Therapie mit Olaparib (Lynparza) u. Talazoparib

  • Liebes Kuestenkind_70 und Kleeblatt69


    ich denke auch an Euch und drücke gaaanz fest meine Daumen für Therapieerfolg, gute Untersuchungsergebnisse und gutes Vertragen der Medikamente!!!!


    Ich habe auch am 01.01. mit Olaparib angefangen.1. Woche die halbe Dosis- keine Nebenwirkungen. Jetzt 2. Woche 3/4 Dosis, keine Nebenwirkungen (körperlich). Somit nehme ich dann ab der 3. Woche die ganze Dosis.


    Ich habe trotzdem eine Frage an Alle mit Olaparib: Mir ging es vorher psychisch wirklich gut. Seit ich jetzt umgestellt habe (vorher Antiandrogene), bin ich jetzt plötzlich wieder depremiert, traurig und weine schnell und grübel wieder....das belastet mich, habe schon das Gefühl, daß es von der Umstellung kommt.

    Hat das Jemand von Euch auch so gehabt?


    Liebe Grüße an Alle hier!

  • Liebe Debo,

    ich nehme seit 9 Monaten Olaparib, aber nur 400 g. Erst hatte ich die Wirksankeit unter der reduzierten Dosis angezweifelt. Dann sagte mir die Ärztin die Dosishöhe hat keinen Einfluss auf den Erfolg. Also entweder hilft es oder nicht. Jetzt kann ich sagen, sie hatte recht. Bei mir hat es gut angeschlagen, alle Metas sind reduziert bzw. weg. Zu Theraphiebeginn hatte ich oft starken Durchfall, Bauchschmerzen und Übelkeit. Habe dann pausiert auf Anraten des Arztes und letztendlich selbst reduziert und jetzt bin ich happy, wie es ist. Aufgeben wollte ich die Einnahme nicht, weil viele hier im Forum damit gut klarkommen und Erfolge haben.

    Gib bitte nicht auf, mit der richtigen Dosis müsste es klappen. Ich wusste auch oft nicht weiter. Man kann ja froh sein, das man das Olaparib überhaupt nehmen kann, mancheiner kommt überhaupt nicht soweit. Ich habe ja zwei Ärzte, die behandeln: eine Ärztin kontrolliert das Blut und verschreibt Olaparib und meine Onkologin, die die Behandlungen festlegt.

    Ich wünsche dir, das bei dir sich noch alles gut einpegelt. Hab auch gut 3 bis 4 Monate gebraucht, ehe es ging. Hatte sogar massiv abgenommen und bekam hochkalorische Trinknahrung, die sehr half. Du siehst, du bist nicht allein mit Startschwierigkeiten. Alles fällt mir jetzt gar nicht so ein.

    Alles Gute Hase14

  • Liebe Debo30 , danke für die Wünsche. Zu Deiner Frage mit der niedergeschlagenen Stimmung, habe ich leider keinen Tip. Ich habe ja so gut wie keine Nebenwirkungen. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass der sinkende Spiegel der Antiandrogene bei Dir, so eine Reaktion auslösen kann.

    Ich wünsche Dir, dass Olaparib ganze Arbeit leistet. Manchmal muss man sich einfach erst einfummeln.


    Liebe Grüße

  • Hallo Irina69

    Hallo Debo30


    Ja mir geht es einigermaßen gut. Zum Thema "Niedergeschlagen" muss ich auch sagen, dass ich das auch merke, Das Medikament schlägt schon auf die Stimmung zeitweise. Hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Energie so ausgebremst wird und man oft so müde ist. Aber die Wirksamkeit hinsichtlich der Reduzierung der Metastasen ist wohl da. Müssen wir die Nebenwirkungen wohl in Kauf nehmen. Zweitweise habe ich auch ziemlich starke Gelenk- und Kopfschmerzen. Laut meiner Ärztin darf man die Impfung gegen Corona bekommen.

    Liebe Grüße und alles Gute an alle und ein hoffentlich gutes Neues Jahr.

  • liebe Debo30 .

    Ich habe keine psychische Probleme unter Olaparib gemerkt. Ich glaube, dass bei dir liegt es an die Umstellung von Medikamenten

    Der Körper muss sich umstellen, und manchmal dauert es länger als wir uns wünschen.

    Wünsche Dir dass Olaparib eine gute Wirkung zeigt 🌼

    Liebe Grüße

  • Liebe Kuestenkind_70 , Nanny und Irina69 ,


    vielen lieben Dank für Eure Antworten!

    Ja, vermutlich ist es die hormonelle Umstellung, die mir auf die Stimmumg schlägt...Müdigkeit habe ich eigentlich nicht bis jetzt.

    Ja, da ich nicht BRCA habe, hoffe ich sehr auf Wirksamkeit! Aber das zeigt sich ja erst nach einigen Monaten.


    Euch weiterhin viel Erfolg mit der Therapie!

    Und ich hoffe auch, dass es nicht so lange dauert, bis wir geimpft werden können! Mit Schulkind ist das ziemlich unentspannt.


