Therapie noch ungewiss

  • Hallo, liebe Foris!
    Die ewige Ungewissheit macht mir zu schaffen!
    Zu mir: Ich wurde vor knapp 4 Wochen brusterhaltend operiert, nach der Op ging es mir bis heute gut. (Bis auf die Unsicherheit nach der Op wegen der Verhärtungen im OP-Bereich - von mir unter dem Thema : "Verhärtungen nach brusterhaltender OP" beschrieben)


    Heute kam dann der lang erwartete Anruf (Geduld muss man ja immens haben bei der Sache!) aus der Klinik.


    Der eine entfernte Lymphknoten war frei, das sagte man mir bereits und der eine Befund, der noch
    ausstand sei eigentlich gut, aber sie wissen nicht, ob ich doch noch
    eine Chemo brauche, sie wollen das Tumormaterial nochmal einschicken, um
    sicher zu gehen und einen Gentest machen. Ich bin völlig perplex, denn nach der Zeit hab ich mit
    sowas nicht mehr gerechnet. Genaueres will man mir am Mittwoch
    erklären, sie benötigen schließlich mein Einverständnis. Man sitzt und
    wartet und zittert wieder. Sch..-Gefühl. Vor allem wusste ich noch nicht,
    warum diese Unsicherheit besteht, was ausschlaggebend für die weitere
    Behandlung ist.
    Inzwischen hab ich mich belesen und glaube zu verstehen, wonach man sucht. Wahrscheinlich geht es um HER2? Hab ich recht?


    Ansonsten werde ich wohl den Mittwoch abwarten müssen, aber immer diese Ungeduld !!!
    Liebe Grüße, Consi

  • Guten Morgen Consi,


    ja diese Warterrei zerrt an den Nerven. Aber es ist doch besser für dich, wenn die Ärzte sich selber eine "Zweitmeinung" holen. Da kannst du dir doch schon mal sicher sein, dass es nicht nachdem 08/15 Prinzip geht, sondern wirklich jeder Fall sehr intensiv untersucht wird. Auf welchem Bestandteil des Tumors nun der Gentest abzielt, kann ich dir natürlich nicht sagen. Frage doch am Mittwoch einfach.


    Drücke dir die Daumen, dass es am Mittwoch nun weiter geht :)


    LG
    Kalinchen

  • Hallo Consica,


    Habe keine Angst. Die Ärzte wollen nur auf Nummer Sicher gehen.
    So war es bei mir auch.
    Sie führen sicher gerade den Endopredict Test oder den Oncotyp Test durch.,Dieses sind Genexpressionstests in denen die Genetik des Krebstumors auf seine Beschaffenheit und vor allem auf den Nutzen einer Chemotherapie untersucht wird. So müssen wir zwar warten, haben aber dafür eine genaue Information ob eine Chemotherapie von Nöten ist oder man beispielsweise mit der Antihormontherapie ausreichend versorgt ist.
    BEi mir kam beispielsweise raus, dass ich definitiv zu den Frauen gehören, die davon profitieren.
    Ich weiß, dass diese Warterei wirklich blöde ist aber versuche die Zeit positiv zu nutzen und lass es dir gut gehen.


    Sei ganz lieb gegrüßt
    Anna

  • Hi,
    ich halte es ihnen ja auch zugute, dass sie auf Nummer sicher gehen wollen. Vielleicht hab ich mich einfach zu früh gefreut. Ich hab nur so eine Sch... Angst vor der Chemo.
    Aber das haben sicher alle, da bin ich wohl nicht allein.
    Grüße euch alle, Consi

  • Hallo Conci,


    hatte auch so einen Oncotype weil eigentlich keine Chemo bei hormonaktiven Tumor, dann doch Ungewißheit da der Sentinel befallen war.
    Laut Oncotype profitiere ich nicht von Chemo, habe dann auch keine gemacht. die Untersuchung bringt schon Sicherheit in jede Richtung. :thumbsup:


    Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Hallo Alena ,
    du hattest recht. Sie wollen den Endopredicttest machen, bzw. haben mir empfohlen, ihn durchführen zu lassen. Mein Tumor ist zwar HER2 negativ, wurde aber dennoch als mittelgradig eingestuft. Sie benötigten heute nur mein Einverständnis und die Unterschrift und baten mich wieder um Geduld. Oh je.
    Aber was solls.
    Ganz liebe Grüße, Consi

  • Hey Consica,
    Meiner war auch HER 2 negativ.
    Ich fand gut, dass man damit wirklich auf Nummer Sicher geht. Wenn raus kommt, dass eine Chemo nötig ist dann ist es halt so und umgekehrt kann man dann auch sicher sein, dass man die Chemo auch nicht benötigt.
    Die Warterei ist zwar blöd. Aber wir wissen genau woran wir sind.
    Sei ganz lieb gegrüßt
    Alena

  • Hallo Alena, wie ist das eigentlich...
    Ich hab von einer ebenfalls betroffenen Nachbarin gehört, dass die Krankenkassen diesen Test eigentlich nicht bezahlen? Stimmt das? Wenn ja, dann hätte man mich aber heute in dem Gespräch darauf hinweisen müssen. Oder nicht? Lg Consi

  • Hallo Consi,
    Ich habe im Krankenhaus eine Abtretungserklärung unterschrieben. Das bedeutet, dass das Krankenhaus die Kosten übernimmt und sich die von der Krankenkasse wieder holt. Falls nötig auch übers Gericht.
    Meine Krankenkasse hat aber anstandslos bezahlt.
    Müsstest du auch was unterschreiben?


    Liebe Grüße

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Krankenkassennamen entnommen.

  • Ja, ich habe auch unterschrieben. Die Ärztin ist nur nicht auf jedes einzelne Blatt eingegangen.
    Wieder so eine Schusseligkeit von mir, die mir immer hinterher einfällt... :S
    Aber dann wird es bei mir auch so gewesen sein. Die behandelnde Ärztin konnte nicht zugegen sein, sie war durch eine unerwartete OP verhindert. Da hat das eine andere für sie übernommen, damit ich nicht umsonst gekommen bin.
    Liebe Grüße.

  • Jetzt ist das Ergebnis da!
    Und ich muss doch ne Chemo kriegen!
    Menno, ich dachte, ich komme drum herum.
    Ich hab immer noch so Angst davor. Morgen muss ich zum Gespräch, da wird mir alles erklärt. Ich hoffe nur sehr, dass ich alles halbwegs vertragen werde. Und muss jetzt ordentlich Mut sammeln, mich darauf einzulassen.
    Wie habt ihr das geschafft?
    Gruß Consi

  • Hallo Consica ,


    Das ist natürlich Mist , das du doch eine Chemo bekommst , aber ich habe mir immer gesagt : wenn es so sein soll , dann ist es so und es soll mir ja helfen . Wenn du kannst , nehme Deinen Mann / Freund / Freundin mit zum Gespräch !!! Ich konnte gar nicht soviel Fragen am Anfang , das hat mein Mann übernommen .


    Es gibt hier den Strang Ec / Pacli...da stehen viele wertvolle Tipps im Umgang mit Chemo drin.Ich persönlich hätte keine Angst davor.Ich hatte mich hier intensiv belesen und hab gedacht ich warte einfach mal ab , was mit mir passiert ...und damit hab ich dann " gearbeitet " .Jeder ist natürlich anders und hat auch andere NW .Du darfst natürlich alles hier fragen und kommt es dir noch so " blöd "vor...dafür sind wir alle da ..und ich weiss aus eigener Erfahrungsgemäß : man hat die merkwürdigsten Fragen --- zu den unmöglichsten Zeiten .
    Drücke die Daumen für dein Gespräch und melde Dich bitte , wenn du deinen Chemoplan hast.....und viele Fragen ..
    Fühl Dich umarmt von Mosicha :hug:

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • ich lass dir auch noch schnell einen Gruß hier.


