Tumorregressionsgrad nach Sinn, kennt sich jemand aus?

  • Hallo,


    weiss jemand was Tumorregressiongrad nach Sinn bedeutet? Meiner ist nämlich null. Heisst das, dass die Chemo garnix gebracht hat?
    Ich mein er ist ja zumindest angeblich kleiner geworden. Was mir allerdings nichts gebracht hat weil ich den kompletten Mikrokalk um
    das Tumorgewebe sowieso entfernen lassen habe. Hatte so auch keinen Einfluss auf das OP Ergebnis.


    Liebe Grüsse


    Sushi

  • Hallo Sushi,


    ich nehm dich erstmal in den Arm und schick dir n knuddler. im wesentlichen heißt es das. Zumindest aus Sicht des Pathologen. Bei mir war das auch so, die linke Brust wurde entfernt, ich hatte vorher 4 x EC und 12 x Pacli. Der Tumor ist kleiner geworden, aber nicht wie sich die Ärzte das vorgestellt hatten. Bei mir waren gute 4 cm weg.
    Es wurde dann eine Nachtestung vvom Tumorgewebe veranlasst, ob wirklich tripel negativ, und - surprise, surprise, der Resttumor war zu einem Drittel hormonabhängig, obwohl ich auf tripel negativ behandelt wurde, d. h. ich kann noch für 5 Jahre Tamoxifen bekommen.


    Ich weiss, wie Du dich fühlst, ich hattte drei Wochen auf den Befuund gewartet, während dieser Zeit hat man mir als ich zum Verbandswechsel ins Klinikum ging, einfach hingeschmissen, dass die chemo nicht gewirkt hat. Da kann ich nur sagen Danke fürs Gespräch.


    Hat man dir eine Tuumornachtestung angeboten? Ich krieg ab morgen im Rahmen einer Studie noch Herceptin, aber das wars dann auch.


    Liebe Sushi, ich wünsche Dir ganz viel Kraft, es ist ein voll besch....... Gefühl, man ist unsicher, alles umsonst gemacht zu haben.


    Ich hoffe, Du gehst trotzdem mit der nötigen Kraft und dem MUt weiter durch die Therapien und ich bin sicher, Du schaffst das. Ich schick dir n dickes Kraftpaket.


    Liebe Grüße


    Moni

  • Hallo moni,


    nachdem ich nie eine Chemo und Antikörpertherapie gebraucht hätte werde ich ausser Tamoxifen nicht weiter machen.
    Hab morgen nochmal ein Gespräch in der Strahlenklink. Aber ich werde wahrscheinlich keine Strahlentherapie mehr machen.
    Mein Vertrauen ist weg.


    Liebe Grüsse


    Karin

  • Hallo,


    man hat mir dringend zu einer Strahlentherapie geraten. Meine Rückfallquote würde um 20 Prozent gesenkt.


    Eigentlich hätte ich ja nur Op Bestrahlung und Tam gebraucht. Und dagegen hätte ich mich normalerweise auch nicht gewährt.


    Nach der Op gab es auch für mich keine Frage......ich lasse mich bestrahlen.


    Nur nachdem ich seit Dienstag weiss, was alles schief gelaufen ist ....mir geht es so richtig dreckig. Kein Vertrauen mehr.
    Ich stelle alles in Frage.


    Ich habe plötzlich das Gefühl das nicht mehr zu packen.


    Nochmal zur Stanze
    Die Stanze wurde nochmal beguchtachtet. Es war kein G2 sondern G1. Er war nicht mässig sondern stark differenziert und er war Her 2 negativ.
    Nur der Hormonrezeptor war richtig.


    Ich habe wegen der massiven Porttrombose nochmal einen Termin in einer Praxis in der Gerinnung und sowas
    nochmal untersucht werden. Allerdings erst in 1.5 Wochen. Bis dahin gibt es kein Tam.



