Vorbeugende Eierstockentfernung (Ovarektomie)

  • Liebe marie_in_berlin.

    Ja, das Risiko kann minimiert werden. Ist diese Studienlage von diesem Jahr?

    In Essen habe ich letztes Jahr gehört, das Risiko sinkt bei der Durchtrennung um knapp 40%. Aber vielleicht gibt es ja wieder eine ganz neue Erkenntnis.

    LG Naticatt

  • Liebe Naticatt und marie_in_berlin , es wird vermutet, dass Vorstufen von Eierstockkrebs in den Eileitern entstehen und deswegen laufen Studien oder eine Studie dazu. Es ist nicht sicher, wird aber vermutet. Leider weiß ich den Namen der Studie nicht.


    Mir wurde allerdings vom Familiären Zentrum für Brust und Eierstockkrebs in Köln gesagt, dass die Empfehlung mal bei 40 lag man aber zur Zeit eher 35 empfiehlt, da es sich doch zeigt, dass es auch immer wieder früher auftritt. Nunja, blöde Entscheidung und gerade ist die Angst vor den Folgen des Hormonentzugs noch sehr groß. Mir wurde mehrfach gesagt, dass das Osteoporoserisiko dann im Alter wirklich sehr hoch ist und man dann schnell etwas gebrochen hat, ganz zu schweigen von Nebenwirkungen auf Sexualität etc.

    Aber ja, das alles ist sehr individuell.


    Die Gabe von Hormonen zum Substituieren sehe ich nach einem Onlinegesprächskreis des BRCA Netzwerkes mit einer Ärztin kritisch. Dort wurde gesagt, dass dadurch das Metastasenrisiko steigen könnte.

    Danach habe ich mich allerdings gefragt, dass wenn der Körper nach der Chemo wieder Hormone produziert, ob das dann nicht eine ähnliche Situation wäre.


    Was solche Entscheidungen angeht kann ich das Netzwerk jedem sehr empfehlen!

  • .. Ni00 - so wurde mir es in Köln bzgl des Alters auch gesagt.


    Bzgl. Von Osteoporose wurde mir das Risiko erläutert. Mein Arzt hat nach Entnahme der Eierstöcke die Knochendichte bestimmt und macht dies nun in regelmäßigen Abständen.


    Ich nehme aber auch Calcium Tabletten u Vitamin D3.


    Egal wie man sich entscheidet- auf beiden Seiten hat man halt ein Risiko. Jeder muss das halt für sich selbst entscheiden wie er mit dieser Situation umgeht.

  • Juhu marie_in_berlin


    vielen Dank für deine Meinung..klar, jeder hat seine eigene und das ist auch gut so..wäre ja schlimm, wenn jeder die gleiche Meinung hätte;)


    Danke für den Buchtipp:thumbup:


    liebe Grüße:hug:

    <3"Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist"<3

  • Sonnenblume86 darf ich dich fragen, in welchem Alter deine Großmutter an EK erkrankt ist?

    Was ich gelesen habe ist, dass man großzügig ab +\- 5 Jahre rund um die Ersterkrankung in der Familie die Overektomie planen sollte. Ich würde sogar noch etwas großzügiger sein (meine BK Diagnose war 7 Jahre vor ED meiner Großmutter), aber mehr als 10 Jahre müssten es glaube ich nicht sein.


    Bei mir hatte eine Großcousine EK ED mit ca. 55 Jahren und der Arzt meinte, dass ich ruhig bis Ende 30 warten kann mit der Entnahme der Eierstöcke.

  • Liebe marie_in_berlin.

    Ich habe mal eine Frage. Du scheinst Dich ja gut auszukennen.

    Weißt Du aufgrund welcher Kriterien die Ärzte diese Aussagen machen? Gibt es da irgendwelche Statistiken oder Studien? In dem Infoordner in Essen war auch die Rede von Ende 30.

    Jetzt ist es ja leider so, dass Krebs sich nicht an Regeln hält. Woher wollen die Ärzte dann wissen welcher Zeitpunkt der richtige ist?

