Aromatasehemmer

  • Hallo,


    mir wurde gestern beim Gespräch mit dem Onkologen gesagt, dass er mir lieber einen Aromatasehemmer verschreiben möchte, anstatt Tamox. Mir wurden in der rechten Brust zwei Tumore entfernt und nur einer davon war hormongesteuert. Der zweite Tumor war anderer Natur.


    Hat jemand Erfahrungen mit Aromatasehemmern ? Es soll ja offensichtlich das bessere Mittel sein.


    Liebe grüße
    Ophelia

  • Ihr Lieben,


    ich habe mal eine Frage. Eigentlich sollte ich laut der Tumorkonferenz Aromatasehemmer bekommen, da aber meine Mutter, die auch BK hatte, so unter der Behandlung gelitten hat bis zum Schlaganfall, kann ich diese Dinger nicht schlucken, mir wird schlecht und übel. Außerdem hat meine Mutter dann doch am Ende noch einen anderen Krebs bekommen (der ausgelöst wurde durch das Tamoxifen vorher). Ich bin also psychisch ziemlich vorbelastet.


    Meine Gyn. weiß davon und wir versuchen jetzt eine Alternative, die aber nichts mit Antihormonen zu tun hat.


    Hat jemand von euch diese Antihormontherapie auch abgelehnt oder konnte sie, ähnlich wie ich, gar nicht vertragen?


    Liebe Grüße
    Milli

  • Hallo Milli,
    hab in deiner Vorstellung kurz nachgelesen und herausbekommen, dass wir ungefähr im gleichen Alter sind, also in den 60 ern.
    Von 2005 bis 2010 habe ich nach meinem ersten BK ohne größere Probleme Tamoxifen eingenommen.
    2013 erkrankte ich dann auf der anderen Brust und nahm genau 1,4 Jahre die "Hemmer" ein. Danach habe ich nach Rücksprache mit meinem gynäkologischen Onkologen die Einnahme der Aromatasehemmer abgebrochen. Trotz Antidepressiva und einer sehr guten psychoonkologischen Therapie bekam ich meine schweren Depressionen einfach nicht mehr in den Griff. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, mein Doc wies mich natürlich auch auf die Risiken hin. Ich mache nun eine engere Nachsorge bei ihm.
    Ich denke, dass jede von uns diese Entscheidung nur für sich alleine treffen kann. Ich wünsche dir viel Erfolg mit der Alternative.
    Liebe Grüße
    Angie

  • Hallo Angie,


    danke für Deine liebe Antwort.
    Ja, meine Gyn. meinte auch, dass ich dann eben engere Kontrollen machen soll.


    Ich denke auch, dass jeder selbstbestimmt handeln sollte, aber manchmal tut es einfach gut, wenn man hört, dass jemand anderer ähnlich agiert wie man selbst. ;)


    Geht es Dir denn jetzt besser? Das hoofe ich doch sehr, denn das, was Du schilderst, klingt ja gar nicht gut.


    Liebe Grüße
    Milli

  • Liebe Milli,
    zwischenzeitlich geht es mir psychisch wieder sehr viel besser. Danke der Nachfrage! :D 
    Die Knochenschmerzen sind zwar nicht mehr so stark, aber sie sind geblieben. Also nehme ich Schmerzmittel. Ich gehe täglich in den Stadtpark mit meiner Hündin. Egal welches Wetter ist - es gibt nur schlechte Kleidung und schlechtes Schuhzeug! Auch sonst erledige ich nahezu alles per Pedes! Krebszellen mögen nämlich keinen Sauerstoff, wurde mir mal gesagt. ^^ 
    Liebe Grüße
    Angie

  • Liebe Angie,


    interessant fand ich die Reaktion meiner verschiedenen Ärzte. Der eine meinte, ich solle es doch probieren, wenn ich es nicht vertrage, dann soll ich es lassen.
    Der andere in der REHA meinte, ich müsse es nehmen, auch wenn man sich "O-ton der Arzt: 20 älter fühlt", aber ich will mich noch nicht wie 80 fühlen :rolleyes: ), der andere sagte wieder so ...


    Ich denke nur, dass ich so oft höre und lese, das Frauen dennoch ein Rezidiv bekommen, auch wenn sie es brav schlucken, und ich kenne drei Frauen, die es nie nahmen und die eine schon seit 15 Jahren rezidivfrei ist. Man muß da wirklich auf sich selber hören. Krebs ist halt nicht berechenbar.


    Ich bewege mich auch viel, radeln darf ich bis zum Frühjahr noch nicht, das vermisse ich sehr. Aber ich mache viel zu Fuß und habe das Nordic-Walkung in der REHA für mich entdeckt. (Fand das früher immer albern, aber wenn man es richtig macht, dann macht das richtig Freude).


