Mastektomie - Silikon Aufbau

  • Liebe Sommerliebe-87

    meine Drainagen wurden teils erst bei unter 30ml gezogen. Nur die mit Unterdruck (hab den Namen vergessen) wurde bei unter 5“ml gezogen. Die saß bei mir in der Achsel. 🙂


    Und bezüglich des Arms lass dir direkt ne Physio verschreiben! Ich bin ca. 2,5 Wochen nach dem KH direkt zur Physio und habe gezielt trainiert den Arm für die Bestrahlung hoch zu kriegen. Das macht es einfacher.


    Halte weiterhin durch! 🤗

  • Hallo!


    Ich habe mich ganz neu in diesem Forum angemeldet und hoffe, dass ich meine Fragen / meinen Wunsch nach Austausch hier richtig stellen kann. Ende September wurde bei mir Brustkrebs festgestellt. Meine Brust wurde zuerst brusterhaltend operiert - nun habe ich aber eine zweite OP hinter mir und es wurde ein hauterhaltende Mastektomie mit direkter Rekonstruktion (Silikon) vorgenommen. Das ist eine Woche her.


    Nun ist meine operierte Brust - optisch und gefühlt - so viel größer als meine noch verbleibende Brust und war anfangs auch sehr weit oben. Das hat sich mit dem Stuttgarter Gürtel jetzt schon etwas gelegt. Aber ich habe das Gefühl, die Brust platzt, die Haut spannt so sehr. Fühlt sich an, als hätte ich auf einer Seite ein A-Cup und auf der anderen ein B-Cup. Viele schreiben hier, dass sie sich sofort gut mir ihrer neuen Brust gefühlt haben, das geht mir leider gar nicht so und ich kann an gar nichts anderes denken, als das ich gerne ein kleineres Implantat hätte. Habe das Gefühl, einen Ballon in der Brust zu haben.


    Ist die operierte Brust noch geschwollen nach einer Woche? Kann ich damit rechnen, dass sie noch kleiner wird? Seit der OP habe ich bisher keine Veränderung der Größe gespürt.


    Ich freue mich über eine Antwort!


    Liebe Grüße

    Maluna

  • Hallo Maluna ,


    herzliche Willkommen hier im Forum, auch wenn es kein schöner Anlass ist.


    Meine OP (hautsparende Mastektomie mit gleichzeitigem Silikonaufbau links) ist jetzt knappe 4 Monate her. Ich bin mit meiner neuen Brust mittlerweile sehr zufrieden, auch optisch.

    Die ersten Wochen nach der OP war ich nicht glücklich, denn ich sah aus, als ob mir ein LKW über den Brustkorb gefahren wäre und ich anschließend nochmal schwer verprügelt worden wäre. Zum Glück habe ich von dem Zustand im KH ein paar Selfies gemacht, sonst würde ich es heute nicht mehr glauben. ^^

    Die operierte Brust war dunkelblau, unförmig und geschwollen. Die gesunde Brust vom Kompressionsverband zu einem Fladen gepresst. Ich dachte, mit diesem Aussehen kann ich in Zukunft bestenfalls noch in der Geisterbahn auftreten. =O


    Aber die Geduld hat sich ausgezahlt. Es ist eine große OP, bei der eine ausgedehnte Wundfläche entsteht, die erstmal heilen muss. Und das dauert. Die Schwellung geht nur langsam zurück, auch die Form der Brust ändert sich immer wieder. Je nach verwendeter Operationstechnik rutscht die Brust auch noch nach unten. Mein Chirurg meinte, das "Einhängen" der Brust würde ca. 3-4 Monate dauern.

    Auch jetzt verändert sich meine neue Brust immer noch. Bis der Körper das Implantat mit Bindegewebe umgeben hat, können 1-2 Jahre vergehen.

    Du musst Geduld haben und deinem Körper Zeit geben. Wenn dir irgendwas "komisch" vorkommt, dann frag' deinen Arzt lieber einmal zuviel als zuwenig. Mir ist aufgefallen, dass die Ärzte Dinge, die für sie selbstverständlich sind, weil es ihr daily business ist, oft nicht erklären oder nichtmal erwähnen. Als Patientin, die das erste Mal so eine OP und den nachfolgenden, langsamen Heilungsverlauf erlebt, ist alles neu und oft verunsichernd. Da sollte man sich nicht scheuen, im Zweifelsfall nachzufragen.


    Alles Gute weiterhin!

