Als wir uns dann danach das erste Mal wiedersahen, fand sie, dass ich gut aussah und freute sich, dass meine Haare wieder gewachsen sind. Inzwischen nach ca. einem Monat hat die Orchidee drei neue grüne, kräftige Blätter und zwei neue Blütentriebe!!


    Jetzt bete ich darum, dass die Orchidee nie wieder einen Grund hat, mir ihre ganze Lebenskraft zu überlassen und das der tückische Krebs nicht wieder zurückkommt!!!! :thumbsup:


    Ich bin angesichts dieser schönen Geschichte immer noch zu Tränen gerührt und hatte das Bedürfnis, sie mit euch zu teilen.


    Vielleicht hat ja noch jemand so eine schöne Geschichte erlebt und mag sie mit uns teilen.


    Alles Liebe
    Lulu :)

  • Das ist aber eine schöne Geschichte .Danke , dass Du sie mit uns teilst .
    Bisher war ich mir dessen nicht so richtig bewusst oder ich mochte es nicht so aufschreiben .
    Ich hatte beide male bevor ich erkrankt bin so eine merkeürdige Zukunftsangst . Sie betraf hauptsächlich meine Arbeit , denn es kündigten sich Veränderungen auf unserer Arbeit an . Diese Angst die ich hatte war sehr seltsam , sie war mit einer seltsamen Unruhe gepaart . Ich kann das nicht beschreiben , aber es war eine andere Angst , oder ich empfand sie anders, als das ich das sonst schon mal hatte . Sie hielt sich so an mir fest und war oft da. Und dann auf einmal war ich an Brustkrebs erkrankt . Das war beim ersten Mal , vor 10 Jahren als ich erkrankte . Und das war auch jetzt im Dezember 2015 so , als ich wieder erkrankte . So denke ich mir das mir irgendwas mitgeteilt werden soll durch die Erkrankung . Ich wurde beide male aus diesem Prozess rausgenommen . Es ist wie eine Auszeit . Und als ich nach der Ersterkrankung wieder anfing zu arbeiten , ging es viel besser. Ich habe meine Arbeitszeit daraufhin reduziert . Und jetzt war diese seltsame Angst mit Unruhe wieder da . Wieder hat sich bei uns auf Station die Situation geändert . Es ist schwerer geworden , nicht nur insgesamt stressiger sondern auch körperlich schwerer .Und wieder hab ich jetzt wieder diese gefühlte Auszeit . Alles genau so wie beim ersten mal. Ich finde das irgendwie seltsam je mehr ich darüber nachdenke .
    Es beschäftigt mich schon länger irgendwie , aber bisher konnte ich das nicht so tichtig in Worte fassen . Ob das irgendeine Bewandtnis hat ? Ich kann mir die Frage nicht beantworten .
    LG und einen schönen Tag
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Liebe Alesigmai,


    ja ich kann deine Gefühle nachempfinden. Mir ging es vor der Diagnose ähnlich, nur war ich nicht ängstlich, sondern ohne Grund niedergeschlagen und nicht stressresistent. Es war nicht so stark wie bei einer Depression oder so, aber ich fühlte mich schon anders und manchmal stand ich neben mir. Rückblickend hab ich es darauf geschoben, dass ich ein halbes Jahr mit den vergrößerten "Fibroadenomen" noch herumgelaufen bin, bevor man eine Biopsie gemacht habt. Der Krebs steckte ja schon in mir drinnen, nicht nur körperlich, sondern auch im Hinterkopf und wenn ich die Knoten in meiner Brust spürte. :wacko:


    Vielleicht hast dein Unterbewusstsein auch gespürt, dass etwas in deinem Körper nicht in Ordnung ist und die Angst ausgelöst. Änderungen im Berufsleben lassen sich ja besser umsetzen und akzeptieren, wenn man körperlich fit ist.


    Ich wünsche dir und allen anderen Mitleserinnen viele Kraft und alles Gute :)
    Lulu

  • Seit Geburt meiner dritten Tochter trage ich eine unbestimmte Angst in mir, Angst vor Krankheit, dass mir als Mutter was passieren könnte. Total irrational zum damaligen Zeitpunkt, aber sie war immer da. Und als ich den Knoten per Zufall getastet habe, habe ich sofort gewusst, dass er böse ist. Es war mir sonnenklar was los ist. Gyn sprach von einem harmlosen Lymphknoten, Brustzentrum war zu 99% sicher, ein Fibroadenom vor sich zu haben. Mein schlechtes Bauchgefühl hat mir zu Stanze geraten und bämm, ich hatte recht und alle Ärzte fassungslos.

