Chemo nach ETC Schema: Epirubicin, Paclitaxel, Cyclophosphamid

  • Hallo Rosa Wolke,


    ich gehöre auch zu der dosisdichten Fraktion.
    4x EC, 4x Pacli - alle 14 Tage.
    Einen Tag nach der Chemo eine Neulasta Spritze für die weißen Blutkörperchen.


    Es klingt schlimmer als es ist. Jede Frau hat ihre eigene Geschichte. Jede andere Nebenwirkungen.
    EC - Chemotag + 2 Tage ok. Danach unglaublich müde an Tag 4 - 7. Immer etwas neben mir stehend. Keine Ausdauer, immer erschöpft. Ab Tag 8 - 14 halbwegs fit.
    Aber - keine Schmerzen!!! Das ist wichtig und keine Übelkeit. Und wenn, dagegen gibts Tabletten, die helfen sofort.
    Paclitaxol - ganz anders - kaum Nebenwirkungen. 1x Knochenschmerzen gehabt nach der ersten, sonst nichts - die waren mit Iboprofen dann wieder direkt weg.


    Nicht schön: Nach EC fallen die Haare aus.
    Die Geschmacksnerven leiden - der Appetit verändert sich individuell.
    Probleme mit den Schleimhäuten. Dagegen gibt es ein Mittel, das zahlt die Kasse allerdings nicht, aber es ist phantastisch!! (Mir wurde das im Brustzentrum empfohlen... 'EquXXXXX')


    Wie Vael, habe ich ebenfalls massive Schlafdefizite durch das ständige auf die Toilette rennen nachts. Aber auch daran gewöhnt man sich. Geht ja wieder vorbei.


    Noch 2x und ich bin fertig - das ist doch ein Ziel :-)


    Hier kannst du auch etwas dazu lesen.
    4 x Ec, 12 x Pacli


    Keine Sorge, ist alles halb so wild. Und - es geht rasend schnell vorbei....
    Du schaffst das!!


    lg, Tiggy

  • Lass es einfach auf dich zukommen, da Nebenwirkungen nie wirklich gleich.


    Bei starken Problemen melde dich bei deiner Onko, ich habe jeweils zb starke Verstopfung die ersten Tage und die Mundschleimhaut war nach der ersten Epirubicin ein Problem, aber dagegen gibt es Mittelchen.

  • alles nicht so wild.
    Diese 4 EC Einheiten rasen vorbei und danach hat man das schnell vergessen.
    Unter Pacli geht es mir wirklich recht gut jetzt. Die paar kleinen Nebenwirkungen sind vernachlässigbar. Solange man schmerzfrei ist, kann man doch mit allem leben...


    Stell dir vor, du hättest einen schweren Autounfall und gebrochene Knochen... oder....


    wir hatten sicherlich alle schönere Tage im Leben, aber bestimmt auch schlechtere ... alles wird gut :-)

  • Hi Rosa.
    Ich habe einen sogenannten Genexpressionstest gemacht, z.B. Oncotyp. Dieser Test gibt einen Anhaltspunkt, ob eine Chemo überhaupt Sinn macht.
    Viele liebe Grüße
    Flöhchen

  • Hi.
    Hier kommt erst einmal ein Link. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Genexpressionstest
    Bei mir wurde dieser Test durchgeführt, da ich einem stark hormonabhängigen BK habe, auch waren 1-3 Lympgknoten befallen. Trotzdem hat das Tumorboard entschieden, dass eine Chemo bei mir keinen Sinn macht. Meine zusätzliche Lebenserwartung würde um 1% steigen und das würden die Nebenwirkungen nicht ausgleichen.
    Aber wie gesagt, dass ist bei mir der Fall gewesen.
    Lg Flöhchen

  • Hallo Rosa,
    Wir haben glaube ich noch gar nicht das Vergnügen gehabt, oder?!
    In HH war ich auch. Da schauen sie ob wir in unserer Genetik einen Defekt haben, der die Entstehung von Brustkrebs an sich begünstigt.


    flöhchen meinte etwas anderes. Bei dem Oncoryp oder Endopredict Test wird der Tumor an sich untersucht. DIese Genexpressionstests werden dann durchgeführt um zu sehen ob die Chemo genau bei dieser Brustkrebsart mit diesen genetischen Faktoren einen Wirksamkeitsnutzen hat.


