Hallo, ich möchte mich vorstellen.

  • Hallo,


    nachdem es mich im April auch "erwischt" hat, suche ich oft hier im Forum nach Erfahrungen und Informationen hinsichtlich der Behandlung von Brustkrebs und habe mich nun registriert, damit ich auch selbst Beiträge schreiben und Fragen stellen kann.
    Ich habe hormonabhängigen Brustkrebs und habe die Chemo abgelehnt, mich aber für eine Brustamputation - zur Sicherheit - entschieden, es waren keine Metas vorhanden. Ein CT wurde sicherheitshalber gemacht auch da keine Metas zu erkennen. Die Lymphknoten waren frei. Die Chemo hätte bei mir nur 4 % Nutzen ergeben, da erschienen mir die Vor- und Nachteile doch zu extrem. Ob es die richtige Entscheidung war kann ich natürlich nicht wissen. Die verordneten Aromatasehemmer (Letrozol) habe ich jetzt 3 Monate lang genommen und auch einige Nebenwirkungen zu spüren bekommen. Ich dachte bisher aber, es hält sich im Rahmen, wenn es den Krebs abhält zurückzukehren, dann nimm ich sie eben. Aber nachdem ich jetzt krampfartige Schmerzen im Bauch verspürte, die ich vorher niemals hatte, wurde vom Hausarzt das Blut untersucht und dabei festgestellt das die Enzymwerte (Leber etc.) erhöht waren. Dies kann eigentlich nur vom Letrozol kommen, da es über die Leber abgebaut wird. Auch im Bereich der Bauchspeicheldrüse verspüre ich jetzt öfter Schmerzen. Ich werde jetzt kurzfristig einen Termin im Brustzentrum machen, um abzusprechen, was ich tun kann. Hat jemand von euch auch diesbezügliche Probleme nach Einnahme von Aromatasehemmern bekommen? Ich bewege mich viel, versuche mich meistens gesund zu ernähren, wobei das Letrozol den Appetit anregt und ich ständig Hunger habe. Bisher habe ich mein Gewicht halten können, habe geringe Knochenschmerzen und trockene Schleimhäute. Ich kenne mehrere Frauen mit Brustkrebs, die vor 10 und mehr Jahren Brustkrebs hatten und die Aromatasehemmer nicht vertragen haben und sie nicht eingenommen haben. Sie leben und sind frei von diesen Nebenwirkungen. Aber man kann ja nicht von sich auf andere schließen und die Ärzte sind alle entsetzt wenn man die vorgeschlagene Therapie nicht durchziehen will. Es ist wirklich eine schwierige Entscheidung. Die ersten 3 Monate nach der Op habe ich kein Letrozol genommen da ging es mir super. Ich tendiere wirklich mittlerweile dazu sie abzusetzen. Aber ich höre schon die Meinung der Ärzte "bloß nicht - versuchen Sie ein anderes Medkament etc. Ich glaube es gibt viele Frauen in der gleichen Situation, deshalb bitte bitte melden, wenn ihr keine Aromatasehemmer genommen habt und wie es euch danach ergangen ist. ?(

  • Liebe KarinDue58


    erstmal ein herzliches Willkommen in unserem sehr familiären Forum. Ich weiß - wir hätten uns gerne alle woanders kennengelernt :rolleyes:


    Aber es ist wie es ist- und nun fühl dich einfach gut aufgehoben bei uns. Wenn du fragen hast, hier hat immer jemand ein offenes Ohr. Tag und Nacht.


    Nun möchtest du was über Letrozol wissen. Wenn du oben in der Suchmaschine den Begriff eingibst findes du sehr viele Beiträge. Ich selber hatte nach brusterhaltender OP 35 Strahlentermine und danach hieß es 2 Jahre Tamoxifen und 3 Jahre Letrozol. Mit TAM wurde ich ein 2. mal in die Wechseljahre katapultiert. Auch nicht schön. Aber diese Hitzewallungen haben bald nachgelassen. Knochen und Gelenke zeigten dass sie da sind ;( Im Februar dann der Wechsel auf Letrozol. Meine Hüftschmerzen wurden so unerträglich dass ich auch kleinere Spaziergänge nicht mehr machen konnte. Nach Absprache mit meiner Gyn bin ich dann 6 Monate später wieder auf TAM zurück. Die Schmerzen sind nicht ganz weg. Aber es ist alles erträglich.


    Drauf verzichten- NEIN- kommt für mich nicht in Frage. Aber diese Entscheidung muss wirklich jede ganz für sich alleine ausmachen.


    Ich wünsche dir noch einen schönen restlichen 3. Advent.


    Ganz lieben Gruß
    von Greta :hug:

  • Liebe KarinDue58,


    ich möchte Dich herzlich in unserem familiären Forum begrüßen und freue mich, dass Du Dich nach vielem Lesen jetzt angemeldet hast.


    Du hast ja schon einiges seit Deiner Erkrankung gemeistert und Dir Deine Entscheidungen nicht leicht gemacht. Ich habe den Eindruck, dass Du sehr gut abwägst, wie weit Du Dich mit den vorgeschlagen Therapien und dazugehörigen Medikamenten identifizieren kannst.


