Chemo nach ETC Schema

  • :read: :read: Hallo ihr Lieben


    Nun hab ich mich in letzter Zeit etwas rar gemacht.Ich glaube, ich hatte ein bisschen viel mit mir selbst zu tun,habe meine Gedanken sortiert und zwischendurch auch traurige Phasen gehabt.Jetzt wollte ich euch gerne mal wieder ein paar Dinge erzählen. Gestern vor einer Woche hatte ich meine erste Chemo.Die erste von 9.ETC dosisdicht alle 2 Wochen.Die ersten paar Stunden wartete ich schon ganz gespannt auf irgendwelche Nebenwirkungen...blöd hört sich das an, aber so war es und ca.6 Stunden lang passierte nichts.Und ich dachte schon, hey...yippieh.Naja, und dann war es plötzlich so, als hätte mir einer mit nen Hammer eins übergebraten.Von jetzt auf gleich Kopfschmerzen und Übelkeit und ein irrsinniger Blutdruckabfall.Ok.Soweit, so schlecht.Hab dann all meine Medis.ausgepackt.Aber die Wirkung war erstmal nicht sooo optimal.Dann hab ich die halbe Nacht versucht, mir den Finger in den Hals zu stecken, um endlich dieses schreckliche Übelkeitsgefühl loszuwerden.Hm, kam nichts.So ca.3 Tage hielt das an.Mal mehr, mal weniger schlimm, aber aushaltbar.Jetzt nach einer Woche ist meine Mundschleimhaut ein bisschen ramponiert und zu allem Übel hab ich mir jetzt auch noch eine Halsentzündung eingefangen.3 Tage lag ich flach mit Fieber.Ich war mit meinem Mann in der Kölner Uni im Zentrum für familiären Brust und Eierstockkrebs.Es war superinteressant.Bin auch direkt nach dem Gespräch getestet worden.Aber dort im Wartezimmer waren fast alle erkältet, und mein Mann und ich haben uns schon immer etwas abgewandt, aber ich hab die Bazillen schon förmlich durch den Raum fliegen sehen.Und noch am selben Abend hatten sie mich erwischt.In dem Zusammenhang: Seid ihr denn immer mit Mundschutz unterwegs oder habt sowas dabei? Ich muss gestehen, daß ich daran noch garnicht gedacht hatte.Chemo und Abwehrschwäche und Erkältungen usw.Meine nächste Chemo ist nächste Woche und ich glaube, dann verlassen mich auch die Haare.Sie sind jetzt schon ganz trocken und widerspenstig.Sie fühlen sich tot an.So, als würden sie nicht mehr zu mir gehören.Für mich ist das ein bisschen unheimlich.Wie ist es denn bei euch gewesen? Fielen sie einfach aus, oder hat sich vorher schon was angekündigt? Ach und bevor ich es vergesse.Ich hatte mich für diesen Kosmetikkurs angemeldet.Schminken ohne Augenbrauen und Wimpern usw.Dort konnte ich leider krankheitsbedingt nicht hingehen, was mir echt leidgetan hat.Habt ihr so einen Kurs mal gemacht?


    So, ich glaube, das reicht erstmal an Lesestoff.


    Wünsche euch einen schönen kuscheligen Abend mit euren Lieben oder Alleine.


    Eure Pinoline

  • Hallo Pinoline,


    oh, da hat es dich ja schlimm erwischt. Zu den NW der Chemo kann ich dir nichts sagen....da ich keine bekommen habe. Aber so einen Kosmetikkurs habe ich schon einmal mitgemacht. Es war sehr informativ und es gab eine große Tasche mit hochwertigen Kosmetikprodukten. Das fand ich toll. Wenn du die Möglichkeit hast. ..würde ich das machen.


    Lg Keinohrhase :hug:

  • Hallo Pinoline,


    ich habe vor fast zwei Wochen meinen ersten Chemozyklus mit EC abgeschlossen und fange nächste Woche mit Taxol an.
    EC habe ich im Abstand von 2 Wochen bekommen. Deshalb bekam ich immer am Tag nach der Chemo-Gabe eine
    Aufbauspritze mit Neulasta, um die Leukozytenbildung anzuregen. Das hat extrem viel gebracht und mich bisher vor der
    gefürchteten Dauermüdigkeit bewahrt.