    Ich hatte auch einen Riesenbammel vor der Chemo und hab mich hier im Forum durch die Threads gelesen, was ich beachten kann und muss. Bin jetzt im 3. Zyklus und es ist alles gar nicht so schlimm. Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen und ich kann fast mein gewohntes Leben leben.
    Ich versuche auch die Chemo nicht als Feind zu sehen, wie viele andere Foris hier auch, sondern als Hilfe alles Krebszellen zu elimieren, die da irgendwo in meinem Körper herumschwirren. Ich glaube, es sehr wichtig positiv da ranzugehen.


    Ich drücke dir die Daumen :thumbsup: , dass du gut durch die Therapie kommst.
    Liebe Grüße, Beate

  • Hallo Hope64,
    genauso möchte ich da rangehen, genau diese Einstellung brauche ich dazu. Werde morgen in das Gespräch meine Schwester mitnehmen und dann auf dein Angebot, liebe Mosicha, zurückkommen.
    Es stimmt schon, auch wenn es mir momentan so gut wie lange nicht geht, der Schein trügt. Ich bin noch nicht fertig und will doch sichergehen, dass der Krebs völlig aus dem Körper verschwindet.
    Wir haben schließlich nur das eine Leben und dafür lohnt es sich zu kämpfen. :thumbsup:
    Grüße von Consi

  • Eine Frage hab ich trotzdem noch.
    Habt ihr alle die psychoonkologische Betreuung in Anspruch genommen?
    Ich hab leider zu dem Thema nicht viel gefunden hier. Will das aber ganz gern in Anspruch nehmen,
    weil ich mich leider immer zu schnell herunter ziehen lasse.
    Ich meine damit nicht nur die Erfahrungen mit dieser Krankheit und dem Behandlungsverlauf, sondern generell mein Gefühl, in manchen Lebenssituationen überfordert zu sein. Das will ich unbedingt in den Griff kriegen!!! Aber ich glaube, ich schaffe das nicht allein.
    Lg Consi

  • Liebe Consi,
    Auch wenn es , wie bei mir ja auch, nicht das Ergebnis war welches du dir gewünscht hast. Wenigstens hast du jetzt Klarheit. Mir hat das schon geholfen die Chemo auch anzunehmen. Hätte mir aber auch geholfen sie nicht zu bekommen und dann trotzdem das Gefühl zu haben alles gemacht zu haben.


    Wie dem auch sei. Du bist nicht alleine. Diesen Weg gehen wir gemeinsam! Stück für Stück!
    Melde dich, wenn irgendetwas ist!



    Toll, das deine Schwester dich begleitet.


    Mit der Psychoonkologin hab ich nur einmal nach der OP gesprochen. Ansonsten bin ich ganz gut klar gekommen und hatte viel Unterstützung durch meinen Mann und meine Familie.