    Verzweifelte Grüsse


    Sushi

  • Liebe Sushi,
    keiner kann das gutmachen, was mit Dir passiert ist. Die lange Chemozeit, die Quälerei, nun die Thrombose wegen eines Ports, den Du nie gebraucht hast.
    Aber bitte: verzichte nicht auf die Bestrahlung. Auch wenn das Vertrauen weg ist, aber die Bestrahlung ist wichtig, die gehörte von Anfang an zum Therapiekonzept, wenn Du brusterhaltend operiert wurdest. Geh nicht das Risiko ein, dass da nochmal was in der Brust nachkommt. Diese Zeit schaffst Du jetzt auch!
    Kannst Du es vielleicht ein bißchen positiver sehen: Du hast durch das neue Ergebnis doch nun eine super Prognose!! Das Ergebnis an sich müsste Dich doch glücklich machen: nur ein G1, keine HER2 neu Rezeptoren - kannst du Dich darüber vielleicht ein wenig freuen, auch wenn ich verstehe, das Du verzweifelt bist, nach allem was Du völlig umsonst durchgemacht hast.
    Und ich verstehe warum der Chemoregressionsgrad 0 ist, auf einen G1 wirkt die Chemo ja kaum.
    Und doch, Du packst das!
    :hug:

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
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    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • Hallo Desir,


    ich weiss Du meinst es gut. Ja ich soll mich bestrahlen lassen.....


    Weisst Du man hat mich damals benkiet die Chemo zu machen....man wollte mich in den Studie dosishoch und dicht stecken.
    Auf die Bitte Oncotype oder Endopredict test sagte man mir das bringt nix und hat es nicht gemacht.
    Man hat mir gesagt dass wenn der Tumor sich verkleinert sei er besser zu operieren, auch dass war in meinem Fall nicht richtig.
    Das und noch einiges mehr...... ich kann das nicht mehr......was wenn die bei der Bestrahlung auch solche Fehler machen?


    Liebe Grüsse


    Karin

  • Welche Fehler sollen denn noch passieren? Bestrahlung ist Standardtherapie. Die Chemo nicht unbedingt, die ist abwägbar. Und bei Dir hat man eine falsche Entscheidung getroffen, weil man on einer komplett falschen Grundlage ausgegangen ist. Das ist schuld des Pathologen. Die Chemo soll Zellen in den Blutbahnen vernichten.
    Die Strahlentherapie muss bei allen brusterhaltenden Ops gemacht werden, um ein Rezidiv in der Brust zu verhindern. Das sind zwei unterschiedliche Themen. Und nur weil dieChemo sinnlos war, ist die Gefahr eines Lokalrezidivs in der Brust aber trotzdem da. Und bei den guten Aussichten, die du nun auf Heilung hast, würde ich nicht meine Gesundheit riskieren, weil ein Pathologe Mist gebaut hat, das wäre der falsche Weg und auch ein unter Umständen gefährlicher Weg.
    Fakt ist ja, du hattest einen Tumor in der Brust und trotz OP könnten da noch Zellen sein, die dir irgendwann wieder gefährlich werden.
    Kopf hoch!

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  • Hallo Sushi,


    da ist bei dir wohl einiges schief gelaufen...
    Wenn ich das richtig verstanden habe, wäre bei dir eine Bestrahlung aber in jedem Fall angesagt gewesen, auch bei der jetzt neuen Diagnose, oder? Dann solltest du das auch machen. Ich kann gut verstehen, dass du das Vertrauen erstmal verloren hast. Hast du vielleicht die Möglichkeit, dir eine andere Klinik, einen anderen Arzt zu suchen? Ich könnte mir vorstellen, dass in deiner Situation die Meinung eines völlig unabhängigen Arztes helfen würde. Quasi nochmal bei "Null" anfangen. Zumindest mit dem neuen Arzt.
    Es ist schwer, Vertrauen neu aufzubauen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das geht.


    Wichtig ist nur erstmal, alles zu tun, um wieder ganz gesund zu werden und nicht unnötige Risiken in Kauf zu nehmen. Du bist bis hierher gekommen und den Rest wirst du auch noch schaffen!


    LG
    Danka

  • Hallo,


    ich habe einen Ki67 von 1 bis 2 Prozent.


    Bei mir wurde alles grosszügig entfernt, auch der Mikrokalk. Es war ein G1 Tumor stark differenziert.
    Ich habe mit einigen Ärtzen gesprochen die bereit waren mit mir über die Leitlinien hinaus über meinen Fall zu sprechen.
    Nutzen Risiko Abwägung.


    Deswegen werde ich sehr wahrscheinlich ablehnen.


