• Liebe Brustkrebsschwestern,


    mit 48 Jahren war ich an Brustkrebs erkrankt und hatte eine einjährige Therapie mit ganz harter Chemo, OP und Bestrahlung.
    Danach gab es Jahre in großer Unsicherheit und Angst vor einem Rückfall.


    Es gab keinen Rückfall.


    Jetzt bin ich 63Jahre alt und fit.


    Habe mich heute in diesem Forum angemeldet, um euch mitzuteilen "Frau kann wieder gesund werden"!


    Ich wünsche euch Kraft - die harte Zeit durchzustehen
    und Kraft - die Hoffnung nicht zu verlieren.


    Herzliche Grüße
    franzischka

  • Danke liebe Franzischka,


    ich gehöre auch zu denen, bei denen auch in den Vierzigern diesen blöden Untermieter in der Brust festgestellt wurde. Meine Therapien habe Ende April abgeschlossen und bekomme zwischendurch immer so negative Gefühle, dass nicht alles weg ist bzw. wieder kommt. Am 7.10. habe ich meine erste Mammographie seit der OP und ich habe jetzt schon Bammel davor. Bei einer Rehafreundin haben sie gerade bei dieser Untersuchung einen neuen Tumor in der anderen Brust festgestellt - Mist! Das zieht einen natürlich mit runter. Um so mehr freut man sich über positive Nachrichten! Danke dafür!


    Deine Krankheit ist nun schon so lange her und dass du dich hier im Forum rumtreibst zeigt, das die harte Therapiezeit einen prägt und man sich vielleicht ein Leben lang mit dem Thema beschäftigt. Ich hoffe nur, dass es einfacher wird und die Angst abnimmt. Wichtiger ist natürlich, dass ich auch von Wiedererkrankungen verschont bleibe.


    Ich wünsche dir weiterhin viel Gesundheit!!!


    Alles Liebe :)
    Lulu

  • ,dass du dich hier angemeldet hast, und herzlich willkommen :hug: - ich bin sicher, du bringst uns mit deiner Geschichte allen SEHR VIEL HOFFNUNG!


    Ich gebe zu, mich hat besonders deine Formulierung mit ¨ Jahre der Unsicherheit und Angst ¨ angesprochen. Bei mir ist die Diagnose gut drei (rechts) und bald drei Jahre (links) her - und ja, die Angst ist deutlich weniger geworden - aber auch noch nicht weg, sie lauert latent und wird wach, sobald etwas anders ist, schmerzt, muckt etc.
    Du hast in mir tatsächlich die Hoffnung geweckt, dass auch das irgendwann wieder vergehen wird, ich mich nicht nur gesund fühle, sondern auch darauf vertrauen werde.
    DANKE dafür!

    ***********************************************************************************

    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Hallo Franziska,


    schön das du dich als Mutmacher hier angemeldet hast. Viele die noch mitten in der Therapie stecken werden deine Zeilen aufsaugen. Ich wünsche dir sehr das du gesund bleibst. Leider kann man das nicht selbst bestimmen.
    Ich dachte auch ich hätte es hinter mir doch leider hat der Feind nach 13 Jahren wieder zugeschlagen.
    Aber es geht mir heute gut und das ist die Hauptsache.
    Dir alles Gute Keinohrhase :hug:

  • Es war eine sehr harte Zeit, die ich nie vergesse. Mein Krebs war prämenopausal und damit sehr gefährlich. Entsprechend hatten sie mir die denkbar härteste Chemo in die Venen gejagt.
    Ich mußte es durchstehen, mein Sohn war erst 16 Jahre alt.


    Die Sorge, daß jede Blähung ein Zeichen für Metastasen im Darm sind, ließ nach 4 bis 5 Jahren nach.


    Ich erinnere, daß ich einmal unbemerkt eine Kontaktlinse verloren hatte und auf einem Auge entsprechend schlecht sah. Für mich war die Sache klar: Hirnmetastasen drücken auf den Sehnerv - Todesurteil!
    Dann hat es mir gedämmert und ich habe meine Kontaktlinse gesucht.


    Mittlerweile bin ich ganz ruhig und brauche keine besondere Krebsuntersuchung.

