Aromatasehemmer + GnRH prämenopausal - Erfahrungen?

  • Hallöchen,


    mir wurden von der Tumorkonferenz zur Antihormonbehandlung Aromatasehemmer und ein GnRH-Analoga verbunden mit
    Biphosphonaten empfohlen. Ich bin 31 Jahre alt. Die SOFT-Studie hat ja leichte Vorteile im Vergleich zu Tamoxifen v.a. bei
    jungen Frauen ergeben.Gibt es jemanden, der bereits diese Behandlung macht oder ebenfalls vor der Entscheidung steht,
    ob er nicht doch lieber das prämebopausal bewährte Tamoxifen nimmt?

  • Liebe lottamuc,
    ich stehe vor derselben Entscheidung. Habe noch eine beidseitige Mastektomie vor mir und dann geht es mit der Antihormontherapie weiter. Bei mir lautet die Empfehlung 10 Jahre Tamoxifen, aber ich möchte auch nochmal mit meinem Onko sprechen, wie er zu der Studie steht. Ich bin 38.
    Ich glaube es hat auch was mit dem Rückfallrisiko zu tun, bei wem welches Verfahren angwendet wird.
    Viele Grüße,
    Désirée

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
    body, but rather to skid in sideways,
    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • Hallo Desirée,
    da hast du ja auch noch ganz schön was vor dir. Ich drück dir die Daumen, dass das Ergebnis so wird, wie du es dir erhoffst.
    Ich habe von verschiedenen Onkologen verschiedene Empfehlungen gehört- das macht es nicht gerade leichter. Habe v.a. Angst vor den Langzeitfolgen. Wobei die beim Tamoxifen ja auch nicht zu verachten sind

  • Liebe lottamuc,
    worauf basieren denn die unterschiedlichen Empfehlungen? Die müssen die Onkologen doch begründen können.
    Ja, vor der OP hab ich auch etwas Angst, aber durch meine Genmutation komme ich früher oder später nicht drumherum. Und für meine Psyche ist es einfach besser, wenn das jetzt gemacht wird.
    Hattest Du denn auch das volle Chemoprogramm?
    Liebe Grüße

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  • Hallo Lottamuc,


    Ich nehme genau das gleiche, was dir empfohlen wurde. Ich bin 37 Jahre und habe leider schon Knochenmetatasen. Die Empfehlung der Ärzte im Krankenhaus war Tamoxifen. MEine Onkologin hat mir aber die o.g. Medikationen empfohlen, um ein wenig "stärker ranzugehen". Ich vertrage das Zeug ganz gut, manchmal nerven die Hitzewallungen und die Gelenkschmerzen und die verminderte Libido - aber was soll's - in erster Linie will ich leben!
    Im Großen und Ganzen kann ich sehr zufrieden sein. Alles schlägt derzeit gut an.
    Ich kann dir nur raten, dich nicht mit dem Beipackzettel zu sehr auseinander zu setzen, jede verträgt die Medikamente anders...


    Lieben Gruß,
    Oonamelin

  • Hi Mädels,


    Desirée, die einen nennen die positiven Studienergebnisse als Grund für die Aromatasehemmer, die anderen die fehlenden Langzeitstudien. Ich habe auch einen Test gemacht, der zeigt, dass das Tamoxifen bei mir etwas besser wirken würde - allerdings ist das kein bei Schulmedizinern anerkannter Test. Ich steck noch in der Chemo, bin fast mit EC durch, jetzt kommt noch 12x Paclitaxel. Hast du dich inzwischen gut erholt von der Chemo? Für wann ist die Mastektomie geplant?


    Oonamelin, ja Beipackzettel sollte man sich immer mit dem Gedanken durchlesen, dass es einen schon nicht schlimmstmöglich treffen wird;-) Die Nebenwirkungen, die du schilderst, können beim Tamoxifen ja ähnlich auftreten. Bekommst du auch Biphosphonat? Wie lange sollst du das Zeug denn nehmen? Sind deine Knochenmetastasen zurückgegangen?


    Liebe Grüße!

  • hallo!
    ich habe mich von der chemo gut erholt, die letzte ist jetzt genau zwei wochen her. komme langsam wieder an meine fitness ran wie vorher.
    ich werde übrigens in münchen operiert, fahre jetzt los zur op vorbesprechung. denke die op findet in den nächsten zwei wochen statt. wo bist du denn in behandlung?

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  • Meine OP war in der Rot...klinik! In welche gehst du? In Woche 3 nach der Chemo bin ich immer fast so fit wie sonst, waren letzte Woche in den Bergen und das ging erstaunlich gut! ☺️ Schön zu hören, dass du so schnell wieder so fit bist, das macht Hoffnung!!

  • Hallo Lottamuc,


    Ja, ich bekommen auch Bisphosphonate, die allererste Einnahme hatte bei mir grippeähnliche Symptome hervorgerufen, seitdem habe ich keine Nebenwirkungen gespürt.
    Alles scheint gut zu wirken, denn die Metastasen gehen zurück bzw. werden kleiner (bin gerade diese Woche beim MRT gewesen).

