Vorbeugende Eierstockentfernung (Ovarektomie)

  • Liebe Anna25,

    ich weiß, es ist schwierig. Ich habe gesehen, dass Du 2 Kinder hast. Bei mir war damals ausschlaggebend, mich zur OP durchzuringen, dass ich einen Sohn habe (jetzt 8) und ich wollte es wegen ihm nicht riskieren krank zu werden.

    Ich fühle mich im Moment auch sicherlich deswegen schlechter als es vielleicht sein müsste, da mein Mann und ich uns ein paar Monate nach der OP getrennt haben. Das hatte aber nichts mit der OP zu tun. Wenn ich einen lieben, verständnisvollen Partner hätte, der auch in schweren Zeiten zu mir stehen würde, wäre es vermutlich nicht so schlimm. Wenn Du einen lieben Mann hast, dem Du zutraust auch dann weiterhin für Dich da zu sein, sollte es dir etwas die Angst nehmen. Du kannst sicherlich ebenfalls eine HOrmonersatztherapie machen, die schon mal hilft. Ich kann Dir nicht sagen, wie sich das Ganze in einer Beziehung anfühlt und wie es mit der Sexualität klappen würde. Vielleicht können hier andere etwas dazu sagen oder auch Tipps geben. Liebe Grüße, Corina

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  • Ich habe am 23.4.20 die Diagnose eine Genmutation im BRCA2 Gen erhalten. Ich werde mir prophylaktisch die Eierstöcke und Eileiter entfernen lassen. Wer kann mir aus ihren Erfahrungen berichten?

    LG🤗❤👍

    Einmal editiert, zuletzt von Lieselotte () aus folgendem Grund: Beitrag hierher verschoben

  • In zwei Wochen kann ich dir mehr berichten, da kommen bei mir die Eierstöcke und Eileiter raus. Bis jetzt weiß ich nur, dass es wohl minimalinvasiv gemacht wird und ich nicht lange im Krankenhaus bleiben muss.

  • Kiko62 ,

    Am 20.04 wurden bei mir die Eierstöcke und Gebärmutter entfernt..zum Glück konnte das minimal invasiv ( da vinci) gemacht werden...

    Schmerzen habe ich relativ wenig und konnte bereits am 23.04 wieder nach Hause... ich bin noch schlapp und habe manchmal Druck im Bauch aber das war es auch schon...

    Hormonbedingte Änderungen spüre ich bis jetzt nicht aber lt. meiner Gynäkologin kann das erst 4 - 6 wochen nach der OP kommen..

    Liebe Grüße

  • Memmy

    Ich habe momentan nur Sorge!

    Ich habe seit 2 Jahren Probleme mit meinem Bauch( Blähungen, Druck)

    Ich habe die BRCA2-GENMUTATION.

    Ich hab ein komisches Gefühl.

    Hattest du Symptome?

    LG😘

  • Kiko62 ,

    Deine Ängste kann ich sehr gut verstehen und ich finde, die Warterei ist die schlimmste Zeit.

    Nein ich hatte keine Symptome.

    Beim Routineultraschall wurde eine veränderte Zyste gesehen.

    Zur Sicherheit wurde dann eine bauchspiegelung gemacht und ein Eileiter entfernt.

    Da saß ein sehr seltener Tumor (FTWO) und deswegen wurden nun Eierstöcke und Gebärmutter entfernt.

    Zysten hatte ich seit Jahren an den Eierstöcken aber habe nie was gemerkt. Wobei ich sagen muss, Luft im Bauch, Völlegefühl und so habe ich immer aufgrund von Polypen im Darm...

    Liebe Grüße

  • Memmy

    Danke,für die Info. Die Ärztin in der HOT sagte,es würde in der Tumorkonferenz vorgestellt,wg. BRCA2.Ich bekomme dann Info, ob Therapie-Änderung,oder wann OP. Dies kann wohl etwas dauern, wg. Corona. Krankenhäuser müssen erst wieder OP's hochfahren. Mit meinen Darmproblemen,kläre ich mit meiner Hausärztin ab. Evtl. Termin Gastro-Enterologe?

    Ich wünsch dir einen schönen Abend.