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
    body, but rather to skid in sideways,
    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • Auch ich kann sehr gut nachempfinden, welche Gefühle solche Erlebnisse auslösen.
    Im letzten Jahr fühlte auch ich mich sehr schlecht - meine Hausärztin hat auch eine Reha wegen psychischem Überlastungssyndrom beantragt, die aber abgelehnt wurde.
    Im August hatte ich dann eine Ausschabung wegen eines Polypen, im Oktober schon wieder eine, diesmal wegen eines Myoms - beide schnell gewachsen. Und doch wurde es nicht besser mit meiner körperlichen Verfassung.
    Als dann im November nach der Mammographie die Einladung zur Nachkontrolle kam, da wusste ich - das ist Krebs. Und mir fiel plötzlich ein, dass ich im Sommer davon geträumt hatte, dass mir alle Haare ausfallen. Dieser Traum hatte mich einige Tage im Griff, ich konnte ihn aber nicht deuten. Nun wusste ich, was er mir sagen wollte.


    Ich bin mir ganz sicher, dass der Krebs mir etwas sagen wollte! Ich habe mir in meinem Leben - vor allem in den letzten Jahren - zu viel gefallen lassen. Sowohl beruflich, als auch in meiner Ehe. Und ich habe die ersten Zeichen meines Körpers nicht erkannt - oder nicht erkennen wollen??? Jetzt ist es an mir, daran zu arbeiten, dass ich solche Hammerhinweise nicht mehr benötige!!


    Wir sollen mehr auf unseren Körper hören! Er weiss am Besten, was gut für uns ist!! Das habe ich auch während der Chemo oft gemerkt. - Und als vor 2 Monaten unser Hund eigeschläfert werden musste, er war völlig verkrebs, da sagte die Tierärztin zu mir : Sehen sie es als gutes Zeichen! Ihr Hund nimmt alles auf sich und nimmt nun alles Schlechte mit sich, Sie werden wieder gesund werden, ganz gesund!


    Und daran glaube ich - wie bei der Orchidee von Lulu.


    Liebe Grüße


    Hoffnungschimmer

  • Liebe Hoffnungsschimmer,
    auch ich habe immer wieder einen komischen Traum, ich will weglaufen, komme aber nur ganz langsam von der Stelle und das war auch schon vor der Diagnose so. Weiter, anstrengender Weg durch die Therapie?
    und das mit deinem Hund muss man sehen, dass sein Ende auch einen Sinn hatte, solche Worte von seiner Ärztin ist doch Balsam auf der Seele, oder?


    lg Renate

  • Ich möchte Euch noch von einem Erlebnis von gestern in Celle erzählen...wir bummelten so durch die Stadt und mein Mann wollte in ein Antiquitätenladen und ich wollte nicht mit rein.Der Laden hatte aber einen kleinen Seitengang , der mich irgendwie magisch anzog.Ich also diesen Gang lang und mein Mann kam dazu und drehte mich zu einer Hecke und da stand sie !!!Eine grosse , wunderschöne Statue mit Schwert und Flügeln.Ich war so geflasht davon , das ich sie mir minutenlang anschaute und dann fotografieren musste...ich schickte dieses Bild einer Freundin , die sich mit Engeln auskennt , hellfühlig ist und solche Statuen liebt.Sie schrieb mir sofort zurück : das ist der Erzengel Michael , der Schutzpatron der Kranken !!!
    Zufall ? Fügung?...ich jedenfalls hatte Tränen in den Augen , ab sofort ein neues WhatsApp Bild und glaube daran , das die Statue mich gefunden hat um mir Kraft zu geben....

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Ich habe letzte Woche einen echten Pfennig in meinem Geldbeutel gefunden, als ich bezahlen wollte. Kann mich aber nicht erinnern, wie ich zu dem Pfennig gekommen bin..das ist jetzt mein Glückspfennig.


    Mosicha, der erzengel Michael wacht über Dich, da bin ich sicher!

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    crap....what a ride".

  • Mosicha :P dieser Moment der Begegnung ist etwas ganz besonderes…………


    und der Glückspfennig hat dich auch gefunden, Desir77 :P


    Grüßle und einen guten Start in die neue Woche :) ika :)

  • Hallo Mosicha und Desir77,


    daß sind wirklich wunderschöne Mut machende Geschichten, sie geben Hoffnung in einer doch schweren Zeit :hug: . Ich habe z.b. von der Familie und den Freunden, als alles anfing und unklar war Engel geschenkt bekommen.
    einer ist ein selbst gebastelter den meine 91 jährigen Eltern haben. Sie haben ihn meinem Neffen, ihren Urenkel mit nach Afghanistan gegeben und er hat ihn beschützt. Jetzt habe ich ihn und der Weg ist für mich viel klarer geworden mit Licht am Ende. :love: Es wird jetzt bald Zeit, daß ich ihn wieder an meine Eltern uurück gebe, denn sie benötigen ihn auch wieder.