  • Die Genetik war rechts der Isar und die OP beidseitig wird am Englischen Garten sein, in der G.... Klinik am 28.9.
    Liebe Oonamelin,
    ich freue mich sehr, dass die Therapie Wirkung zeigt :hug:

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  • Hallo Lottamuc,


    Ein Teil meiner Amtwort ist leider wieder mal verschwunden...
    Du fragtest nach der Dauer der Therapie - ich muss diese Medikamente lebenslang nehmen müssen, da die Krebszellen schon im Blut sind, daher bin ich umso erleichterter, dass ich die einigermaßen gut vertrage.
    Hast die dich schon mal beim Krebsinformationsdient beraten lassen, viele Foris haben da schon gute Erfahrungen gemacht.



    Danke dir, Desir77!


    Lieben Gruß,
    Oonamelin

  • Hallo,


    ihr fragt euch gegenseitig, welche Methode denn besser sei. Fragt doch mal die Maus. Nein hier muss es heißen, fragt doch einmal beim KID (Krebsinformationsdienst) nach. Die können und dürfen medizinischen Rat geben.


    LG Immergutdrauf

  • Hole den Thread mal wieder hoch.

    Die Tumorkonferenz hat bei mir auch ein

    Aromatasehemmer und ein GnRH-Analoga empfohlen.

    Meine Frauenärztin plädiert für Tamoxifen und GnRH.

    An wen könnte ich mich noch wenden?

    Ich habe schon so viel über mögliche NW vom Tamoxifen gelesen und bei den Aromatasehemmer sollen diese nicht ohne sein.

    Habe hier schon öfters von einem Test gelesen ob Tamoxifen überhaupt wirkt oder die bessere Wahl wäre. Wer bietet diesen Test an?

  • Hallo Poesie ,

    Ich bin auch noch praemenopausal , ich soll 2,5 bis 3 Jahre Tam u. GNRH da nach noch da 5 Jahre Aromatasehemmer, ich bin aber ein bisschen älter, unsere Patientinnen in deinem Alter bekommen vom Brustzentrum immer Tamoxifen für 5 bis 10 Jahre , auch wg den Knochen , ich persönlich habe den Test machen lassen weil meine Chefin auf Fortbildung war und sagte es könnte Sinn machen, im Nachhinein ich weiss nicht , ich verstoffwechsele Tamox zur Hälfte also sind wir auch 30 mg , aber ob der Test wirklich sinnvoll war , weil es ja doch keine Konsequenz hat, die zwingend notwendige Therapie muss ja sein VG Sonne

  • Liebe Poesie

    Die TEXT und SOFT Studien (Ergebnisse findest du auf Google) zeigen einen Vorteil für die Behandlung mit Aromatasehemmer und ein GnRH-Analoga im Vergleich zu Tamoxifen.

    Bei mir (in der Schweiz) wurde deshalb so behandelt und zwei meiner Kolleginnen hier wurden deshalb auch im Jahr 2014 umgestellt von TAM auf Aromatasehemmer und ein GnRH-Analoga.

    LG, Viviane

  • Liebe Poesie

    Hier schreiben meistens die Frauen, die Tipps brauchen, weil sie sehr viele NW haben. Ich vertrage sie sehr gut und habe die ersten 2 Jahre auch mit der Kombination GnRH-Analoga+Aromatasehemmer durchgeführt. Die Idee war damals, sollte ich sie nicht vertragen, auf Tam umzusteigen. Ich habe sie aber so gut vertragen, dass ich mir dann die Eierstöcke entfernen habe lassen.

    LG, Viviane

  • Liebe Sonne70, ich habe mit diesen nächtlichen Hitzeattacken auch zu kämpfen durch Eierstock OP und Letrozol, mir hat ein Produkt mit dem Extrakt der Traubensilberkerze geholfen, die Anzahl der durchschwitzten Schlafanzüge in etwa zu halbieren, was schon einmal eine große Erleichterung ist, auch tagsüber kommen zwar Hitzewallungen, aber definitv sachter und weniger nass. Vielleicht wäre das ja auch was für dich! Liebe Grüße 🤗

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  • Liebe Anne79 und Liebe Karla

    Danke für euren lieben Zuspruch, ich war vorher noch nicht in den Wechseljahren, es lief alles regelmäßig, und das mit 48 J 😧, musste dann wg Ovarialzysten beiderseits noch Zoladex dazu nehmen , dann begannen die Hitzewallungen , hatte Traubensil.....kerze probiert, wenig Wirkung und Traubensil...kerze Leberpropleme machen , muss aber nicht! hatte ich diese dann wieder weggelassen , nun probiere ich es mit Akupunktur, hatte von meiner Klinik eine kleine Studie gefunden wo dies helfen soll. Mal gespannt, vielleicht brauch ich dann ein bisschen weniger Nachtwäsche und muss mich auf der Arbeit weniger konzentrieren wg dem Schlafmangel . Umstellen auf Letrozol zur Zeit noch nicht im Gespräch aber Eierstöcke kommen dieses Jahr raus ob meine Chefin will oder nicht , sie wehrte sich letztes Jahr dagegen , leider stimmt meine Knochendichte in der Hüfte nicht😠 so dass ich morgen Biphosphonate bekomme LG SONNE