    "Ich freue mich, wenn's regnet, denn, wenn ich mich nicht freue, regnet's auch." (Karl Valentin)

  • [...] letzte OP 1/2020 - aber immer noch irgendwie in "Arbeit"...., zum Teil auch durchaus positiv ;)

    Liebes Sonnenblümchen, dann versuch ich mal ruhig zu bleiben bis zum nächsten radiologischen Termin nächsten Monat. Es zwickt halt manchmal innen... vielleicht bilden sich ja Nerven neu.


    Ich trage noch immer gern einen festen BH. An der Narbe außen ist es sehr dünn, da kann ich auch eine Falte fühlen, und ganz oben ohne wäre irgendwie unangenehm.


    Maluna Willkommen hier im Forum. Ja, die operierte Seite war bei mir auch deutlich größer. Nachdem die Schwellung zurückgegangen war, sahen beide Brüste gleich groß aus, aber noch mal ein paar Wochen später ist die Silikonbrust jetzt etwas kleiner.

  • Liebe Maluna,

    ich hatte 2017 erst eine brusterhaltende und dann eine hautsparende Mastektomie mit Silikonaufbau. Auch ich fand die Brust zu groß und zu prall. Zuerst hieß es, das seien postoperativ normale Schwellungen, die sich noch zurückbilden würden. Nach 5 Monaten war es aber immer noch so. Das Gefühl, die Brust platzt. Der BH hinterließ ein Muster auf der Haut. Nachts wurde ich wach und dachte, ich hätte einen Knödel unter dem Arm. Dann fing die Haut bis über die Seite auf den Rücken hin zu spannen. Es wurde dann ein Lymphödem in der Brust festgestellt und ich bekam Lymphdrainage und einen Spezial-BH (Lymphentlastungsbandage). Die Prognose war, dass das Ödem schon chronisch geworden sei. Faustregel: Ein Ödem, das sich 3 Monate nach der OP noch nicht zurückgebildet hat, ist chronisch. Es gelang aber doch, über einen Zeitraum von 2 Jahren die Häufigkeit der Lymphdrainage von anfänglich 2 in der Woche auf 1 alle drei Wochen zu reduzieren und aktuell nehme ich gar keine mehr. Die Brust ist nicht mehr geschwollen - jetzt kann man das Rippling (Falten) fühlen - und einen Tick kleiner als die eigene. Sie sitzt tatsächlich nicht höher, wirkt aber so, weil sie praller ist und weniger hängt.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Wenn das Spannungsgefühl noch ein paar Wochen anhält, würde ich gezielt die Frage nach dem Vorliegen eines Lymphödems stellen. Für Fachleute ist das schon mit bloßem Auge zu erkennen. Und im Ultraschall. Es gibt Ärzte, die sich auf Gefäßkrankheiten spezialisiert haben.

    Alles Gute!

    Lavara18

  • flybee Eluna Vielen lieben Dank für Eure netten und für mich auf jeden Fall erstmal beruhigenden Antworten. Das gibt mir ein besseres Gefühl und ich werde an mir arbeiten, geduldig zu sein. Mal schauen, wie lange das anhält ;-) Jeder Tag fühlt sich einfach so anders an!


    Lavara18 Deine Info mit dem Ödem behalte ich auf jeden Fall im Hinterkopf - vielen Dank auch für diesen Hinweis.


    Liebe Grüße

    Maluna

  • Liebe Maluna ,

    erst mal schön, dass Du die OP hinter Dir hast, das ist ein großer Schritt.

    Ich hatte im April eine beidseitige Masektomie mit Silikonaufbau und kann Dir sagen, dass es ganz normal ist, dass sich die Silikonbrust prall und viel zu groß anfühlt. Ich war beim ersten Anblick total geschockt über die riesigen Melonen und dachte nur, nee, das will ich ja gar nicht. Aber die Ärzte waren begeistert und meinten, das wird alles, dauert aber paar Monate.

    Nach so einem großen Eingriff ist alles stark geschwollen und es ist noch Wundflüssigkeit drin.

    Selbst letzte Woche bei der Nachsorge wurde noch Flüssigkeit entdeckt. Es dauert echt lange, bis alles abschwillt. Ich hatte erst nach 3 Monaten das Gefühl, dass die endgültige Größe erreicht ist. Und dann war ich auch mit Form und Größe zufrieden. Und auch jetzt nach über 7 Monaten zwickt und zwackt es immer wieder mal. Du wirst noch viel Geduld brauchen. Aber wenn Dir was komisch vorkommt frag lieber einmal mehr den Arzt, als zu wenig. Und hier kannst Du auch immer fragen.