    LG Naticatt

  • Hallo marie_in_berlin, hallo Naticatt,


    das würde mich auch interessieren. Ich war nie in einem ausgewiesenen BRCA-Zentrum, aber ich vermute auch Krebs hält sich nicht an diese Berechnungen. Bei mir ist es z.B. so, dass die Mutter meines Vaters mit 44 Jahren an Krebs gestorben ist (wahrscheinlich Ovarialkrebs) und ich meine Brustkrebsdiagnose mit 45 Jahren erhalten habe, aufgrund der Umstände habe ich dann erst mit 47 die Ovarektomie vornehmen lassen, bis dahin erfolgte 2x Jahr ein Ultraschall, aber es war klar, dass es so keine 100%ige Sicherheit geben kann. Mir ist darüber hinaus immer nur die Empfehlung bis 40 Jahren diese OP vornehmen zu lassen begegnet, wenn sie prophylaktisch erfolgen soll. Am Ende hängt es natürlich von der Kinderplanung und dem eigenen Gefühl der Sicherheit ab, wie Frau sich entscheidet.


    Trotzdem interessiert mich auch, worauf diese Regelung fußt, vielleicht weißt du ja mehr marie_in_berlin.


    Wenn meine Tochter die BRCA1-Mutation geerbt haben sollte, müssen wir uns auch nochmal damit auseinandersetzen. Ich persönlich würde dann an ein entsprechendes Zentrum gehen.


    Viel Glück bei deiner Entscheidung!


    Viele Grüße

    Sonnenblume. 🌻

  • Liebe marie_in_berlin


    klar darfst du fragen..ich glaube sie war Mitte 70..wo hast Du denn die Info`s gelesen? Ich muss gestehen, dass ich nicht soviel nachlese was das Thema angeht..vielleicht ist es auch Eigenschutz?!


    liebe Grüße

    <3"Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist"<3

  • Hi Sonnenblume86  Sonnenblume. und Naticatt,


    Ich habe meine Informationen vorrangig aus dem im vorherigen Post genannten Buch (das ist wirklich sehr gut), den Gesprächen mit meinen Ärzten und Ärztinnen in der Klinik sowie aus dem Forum ;)


    Und dort habe ich meist eher gelesen, dass die Eierstockentnahme nicht vor Ende 30 erfolgen muss. Mein Arzt hatte das Beratungsgespräch sogar angefangen mit den Worten "Lassen Sie sich nicht einreden, dass es früher notwendig wäre". Am Ende des Tages schätze ich, dass er wiederum seine Informationen aus den Studienmaterialien hat, die vorliegen 🤷‍♀️

    Aber es ist ja so, dass das ganze Thema rund um BRCA1 und den Empfehlungen für den Umgang damit noch relativ "neu" sind. Daher gibt es vermutlich auch so viele verschiedene Ratschläge. Natürlich kann mir keiner versichern, dass ich definitiv nicht bis Ende 30 Eierstockkrebs bekommen würde. Es ist halt einfach nur eher unwahrscheinlich ...


    Jede sollte die Entscheidung am besten so treffen, dass sie sich damit wohl fühlt. Und wenn die Angst Überhand nimmt, ist man vielleicht auf der sicheren Seite, wenn man die Ovarektomie schon früher macht. Aber offensichtlich ist es, den mir und meinen Ärzten vorliegenden Materialien zufolge, nicht unbedingt notwendig. Und es ist schon auch eine gängige Empfehlung für sowohl BK als auch EK, sich an das Alter der Ersterkrankung in der Familie zu halten (wenn eher jung erkrankt -> lieber früh tätig werden .... so wie bei meiner Großmutter und mir mit BK). Aber auch da kann einem niemanden eine 100%-Versicherung geben, dass es nicht auch 20 Jahre früher passieren kann...

    Einmal editiert, zuletzt von Lieselotte () aus folgendem Grund: Kliniknamen entfernt

  • BRCA2 prophylaktische Ovarektomie


    Hallo ihr Lieben,

    gerade habe ich mich im Forum angemeldet. Ich habe eine BRCA2 Keimbahnmutation und wie mein Name es bereits verrät, mache ich mich gern und oft verrückt und bin extrem ängstlich. Ich bin zum Glück noch nicht erkrankt. Die prophylaktische Mastektomie habe ich bereits letzten Februar durchgezogen. Mit dieser Entscheidung bin ich sehr glücklich.

    Nun steht demnächst die Entfernung der Ovarien/Eileiter an. Ich bin jetzt Mitte 50 und habe Bedenken, wie sich die OP auf Psyche, Gedächtnis, Antrieb, Libido, Haut, Knochen etc. auswirkt. Meine Ärztin meint ja, in meinem Alter produzieren die Ovarien kaum noch Hormone und da gäbe es keine Bedenken ihrerseits.