    LG😘❤🙋‍♀️

  • Kiko62 ich habe wg. BrCa2 meine Eierstöcke direkt bei der Brust-OP mit "entsorgt". Wichtig ist, dass nicht nur die Eierstöcke sondern auch die Eileiter entfernt werden und sie mit einem sog. Bergebeutel ans Tageslicht befördert werden. Das sollte aber ohnehin "Standard" sein. Ich hatte keinerlei Probleme. Hatte noch nicht einmal einen aufgeblähten Bauch. Ich hatte natürlich den Vorteil, dass ich durch die beidseitige Mastektomie mit Silikonsofortaufbau ohnehin etwas "angeschlagen" und bewegungseingeschränkt war, aber ehrlich gesagt, hatte ich zeitweise schon befürchtet, dass die mir die Fäden nur aufgeklebt haben und die Eierstöcke gar nicht rausgeholt haben. Die "Hormonbremse" hab ich nach einigen Tagen ziemlich deutlich gespürt, hab plötzlich heulend im Bett gesessen und wusste gar nicht warum ich heulte. Bin bis heute noch ziemlich nah am Wasser gebaut.

    Einen Termin beim Gastroenterologen würde ich an Deiner Stelle einfach mal machen. Du hast ja Beschwerden. Und das Risiko für Darmkrebs ist bei BrCa2 auch etwas erhöht. Ich hab ohne Beschwerden ohne Probleme ne Darmspiegelung bekommen. Leider sind sich die Ärzte da nicht so einig, wie oft ich das machen sollte. Ausser einer intensivierten Vorsorge der Brüste gibt es keine Vorsorge bei BrCa2. Und bei der Nachsorge des Brustkrebs gibt es auch nur eine Leitlinie für alle. Da wird nicht unterschieden, ob du BrCa-positiv bist oder nicht und auch nicht ob Du brusterhaltend operiert wurdest oder flach bist oder nen Aufbau hast. Standardprogramm ist Abtasten und Mammografie. Ich darf einmal im Jahr zur Mammografie um dann grosse weisse Silikonflecken auf den Bildern zu sehen. Sinn sehe ich darin weniger, aber wenn meine Ärztin mir dafür brav die Überweisung zum Leberultraschall (ich hatte während der EC schlechte Leberwerte, habe ne Zyste und ein Blutschwämmchen und nach Therapieende ein Jahr lang rumdiskutiert dass da mal jemand kontrolliert) ausstellt, komme ich ihr halt mit der Mammografie entgegen.

  • Heideblüte

    Danke,für deine Erfahrungen. Das hilft mir sehr weiter. Bei mir hat es mit dem genetischen Test gedauert,da ich es mit meiner Schwester zusammen gemacht habe. Ich werde mir auf jeden Fall Eierstöcke und Eileiter entfernen lassen. Das senkt das Krebsrisiko erheblich. Der BRCA2 Befund wird jetzt der Tumorkonferenz vorgestellt. Mal schauen, wann OP gemacht werden kann. B ist du an einem Zentrum für Familiären Brust und Euerstockskrebs, oder in deimem Brustzentrum?Ich möchte gerne weiter in Kontakt mit dir bleiben.

    Ich wünsch dir einen schönen Sonntag und bleib gesund. :hug:<3

  • Hi Kiko62 ich war in einem entsprechenden Zentrum zur intensivierten Vorsorge. Das war alles in Ordnung, nur als sie dann was gefunden hatten und die Radiologen mich nach der Diagnose und Biopsie an die Gynäkologen "durchgereicht" haben, war meine Zufriedenheit dahin. Die Ärztin stellte mir 1000 Fragen, beantwortete aber keine einzige von meinen. Mein Wunsch, nun den Gentest zu machen, wischte sie auch beiseite, dafür wäre ich mit gerade mal so eben 49 zu alt. Als ich darauf beharrte, etwas über meinen Tumor zu erfahren, meinte die doch glatt, es gäbe doch noch gar keinen Pathologiebericht. Habe lediglich einen OP-Termin bekommen und fertig. Habe mich dann beschwert und einen weiteren Termin bekommen. Mittlerweile war der Patho-Bericht da, G3, hoher Ki67. Staging-Untersuchung lehnte sie ab, die würden sie nur machen, wenn Sie denkt, dass der Krebs gestreut haben könnte. Naja, ich wollte schon Gewissheit. Auch sonst hatte ich das Gefühl, die hat sich überhaupt nicht mit meiner Akte beschäftigt. Ständig musste ich sie über Fakten korrigieren. Ich hatte kein gutes Gefühl, mich dort operieren zu lassen. ich bin dann in ein kleineres Brustzentrum, welches mit dem anderen kooperiert. Lief zwar auch nicht alles rund (bin aber eben auch recht kritisch und hinterfrage. Ich hatte in der Vergangenheit leider schon sehr viel Pech mit Ärzten und kann nur schwer vertrauen. Nur wenn ich verstehe, warum ich etwas machen soll, kann ich da mit gutem Gewissen ran gehen) aber alles in alle war es ok. Um den Gentest habe ich mich dann auch selbst gekümmert. Da ich vor der intensivierten Vorsorge eine genetische Beratung hatte, hatte ich die Kontaktdaten und bin dann hin.