    Bei mir wurde beispielsweise der Endopredicttest durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass eine Chemotherapie für mich und meinen Krebs neben der Antihormontherapie eine sinnvolle Und wirksame Behandlungsmethode ist.


    Wenn ich es richtig verstanden habe werden diese Tests allerdings nur gemacht, wenn die Ergebnisse ansonsten nicht einen eindeutigen Ausschlag für oder gegen eine Chemo geben.


    Ich hoffe die Erklärung war jetzt nicht zu wirr :S ich bin nicht ganz so ein Schreib und Erklärungsass ;)


    Sei ganz lieb gegrüßt
    Alena

  • Hallo Ihr Lieben,


    Alena hat schon einiges zu den sog. Prognosetests ausgeführt, die zum Einsatz kommen, um den Nutzen der Chemo für die Einzelne treffen zu können. Und richtig ist, dass diese Tests nicht bei jeder Betroffenen sinnvoll sind. Wenn Ihr mehr dazu lesen möchtet, findet Ihr interessante Informationen auf der Seite der Deutschen Krebsgesellschaft unter https://www.krebsgesellschaft.…tests-bei-brustkrebs.html .


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Hallo Rosa,
    Ich habe 2014 eine ETC-Chemo erhalten. 3xEpirubicin, 3xDocetaxol und 3xcyclophosphamid. Jeweils alle 14 Tage.
    Das kann man schon aushalten. Nebenwirkungen können individuell sehr unterschiedlich ausfallen, das muss man einfach abwarten. Bei Episode
    Hatte ich Probleme mit der Mundschleimhaut, viel Gurgeln und weiche Speisen war angesagt. Der Geschmackssinn hat sich auch verabschiedet, es schmeckte alles nach Blech. Aber das vergeht Wieder! Beim Docetaxol auf Kühlung während der Infusionen achten (ich habe Kühlakkus für die Finger und Füße bekommen), es kann sonst zu Nervenschäden an Fingerspitzen und Zehen kommen. Das sollte aber heute Standard sein...
    Bei Cyclo war ich immer etwas aufgedreht danach, Schweißausbrüche und ein bisschen Muskelkater. Aber es gab auch immer Kortison zu den Chemo, wovon die Nebenwirkungen kommen kann man ja nicht eindeutig zuordnen. Am Tag der Infusion ist man schon ein wenig schlapp, aber am nächsten Tag war alles okay.
    Übel war mir nicht, dagegen gibt es bereits vor der eigentlichen Chemo eine Infusion und für danach Tabletten falls Nötig!
    Haare sind nach der 2.Epi ausgefallen, wächst wieder nach.... Einen Tag nach der Chemo habe ich immer eine Neulastaspritze
    Selbst gegeben, damit sich das Blutbild bis zur nächsten Chemo erholt. Bevor es diese Möglichkeit gab, wäre wohl eine dosisdichte Chemo gar nicht möglich gewesen. Die Spritze ist nur unter die Haut, merkt man gar nicht, danach können die Knochen ein wenig schmerzen, da das Knochenmark stark angeregt wird, um neue
    Blutkörperchen zu produzieren. Mir ging es ganz gut eigentlich, tägliche Bewegung verbessert das Wohlbefinden tatsächlich.
    Bäume ausreissen kann man nicht, aber zuviel Rumliegen ist nicht gut :rolleyes:

  • Ich habe heute mal geschaut wie denn meine Dosis ist, bei Pacli, bei 81kg, 1.69 cm, bekomme ich 432mg auf 72ml, in einem 500 ml Beutel über 3 Stunden.


    Das ist eine höhere Dosis ( dosisdicht) als die wöchentlichen.



    Gekühlt wird bei uns wohl nicht, Aber ich kühle barfuß ständig draussen :)

  • Hallo Ihr Lieben,


    Ich habe mich gerade registriert und habe auch gleich eine Frage :-).


    Bei mir wurde ein Rezidiv in der linken Brust diagnostiziert. Deshalb habe ich eine Ablatio simplex und Axilladissektion (I u. II) bekommen. Leider ist bei der Histologie Untersuchung herausgekommen, dass 8 Lymphknoten befallen sind. Tumorklassifizierung ist G2, rpT1c (2), HR Positiv und HER Positiv 1. Deshalb werde ich eine Chemotherapie mit der dichten Dosis ETC bekommen. Ich habe unheimliche Angst davor, weil ich auch im normalen Zustand auch an sehr niedrige HB-Wert leide und der Wert seit ich denken kann bei 10-12 g/dl liegt. Ich habe tausende Fragen über Ernährung während der Chemo, wie ich die Nebenwirkungen bekämpfen soll, soll ich meine Haare schon jetzt schneiden oder gar rasieren usw.