    Allen eine schöne Zeit, Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Mosicha :) ganz bestimmt wird der Engel ūber dich wachen, so viel Zufall gibt es nicht, es war bestimmt, das du diesen Weg nimmst und die Statue entdeckst. Und das wird dir Glūck bringen :love: :thumbsup: :thumbup: .


    Desir77 :) dein Glūckspfennig ist ja wohl ganz klar: " die letzte Chemo diese Woche deines noch ganz ganz langen Lebens"! :love: :thumbsup: :thumbup:

  • Das sind ja wirklich tolle mutmachende Geschichten, Desir und Mosicha! Vielen Dank dafür! Das muss doch was werden, den ungebetenen Gast für immer los zu werden.
    Die Ordhidee meiner Freundin blüht jetzt mit mehreren Blüten! :)

  • Hallo ihr lieben,
    lange zeit nicht gemeldet,ich hab einfach immer irgendwas zu tun,ich hoffe ihr verzeiht mir das....;-)
    Zu meiner geschichte:
    2014 am ende liess ich mir die karten mal legen,wie mein jahr 2015 mal werden wird,beruflich,liebe,und alles andere eben auch...Ja ich glaube daran...Ich wollte 2015 voll durchstarten.....Tja...Die gute welche mir die karten legte,sagte mit job das wird nichts......Normalerweise darf kein kartenleger krankheiten ausprechen und legen,allerdings sah die dame das nicht so eng....Sie sagte ich werde etwas haben was mich vom arbeiten abhalten würde......Ich war fest entschlossen 2015 nochmal etwas neues zu lernen.....
    Sie sagte da befindet sich etwas in der herzgegend.....Aber es wird gut ausgehen sich aber hinziehen.......
    Ich weiss ich hab herzprobleme,auf einen tumor in der brust in der linken wäre ich niemals gekommen......
    Nun ja,im januar dann ja die diagnose,und schlagartig fiehl mir dieses kartenblatt ein....Allerdings fiehlen mir auch die worte ein es wird gut ausgehen..Dieser gedanke begleitet mich die ganze zeit.....Und siehe da es ging gut aus....
    Sicher hab ich einige kleinere dinge,und sicher könnte ich einen rückfall erleiden von dem ich aber nicht ausgehe,angst hatte ich nicht,weder am anfang noch heut......
    Aber es war schon echt grusselig das ganze......
    Manche dinge sind einfach mystisch und doch real.......
    Eure Toscha

  • Hallo Toscha


    Freu mich , mal wieder etwas von Dir zu lesen und vor allem freu ich mich , das es dir gut geht :love: ja , es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde die wir nicht erklären können.....aber trotzdem glaube ich daran....Liebe Grüsse von Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Ich möchte euch gerne etwas mutmachendes bezüglich Statistiken erzählen. Mein eines Pferd brach sich 2010 das Bein. Statistisch gesehen überleben das weniger als 10%. Er hat es nicht nur überlebt, er ist uneingeschränkt reitbar. Letztes Jahr erwarb ich meine kleine Stute. Sie hatte von Anfang an einen Befund am Vorderbein, aber da ich sie so entzückend fand nahm ich sie trotzdem mit. Beim Kontrollröntgen dann die Diagnose: der Befund ist gar nicht wie gedacht eine chronische Erkrankung, es ist ein alter Bruch. Ihre Prognose ist sogar noch schlechter, da liegt die Überlebenschance ca bei 1,9%. Aber sie ist gesund und munter. Statistisch gesehen dürften beide nicht mehr leben oder zumindest chronische schmerzen haben. Und mal ganz im Ernst: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass beide "Bruchpiloten" mir gehören? Für mich ist das ein Zeichen. Nichts ist unmöglich und der Körper kann sich aus den schlechtesten Ausgangssituationen rauskämpfen. Für alle Laien unter uns: Beinbrüche bei Pferden sind in den wenigsten Fällen heilbar. Der Große war schon das erste Wunder und die Kleine ist für mich der endgültige Beweis dass es sich lohnt an diese zu glauben.
    Lg Maja