    Nachdem meine Therapie abgeschlossen ist und ich die prophylaktischen OPs gemacht habe (sowie 6 Monate nach der Mastketomie ein MRT bei dem kein nennenswertes Brustgewebe mehr gefunden wurde) bin ich aus der intensivierten Betreuung raus und gehe lediglich zu den Nachsorgen zur Gyn.

    Bei mir ging das erste Gentestergebnis recht schnell, da die Ärzte schon wussten, wo genau sie bei mir suchen mussten um die familiär bekannte Mutation zu bestätigen.

  • Heideblüte

    Danke,für deine Erfahrungen. Ich habe ja auch gedacht, das ich in einem spezialisierten Zentrum besser aufgehoben bin. Ich habe mich ja in Hannover angemeldet. Ich hatte das Gefühl,das sie mich da gar nicht haben wollen. Habe ein schlechtes Gefühl. Nachher werde ich mit meiner Gyn sprechen,ob es überhaupt Sinn macht. Ich fühle mich in meinem Brustzentrum gut aufgehoben. Das andere hat mich jetzt verunsichert. Ich hoffe,es geht dir gut.

    LG Karin😘❤👍

  • Kiko62 geh zu dem Termin hin und entscheide dann final. Sonst schwirrt es dir ewig im Kopf rum. Und evtl kommt dann irgendwann der Gedanke "hätte ich mal".

    Geh mit fragenkatalog vorbereitet hin. Evtl kommen da auch noch Aspekte zu Tage, die du mit deinem brustzentrum noch einmal besprechen kannst.

    Zur op hatte ich auch noch 2 Krankenhäuser zur Beratung aufgesucht um mich dann schlussendlich in meinem bz operieren zu lassen. Aber ich habe das für meine Entscheidungsfindung gebraucht. Ok ohne Corona war das reisen zu den Kliniken einfacher aber du kriegst das schon hin

  • Heideblüte

    Ich werde mir anhören, was meine Gyn dazu sagt. Bin selber unschlüssig.

    Eine 2.Meinung ist ja auch von Vorteil.

    :?::?::?::?::/

    So viele Fragezeichen. Meine Schwester würde mich begleiten. Danke,für deine offenen Worte. Ich schreibe nachher was ihre Meinung war.

    :hug:<3

  • Heideblüte

    Habe gerade mit meiner Gyn gesprochen. Sie meinte ich soll auf jeden Fall nach Hannover fahren. Sie war nur verwundert,wie die MHH reagiert hat.

    Ich werde mir Fragen aufschreiben . Ich bin gespannt:/

    Ich wünsch dir einen schönen Tag.

    LG Karin😘🙋‍♀️❤

  • Heideblüte

    Dankeschön😘 Irgendwie wühlt es alles wieder auf😏 Die Krebserkrankung ist wie Achterbahn fahren🙈

    Ich versuche mich nicht verrückt machen zu lassen. Ich hoffe,nach dem Gespräch kehrt wieder etwas mehr Ruhe ein.

    Ich hoffe,es geht dir gut!

    Sei gedrückt🙅‍♀️:hug:<3

  • Kiko62 Du packst das! Ruhe kehrt vermutlich nicht direkt nach dem Gespräch ein, das muss ja auch erst noch verarbeitet werden. Aber da Du schon entschlossen bist, Dir die Eierstöcke entfernen zu lassen, geht es ja eigentlich "nur" noch um die Details. Ne grobe Richtung zu haben ist doch schon mal gut. Ja, Achterbahn, das ist ein schöner Vergleich. Dass das Leben aus Höhen und Tiefen besteht ist ja normal, aber bei Krebs wechseln die sich auch schon mal rasend schnell ab.

    Ja, mir geht es gut. Bin zwar derzeit mächtig im Stress, alle Welt scheint sich wg. Corona zu langweilen und ich weiß nicht, was ich zuerst machen soll. :hot: Aber auch das werde ich schaffen und viel wichtiger: ich hatte heute meine 11. Nachsorge mit einem o.B. und werde gleich noch mit mir und meinen "Plastikzwillingen" darauf anstoßen. Dank Exemestan bin ich auch schon im "Partyfieber" 8o

  • Heideblüte

    Ja, ich werde mich versuchen in den Hintern zu treten und mich wieder zu fokussieren 🙄 Ist manchmal nicht so leicht,den Glauben zu behalten. Ich werde mich schütteln und weitermachen.

    Ich wünsch dir viel Kraft und danke,das du für mich da bist. Ich stoße mit Ibrance an😂😂👍

    LG und sei gedrückt :hug:<3