    Sei ganz lieb gegrüßt
    Alena

  • Hallo Consica...
    ich drücke Dir für Dein Gespräch morgen ganz dolle die Daumen! :thumbsup:
    Auch ich hatte Angst vor der Chemo, hab aber dann zu mir gesagt: Wat mut, dat mut ;)
    und immerhin ist die Chemo ein wirksames Mittel um das "Unkraut" (so hab ich´s meinem 5jährigen Sohn erklärt) aus dem Körper zu kriegen...
    und ganz ehrlich...ein paar Wochen/ggf. Monate in denen Du Dich nicht 100% gut und fit fühlst sind ein Klacks im Vergleich zur einzigen Alternative :Abwarten, Teetrinken und womöglich nicht mehr dieses wunderbare Leben leben zu dürfen... :S
    klingt im ersten Moment vielleicht hart, aber mir hilft es meinen Galgenhumor zu bewahren und zu versuchen in allem das Positive zu sehen :)
    Ich nehme (bisher) keine psychologische/psychoonkologische Hilfe in Anspruch...denke aber, dass es für Dich eine tolle Chance ist, die Du auf jeden Fall ergreifen solltest!
    Habe hier auch schon von vielen anderen Mitkämpferinnen gelesen, wie unglaublich gut die Gespräche bei den verschiedensten Sorgen und Nöten helfen!!!
    Und auch hier hast Du immer die Möglichkeit Dir immer alles von der Seele zu schreiben:
    es gibt keine zu doofen Fragen ;)
    ....und es gibt hier so tolle, starke, mutige Frauen, die gerne Ihr Erfahrungen teilen und damit (auch mir) immer wieder unglaublich helfen und Mut machen !!!
    Also erstmal alles Gute für morgen... :thumbup:
    Liebe Grüße Trinchen

  • ich wohne in einer schönen Kleinstadt in Bayern und bei uns im Ort gibt es eine einzige Psychoonkologin. :huh:
    Am Anfang meiner Diagnose war ich so durch den Wind (auch wegen meiner befallenen Lymphknoten), dass ich sofort bei ihr angerufen habe. Ich habe es eine Woche probiert und kam nie durch. Dann habe ich ihr auf den AB gesprochen und ihr mein Leid geklagt. Sie hat mich dann eine Woche zurückgerufen und mir versichert, dass sie Krebspatienten den Vorrang gibt und falls jemand ausfällt, rücke ich nach. Letzte Woche dann war es soweit, ich hatte einen Termin bei ihr und es war toll. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge und ich konnte mich mal so richtig ausko..... Es war nicht nur der Krebs das Thema, sondern auch eine andere große "Baustelle" in meinem Leben. Mir hat das Gesprächt mit ihr so gut getan. Jetzt habe ich im Januar nach meiner Mastektomie dann feste wöchentliche Termine bei ihr und das gibt mir doch viel Kraft, auch im Hinblick auf ein Leben mit nur einer Brust :hot: .


    Falls du die Möglichkeit hast Hilfe zu finden, würde ich es probieren, wenn es nicht passt, kannst du es ja wieder beenden.


    Sei lieb gegrüßt , Beate
    Muss noch nachtragen, das sie Psychologin mit Zusatz Onkologie ist, deshalb gibt sie Krebspatienten den Vorzug. 8o

  • Ihr Lieben!
    Das Gespräch hat stattgefunden und ... mich noch einmal herunter gezogen. Ich gehöre leider nicht zu den Frauen, die alles gelassen wegstecken, aber ich würde gern eine von ihnen sein. Da mein Tumor eine Rückfallwahrscheinlichkeit von 33% innerhalb der nächsten 10 Jahre aufweist, muss es jetzt die Chemo sein. Und das, obwohl alle anderen Werte super sind. Wie wohl hab ich mich in den letzten Wochen gefühlt! Und nun hat die ewige Warterei abrupt ein Ende gefunden! Schon am Montag wird der Port gelegt und am Dienstag geht es los! Mit 4x Ec und 12x Pacli. Dass das ein halbes Jahr in Anspruch nimmt, hat mich geschockt, von den Nebenwirkungen, die die Ärztin mir aufzählte (muss sie ja machen, ich weiß) ganz zu schweigen. Bin immer kleiner auf meinem Stuhl geworden. Die psychologische Betreuung hat man mir versprochen, da bleib ich auch dran.
    Ich such nur krampfhaft in meinem Kopf den Schalter, den ich umlegen kann, um in dem Ganzen das Positive zu sehen. Ich brauch was zum Motivieren und habe schon gefragt, ob ich auf Betroffene mit positiver Energie stoße, wenn ich zur Chemo komme. Das hat man mir bejaht.
    Grüße an euch alle.
    Consi