    LG Karin

  • Sorry, mit diesen Werten kann ich noch nicht viel anfangen. Gehöre zur Hautkrebsfraktion und der verhält sich völlig anders als Brustkrebs.


    Die Abwägung von Kosten und Nutzen einer weiteren Behandlung wäre für mich auch wichtig. Du scheinst da schon gut informiert zu sein und wirst für dich den richtigen Weg gehen.


    LG Danka

  • Hallo Sushi,


    ich kann verstehen, dass Dich die Situation verunsichert. Jedoch kann ich Deinen jetzigen Standpunkt nicht so ganz nachvollziehen. Die Bestrahlung ist eine ganz andere Nummer als Chemo. Durch Deine Einträge kann man verfolgen, wie sehr dir das annehmen der Diagnose und der Therapie schwerfiel, und dann im Nachgang auch tatsächlich ne falsche Histologie zu haben, ist natürlich ganz großer Mist. Jedoch kein Grund nichts und niemandem mehr zu vertrauen. Die Ärzte haben auf Grund der Ihnen vorliegenden Ergebnisse, die für dich beste Therapie ausgesucht und durchgeführt. Kein Arzt ist Schuld an einem falschen Laborbefund, wenn dann der Pathologe. Und vielleicht nicht mal der. Und schon gar nicht sollte man deswegen auf eine solche Behandlung verzichten.


    Lg Maja

  • Hallo Maja,


    selbst innerhalb einer Klinik gab es zu meiner Strahlentherapie zu viele Wiedersprüchlkeiten.
    Es ist ausserdem sehr wohl zweifelhaft ob eine Krebszelle die überwiegend im Schlafmodus ist auf die Strahlentherapie wirkt.
    Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht, es gibt noch einen Radiologen mit dem ich nächste Woche spreche, aber
    ich glaube kaum dass es an meiner Entscheidung etwas ändert.



    Was meine Biopsie betrifft.....darüber wird es ein Gutachten geben...dann sehen wir weiter.


    Liebe Grüsse


    Sushi

  • Ich möchte mal diesen Thread aufleben lassen.


    Ich habe bzw. hatte einen TN BK. Mein Tumor war ein invasive ductales Mamma Ca. Bei der Diagnose cT2 (28x27x20mm), cN0, cMx G3. MIB-1: 33%.


    Am 26.11. war dann der finale Rauswurf durch die Mastektomie gelte nun als tumorfrei. Am Tag meiner OP machte meine Ärztin noch ein Sono, bei dem sie zu dem Schluss kam, dass die Chemo 90% platt gemacht hatte (partielle Remission).


    Mittlerweile habe ich meinen pathologischen Befund. der meine Freude über die gelungene OP allerdings etwas schmälert. Darin ist mitunter erwähnt: "Tumorsklerose mit herdförmiger resoptiver Entzündung und zytopathischen Effekten (Grad 1 nach Sinn)".

    Ich weiß, dass Grad 4 "kein Resttumor" bedeutet. Heißt das nun im Umkehrschluss, dass die neoadjuvante Chemo zuvor nichts gebracht hat?🤔

    Meine Ärztin hat mir mit dem Sono immer was anderes signalisiert.

    Der Resttumor war laut Pathologe auch noch 25x11x7mm groß.


    Jetzt mache ich mir so meine Gedanken, ob mein Tumor überhaupt ein reiner TN war?


    Ist hier vielleicht jemand in einer ähnlichen Situation wie ich? Würde mich über Rückmeldungen freuen.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hanka Hallo liebe Hanka. ich habe dir mal die Beschreibung der remmisionsgrade mit angehangen. Vielleicht hilft dir das ein bißchen weiter. Bitte mach dich nicht verrückt auch ein pcr also ein remmisionsgrad 4 Kann streuen oder rezidive bilden. Sei lieb gegrüßt hosimo :hug:

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  • Hallo Hanka ,


    das tut mir total leid, dass dich der Befund so aufwühlt, aber ehrlichgesagt kann ich es auch nicht so ganz verstehen. Wie kann den der Tumor noch so groß gewesen sein? Hast du die Befunde von den Ultraschalluntersuchungen? Bei mir stehen da immer die gemessenen Größen drauf.

