Brustkrebserkrankung Anfang 2012

  • :read: Hallo an alle.Ich bin Mika...Und hoffe das ich mir hier Hilfe ,Tipps und Ratschläge holen kann.Ja ich bin selber 2012 an inflammatorischer Brustkrebs erkrankt.Habe das volle Programm hinter mir wie Chemotherapie..Bestrahlung und Mastektomie hinter mir gebracht.Brustaufbau mit tramlappen hatte ich letztes Jahr.Ich kann heute sagen soweit geht's mir wieder gut.Muss natürlich jetzt Anastrozol nehmen...Nebenwirkungen mal mehr mal weniger.Aber trotzdem hat sich mein Leben sehr geändert.Mir fällt es immer noch sehr schwer im Alltag zurückzukehren.Ziehe mich komplett zurück und bin sehr oft traurig.Ich muss mich zwingen überhaupt den sogenannten Alltag zu bewältigen.Ich bin seid 20 Jahren verheiratet und kann jetzt zum Glück sagen....Das mein Mann nach 3.5 Jahren dies alles von mir verträgt.Freunde und Kollegen Stoß ich vorm Kopf.,und Weiss nicht warum.Wem ergeht es evtl. Auch so.Ich würde mir wünschen wenn mein Kopf wieder frei wird.

  • Liebe Mika 51,
    herzlich willkommen in unserem Forum. Ich finde, dass Du uns gesucht und gefunden hast, ist der 1. Schritt um aus diesem Tal herauszukommen. Diese "Löcher" kenne ich sehr gut und mir hilft es, mit anderen darüber zu reden/schreiben. Ich ging auch zu einer Psychologin, das hat mir super geholfen. Wäre das vielleicht auch etwas für Dich? Psychoonkologen haben eine lange Wartezeit, aber bei Krebsberatungsstellen bekommt man meist innerhalb einer Woche einen Termin. Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch mit vielen Tipps.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Sei herzlich willkommen hier im Forum der FSH. Hier kannst Du alle Deine Fragen stellen , oder Dir einfach etwas von der Seele schreiben was Dich bewegt . Hier liest immer jemand mit und eine Antwort dauert meist nicht lang.
    Ich bin vor 10 Jahren erstmalig an BK erkrankt . Jetzt Ende 2015 erkrankte ich nochmal .Nach der Ersterkrankung habe ich mir auch Gedanken gemacht wie ich in den Alltag wieder zurückkehre . Ich hatte in der Reha eine gute psychoonkologische Betreuung . Die Gespräche mit der Psychoonkologin dort haben mir sehr geholfen . Nach der Reha kam die Wiedereingliederung und sehr bald kehrte ich dann ins Arbeitsleben wieder zurück . Ich hatte das Gefühl schneller wieder im Alltag zu sein als ich vermutet hatte .Ich habe recht viele Hobbys und ich habe mich auch einer Selbsthilfegruppe angeschlossen . Der Austausch mit Gleichbetroffenen tut mir auch gut . Das mache ich jetzt auch wieder . Ebenso gehe ich
    jetzt auch regelmässig zu einer Psychoonkologin. Diese Möglichkeit hast Du auch jetzt , fast 4Jahre nach Erkrankung auch noch . Vielleicht gibt es in Deiner Gegend auch eine Selbsthilfegruppe oder eine Krebsberatungstelle. Aber auch hier im Forum kannst Du Dich gut austauschen.
    Die Angst vor einem Rückfall die begleitet einen mehr oder weniger ständig . Durch die Nachsorgen und durch die Antihormontherapie wird man auch ständig an den Krebs erinnert. Doch leider sind diese Dinge notwendig . Die langwierigen und invasiven Therapien hinterlassen am Körper ihre Spuren . Ich finde es toll dass Dein Mann Dir so zur Seite steht . Das ist viel wert.
    Alles Gute noch für Dich und ein schönes Wochenende .
    alesigmai52

  • Hallo Mika
    Das kenne ich auch, das mit dem Kopf und auch ich stosse andere hin und wieder eben vor den Kopf. Für das erste hat mich eine Psychoonkologin rausgeholt und seit ich ein Psychopharmaka bekomme, habe ich diese Tiefs und Krisen nicht mehr. Natürich bin ich auch oft traurig aber das soll man ja auch dürfen. Dieses Medi werde ich auch wieder ausschleichen lassen, ich brauche noch einige Wochen.
    Das andere manchmal Dein Verhalten nicht verstehen, macht nichts. Das kann man auch nicht, wenn man selber noch nie etwas ähnliches durchgemacht hat. Ich bin auch nicht mehr so wie früher, macht auch nichts.


