Teilerwerbsminderungsrente

  • Hallo Amy48, guten Morgen, mir ist über Nacht noch eingefallen, dass du der DRV zunächst eine Sachstandsanfrage zukommen lassen könntest ggf. dann eine Untätigkeitsklage (lasse dich aber bitte vorab vom Sozialverband/anwaltlich beraten), denn die ungefähre Maßgabe für eine Bescheidung eines Erstantrages liegt bei 6 Monaten, eines Widerspruchs bei 3 Monaten. Und du warst ja in den letzten 2,5 Jahren bei Gutachtern und hast bestimmte Formulare wiederholt ausgefüllt.


    LG

  • Liebe Rennratte , vielleicht kennst Du Dich bei meinen nächsten Problem auch aus...

    Habe von meinen AG das Formular zurück und da ist jetzt tatsächlich folgendes angekreuzt: bei Erhalt einer teilweise Erwerbsminderungsrente, ruht das Arbeitsverhältnis auf Zeit bzw. bei Erhalt einer kompletten Rente wird das Arbeitsverhältnis aufgelöstX(=O, ich dachte ich lese nicht richtig, ich bin 27 Jahre in dieser Firma. Darf das der AG einfach so? Beim VDK habe ich am Donnerstag einen Termin.

    L.g von Amy48

  • Hallo Amy48,


    wenn dir die DRV eine teilweise/volle Erwerbsminderungsrente bewilligen sollte, geschieht dies in der Regel ,bis zu 3 Jahren, befristet bei entsprechend medizinischen Voraussetzungen auch unbefristet.

    Bei einer befristeten vollen EMR ruht dein Arbeitsverhältnis, bei einer unbefristeten vollen EMR löst/hebt es sich auf, weil du sie bis zum Beginn der Altersrente beziehen würdest.

    Bei einer teilweisen EMR (befristet/unbefristet) würde es darauf ankommen, ob du mit max. 6h Arbeitszeit/tgl. auf deinen "alten" Arbeitsplatz zurückkannst/kommst und wenn ggf. nicht, ob dein Arbeitgeber dir einen anderen Arbeitsplatz innerhalb des Unternehmens anbieten könnte. Ggf. würde auch die Arbeitsmarktrente greifen. Aber dies ist sehr individuell und ich würde mich dann bei deiner SB Vertretung oder auch dem Integrationsfachdienst informieren.



    LG ☀️

  • Liebe Rennratte , vielleicht kennst Du Dich bei meinen nächsten Problem auch aus...

    Habe von meinen AG das Formular zurück und da ist jetzt tatsächlich folgendes angekreuzt: bei Erhalt einer teilweise Erwerbsminderungsrente, ruht das Arbeitsverhältnis auf Zeit bzw. bei Erhalt einer kompletten Rente wird das Arbeitsverhältnis aufgelöstX(=O, ich dachte ich lese nicht richtig, ich bin 27 Jahre in dieser Firma. Darf das der AG einfach so? Beim VDK habe ich am Donnerstag einen Termin.

    L.g von Amy48

    Ja, das ist so richtig. Hatte mir letztens meinen Arbeitsvertrag durchgelesen, da steht das auch so drin. Wenn man eine Rente bekommt, ist das Arbeitsverhältnis beendet. Schau mal in deinen Arbeitsvertrag. Scheint ein Standard zu sein im Teil "wann das Arbeitsverhältnis endet".

    Hierbei geht es aber um eine volle Erwerbsminderungsrente. Wenn man nur eine Teilrente bekommt, sollte das nicht gelten.

    Wenn du eine volle Rente bekommst, aber nur für ein paar Jahre, dann arbeitest du für die Zeit nicht, aber könntest danach wieder einsteigen.


    Auch wichtig: man ist gesetzlich verpflichtet, den Arbeitgeber über eine Erwerbsminderungsrente zu informieren. Also eine volle Rente bekommen und einfach wie gehabt weiterarbeiten und hoffen, der Arbeitgeber bekommt nichts mit, geht nicht.

  • Hallo zusammen,


    Ich habe da auch mal eine Frage. Ich bin noch in der Reha und wollte das eigentlich den Sozialen Dienst hier fragen, aber die haben mich bei der Terminierung vergessen🙄 und Morgen ist schon das Abschlussgespräch. Deshalb muss ich jetzt mal hier fragen, um zu wissen, ob/wie ich das Thema bei dem Gespräch mit dem Arzt anspreche.

    Hat es Nachteile, wenn festgestellt würde, dass ich nur bis zu 6 Stunden am Tag arbeitsfähig bin?