    Ein Austausch mit ähnlich betroffenen Foris ist bestimmt hilfreich für Dich und hilft Dir sicher, Deine Bedenken und Fragen bezüglich der Nebenwirkungen abzuwägen. Des Weiteren ist sicher auch eine telefonische Anfrage oder eine Auskunft per EMail vom Krebsinformationsdienst in Heidelberg (Tel. 0800-4203040 oder krebsinformationsdienst@dkfz.de) eine gute Wahl.


    Ich wünsche Dir einen guten Austausch und vor allen Dingen, dass es Dir bald wieder besser geht und eine für Dich passende Lösung gefunden werden kann.

    Liebe Grüße Monalisa


    Mitglied des Moderatoren-Teams


  • Danke für die Reaktionen!

    2 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Zitat des Beitrages von Greta entnommen.

  • Hallo KarinDue58,


    herzlich willkommen im Forum!
    Haben Deine Ärzte zu Deiner Entscheidung, keine Chemo zu machen auch gesagt: "bloß nicht darauf verzichten"? Für meine Ohren klingt Deine Entscheidung recht vernünftig und mich würde interessieren, wie Deine Ärzte den 4% Nutzen bewertet haben.
    Denn ich stehe bald vor der Entscheidung, ob ich meine Doppelantikörpertherapie (vorbeugend gegen Rezessiv/Metastasen bei HER2positivem BK) weiterhin fortsetze oder abbreche. Ich habe bislang zugestimmt, sie für 3 Jahre zu nehmen, da in dieser ersten Zeit das Rückfallrisiko deutlich höher ist als später.
    Zum Letrozol kann ich leider nichts sagen (ich nehme Tamoxifen). Aber es gibt hier wie gesagt schon viele Beiträge dazu.


    Liebe Grüße
    Olivia

  • Hallo ihr Lieben!


    Ich begrüße unsere Neulinge hier im Forum recht herzlich und hoffe, dass ihr alle aus den vielen Beiträgen provitiert undeinen regen
    Erfahrungsaustausch habt.


    Ich hatte 2010 BK mit zwei Knoten, kein Lymphknotenbefall, wurde brusterhaltend operiert, bekam dann fast 40x Bestrahlung und
    nehme bis heute Tamoxifen. Meine Ärzte meinten damals, dass eine Chemo nicht notwendig ist, man muss auch nicht übertherapieren.
    Liebe KarinDue58, ich denke somit hast du für dich erstmal nichts falsch gemacht.


    2013 bin ich dann aber wieder an Krebs erkrankt, allerdings eine völlig andere Art die nichts mit dem BK zu tun hatte. Ein leiomyosarkom
    wurde aus der Lunge operiert. Wieder keine Chemo, nur engmaschige Kontrollen. 2015 dann wieder ein Sarkom in der Hüftpfanne,
    ganz kleine Metas in der Lunge und eine in der Bauchdecke. Da wurde dann Chemotherapie gemacht und irgendwie war ich froh!
    Hab gedacht, jetzt geht es diesen kleinen Mistfichern in der Blutbahn an den Kragen :hot: Seit Jan. 2016 schlucke ich eine
    Chemotablette, die einige Nebenwirkungen hat, aber sie sind dann doch wieder dass kleinere Übel! Bis Oktober war noch alles unver-
    ändert bei mir, aber leider habe ich seit 3 Wochen neue Schmerzen im Oberschenkel ;( . Ich hoffe natürlich, dass sich nicht schon
    wieder was angedockt hat, aber wenn doch, brauch ich mir keine Vorwürfe machen! Ich habe immer alles gemacht, jede Kontrolle
    pünktlich gemacht, alles geschluckt was ich sollte. Ernähre mich gesund und gehe 1x wöchentlich zum Rehasport und 1x wöchentlich zum
    Gerätetraining um meine Muskulatur aufzubauen, auch wenn ich mittlerweile sehr gehbehindert bin. Ich versuche weiterhin stets
    das beste drauß zu machen. Die kommende Zeit wird wieder Kraft kosten, die wieder mit viel Geduld einhergeht. Ich werde auch
    weiter so handeln und alles tun, was die Ärzte mir vorschlagen. Hätte ich das bis her nicht gemacht, würde ich mir das wahrscheinlich
    vorwerfen, wenn Herr Krebs erneut an meine Tür klopft. Ich habe einen Sohn, einen Ehemann, weitere Familienangehörige und liebe
    Freunde die mich unterstützen und für die es sich lohnt, alles zu tun was in meiner Macht steht, um mit ihnen noch viel Zeit zu verbringen.
    Sollte sich tatsächlich wieder ein neuer Tumor gebildet haben, ist es dann allerdings für mich ein Zeichen, dass die Chemotablette, die ich
    seit Januar schlucke, nichts gebracht hat. Hier würde ich dann, zusammen mit meinen Ärzten , eine weitere Therapie überdenken!
    Jeder sollte auf sein Inneres und seinen Körper hören und selbst entscheiden. Wichtig ist aber, dass man alle für und wider dabei
    berücksichtigt.


    Liebe Foris! Nehmt mich diese Woche auf in der Daumendrückerecke! Donnerstag hab ich Termin in der Uni zum Gespräch mit
    meiner Ärztin, die dann hoffentlich meine Sorge ernst nimmt und mir schnell einen Untersuchungstermin besorgt :thumbsup:


    Wünsche eine schöne Woche und eine gute Nacht!
    Pea1961