    L.G.
    Chrigele

  • Ich möchte mich bedanken so nett von Euch aufgenommen zu sein.Ich habe mich nie getraut in einem Forum anzumelden.Aber ich denke das ist der richtige Weg für mich, nicht nur für negative sondern auch über positive Sachen zu berichten.Ich hatte 2012 meine Diagnose bekommen.Inflamatorischer Brustkrebs ohne Metall. . SELTENE Form von BK mit keiner guten Prognose.Ich fiel in einem tiefes Loch.Dann bin ich da gegen angegangen und habe die Behandlung einigermaßen hinter mich gebracht und geschafft bis jetzt.Aber ich kann es alles nicht vergessen .Ich kann es verdrängen mal mehr mal weniger.Verkraftet denk ich, habe ich es bis heute noch nicht.Ich bin in psychologischer Behandlung...Aber so richtig kann die das auch nicht verstehen.Manchmal denke ich, wenn man die Diagnose BK bekommt ist das eine schlimme Sache.Viel schlimmer ist aber was die Krankheit seelisch , mit einem macht.Ich war damals ein Jahr aus dem Büro raus....Habe mich sehr zurückgenommen im Büro über meine Erkrankung zureden.Es wussten nur die Menschen in meinem Leben...Den ich das selber erzählt habe.Aber selbst von den kommt ab und zu mal so Aussagen....stell dich nicht an....Bist doch wieder gesund....Ist doch schon 3.5 Jahre her.Von mir aus kann ich nur sagen....Ich habe meine alte Kraft bis heute nicht wiederbekommen.Werde schnell müde....Kann mich nach der Chemotherapie auch nicht lange konzentrieren.Nach der Mastektomie Nov. 2012 habe ich erst 2014 mit Brustaufbau anfangen können.Tramlappen op.Bis heute habe ich 7 operation hinter mir.Nächstes Jahr die letzte dann bin ich zu mindestens körperlich wieder hergestellt.Die vielen OP waren nötig..Weil ich sehr viele kommen Komplikationen hatte.Muss auch 10 Jahre Anastrozol einnehmen.Und trotz allem muss ich dankbar sein...Das alles geschafft zu haben irgendwie. Mir hilft es schon viel...Wenn man mit seinen Gedanken nicht alleine steht.

  • Hallo Mika 51


    eine solche Erkrankung verändert einen Menschen. Ich bin auch nicht mehr die "Alte". Bin auch viel leichter reizbar und bei weitem nicht mehr so belastbar wie zuvor. Lass die anderen einfach reden. Die haben keine Ahnung, wie das ist. Wer nicht betroffen ist, weiß halt nicht, dass einen das noch lange verfolgen kann. Bei mir ist es jetzt fast 3 Jahre her, in 10 Tagen habe ich wieder einen Nachsorgetermin und ich mache mich schon wieder völlig verrückt. Das ist halt so und ich merke, dass es mit der Zeit auch besser wird. Dennoch bin ich nicht mehr so unbeschwert, wie ich mal war. Ich versuche einfach, mit der Angst zu leben. Verdrängen bringt nichts, zumindest nicht bei mir. Sie tritt aber oft und immer öfter in den Hintergrund. Lass dir davon nicht dein Leben zerstören. Suche dir schöne Hobbys, es muss doch irgendetwas geben, was dir besonders Spaß macht oder etwas, das du schon immer mal machen wolltest? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt genau das zu tun.
    Ich bin auch noch in einer Selbsthilfegruppe bei uns. Das ist wirklich ein toller Austausch. Meist sitzt man da zusammen, redet über Gott und die Welt oder über Dinge, die einen gerade bewegen. Wir machen zusammen etwas Sport oder hören uns Vorträge an. Vielleicht wäre das ja auch etwas für dich?
    Einen ersten Schritt hast du ja schon gemacht, indem du dich hier angemeldet hast. Du wirst sehen, der Austausch mit Gleichgesinnten tut einfach gut.


    Liebe Grüße, Danka

  • Ja das stimmt.Man muss lernen nach einer BK damit zu leben.Da habt Ihr Recht.Mal gelingt es einfacher und mal schwerer.Bei mir ist das zumindest so.Ist auch oft tagesabhängig.Eins habe ich zumindest aus dieser Erkrankung gelernt, die schönen Seite des Lebens zu genießen. Wichtige von unwichtigen zu unterscheiden. Das konnte ich vor meiner Erkrankung nicht.Allein dieses Forums hilft mir sehr.Ich lese viel um zu erfahren wie es anderen damit ergeht.In vielen geschriebenen Texten erkennen ich mich.Und alleine dadurch fühle ich mich verstanden.Danke an Euch alle.l.g.yMika51