    Liebe Grüße

  • Hallo Ihr Lieben,

    meine Befunde vom Re-Staging zeigen leider eine Proggress. ☹️☹️☹️ Ich war vorher soo froh über das gute Ansprechen am Anfang und die für mich sehr gute Verträglichkeit. Die gute Nachricht war, dass keine neuen Metastasen zu sehen waren, nur die eine bekannte Lebermeta. 😀


    Aber diese eine Meta ist bockig und leider wieder gewachsen. 😟 So ein Mist!! ☹️


    Jetzt wird nächste Woche noch ein PET-CT gemacht, um zu überprüfen, ob es wirklich nur die eine Meta gibt. Wenn es sich bestätigt, dann wäre ein Szenario, die Metastase in der Leber entfernen lassen. Ich hatte ja schon eine Leber-OP und der behandelnde "Leber-Prof." meinte, dass man durchaus auch nochmal nachabladieren kann.

    Falls die OP eine machbare Option ist und ich danach tumorfrei wäre, dann könnte ich wahrscheinlich mit dem Olaparib noch weitermachen, da es möglich sein kann, dass nur diese Metastase nicht mehr anspricht, aber sonst die Wirkung noch vorhanden ist. Bei mir waren die Metastasen ja seit Anfang ungleich in Ihrem Verhalten.

    Damit würden wir weitere Therapieoptionen für evtl. später aufsparen.


    Ich hoffe sehr, dass keine weiteren Metas zu finden sind und der "Leber-Prof." sein OKAY gibt und das M.ding restlos entfernen kann.

    Und ich dann Olaparib weiter nehmen kann.


    Gefrustete Grüße Kuestenkind_70

  • Liebe Kuestenkind_70 ,

    Es ist wirklich ein Mist, dass eine Meta Progress zeigt 🙁 . Habe Dir von ganzem Herzen gewünscht, dass die Behandlung erfolgreich war.

    Aber es gibt auch eine gute Nachricht - keine neue Metas gewachsen . Es ist doch was positives!

    Ich hoffe sehr, dass auf PET CT keine weiteren Metas zu finden sind und für die OP steht nichts im Wege

    Liebe Grüße 🙂

  • Hallo Zusammen,


    ich habe eine Frage: Ich nehme seit dem 01.01. Olaparib und habe jetzt seit 2 Tagen Schmerzen an Stellen, wo Metas sind (Mediastinum und am Rand der Lunge). Da wird es einem mulmig, weil man überlegt ob die Dinger gerade wachsen oder schrumpfen....

    Kennt Jemand von Euch Schmerzen, wenn die Therapie greift??


    Liebe Grüße

  • Hallo Debo30 ,

    Die Schmerzen habe ich auch ,mal da mal da,allerdings nicht in Meta Bereich. Es sind mehr Gelenke und Muskelschmerzen ,oder im Darm.

    Die Schmerzen bleiben aber nicht lang.

    Vielleicht, wenn es nicht besser wird, und die Schmerzen bleiben, solltest Du dein Arzt fragen.

    Es gibt's hier in Forum andere Frauen,die Olaparib schon länger nehmen, die werden Dir bestimmt weiterhelfen .

    Halte durch und alles liebe für Dich 🌷

  • Danke liebe Irina ,


    man hat leider immer Kopfkino und Angst, wenn etwas weh tut. CT ist eigentlich erst im März wieder dran. Habe am 25. auch wieder Onkologentermin.

    Ansonsten bin ich jetzt sehr müde und schlapp von Olaparib und habe kaum noch Hunger. Ich hoffe das pegelt sich noch ein...


    Du nimmst das jetzt auch noch recht neu, gell!? Wann hast Du wieder Untersuchung?

    Hast Du BRCA oder nur triple negativ??


    Ich drücke Dir auch die Daumen für gute Wirksamkeit und Verträglichkeit :thumbup:

    Liebe Grüße:)

  • Debo30

    Ich nehme Olaparib seit 21.12.2020. Heute genau bin ich mit der erste Packung (1 Zyklus) fertig.morgen fange ich die zweite an.

    Mein CT -Abdomen ist anfang Mai. Mir war es nicht leicht an den Medikamenten zu gewöhnen ,jetzt mittlerweile kann ich mit NW gut umgehen. Wenn es kurz übel oder flau im Magen hilft mir sehr Kaugummi. Versuch auch mal,wenn du kein Hunger hast, es funktioniert. Schlapp und müde bin ich an manche Tage auch,versuche dann an die frische Luft zu gehen,wenn es geht.

    Liebe Grüße 😀


    habe mich vertippt CT Abdomen anfang März 🙈

  • Liebe Irina69 ,


    danke Dir. Probier ich glatt mal aus mit dem Kaugummi.

    Ja ich bin auch viel draußen, das brauche ich.


    OH, Du hast BRCA und Chek 2!!?? Das habe ich ja noch nie gehört/gelesen. Evtl. von jedem Elternteil eine Mutation??
    Aber ich denke, dann hast du gute Chancen, daß Olaparib bei Dir wirkt! Hoffe ich sehr für Dich!