    Wenn dort kleinere Werte stehen, dann kann es ja nur sein, dass der Pathologe noch Tumorzellen in dem ausgegebenen Areal gefunden hat, die man im Ultraschall nicht sehen konnte. Ich würde auch mal nachfragen.

    Ansonsten haben wir doch auch schon darüber diskutiert, den (initialen und jetzigen) Tumorblock nochmal molekularpathologisch untersuchen zu lassen (irgendwo in Köln). Das würde ich an deiner Stelle jetzt tun. Ansonsten wären noch Studien wie MERIT eine Alternative.

  • Hallo Hanka , wie du weißt sieht es bei mir ähnlich aus. Ich habe sogar nur einen Remissionsgrad nach Sinn von 0. Bei mir ist die Tumorgröße von T1 auf T2 angestiegen nach der OP. Allerdings ist er in meinem Fall nicht gewachsen. Mein Tumor hatte einen Ausläufer, der bei der Sono nie mitgemessen wurde. Ich selbst konnte diesen Ausläufer zwar sehen, wusste ja aber nicht, dass es einer ist. Erst einen Tag vor der OP hat der (ich glaube vierte Arzt, der bei mir im Laufe der Monate Sono gemacht hat) den Ausläufer mit gemessen. Selbst der Radiologe hat nach einem MRT die gleichen (kleineren) Werte angegeben wie die Ärzte nach der Sono.


    Ich kann deine Bestürzung gut verstehen. Mir haben die Ärzte zu verstehen gegeben, dass man jetzt hoffen muss, dass es sich um eine lokale Geschichte gehandelt hat. Wichtig ist, dass ja unsere Lymphknoten frei waren. Irgendjemand schrieb hier neulich, dass das eigentlich wichtiger wäre als eine pcR. Mehr als aufs Glück zu hoffen und auf Xeloda bleibt uns im Moment nicht. Immerhin hat die Chemo bei dir ein wenig bewirkt. Als ich letztens in der Uniklinik zur Zweitmeinung war, fragte ich die Professorin, ob es zu 100% sicher wäre, dass der Krebs wiederkäme. Sie verneinte und schilderte mir einen Fall, der so ähnlich war wie meiner. Natürlich ist die Gefahr eines Rückfalls/Metastasen da. Diese Gefahr haben aber alle. Bei uns ist sie nur größer.


    Wieso meinst du, dass dein Tumor kein reiner TN war?

  • Nicht die Größe des Tumors ist entscheidend, sondern das, was sich darin abspielt.

    Regressionsgrad 4 nach Sinn entspricht, wie schon geschrieben, einer pathologischen Komplettremission (pCR), d.h. es sind keinerlei entartete Zellen mehr zu finden. Regressionsgrad 3 bedeutet, dass der Tumor nicht mehr invasiv ist. Bei Regressionsgrad 2 ist noch ein minimal invasiver Resttumor vorhanden, und bei Regressionsgrad 1 zeigt der Tumor erste Auflösungserscheinungen. Das zeigt auch, Hanka , dass die Chemo bei dir durchaus Wirkung gezeigt hat. Andernfalls wäre der Regressionsgrad nämlich 0, also keine Veränderung bzw Chemoresistenz, oder es hätte im schlimmsten Fall sogar eine Progression gegeben.

    Regressionsgrad 1 spricht auch nicht gegen TN. TN ist im Gegenteil leider auch für Chemo resistente Tumore bekannt. Das war bei dir zum Glück nicht der Fall. Etwaige noch in deinem Körper zirkulierende Tumorzellen wird nun hoffentlich Xeloda den Garaus machen. Eine Molekular-Untersuchung, wie von Jueli vorgeschlagen, ist darüber hinaus mit Sicherheit eine Überlegung wert. So wüsstest du, zu welchen Waffen du gegebenenfalls noch greifen könntest.

  • Hallo Teafriend , erschreckend dass das so lange keiner im Ultraschall gesehen hat.


    Britt : weißt du ob man Regressionsgrad kleiner gleich 3 haben kann und man nichts mehr im Ultraschall sieht? Einzelne Zellen sieht man sicher nicht, aber was mich bei Hanka schon wundert, dass der Tumor im Ultraschall offensichtlich viel stärker geschrumpft ist als dann der Pathologe den Rest vermessen hat.