    Hat jemand von Euch Erfahrung mit ETC? Ich wäre über jeden Tipp, Ratschlag und Information dankbar.


    Danke im Voraus für Eure Antworten im Voraus

  • Hallo another day of Sun,
    Ich habe die ETC Chemo bekommen. Meine Hb Werte waren und sind immer zwischen 10 und 12. Du bekommst bei dieser Chemo nach jeder Sitzung eine Spritze mit nach Hause. Bei mir war das jedenfalls so. Die gibt man sich in die Haut (ist echt nicht schlimm und tut auch nicht weh)nach 24 Stunden. Ich glaube das Zeug heisst Neulastaspritze. Das bringt das Knochenmark wieder auf Trab, dort werden ja die wissen und roten Blutkörperchen produziert. Ich hatte nie Probleme dadurch. Bis zur nächsten Chemo gibt es wieder genügend davon. Bevor man dieses Zeug erfunden hat, war wohl eine dosisdichte ETC Chemo gar nicht möglich, da das Knochenmark sehr beeinträchtigt wird. Lass dich von den Beipackzetteln nicht irre machen. Ich hatte immer ein wenig Knochenschmerzen 2 Tage lang, ein bisschen wie Muskelkater. Ganz wichtig ist jeden Tag ein wenig Bewegung! Das hilft ungemein. 10 Minuten, dass man einmal ins Schwitzen kommt. Die Blutwerte wurden immer nach der Chemo und vor der nächsten kontrolliert. Das ging problemlos beim Hausarzt und dann hingefaxt. Wenn du noch Fragen hast, nur zu!
    Gruss
    Tschetan

  • Hallo Another Day Of Sun,
    erstmal möchte ich dich ganz herzlich in diesem Forum begrüßen und willkommen heißen und wünsche dir einen guten Austausch mit anderen Betroffenen.
    Die dosisdichte ETC habe ich zwar nicht bekommen, hatte aber auch fast ständig Probleme mit dem HB - Wert. Er war unter der Chemo bis 7, 3 mg/dl abgesunken. Aber es gibt einen Wirkstoff namens Erythropoetin, der die HB - Bildung anregt, und mit dessen Hilfe bin ich zurecht gekommen. Er wird als kleine Bauchspritze unter die Haut gespritzt. Notfalls kann auch eine Bluttransfusion gemacht werden, das ist heutzutage sehr sicher und nicht komplizierter als eine Infusion.
    Für die Ernährung während der Chemo gilt generell, essen, was schmeckt und bekommt, gesund und abwechslungsreich darf es natürlich auch sein, aber bitte keine Diäten. Mit Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln wäre ich sehr sehr vorsichtig, bitte genau mit dem Onkologen absprechen, die können nämlich die Wirksamkeit der Chemo beeinflussen.
    Ich habe meine Haare erst rasieren lassen, als die ersten Büschel ausfielen und die Kopfhaut zu schmerzen begann. Kann das weiter empfehlen, ist aber letztlich deine Entscheidung, wann du dazu bereit bist.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommende Zeit!
    Lg Katzi64