    Die Übelkeit habe ich immer bis zu drei Tage nach der Gabe verspürt, habe dagegen MCP-Tabletten wie Smarties geschluckt
    und 2 x täglich Ondansetron. So war die Übelkeit immer nur unterschwellig spürbar. Nach der ersten Chemo habe ich noch
    unter Appetitlosigkeit gelitten, die zweite habe ich einen Tag vor Silvester bekommen und dann mit Raclette ins neue Jahr
    gefeiert.
    Ich hatte extreme Angst vor den Nebenwirkungen und bin fest davon überzeugt, dass das gerade bei der Übelkeit eine
    große Rolle spielt. Je stärker der "Gewöhnungseffekt" eintrat, desto weniger einschränkend war die Übelkeit. Was während
    der Therapie in unserem Kopf passiert, hat meines Erachtens großen Einfluss auf den Verlauf. Leider lässt sich die Angst
    nicht immer gut in Schach halten...


    Der Haarausfall begann bei mir an Neujahr, also nach der 2. Chemo. Die Schwestern in der Onkologenpraxis hatten mir
    gesagt, dass mir nach der ersten Gabe noch 2-3 Wochen bleiben, bevor die Haare ausfallen, und so war es dann auch. Ich
    lag jeden Abend auf dem Sofa und habe an meinen Haaren rumgezubbelt um zu probieren, ob sie noch fest sind.
    Glaub mir, wenn sie anfangen auszufallen merkst du es und es fängt ganz langsam an. Du wirst nicht etwa morgens mit
    Glatze wach. Bei mir hatte ich beim Haarewaschen irgendwann ganz viele Haare in den Händen. Als es mir zu doof wurde
    habe ich meine Mutter gebeten sie mir abzurasieren. Seitdem trage ich Tücher oder Mützen. Die Perücke hatte ich bis jetzt
    nur ein Mal zum Essengehen und Konzertbesuch an.


    Rückblickend kann ich also sagen, dass es zwar anstrengend war, aber dass ich mit den Nebenwirkungen extremes Glück
    hatte. Ich hoffe, dass es mich beim neuen Zyklus nicht verlässt.


    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit.


    Alles Gute, Nelles

  • Liebe Pinoline,


    ich wünsche dir sehr, dass ihr, du und dein Onkologe, die Nebenwirkungen in den Griff bekommt! Da ist bestimmt noch was zu machen. Hier findest du im Thread bestimmt auch noch den einen oder anderen Tipp (Ingwertee gegen Übelkeit z.B.). Der Schutz vor Ansteckung ist natürlich wichtig. Wenn ich zu meiner Hausärztin gehe, darf ich immer an einem sicheren Ort warten. Ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sehe aber dazu, dass ich meinen Mitmenschen nicht zu nahe komme und lasse auch meine Handschuhe an. Sehr häufiges Händewasche ist wichtig. Ich wünsche dir, dass du dir nichts einfängst und die Saison virenfrei überstehst. Mit der Chemo hast du ja schon genug am Hut. Viel Glück, ich drücke dir ganz fest die Daumen! :thumbup:


    Liebe Nelles,


    willkommen hier im Forum! Du hast dich vor wenigen Minuten angemeldet und schon gleich deine Erfahrungen eingebracht. Das finde ich toll! Du wirst schnell merken, dass das hier ein sehr nettes und hilfreiches Forum ist. Ich freue mich schon darauf, mehr von dir zu lesen. :)


    Ich selbst bin auch gerade noch mit der Chemo beschäftigt 8| (am Dienstag kommt die fünfte von sechs).
    Alles Gute und bis bald :)

  • herzlich willkommen in unserem familiären Forum!


    Da steckst du ja gerade mitten in der Chemo und ich wünsche dir, dass du den 2. Zyklus auch mit relativ wenigen Nebenwirkungen durchläufst! Wir freuen uns, wenn du uns deine Erfahrungen mitteilst und hier wirst du auch immer ein offenes Ohr und Verständnis finden. Fühle dich hier wohl und vielleicht schaust du auch mal auf unser Sonnendeck, da ist es zur Zeit zwar ruhiger, aber in der Faschingszeit wird da bestimmt wieder gefeiert :) .

  • Liebe Nelles!