  • Liebe Franzischka, vielen DANK für Deine tolle Mutmachgeschichte,das tut so gut! :hug:
    Bekomme am Donnerstag gerade erst die 3.Chemo und der Berg ist noch hoch und manchmal habe ich Angst,ob ich das alles gut überstehe...!Dein Beispiel läßt uns alle hoffen!
    Liebe Grüße Annemone

  • Liebe Franzischka,
    Herzlichen Dank für deine schöne Benachrichtigung :thumbsup:
    Bei mir ist es jetzt schon etwas über drei Jahre her, und ich bin auch manchmal noch ängstlich und beunruhigt.
    Ich habe sehr gute Zeiten ohne Zweifel und weniger gute.
    Ich hoffe natürlich auch auf eine soooo lange gesunde Zeit :thumbup:
    liebe Grüsse


    Doris

  • Danke Franziska,


    solche Mutmachgeschichten :thumbsup: kann man nicht genug hören. Bei mir sind jetzt die Therapien durch, am 18.1.0. habe ich meine erste Mammo- und Sonokontrolle, da ist einem schon etwas mulmig. ich denke schon daß man bei jedem kleinen Symptom wieder Angst hat, gut zu wissen daß man auch das im Laufe der Zeit immer besser hin kriegt.


    Danke :hug: Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Liebe Franzischka,


    danke, dass Du Dich hier angemeldet hast, um uns von Deiner Existenz wissen zu lassen!
    Ich kann diese Nachricht gerade jetzt gut gebrauchen. Meine Chemo ist schon über zwei jahre her, aber ich gehe immer noch alle drei Wochen in eine Praxis, um mir Antikörperinfusionen geben zu lassen. Dort sehe ich viele Frauen, die zum ersten Mal erkrankt sind und relativ gut durch die Chemo kommen. Das ist für mich ok, da bin ich zuversichtlich, dass sie alles gut schaffen werden. Aber gestern war wieder die Dame da, die nun 10 Jahre nach der Ersterkrankung Lungenmetastasen hat. Sie sagt, ihre letzen Jahre waren doch so schön, sie war so glücklich, dass sie den Krebs überwunden hatte und nun das! Da bekomme ich schon auch Angst, mich über meine "Heilung" zu früh zu freuen. Ich sage mir dann: Neija, wenn ich immer in diese Praxis gehe sehe ich natürlich nur die kranken Frauen und nicht die, die gesund geworden und gelieben sind.
    Es ist aber so viel besser, direkt von Dir zu hören, dass Deine Erkrankung nun schon 20 Jahre zurück liegt und es Dir gut geht.


    Liebe Grüße
    Olivia

  • Liebe Olivia,


    ich kann dich gut verstehen.


    Ich habe noch 2 Pacli vor mir und dann auch Herceptin.


    Und mache mir auch Gedanken, wie es weiter läuft, wen ich noch kennen lerne.


    Vor einer Woche kam in meine Praxis eine Frau. Mit Haaren.
    Wir alle dachten, sie ist zum ersten mal gekommen.
    Aber sie hat erzählt, dass mit der Chemo schon vor 3 Jahren fertig ist und jetzt bekam Knochenmetastasen...
    Das ist heftig.


    Aber ich versuche trotzdem positiv zu denken. Das kann passieren, muss aber nicht.
    Und eigentlich kann das auch mit jedem gesunden Mensch passieren.


    LG

  • Hallo Olivia,


    du bist noch so jung und ich drücke dir ganz besonders alle Daumen, dass dein Krebs bald Geschichte ist.


    Es würde mich freuen, wenn die eine oder andere von euch an mich denkt während sie auf die Ergebnisse ihrer Nachuntersuchung wartet und sich erinnert: bei ihr ist es gut verlaufen, warum nicht auch bei mir!


    Die Heilungschancen sind nicht rein theoretisch, nicht reine Statistik; Geheilte laufen auf zwei Beinen rum und sind im Leben wieder abgetaucht, haben das Thema "Krebs" ad acta gelegt und regen sich wieder über Kleinigkeiten und sonstige Widrigkeiten des Lebens auf.
    So sind wir Menschen.


    Und ich wünsche Euch allen, dass ihr auch irgendwann hin und wieder genervt von Belanglosigkeiten vor euch hinschimpft, dass die Krankheit nicht mehr allen Raum einnimmt.


    Liebe Grüße
    Franzischka

  • Ja dass stimmt, wenn die anderen über Belanglosigkeiten zu schimpfen ist echt was, was einen wütend machen kann. Aber eigentlich ist das wohl nur der Wunsch, sich selbst nur über unwichtige Sachen aufregen zu müssen.