  • Liebe Another Day of Sun,
    erst einmal herzlich willkommen bei uns. Auch wenn keine von uns wirklich freiwillig diesem Club beigetreten ist.
    Ich bekomme zwar eine andere Chemo (4 xEC, 12 x Pacli) aber Ernährung und Haare sind auch meine Themen. Ich kann mich nur Katzi anschließen,
    hab ich so auch von der Onkologin gesagt bekommen: Essen was geht und schmeckt, wenn möglich gern "gesund", d.h. viel Gemüse, wenig Fleisch,
    aber Hauptsache ist, das überhaupt was reingeht. Nahrungsergänzungsmittel hat mir die Onkologin sogar "verboten".
    Für die Chemonebenwirkungen gibt es recht gute Medikamente. Wichtig ist, dass Du nicht "stumm" leidest, sondern dem Onkologen oder den
    Schwestern klar sagst, welche Probleme Du hast, meistens kann man irgendwas tun. Ich krieg ohnehin schon vorsorglich Begleitmedikamente gegen
    z.B. Übelkeit, da die nicht so gut gewirkt haben, wurden sie dann ausgetauscht.
    Zu den Haaren musst Du für Dich entscheiden, hör auf Deinen Bauch. Ich hatte sehr lange dicke Haare auf die ich sehr stolz war. Nachdem klar war,
    dass sie bereits nach der ersten EC mit 99,9-prozentiger Wahrscheinlichkeit ausfallen, habe ich sie mir vor der 1. Chemo auf Kinnlänge abschneiden
    lassen. Ich habe mir daraus ein Haarband machen lassen, so sind sie nicht ganz weg. Da mir die Frisur überhaupt nicht gefiel habe ich sie alle paar
    Tage kürzer schneiden lassen. Als es dann losging mit dem Haarausfall habe ich sie rasieren lassen. Für mich war die Vorstellung morgens auf dem Kissen
    meine Haare zu finden einfach grauenhaft und nachdem ich mir mit den diversen Kurzhaarfrisuren überhaupt nicht gefallen habe, ging das Rasieren (im
    Gegensatz zum ersten Abschneiden) dann auch ohne Tränen ab. Im Gegenteil, es war eine Erlösung, nachdem die Haare schmerzten und so komisch
    stumpf vom Kopf abstanden. Aber das war mein Weg, Deiner kann ein anderer sein.
    Haare weg bedeutet meist auch Augenbrauen und Wimpern weg (bei einigen ist das ganz kurz, bei mir ging es recht früh los). Es gibt Kosmetikseminare
    in denen Du lernen kannst, wie Du Dich dann schminken kannst. Bei uns im Brustzentrum sind die immer sehr frühzeitig ausgebucht, wenn Du da
    Interesse hast, frage frühzeitig nach. Ich hatte das Glück (musste dafür aber in eine andere Stadt fahren, dass ich zwischen der 1. und 2. Chemo einen
    Termin hatte und somit vor dem Ausfall schon die Schminktipps (und ne große Tasche voller Produkte) bekommen habe.
    Augenbrauen habe ich mir allerdings bereits vor der Chemo mit Permanent Make up nachziehen lassen und bin nun sehr happy, habe anfangs gar nicht
    so richtig gemerkt, dass meine Augenbrauen sich verdrücken.
    Falls Du eine Perücke anschaffen möchtest, empfehle ich, möglichst früh ins Perückengeschäft zu gehen, damit die deine "normalen" Haare sehen
    können, und Dir eine entsprechende Perücke raussuchen können. Ich habe mich neben meinem Haarband auch für eine Perücke entschieden. Ich
    trage sie selten, wollte sie aber für einige anstehende Anlässe haben und da trage ich sie auch ohne Probleme. Im Alltag sind Mützen - pur oder mit
    Haarband drunter - praktischer.
    Ansonsten stöbere hier im Forum, da findest Du schon ganz viele Antworten auf Fragen, die Dir auf der Seele brennen. Und wenn Du irgendwas loswerden
    möchtest oder Fragen hast, hier kannst Du sie jederzeit stellen, irgendeiner ist immer online. Und manchmal reichen schon ein paar tröstende Worte
    von jemandem, der weiß, wie es einem geht.
    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Chemo mit wenig Nebenwirkungen hinter Dich bringen kannst und wünsche Dir die dafür notwendige Kraft und
    Ausdauer. Du packst das!
    Herzliche Grüße
    Heideblüte

  • Guten Tag Ihr Lieben und vielen Dank für die Antworten, es hat mich sehr gefreut und mich ein wenig beruhigt. Meine Ärztin meinte, dass ich ein neueres Medikament bekommen werde, das weniger NW hat und ich hoffe, dass damit es gut ist und ich nicht in die Isolierte Station kommen muss. Heute werde ich meine Haare schneiden lassen. So ist für meine Kinder auch eine einfachere Entwicklung. Ich muss sagen, dass meine Umgebung sehr emotional auf meine Diagnose reagiert sodass ich teilweise seelische Unterstützung leisten muss. Meine Mutter ruft mich jeden Tag an und weint am Telefon. Auch meine Freunde und Bekannten senden mir weinende Smileys. Das ist für mich sehr belastend und zieht mich nach unten. Ich habe heute meiner Tochter gesagt, dass ich meine Haare schneiden werde, worauf sie auch erst geweint hat. Deshalb habe ich beschlossen so wenig wie möglich über dieses Thema mit meinen Freunden und Familie zu reden und eigentlich möchte ich für die nächste sechs Monate mich unsichtbar machen, was natürlich nicht geht. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum gefunden habe und kann meine Fragen hier stellen. Ich habe mir für die nächste Zeit eine Haushaltshilfe organisiert und habe mir auch vorgenommen, mein Hobby (Malerei) intensiver nachzugehen. Für jede Woche der Chemotherapie ein Bild malen, die ich am Ende in einer Ausstellung zeigen möchte. Ich weiß zwar nicht, ob ich überhaupt dazu fähig sein werde oder nicht und vielleicht schmunzelt Ihr auch über mich und meine jungfräulichen Gedanken aber es gibt mir irgendwie sehr viel Kraft und lenkt mich ab. Wie habt Ihr die Zeit gestaltet?