    Liebe Grüße
    Milli

  • Hallo ,

    hier wurde zwar lange nichts geschrieben, aber ich probiere es doch mal ,um zu hören, was ihr zu folgendem meint:


    Hatte heute die Auswertung im BZ und der Prof meinte ich soll nach der OP(Mastektomie)Letrozol nehmen.Ich fragte ihn, wie denn das mit der Osteoporose sei, da ich vom Knochenszinti da was gelesen hatte(Deutliche Hinweise auf eine Osteoporose und degenerative Veränderungen in LWS).

    Er meinte, ich habe wohl im Inernet recherchiert(soll man ja lassen:()und na ja , "Dann eben nicht, da nehmen Sie mal Tamoxifen".Ich habe wohl ungläubig geschaut und er erklärte, es sei kein großer Unterschied, ich habe ja außerdem eine gute Prognose(kein Lymphknotenbefall, keine Metastasen).Ich soll dann weiter von der Gynäkologin behandelt werden, das BZ hat sooooo viele Patienten..Ich sagte ihm, dass mich das erst mal nicht so interessiert, aber er meinte , in einem Jahr Mammo und Sono reicht und alle 3 Monate zur Frauenärztin zur Kontrolle.Ich solle das doch mal etwas optimistischer sehen und "von der anderen Straßenseite"(?)Nur wenn es Probleme gibt, darf ich wiederkommen(Werd ich wohl lassen..)


    Nun hab ich das Rezept, fühle mich aber nicht wohl damit.Hätte ich nichts gesagt, wäre es Letrozol,ist das wirklich so egal, frag ich mich ?

    Habt ihr Erfahrung damit?

  • Hallo Rieketom,


    zur Info: https://www.tellmed.ch/include…viewdoc.php?file_id=13117


    Ob Tamoxifen oder Armoatasehemmer scheint ein wenig ne Glaubensfrage zu sein. Mein Arzt erhofft sich von Letrozol (+GnRH, bin prämonopausal) mehr Sicherheit, allerdings war ich erst heute im Mammazentrum und die Ärztin dort meinte, dass es für sie keinen Unterschied mache, ob Tam oder Aromatasehemmer. Lass dich doch nochmal von deinem Frauenarzt beraten.


    VG Lotta

  • Nein, ich bin sofort mit Letrozol angefangen. Anfangs war es so, dass wenn ich lange gesessen habe die ersten Schritte wie die einer 80jährigen waren, aber das hat sich gegeben :). Jetzt watschel ich nur noch wie eine Ente morgens nach dem Aufstehen, wenn ich dann im Bad angekommen bin ist das auch vorbei.


    Mar K

  • Liebe Rieketom,


    Die Auskünfte, die Du zum Aromatasehemmer bzw. Tamoxifen erhalten hast, scheinen ja recht unbefriedigend gewesen zu sein. Bitte verstehe aber, dass wir als Laien nicht einschätzen können, welche der beiden Therapieoptionen für Dich eher in Frage kommt.


    Dazu solltest Du am besten (trotz der aktuellen Erfahrung mit dem Prof.) nochmals ausführlich mit Deinen behandelnden Ärzten sprechen, damit Du auch nachvollziehen kannst, warum welche Therapie für Dich vorteilhafter oder weniger vorteilhaft sein könnte.


    Du kannst Dich zu den Fragen über die sog. Antihormontherapie auch telefonisch oder per Mail (kostenfrei) an den Krebsinformationsdienst wenden, um fundierte Informationen zu erhalten. Was der KID für Dich tun kann und wie Du dorthin Kontakt aufnehmen kannst, erfährst du unter https://www.krebsinformationsdienst.de/wirueberuns.php .

    Du kannst Dir sicher sein, dass man dort auf dem aktuellsten Wissensstand ist, Zeit für Dich und Dein Aniegen hat und dass Dir alles in für uns als Laien verständlicher Sprache erklärt wird.


    Herzliche Grüssles


    Saphira

  • Glaubensfrage ?


    Genau dieses "Drama" habe ich auch erlebt:

    Das Brustzentrum empfahl Aromatasehemmer, der Gynäkologe verschrieb Tam

    und je mehr ich nachfragte, um so unsicherer wurde ich: der Gyn war beleidigt, das Brustzentrum sprach von einem "etwas besseren" Ergebnis


    Frag fünf Leute, und Du kriegst 10 Meinungen.

    Ich hab mich auf mein Bauchgefühl verlassen und nehme nun den Aromatasehemmer. Sollten die Nebenwirkungen bei mir so schrecklich werden wie vom Gyn behauptet, werde ich auf Tam umsteigen.

    ABER: das ist tatsächlich eine persönliche Entscheidung. Eine eindeutige Aussage konnte ich bisher nicht finden.

  • Hallo , ich les hier ganz viel seit meiner Diagnose 6/16 lobul. bK G2 mit vielen Lymphknoten...

    Aber schreib sehr wenig🤔

    Mir hat man nach aktueller Studienlage einen aromatase Hemmer plus GNrh verordnet weil man bei lobul. BK angeblich einen Vorteil damit hat.

    Frag doch gezielt da noch mal nach. Ich vertrage dies recht gut und bekomme noch 3 Jahre alle 6 Monate Bisphosphat Infusionen.

    LG Katja