    Meine Haare sind nach und nach ausgefallen. Sie wurden dünner und dünner. Irgendwann war es mir zu dumm (dünn :D ) und ich habe meinen Mann gebeten mir den Rest Haare abzurasieren.
    Ich glaube er hat mehr gelitten als ich. Irgendwo habe ich versucht das Beste draus zu machen und mich an meinem neuen Aussehen gefreut.
    Ja, Du hast richtig gelesen, ich habe mich eigentlich direkt mit meinem veränderten Aussehen angefreundet. Auf eine Perrücke habe ich verzichtet. Wenn es mal ganz kalt wurde habe ich mir unzählige Hüte gehäckelt, geübt Turbane aus schicken Tüchern zu wickeln und ein grenzgeniales Video gefunden, das zeigt wie man aus T-shirts Chemo-Turbane wickelt.
    Ich habe vor sehr langer Zeit eine Visagistenausbildung gemacht, die mir sehr geholfen hat mich so zurecht zu machen, das ich nicht krank aussehe. Ein Schminkkurs ist also eine gute Sache. Wenn Du die Gelegenheit hast, mache ihn.

  • Hi Pinoline,


    ich hatte eine andere Chemo als du 6mal TAC und ich habe am Tag der Chemogabe immer alles noch machen können, aber nachdem ich am nächsten Tag die Neu....
    spritze bekommen hatte, merkte ich die Chemo überlall. Laufen wie eine 90zig Jährige und Kurzatmigkeit, dann kamen diese Geschmackstörungen sowie Geruch, es hat alles
    nach Seife und Metall geschmeckt und ich konnte keinerlei Seifen, Düfte, Parfüm, parfümierte Waschmittel riechen.
    Das fand ich mit am schlimmsten.
    Nach ca einer Woche ging es langsam etwas besser. ab 5 Tag musste ich dann auch immer Antibiotikas für 10 Tage nehmen, die mir ganz schön auf den Magen geschlagen
    haben.
    In der dritten Woche ging es wieder etwas und dann kam die nächste chemo. Es war keine schöne Zeit, aber ich hatte was in der Hand um diesen Schalentieren
    den Gar auszumachen und das habe ich. Er war nach der 6.Chemo weg und konnte auch dann im operierten Gewebe nicht mehr nachgewiesen werden.
    Man schafft es, da man diesen Schalentieren damit den Gar ausmacht.
    Meine Haare vielen so in Strähnen aus, glaube das ging schon in der zweiten Woche der ersten Chemo los.
    Habe wie mir dann nach dem 3 Tag im Perückenladen abrasieren lassen. Die Perücke die ich mir ausgesucht hatte, saß so super und man hat kaum gesehen das ich
    einePerücke aufhatte, da sie meinem echten Haar sehr ähnelte, zwar etwas kürzer.
    Habe mich mit der Perücke sehr wohl gefühlt, nur wenn es dann zu heiss wurde dann habe ich mit Tüchern gearbeitet.
    Drücke dir die Daumen, das du weiteren Chemos besser verträgst und sie als Kampfmittel gegen die Schalentiere siehst. Gibt es bei dir in der Klinik eine Möglchkeit
    Akkupunktur machen zu lassen, die hat mir während der Chemo sehr geholfen, auch gegen die Übelkeit.

  • Liebe Pinoline,


    ich hatte auch ETC dd. Ach Mensch... nicht viele Frauen bekommen dieses Schema. Trotzdem hat es Gründe, die deine Onkologen sicher gut abgewogen hatten und diese Hammerchemo hat wirklich ihre Vorteile.


    Ja, den Hammer... den kenne ich auch. Ich hab immer gesagt, dass ich mich fühle, als wäre ein LKW mit 100 km/h über mich drüber gefahren.


    Ich habe mich ab Tag 4 sechs Tage lang jeden Tag mit Filgrastim 30 Mio Einheiten gespritzt. Das musst du bestimmt auch. Die 24 Stunden-Neulasterspritzen reichen bei einer dosisintensiven Therapie nicht aus. Man darf nicht vergessen: die einzelnen Medikamente sind um das 2 bis 4,5-fache höher dosiert als bei anderen Chemoschemata. Und trotzdem war es bei mir wie bei dir: jeden Tag gespritzt und nach 8 Tagen waren meine Leukos bei 0,75. Beim zweiten "E" waren sie dann aber bei 2,7 ;) Das Knochenmark reagiert mit der Zeit immer besser auf die Spritzen!