    Liebe Grüße und frohe Ostern


    Another day of sun

  • Hallo Another Day Of Sun,
    also das mit der Gemäldeausstellung finde ich eine klasse Idee, gefällt mir wirklich sehr gut. Vielleicht magst du deine Bilder ja auch hier im Forum zeigen?
    Eine Haushaltshilfe hatte ich für die Zeit meiner Chemo auch, sogar von der Krankenkasse übernommen, da der jüngere Sohn erst 11 Jahre alt war. Habe dann zwar selbst gekocht, aber sie war da, hat mir schwerere Arbeit im Haushalt abgenommen und auch den Druck, immer funktionieren zu müssen. Ist sehr empfehlenswert!
    Mit deinen Angehörigen und Freunden solltest du vielleicht mal offen reden und ihnen klarmachen, dass Mitleid und Trauer dir nicht helfen, sondern zusätzlich deprimieren. Sag' ihnen offen, wie sie dich am besten unterstützen und ermutigen können. Vermutlich werden sie froh sein zu wissen, wie sie dir helfen können.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und positive Energie für die kommende Therapie und zunächst einmal wunderschöne Ostertage!
    Lg Katzi64

  • Hallo Another Day of Sun,
    Ich habe einfach ganz normal weitergemacht, was man nicht schafft muss halt wer anderes machen. Alles ein bisschen langsamer und auch mal bewusst ausruhen... Auf eine Isolierstation musst du bestimmt nicht, durch die Spritze fürs Knochenmark werden deine Blutkörperchen ja fleißig weiter gebildet. Man sollte sich zu Erkältungszeiten nicht gerade in volle Öffis quetschen, aber da kriegt ja jeder eine Erkältung auch ganz ohne Chemo.
    Meine Haare habe ich nach der 2.Epi Chemo abrasiert, da sie dann anfangen auszufallen und jeden Morgen in der Dusche lagen. Zuerst ein komischer Anblick, aber dann gar nicht so hässlich. Ich habe versucht, da mit Stolz ranzugehen. Eigentlich erschrecken ja nur die anderen, das ist aber nicht mein Problem. Für Leute, die immer mit mir zusammen sind ist das dann ganz normal, sie gewöhnen sich dran. Perücke habe ich nur ausser Haus getragen, auch da nicht immer. Ich habe unter dem Teil doch sehr geschwitzt. Ein kleiner Tipp noch Meist leidet die Mundschleimhaut sehr, dagegen hat mir Gurgeln mit einer speziellen Lösung sehr geholfen. Google mal nach "Düsseldorfer Lösung". Die muss der Arzt verschreiben, die Apotheke rührt das dann zusammen. Bezahlen muss man sie allerdings selbst, die KK zahlt das nicht. Das war viel besser als alles was man so fertig kaufen kann.
    Leider leidet auch der Geschmackssinn, bei mir hat alles nur noch nach Blech Platte geschmeckt, nur süße Sachen haben mir geschmeckt. Aber denk immer dran, das geht vorbei, es wird wieder besser! Es ist ein Weg, der hat auch ein Ende. Die Haare und der Geschmack kommen wieder!! Wenn du Fragen hast, schick mir eine PN, die Chemo ist nicht so verbreitet wie 4xEC und 12xPacli.Alles Gute und du schaffst das! Du bist wichtig, deine Verwandten sollen dich unterstützen oder sich wenigstens zurücknehmen, wenn sie selbst so betroffen sind.
    Wichtig ist, dass es dir gutgeht, du kommst jetzt erstmal an erster Stelle. Die anderen sind später wieder dran