    Ich wünsche Dir eine gute Wundheilung,gute Erholung von der OP und gaaaaaaanz viel Geduld

    ( was nicht grad die Stärke von uns allen hier ist;))

    Liebe Grüße ,

    Mimi61

  • Hallo Maluna !

    Das Gefühl mit der prallen Brust habe ich auch.

    Ich habe wohl Wundflüssigkeit drin und die muss sich erstmal abbauen. Ich hatte am 18.11.20 meine hautsparende Mastektomie mit Sofortaufbau. Nach einer Woche sahen beide Brüste mal identisch aus und jetzt ist die operierte auch viel größer. Zum punktieren möchte ich ungern. War heute bei meiner Hausärztin und sie meinte ich soll mir mehr Ruhe gönnen. Bei mir wurde die erste Drainage nach 2 Tagen gezogen und die zweite nach 7 Tagen obwohl noch 100ml gelaufen sind. Komisch wie unterschied das läuft.

  • Ich habe jetzt mal eine Frage zum Arm heben...

    Ich habe gehört das man den nicht über die Schulter heben soll...Keine Ahnung wo.

    Ich glaube das ist nicht richtig?


    Ich soll ja Gymnastik machen um den Arm wieder bis hoch zu bekommen. Liegt das an der Lymphknotenentfernen? Geht ihr dazu zur Physiotherapie und was muss auf der Überweisung stehen?

    Ab wann geht man zur Lymphdrainage?

  • bluemchen154 das mit dem Arm heben stimmt. Damit das Implantat nicht verrutscht soll ich das auch 4 Wochen befolgen!


    Hast du denn Probleme mit Lymphstau? Ansonsten wäre wohl eher Physio oder Krankengymnastik das Mittel zur Wahl? Aber auch hier würde ich 4 Wochen warten weil außer den Arm bis zur Schulter heben können die ja auch momentan nicht viel machen und das kann man ja auch gut Zuhause machen!

  • Liebe bluemchen154 ,


    Schwierige Frage, weil jeder doch individuell ist und unterschiedliche Tipps von den Ärzten bekommen hat.

    Ich habe vom BZ ein Übungsblatt für Schultern mitbekommen. Anfangs waren es 3 Übungen, ganz ganz leicht. Die habe ich so 2 Monate gemacht. Mehr nicht. Weder heben, tragen usw.

    In der Reha hatte ich dann Schulter Arm Gymnastik und Kraft Arme aber nur ganz leicht. Auch heute fällt es mir etwas schwerer die Arme zu heben. Es tut auch noch weh. Es liegt auch an der grossen Op. Du hast Silikon drin, die Haut ist anders. Alles spannt. Ich hatte über 3 Monate Schmerzen.

    Lympdrainage habe ich nicht, da ich bisher kein Lymphödem habe. Die Gyn misst bei der Kontrolle der Brust immer die Arme aus.


    Alles gute dir!

  • Okay.. naja Bluemchen , das ist ja jetzt ne blöde Situation für dich.

    Diese unterschiedlichen Meinungen werden dich ja nur zusätzlich verunsichern.

    Mir hat die Physio sehr geholfen. Da ging es auch gar nicht darum den Arm so hoch wie möglich zu bekommen.

    Die Muskeln wurden gelockert und gedehnt. Die Narbe wurde ach begutachtet und wenn es nötig gewesen wäre, wöre sie gezupft worden.

    Die nicht operierte Seite, wurde massiert, sie war ja ziemlich belastet, sie übernahm ja erstmal die meisten Dinge.

    Die unbequeme Liegeposition im Bett brachte auch Verspannungen, die bearbeitet wurden.

    Das Dehnen hat mir sehr viel gebracht.

    Ich war überrascht.

    Allerdings hatte ich auch Glück an eine fähige KG gekommen zu sein.

  • So...

    Ich war dann heute nach langem Überlegen nochmal im Brustzentrum.

    Der Chefarzt hatte es ja angeboten und siehe da... Er hatte punktiert. Über 400ml hat er raus gelassen. Arm soll ich weiterhin bewegen und nach oben bekommen. Ich vertraue ihm da jetzt mal. Werde ja nicht die erste sein. Jetzt muss ich das Ganze mal beobachten. Wie ich bei euch lese, heißt es ja noch lange nicht das alles jetzt so bleibt.