    Im Netz habe ich leider Berichte gelesen, die mich sehr verunsichern. Androgene werden ja bis in's recht hohe Alter durch die Eierstöcke produziert und einige Frauen hatten auch in meinem Alter schwerwiegende Nebenwirkungen und keine Lebensqualität nach dem Eingriff mehr.

    Ich habe die Hoffnung, dass sich evtl. hier Frauen melden, die die OP bereits hinter sich haben und mir berichten könnten, ob und welche Probleme sich anschließend einstellen. Vielleicht könnt ihr mir ja ein wenig die Angst nehmen.

    Mir ist bewusst, dass es Problemchen sind, die mir Sorge bereiten, im Vergleich zu dem, was viele hier im Forum durchstehen müssen, die bereits erkrankt sind. LG

    3 Mal editiert, zuletzt von Alecto () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Liebe Schissbuchse

    Ich melde mich mal. Ich hatte meine prophylaktische Ovarektomie letztes Jahr im Dezember aufgrund einer BRCA1-Mutation mit "nur" 44 Jahren. Mir geht es gut ... ich könnte nicht sagen, dass sich nun etwas verändert hat. Dank der Chemo bin ich ja schon im Juni 2019 in die Wechseljahre geschoßen worden... sprich meine Regelblutung hat sich ab da auch verabschiedet. Auch Hitzewallungen, Schlafstörungen, etc. begleiten mich seither. Ich könnte nun nicht sagen, dass mit der Entnahme der Eierstöcke sich nun noch zusätzlich etwas verändert.

    Der Eingriff selber wurde bei mir minimalinvasiv durchgeführt und ist wirklich ein Klacks. 2 Tage KH und 14 Tage extrem schonen ... das wars.

    LG Hanka

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Also ich hatte Hysterektomie und Ovarektomie vor 10 Jahren mit Anfaang 40 J. nehme natürich keine Ersatzhormone Schissbuchse du bist doch Mitte 50, also hättest doch eh dann jetzt die Wechseljahre, ich war 15 Jahre jünger. Ich stimme deiner Ärztin zu: Ich habe bis heute nichts gemerkt...kein prophezeiter Bartwuchs, keine Knochenbrüche, keine Hautprobleme, keine Zahnprobleme, keine Psychoprobleme, nicht mal Hitzewalllungen. Evtl. bisschen Libido aber bin ja verheiratet und da spielen auch Werte wie Kuschekn u.ä. eher eine wichtigere Rolle.

  • Liebe Schissbuchse,


    Auch ich möchte mich kurz melden.

    Ich bin mit 40 an Eierstockkrebs erkrankt, habe aber keine Genmutation. Durch den Verlust der Eierstöcke bin ich von heute auf morgen in die Wechseljahre katapultiert worden. Seitdem leide ich unter heftigen Hitzewallungen, Schlafstörungen, habe extrem trockene Schleimhäute uns trockene Haut. Ich habe versucht auf natürliche Weise den Beschwerden entgegenzuwirken, leider mit wenig Erfolg. Sehr lange habe ich mit mir gerungen, ein paar Meinungen von Fachärzten eingeholt und habe mich vor kurzem entschlossen mit einer Hormonersatztherapie zu beginnen, da meine Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist. Meine FÄ hat mir ein niedrig dosiertes Estradiol-Präparat in Form von Spray verschrieben.

    Was ich damit sagen will, jede Frau reagiert anders auf den Entzug der weiblichen Hormone. Ich kenne viele Frauen, Mitte 50, die gar keine Wechseljahresbeschwerden hatten und haben, andere dafür noch vor 40. Lebensjahr sind und breites massive Probleme haben.

    Ich wünsche Dir, dass Du eine für Dich gute Entscheidung treffen kannst.

    Alles Liebe für Dich💞

    LG Astevi

  • Liebe Schissbuchse , erst einmal hallo! 👋

    Also, ich war schon nach den Wechseljahren, als ich wegen Gebärmutterhalskrebs die Gebärmutter und die Eierstöcke etc. rausbekam.

    Ich hatte vorher nie Wechseljahresbeschwerden, aber nach der Entnahme der Eierstöcke bekam ich Hitze- und auch Kältewallungen.

    Meist erst diese Hitzewallungen, danach wurde mir kalt.

    Da ich auch noch einen Hormon-Brustkrebs hatte durfte und darf ich auch keine Hormone nehmen.