    Mein Tip: Isoliere dich nicht. Triff dich mit wirklich gesunden!!! Menschen so viel du kannst und möchtest. Aber wer schnupft und hustet oder so, der muss erst mal auf deine Gesellschaft verzichten. Du hast eine dosisdichte Therapie und die Gefahr, dass man dann mal aussetzen muss, ist sonst hoch. Die dosisdichte ist sehr anstrengend, aber lässt dem Krebs null Luft zum atmen. Ich habe das einfach allen gesagt: Bitte, gebt mir vorher bescheid, wenn ihr erkältet seid. Das haben alle auch gut verstanden. In der Tasche hatte ich immer einen Mundschutz (den ich aber eigentlich echt nicht tragen wollte) und ein Händedesinfektionsmittel. Das kann schon viel helfen!


    Bei ETC geht das mit den Haaren ganz fix. 10 Tage nach der Chemo war ich kahl. Das hat genau gleich angefangen: die Haare fühlten sich an wie tot.


    Noch 2 mal, dann hast du das E schon geschafft. Durchhalten, liebe Ponoline! Es wird manchmal hart werden, aber denk immer daran: wenn es dir schlecht geht, geht es dem Krebs umso schlechter.
    Fühl dich umarmt :hug:


    Falls du irgendwelche Fragen zur ETC hast, dann schreib mir gerne. Ich habe mich mit dem Schema immer so ein bisschen alleine gefühlt. Bei mir in der Chemoambulanz war ich die einzige, die es bekommen hat.


    Liebe Grüße,
    Häschen

  • Ich bin ja noch neu hier und etwas unsicher was als "Reklame" gilt und was nicht.
    Deshalb habe ich mich bei Alice rückversichert das ich das auch schreiben darf: Bei Übelkeit helfen Akupressurbänder sehr gut. Meine Mitpatieten in der Onkologie schwören drauf.


    Die Bänder werden am Handgelenk getragen und helfen auch bei Reiseübelkeit :D
    Vielleicht mag ja die ein oder andere die Bänder ausprobieren.

  • Hallo Ihr lieben,


    ich bekomme ab Juni ETC dosisdicht (alle 2 Wochen) ....irgendwie hab ich das mit der Blutkontrolle nicht verstanden ....frag nächste Woche nochmal nach aber vielleicht
    könnt Ihr mir ja helfen.
    Ich hab das so verstanden das ich Dienstags die Chemo bekomme und Freitags zum Hausarzt soll und der soll das Ergebnis dann in die Klinik faxen. Ist das nicht zu früh?
    ich habe immer was von einer Woche nach Chemo gelesen oder ist das bei einer 2 wöchigen anders?


    Liebe Grüsse :)

  • ETC-Chemo


    Hallo aimee35,
    ich habe 2014 ebenfalls eine ETC dosisdichte Chemo erhalten. Ich musste immer einige Tage nach der Chemo (nach der Neulasta-Spritze) und auch einige Tage vor der nächsten Chemo zum Blutabnehmen. Die Ergebnisse wurden dann zur Onkoambulanz gefaxt.
    Also jede Woche einmal.... Durch die Chemo wird ja die Bildung der weißen Blutkörperchen starkbeeinträchtigt (die Chemo wirkt auf das Knochenmark, wo diese gebildet werden). Zur Ankurbelung der Produktion dient die Neulastaspritze. Ob das klappt, wird wohl mit der Untersuchung nach der Chemo kontrolliert. Vor der nächsten Chemo wird dann geschaut, ob alle WErte den nächsten ChemoZyklus erlauben.

    Bei mir hat das gut funktioniert


    Alles Gute
    Tschetan

  • Danke für deine Antwort :)
    Dann haut das ja hin mit jeden Freitag Blutabnahme....oje von einer Spritze weiss ich noch nichts ich bekomme aber irgendein Medikament zur Bildung der weissen Blutkörperchen...aber vielleicht hab ich das auch falsch verstanden war doch sehr viel Info ....hoffe mal man findet sich da rein wenns los geht ;)

  • Hallo aimee35,


    ich musste vor jeder Chemo zwei Tage vorher zur Blutabnahme und am nächsten Tag wurde das Ergebnis dann in die Chemoambulanz gefaxt. War die Chemo dienstags dann musste ich sogar am Montag in die Chemoambulanz zur Blutentnahme. In den Wochen dazwischen war es quasi egal, an welchem Tag ich zur Kontrolle gegangen bin.


    Alles Gute für Dich!