  • bluemchen154

    Das ist ja eine ganz schöne Menge. Hoffentlich geht es dir und deiner Brust jetzt besser.

    Ich habe da auch keine explizite Anweisung bekommen, dass ich den Arm nicht heben dürfte. Am Anfang ging es auch einfach nicht, langsam dann irgendwann schon. Der Stuttgarter Gürtel (hieß der so?!) dient ja auch dazu, dass alles an seiner Stelle bleibt.

    Ich hatte von der Physio auch Mobilisationsübungen für die Schultern bekommen, dabei gingen die Arme auch hoch. Allerdings denke ich, dass es wichtig ist darauf zu achten, dass sich die Bewegung natürlich anfühlt, nicht gegen Wiederstand oder mit Schmerzen.

    Lymphdrainage habe ich prophylaktisch verschrieben bekommen, was wohl auch ganz gut ist, aber nicht sein muss.


    Auf der Seite schlafen durfte ich nach 4Wochen wieder, allerdings war es da noch manchmal unangenehm. Mit joggen sollte ich noch etwas warten, aber Ende Dezember sind es 3 Monate, dann dürfte ich alles wieder machen, meinte mein Arzt.

    Aber wie gesagt, man liest hier ja oft sehr unterschiedliche Aussagen der Ärzte. Ich habe immer versucht auf mein Bauchgefühl zu achten und habe auch recht früh mit Sport angefangen.

  • Ni00


    Was genau ist denn der Stuttgarter Gürtel. Ich habe zwar einen Kompressionsbh, aber ich habe das Gefühl der ist gar nicht so fest.

    Ich glaube auch die Brust füllt sich wieder. Dann habe ich auch das Gefühl als würde das Silikon an der Haut schubbeln.

    Eigentlich fehlt soviel Info was Op und Nachsorge angeht.


    Wie war es bei euch mit Narbenpflege?

  • Hallo bluemchen154

    Bei mir war es ähnlich. Ich hatte ja in den ersten Tages starkes Nachbluten. Bin deshalb auf eigenen Wunsch hin noch 2 Tage länger im KH geblieben, weil ich eigentlich nicht mit den Drainageflaschen nach Hause wollte. Wurde dann am 7. Tage entlassen, aber noch mit der Brust-Drainageflasche. Mir hatte man gesagt, dass die Drainage erst gezogen wird, wenn 2 Tage hintereinander weniger als 50 ml in der Flasche sind. Bei mir war die Brust auch sehr !!! geschwollen und fing dann auch an zu schmerzen. Am 11.Tag habe ich dann nicht locker gelassen und um einen Termin im KH verlangt, weil ich echt besorgt war. Dort hieß es dass mit der Brust alles iO sei. Aber manchmal würde die Drainage auch Schmerzen verursachen, wenn sie zu lange drin sitzt. Obwohl immer noch mehr ca. 60ml täglich lief, hat man mir dann die Drainage gezogen. Die Brust wurde in den nächsten Tagen dann noch etwas dicker und spannte. Eine Woche später hatte ich dann Termin bei meiner operierten Ärztin zwecks pathologischen Befund-Gespräch. Weil die Brust da immer noch grün u blau war, ich aber keine Schmerzen hatte, dachte ich es sei alles iO. Die Ärztin machte dann sofort einen Ultraschall und sagte dass sie punktieren müsste. Bei mir hat sie dann auch 4 Spritzen (ca.12o ml) rausgeholt.

    Für alle, wo das noch ansteht. Wenn ihr grundsätzlich kein Problem mit Spritzen habt, dann kann ich euch echt beruhigen. Bei mir wurde das ohne Betäubung gemacht und war wirklich nicht schlimmer als einer normaler Spritzeneinstich. Gefühl hatte ich zu dem Zeitpunkt ja sowieso noch nicht in der Brust. Laßt euch auf jeden Fall punktieren, wenn die Ärzte es für sinnvoll erachten. Flüssigkeit, die raus ist, kann sich nicht verklumpen bzw. keine Probleme mehr bereiten. Bei mir lief die Brust dann zwar wieder etwas voll, sodass ich noch einmal glaubte, dass punktiert werden müsse. Das sollte dann aber nicht mehr nötig sein, weil der Körper das selber langsam resorbieren würde. Ich bräuchte aber etwas Geduld. Es hat dann bestimmt 5-6 Wochen gedauert, bis es merklich besser wurde.