    Ich arbeite in einem Job, in dem ich seltenst mehr als 6 Stunden täglich arbeite. Im sozialen Bereich. In dem Bereich werden die meisten mit halber Stellen, manchmal 2/3 eingestellt.

    Tatsächlich könnte ich täglich keine 8 Stunden arbeiten. Wenn ich mal 7 oder 8 Stunden am Stück arbeite, bin ich danach total fertig. Das gute ist, dass ich mir meine Arbeitszeit überwiegend selbst einteilen kann. Aufgrund von Corona arbeite ich eh weniger. Wenn es mal garnicht geht, kann ich einen Termin auch verschieben. Ich muss mich also so gut wie nie krank schreiben lassen. Kann auch Arzttermine (Davon hab ich einige) auch so legen, dass sie nicht in meiner Arbeitszeit liegen. (Wenn ich feste Arbeitsstunden hätte, würde ich ca. 1-2 mal in der Woche aufgrund von Arzt-Terminen 1-3 Stunden fehlen.)

    Ich werde hier als Vollzeitbeschäftigte geführt. Ich habe bisher nie festgestellen lassen, dass ich nicht mehr Vollzeit arbeiten kann, weil sich die Frage nicht stellte - Ich habe in den letzten Jahren höchstens 30 Stunden pro Woche gearbeitet. Seit der Pandemie erheblich weniger...

    Sollte ich die Erwerbsminderung ansprechen, feststellen lassen? Was wären die Vorteile, was die Nachteile?


    Liebe Grüße

    Esma

    Wer nichts weiß, muss alles glauben. (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Liebe Rennratte und AufGehts

    Danke erstmal für Eure Infos, das wusste ich natürlich nicht, dass da mein AV endet bzw. ruhig gestellt werden kann. Ich bin 27 Jahre bei diesen AG und möchte meinen Job auf keinen Fall verlieren. Im Monment arbeite ich 6 Std. täglich, könnte dann ja auf 4 bis max. 5,50 Std. runter gehen ( dachte ich), aber wie es scheint, geht das alles " nach hinten" los. Wahrscheinlich läuft es jetzt darauf hinaus, dass ich den jahrelangen Kampf mit der RV " hinschmeiße" und genau das will doch die RV.

    L.g.von Amy48

  • Hallo Esma432,


    du solltest dich in Bezug auf eine Erwerbsminderungsrente, vor allen Dingen in finanzieller Hinsicht, z.B. von der DRV oder einem Sozialverband beraten lassen.

    Es wäre von Vorteil, solltest du einen Antrag stellen wollen, wenn dein Arzt/deine Ärztin in der Rehaklinik eine (Teil) Erwerbsminderungsrente befürwortet, denn der dortige Aufenthalt gilt bei der DRV als sozialmedizinisches Gutachten.

    Ein Nachteil einer teilweisen Erwerbsminderungsrente z.B. ist, dass die eingezahlten Beiträge auf dein Rentenkonto geringer sind, als wenn du wie momentan dein Gehalt beziehst.

    Wichtig ist auch, dass du einen Antrag auf verminderte Erwerbsfähigkeit stellst, die durch die DRV geprüft wird. Du kannst nicht explizit eine

    Rente wg. teilweiser Erwerbsminderung beantragen. Dies ist im Antrag nicht vorgesehen, kehrum es könnte dir, rein theoretisch passieren, dass die DRV dir eine volle EMR bewilligt. Wie geschrieben: rein theoretisch !

    Noch eine persönliche Anmerkung/Frage von mir : Wenn du als Vollzeitbeschäftigte bei deinem Arbeitgeber geführt wirst, du "aber nur" (bitte nicht falsch verstehen) 30h/wöchentlich arbeitest und deine Arbeitszeit flexibel gestalten kannst, warum stellst du Überlegungen wegen einer

    (Teil)erwerbsminderungsrente an ?


    LG

  • Hallo Amy48,

    .... Ich bin 27 Jahre bei diesen AG und möchte meinen Job auf keinen Fall verlieren. Im Monment arbeite ich 6 Std. täglich, könnte dann ja auf 4 bis max. 5,50 Std. runter gehen ( dachte ich), aber wie es scheint, geht das alles " nach hinten" los....

    aber warum denn ? Jetzt nicht in Angst und Panik verfallen ! Warte bitte erstmal den Bescheid ab und dann sieht man weiter ! Nicht voreilig handeln !


    LG :)

  • Rennratte


    Danke für die Antwort.

