Mein Hund und ich - schlimmes Erlebnis

  • Hi Mädels,


    heute muss ich mir wieder etwas von der Seele schreiben, ich merke wieder sehr deutlich, dass man durch diese Diagnose(2013 Brustkrebs G3 trippel negativ)
    sehr sehr dünnhäutig geworden ist.
    Am 2.08. sind mein Hund und ich von einem großen Hund angefallen worden beim Gassi gehen. Er kam um die Ecke aus dem Nichts.
    Meinen Hund hat er an der Flanke erwischt als ich ihn hoch auf den Arm gezogen habe.
    Ich hab getreten was das Zeug hält damit er ablässt von meinem Hund. Meine Bella hat so geschrien auf meinem Arm, dann hat er mich versucht anzugreifen,
    hatte wegen Regen einen Schirm und damit habe ich versucht ihn abzuwehren von uns.
    Bis ein Anwohner durch meine Schreie mir zur Hilfe kam.
    Ich stand total unter Schock und stehe noch zeitweise und meine Hündin auch.
    Meine Hündin musste operiert werden und wir fahren tägl. mit Ihr in die 30Km entfernte Tierklinik, dort wird die Wunde auch gelasert, weil sie sehr groß war und
    nicht so heilt wie sie sich es wünschen. Bekommt auch tägl. spritzen da sie seitdem kaum was frisst.
    Es macht mich so fertig wenn ich meine Hündin so sehe, dazu kommt das ich mir bei dem Treten den Schienbeinkopf und das Wadenköpfchen am rechten Knie
    angebrochen habe.
    Muss nun 6 Wochen an Krücken laufen , jeden Abend Thrombosespritzen und kann fast nichts machen, muss alles ins Kleinste organisiert werden, das die tägl. Fahrten in die tierklinik
    abgesichert sind, das Jemand zum Gassigehen von Bella da ist und auch die Betreuung von meinen Eltern. Habe seitdem auch so einen leichten Art Husten, will
    gar nicht weiter darüber nachdenken. An den Krücken laufen ist für mich auch schwierig, da das rechte Handgelenk schon seit langen schmerzt bis in den Arm rein.
    Aber das sind warscheinlich die NW von den Biphosphonaten.
    Dabei hatte ich mich endlich etwas wieder nach meiner Krankheit erholt und bin paar Stunden arbeiten gegangen.
    Und nun bin ich wieder so hilflos, ich muss meine Hündin Bella auch weiter beobachten und wenn sie sich dann irgendwie komisch verhält, dann bin ich nervlich
    gleich wieder extrem angespannt, das ich laufend weinen muss.
    Es zeert alles so sehr wieder an mir.Schlafe mit pflanzl. Beruhigungtabletten, so kann ich wenigsten etwas gut schlafen.
    Das wird dauern bis wir diesen Alptraum wieder verarbeitet haben. Davor habe ich ja auch noch erfahren, das mein Tumor damals kein hormonabhängiger war, sonder
    ein trippel negativ ist. Die Ärztin sagte mir dann bei Auswertung des Testergebniss, das der Test seit einem halben Jahr nun auch in der Klinik angeboten wird.
    Eigentlich hätte mir das meine Gyn, sagen müssen, damit wie bei meiner nicht klaren Diagnose von damals das nochmal untersucht wird.So sagtes es die Ärztin im
    Brustzentrum.
    Habe auch Angst das der ganze Schock und Stress den ich jetzt haben sich negativ auf meine Gesundung auswirken könnte. ;(
    Sorrry für den langen Text, es musste einfach raus.

  • Guten Morgen Strandnixe,


    du musst dich doch nicht für den langen Text entschuldigen, was raus muss, muss raus.
    Ich wünsche dir und deiner Hündin viel Kraft um diesen neuen Schicksalsschlag durchzustehen. Sie wird sich schon wieder berappeln, wahrscheinlich ist sie nur total durcheinander, ihr Tagesablauf ist ja zur Zeit total auf den Kopf gestellt. Wir haben ja auch nicht soviel Appetit, wenn wir krank sind.


    Drücke die Daumen für dich und deine Hündin Bella.