    Schönen Abend und lieben Gruß,
    Bianca

  • Hallo aimee35,


    die Spritze ist gar nicht schlimm! Die bekommt man mit nach Haue und macht das selbst. Ist Nur ein bisschen Überwindung beim ersten Mal. Tut auch gar nicht weh, die Nadel ist so dünn, das merkt man gar nicht. Wird nur in die Haut gespritzt, z.B. eine kleine Speckfalte am Bauch.... Die Anleitung liegt in der Packung und es wird auch erklärt bei Bedarf. Danach kann man ein wenig Knochenschmerzen bekommen, da ja das Knochenmark aktiviert wird, aber ich habe gar nichts davon gemerkt, völlig problemlos!


    Gruß
    Tschetan

  • Hi Rosa Wolke,


    ETC ( wenn es das gleiche Schema ist nachdem ich es hatte/habe) ist
    3-4x Epirubicin
    3-4x Paclitaxel ( T für Taxol)
    3-4x Cyclo..irgendwas


    eine gute Info Quelle über das Schema fand ich bei mamazone, suche unter ETC oder dosisdicht.


    Dosisdicht heißt dann alle 2 Wochen, und auch noch stärkere Dosis. Aber mit dem Hintergrund der Heilung.
    Auch wirst du nach jeder Chemo eine Neulasta Spritze kriegen ( für die weißen Blutkörperchen, die Leukozyten( Abwehr))


    Ich bin gerade mittendrin, Montag meine 3te Paclitaxel.
    Bin 46, und bin mit diesem 2 Wochen Zyklus zwar zufrieden, aber es bleibt mir persönlich nicht viel gute Zeit zwischendrin zum Erholen, es reicht geradeso um wieder fit zu sein für die nächste Chemo. Aber das ist ja sehr individuell, der eine so der andere so.

  • Naja, ich möchte dir keine Angst machen, und ich habe schlichtweg auch keine andere Chemo Patientin mit der ich mich vergleichen könnte.


    Unter Epirubicin war ich extrem schwach auf den Beinen, ( hatte aber 3 Wochen nach Total OP und Brust Ablatio die erste Chemo), aber nach etwa 10 Tagen ging das wieder.
    Unter Pacli bin ich nicht so schwach, aber habe ständig Schmerzen überall. Füße, Zähne, Knochen, psychisch finde ich das nicht einfach. Ohne Ibu komme ich da nicht durch.


    Schlafen ist ein großes Problem, ich muss alle 2 Stunden auf Toilette, dh nach Tagen, Wochen Schlafentzug, fühle ich mich schon recht K.o.


    Bei mir Läuft es in etwa so:
    Woche 1, Montag Chemo bin ok, total high von Droge
    Dienstag Neulasta geht mir noch soweit ok, leicht high, leicht benommen
    Mittwoch Ab hier die Nebenwirkungen, muss aber dazu sagen, dass die Neulasta bei mir starke Schmerzen verursacht, da mein ganzes Rippenkostüm anschwillt.
    zwischen Freitag und Sonntag gehts wieder bergauf, kann mini Spaziergänge machen.


    Ab Mittwoch, Donnerstag in Woche 2 bin ich fast die Alte ( hätte ich denn etwas Kondition übrig), kann in etwa 5 km Spazieren gehen mit Bänken zwischendrin.


    Mein Haushalt läuft in Woche 1 gar nicht. Vielleicht schaffe ich es zu kochen. Woche 2 wird wieder aufgeholt, aber sehr langsam. Bin aber auch allein mit Sohn, dh von EInkaufen bis sonstiges ich mache alles selbst.


    Bin aber auch vorsichtig geworden, da ich nach der ersten Epirubicin mal meinen Haushalt auf Vordermann in Normal Geschwindigkeit machte, und 2 Tage später mit Fieber im Krankenhaus lag. Nun habe ich eine Geschwindigkeit von etwa 10-20% von normal.

  • Ja, ich kann dir aber nicht sagen inwieweit sich was bei mir auswirkt.


    Im großen ist es kein Spaziergang,aber machbar ist es schon. Gut wenn dein Mann mithilft. Aber ein bisschen Planung für den Haushalt , Einkaufen, Wäsche etc hilft schon. Bei mir ist nicht unbedingt die Nebenwirkungen das große Problem sondern auch die völlige Antriebslosigkeit. Und da alleine, muss ich mich immer wieder alleine hochrappeln, niemand der unterstützend wirkt.


    Andere Threads lesen sich total unproblematisch von Nebenwirkungen. Daher musst du einfach schauen wie es bei dir läuft.


    Hab´keine Angst, es geht schon irgendwie vorbei.