    Dann drücken wir uns gegenseitig die Daumen im März ;)


    Liebe Grüße

  • Hallo Debo30 , hallo Irina69


    Ich nehme die Tabletten jetzt seit einem Jahr. Am Anfang ging es mit den Nebenwirkungen. Im November 2020 musste ich eine Woche pausieren, weil die Blutwerte so schlecht waren. Ab Anfang Dezember 2020 habe ich wieder angefangen, Die Sache mit dem Kopfkino kenne ich auch nur zu gut. Immer wenn es irgendwo weh tut, kommt Panik auf. Ich habe auch oft Schmerzen an verschiedenen Stellen, aber wie Irina sagt, die gehen dann auch mal wieder weg. Ob es Aktivitäten der Metastasen sind, kann keiner so richtig sagen. Ich hatte jetzt ein paar Tage starke Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Da dachte ich auch, die Welt geht jetzt unter. Aber es wurde dann wieder etwas besser.

    Ich hoffe auch, dass wir alle das ganz gut überstehen und die Tabletten wirklich helfen. Aber trotz allem, die Nebenwirkungen sind schon heftig finde ich. Macht man dann eine Pause, besteht die Gefahr, dass die Metastasen wieder wachsen.

    Liebe Grüße an alle

    Nanny

  • Liebe Debo30 , liebe Irina69 , ich nehme die Tabletten immer um eine Mahlzeit herum und habe gar keine Probleme mit Übelkeit oder Appetitlosigkeit. Morgens esse ich z.B. eine Banane, trinke meinen heiß geliebten Kaffee und nehme die Tabletten. Damit geht es mir sehr gut. Ein paar zwackende Stellen habe ich auch hin und wieder, aber nicht wirklich der Rede wert.

    Ich kann aber nachvollziehen, wenn das Kopfkino abspringt. Mir schießen auch gleich bei jedem Zipperlein kurz die schlimmsten Befürchtungen in den Kopf. ☹️ Das ist wirklich nervig. Vor der Krebsdiagnose war ich kerngesund und nun bin ich ja bald mehr beim Doc als zu Hause. 🤔 Naja, hilft ja nix, da müssen wir durch.


    Ich drücke Euch die Daumen, dass die NW sich wirklich in Grenzen halten. 🍀🍀🍀🍀🍀 Ich habe es von Anfang an sehr gut vertragen. Außerdem sage ich mir, die Alternative wäre eine Chemo mit viel mehr NW.


    Liebe Grüße

  • Liebe Kuestenkind_70


    wirklich beklagen will/kann ich mich auch nicht. Im Vergleich zur Chemo und Immuntherapie ist das noch ein Spaziergang!

    Ich bin nur echt gespannt was bei der nächsten Kontrolle kommt, mich zwickt und zwackt es ganz schön. Ich rede mir jetzt ein, daß es ein gutes Zeichen ist, denn ich hatte das zum Teil nach der Chemo auch und das gibt es manchmal, wenn die Metastasen angegriffen werden. Das wünsche ich mir ja mega!!!

    Ja, mir geht es wie Dir. Ich hatte NIE etwas vorher, außer orthopädischen Problemen. Und plötzlich ist man schwer krank und hat das Gefühl es dreht sich alles nur noch um Ärzte und Therapien. Aber es hilft ja nix, Hauptsache wir können weiter leben....

    Frage mich, wie Andere da noch arbeiten. Ich finde den Rentnerstatus schon berechtigt, wenn auch nicht befriedigend auf Dauer....


    Ich bin schon total froh, daß ich seit Frühling 2020 Tabletten nehmen kann und nicht ständig Infusionen in der Onkologie bekomme. Das schlägt einem ja auch immer auf die Psyche, wenn man sieht wie schlecht es Anderen geht....


    Liebe Grüße und Dir auch viiiiieeeel Glück mit der Therapie! :thumbup:

  • Liebe Debo30 , ich wünsche Dir von Herzen, dass Deine Schmerzen das Zeichen dafür ist, dass Deine Metas die Hucke voll bekommen. Kann ja wirklich so sein. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen.

    Ich bin nächste Woche schlauer. Am Mittwoch kriege ich den Befund vom PET/CT das morgen gemacht wird. Und wenn dann hoffentlich nix neues zu finden ist, dann habe ich am Donnerstag einen Termin bei "meinem Leber-Prof." in Hannover. Das ist meine große Hoffnung, dass es nur bei der 1 Lebermeta bleibt und die entfernt werden kann.

    Ich habe ja gerade wieder angefangen mit der beruflichen Wiedereingliederung und würde gern weitermachen.

    Eine Rente wäre da schon ein enormer finanzieller Einschnitt.


    Liebe Grüße

  • Liebe Kuestenkind_70 ,


    ich danke Dir!

    Dann denke ich fest an Dich und drücke noch viel fester die Daumen, daß sonst nichts gefunden wird!!!!

    Ja, arbeiten bringt einem ja auch irgendwie wieder "Normalität" zurück. Und das finanzielle ist natürlich auch nicht zu unterschätzen!


    Dann hoffe ich auf so gut als möglich gute Nachrichten vom PET/CT von Dir!:thumbup:


    Liebe Grüße