    LG
    Kalinchen

  • Liebe Strandnixe,


    Das klingt ja wirklich schrecklich. DEine Arme Hündin.
    GUte Besserung an euch beide :hug:
    Könntet ihr denn wenigstens den Besitzer des anderen Hundes ausmachen. Die müssten doch wenigstens die Behandlungskosten für deine Hündin tragen X(

  • Guten Morgen,liebe Strandnixe! :hug:
    Es tut mir furchtbar leid,was dir und deinem Hund passiert ist. Wie alena schon fragte, besteht eine Möglichkeit, den Besitzer des anderen Hundes zu ermitteln??? Ich glaube, dass er nicht nur für die "Schäden" an deiner Bella haften muss, sondern auch dir Schmerzensgeld zusteht. Ich habe selber einen Hund und für sie auch eine Versicherung abgeschlossen, die solche Schäden trägt. Alllerdings ist meine Jule sehr gut erzogen und hört auf Pfiff und Handzeichen (sie hat mich früher am Pferd begleitet und da wollte ich im Wald nicht ständig rufen).


    Ich sehe es aber öfter, dass Hunde einfach nicht zur Folgsamkeit erzogen werden und damit solche Zwischenfälle passieren.fur dich und deine Bella ein schreckliches Erlebniss. Ich hoffe, du kannst es gut überstehen und bekommst Hilfe in deiner schweren Situation.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es gut wird. Und wegen den Appetit von Bella wurde ich mich erst mal nicht sorgen. Hauptsache, sie trinkt gut. Es gibt auch in Tuben konzentrierte Tiernahrung. Da reicht schon 3-5 cm und der Hund hat alle Nährstoffe für den Tag und bräuchte sich nicht so anstrengenden beim Fressen.


    Ganz liebe Grüße von Tanne

    Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu sein ( Mark Twain)

  • Lieben lieben Dank für eure lieben Genesungswünsche. :love:


    Die Besitzerin kam dann auch gerannt als sie merkte das ihr Hund aus dem Tor vom Grundstück abgehauen war. Sie hatte das Tor ausversehen auf gelassen.
    Der Hund hat schon immer sehr agressiv gebellt wenn man am Grundstück vorbei gelaufen ist, das ich mir immer sagte, zum Glück ist ein Zaun dazwischen.Es gibt hier noch andere
    GRundstücke wo Hunde bellen, aber das ist ein ganz normales Bellen und nicht ein schon fletschende knurrendes Bellen.
    Tja und nun war das Tor auf und er mag keine kleine Hunde weil er als Welpen von einem kleinen Hund gebissen worden ist, sagte sie mir.
    Wenn ich das weiss, dann kann ich ihn nicht ohne Leine oder Maulkorb im Garten lassen.Allerdings sagte sie mir auch, das sie aus einem anderen Ort weggezogen sind
    weil es dort soviele agressive Hunde gab und auch in der Spielstunde. Da fragte ich mich, ja wer war agressiv. Immer die anderen Hunde.Das kommt mir ziemlich spanisch vor.
    Sie hat alles schon ihrer Haftpflichversicherung gemeldet und ich habe mir ein Anwalt genommen, der alles direkt mit der Versicherung regelt, denn dafür hätte ich
    keine Kopf um alles zu regeln.
    Der Anwalt hat mir geraten es wenigsten dem Ordnungsamt zu melden, da ich sie nicht anzeigen wollte.
    Ich muss mich jetzt erstmal mit der großen Einschränkung meiner Beweglichkeit klar kommen und hoffe so sehr das es meiner Bella jetzt wirklich besser geht von
    Tag zu Tag. Sie hat mir so geholfen meine Krebserlebnisse zu verarbeiten und sie ist mein Ein und Alles :love: .

  • Liebe Strandnixe,
    Ich wünsche dir viel Erfolg und deinem Hund baldige Besserung.
    Anzeigen wurde ich die Frau auch nicht.aber ihr dringend empfehlen, eine Hundeschule aufzusuchen. Die Ausrede: mein Hund ist so weil er als Welpe mal gebissen wurde, zählt nicht. Man kan ihm die Angst durch den Kontakt mit seinesgleichen nehmen.dazu muss man aber schon mit ihm auf neutralem Boden mit Artgenossen zusammen kommen und unter professioneller Anleitung eine entsprechende Erziehung konsequent durchziehen.leider scheitert es entweder an der Bequemlichkeit oder Einsicht.und dann passieren solche Sachen und womöglich wird der Hund dann eingeschläfert, obwohl ihm hätte geholfen werden können.


    Aber das ist hier kein Hundeerziehungsforum und ich bin schon froh, dass du dir Hilfe gesucht hast.
    LG von Tanne

    Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu sein ( Mark Twain)