    Diese Hitzewallungen hatte ich so ein halbes Jahr lang, dann wurde es weniger.

    (Kam bei mir dann noch einmal extrem durch Antihormone wegen Brust, ist aber eine andere Baustelle).

    Lange Rede, kurzer Sinn: ich hatte massive Hitzewallungen, obwohl ich schon durch die Wechseljahre durch war.

    Hat sich dann aber gegeben.

    Spätere Sachen kann ich schwer eingrenzen, weil da sicher auch die Antihormontherapie mut reinspielt.

  • Liebe Schissbuchse ,


    ich habe mir die Eierstöcke mit 43 Jahren prophylaktisch nach der Bkerkankung entfernen lassen. Hatte durch Chemo und Antihormone vorher Hitzewallungen, aber gut aushaltbar. Das hat sich aber schnell gegeben.

    Ich hatte hauptsächlich Haut- und Schleimhauttrockenheit. Das wurde aber ohne Antihormone besser.

    Stimmung und Gedächtnis merke ich dadurch keinen Unterschied. Aber von der Chemo leidet zeitweise das Gehirn.

    Libido ist schon zurück gegangen. Würde das aber nicht nur an den Eierstöcken fest machen, sondern an den Umständen der Erkrankung.

    Für die Knochen uvm. solltest du unbedingt Vit D zuführen, ggf. bei Bedarf Calcium. Und man kann ja alle paar Jahre eine Untersuchung zur Osteoporosevorbeugung machen.


    An deiner Stelle würde ich nichts gravierendes erwarten. Die Wechseljahre sind ja sowieso in dem Alter normal. Daher sehe ich das nicht so als Problem.

    Ich habe einige gesunde Freundinnen, die seit Mitte 40/50 deutlich mehr Wechseljahrsprobleme haben als ich.


    Und der minimal invasive Eingriff ist wirklich harmlos gewesen. Ich würde es jederzeit wieder machen.

    Und es gibt ja wie schon erwähnt die Möglichkeit etwas Hormone mit Cremes zu zuführen.

    Eierstockkrebs zu bekommen ist so gar keine gute Sache!


    Alles Gute dir!

  • Hallo @Schissbuchse


    Ich hab mich im Frühjahr diesen Jahres der Eierstock--/Eileiterentfernung aufgrund einer ca. 2 cm großen Dauerzyste und erhöhtem Tumormarker (CA 125) unterzogen. Es war nicht zwingend notwendig und engmaschige Untersuchungen hätten lt. Frauenärztin ausgereicht, nur nach allem was ich davor durchhatte, wollte ich mir nicht noch mehr Stress antun und mich weiter verrückt machen.... also Schnitt(e) ;) Vorgenommen hab ich diese OP in einer Uniklinik nach ausgiebiger Beratung und höchster Sympathie für die mich operierende Ärztin die meine Ängste nachvollziehen konnte und bin bis dato - mehr als Glücklich damit. Der Eingriff an sich ist nicht weiter tragisch, sicher sind die ersten zwei Tage nicht das Wahre, aber bereits am dritten Tag ging es nach Hause, dann folgten ein zwei-drei Wo. (Verwöhn-)Ruhe und ..... alles BESTENS!:thumbup:


    Die 3 Schnittwunden (u.a. eine im Bauchnabel) sind prima verheilt und was meine Psyche, Gedächtnis, Antrieb, Libido, Haut, Knochen betrifft, so hat sich bisher nichts geändert. Alles beim "Alten" lach - im wahrsten Sinne des Wortes - denn auch mein Mann war/ist froh, dass ich es hinter mich gebracht habe, als weiter in ständiger Angst und Panik zu leben und mich von einer Kontrolluntersuchung zur Nächsten zu hangeln, zumal es nun auch noch bei einer sehr guten Freundin vor kurzem ganz unverhofft die Diagnose Eierstockkrebs gab und sie/wir immer noch zutiefst erschüttert und sehr traurig sind ;(


    Ganz liebe Grüße und alles Gute für Dich!

  • Liebe Schissbuchse

    Ich habe meine Eierstöcke und Eileiter letztes Jahr entfernen lassen.

    Eierstockskrebs läßt sich sehr schwer nachweisen.

    Ich bin jetzt beruhigter.

    Mir geht es gut und ich liebe mein Leben:):thumbup:

    Liebe Knuddel-Grüße, Karin:hug:<3