    Ich bin nicht bei meinem Arbeitgeber Vollzeit eingestellt, sondern grundsätzlich - aus Sicht der Rentenversicherung - Vollzeit berufstätig. Wurde vom Arzt hier auch auf irgendeinem Formular angekreuzt. Angestellt bin ich mit einem flexiblen Vertrag. Je nachdem, wieviele Aufträge ich übernehme, bzw. übertragen bekomme, arbeite ich die entsprechenden Stunden und diese werden bezahlt. Meine Stundenzahl ist also nicht immer gleich. Während der Pandemie konnte ich manche Fälle (regelmäßige Besuche in Kindergärten, Schulen, bei Familien mit vielen Schulkindern....) nicht übernehmen, bzw. musste sie an KollegInnen abgeben und habe daher weniger Stunden gearbeitet als gewöhnlich. Gleichzeitig arbeite ich noch als Freiberuflerin. Und komme so, wenn nicht gerade Corona den Berufsalltag bestimmt, auf die Vollzeitberufstätigkeit.

    Bis 2 Jahre vor der Erkrankung war ich nur selbstständig tätig und habe nicht so viel in die Rentenversicherung eingezahlt, dass das reichen würde...(Zwei Kinder überwiegend allein erzogen, die inzwischen studieren. Da gab´s immer Wichtigeres. Ich habe aber auch nicht damit gerechnet, mit 47 Jahren so heftig zu erkranken...Eigentlich wollte ich da nochmal durchstarten. Aber: Es kommt häufig anders als man denkt, bzw. „Et küt wie et küt“.)


    Ich glaube, bei der Erwerbsminderungsrente wird die Zuverdienstgrenze zu gering sein. ( Erst recht, falls sie sich nach den letzten Durchschnittsgehältern berechnet....also denen der Coronajahre.)

    Selbst die volle Erwerbsminderungsrente würde nicht ausreichen, um davon leben zu können.

    Mein Einkommen ist vermutlich schon höher, wenn ich nur 3 Stunden täglich arbeite -

    Ich leś noch mal Amy48s Beiträge. Ich habe nämlich das ungute Gefühl, dass das auch bei mir nach hinten losgehen könnte. Dann lass ich das lieber.


    LG

    Wer nichts weiß, muss alles glauben. (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Esma432,


    oh, entschuldige ! Dann habe ich bzgl. deiner Berufstätigkeit etwas gelesen/verstanden.

    Das Gutachten deines Arztes ergibt die volle Erwerbsfähigkeit, sprich`auf dem allg. Arbeitsmarkt (in jeder Tätigkeit) bist du über 6h

    erwerbsfähig.

    Finanzielle Verluste hat man mit einer EMR häufig. Leider !


    LG

  • Hallo,

    Rennratte

    Kein Problem, ich hatte mich nicht klar ausgedrückt.

    Wenn oder weil mein Aufenthalt hier als sozialmedizinisches Gutachten gilt, sollte ich den Arzt dann Morgen eher bitten festzustellen, dass ich nur 6 Stunden am Tag arbeiten kann oder muss er direkt die Erwerbsminderung befürworten? Oder ist das das Selbe?:/

    LG

    Wer nichts weiß, muss alles glauben. (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Liebe Rennratte

    Aber wenn ich den Bescheid habe, dann könnte ich doch nicht mehr zurück, oder? Könnte ich dann die Rente noch ablehen, wenn ich auf Grund dessen meinen Arbeitsplatz verliere??? Und " nur" von Teilerwerbsrente kann man doch nicht leben, wenn währenddessen das AV ruht? Fragen über Fragen^^sorry.

    Ich werde natürlich am Donnerstag mit dem VD. darüber reden.

    L.g.von Amy48

    Einmal editiert, zuletzt von Fenja () aus folgendem Grund: Name gekürzt

  • Hallo Amy48 ,


    Ich denke schon, dass du bei Feststellung voller Erwerbsminderungsrente ablehnen / widersprechen kannst.

    Das können sie ja eigentlich rückwirkend auch garnicht feststellen, weil du doch gearbeitet hast.:/ Die Tatsache widerspricht der Feststellung voller Erwerbsminderung ja schon.

    Und warum sollte das Arbeitsverhältnis bei teilweiser Erwerbsminderung ruhen.?

    Wenn festgestellt würde, dass du nur noch 3-6 Stunden täglich arbeiten kannst, könntest du - theoretisch - die 6 Stunden täglich weiter arbeiten, die du jetzt auch arbeitest. ( Und zusätzlich die Teilerwerbsminderungsrente erhalten - abzüglich des Betrages, der von deinemmArbeitsentgeld die Zuverdienstgrenze überschreitet.

    Oder hab ich etwas falsch verstanden? Das sind tatsächlich viele Fragen. Die habe ich auch.


    LG Esma

    Wer nichts weiß, muss alles glauben. (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Liebe Esma432

    Leider hat mein AG für die RV das Formular so ausgefüllt, dass bei teilweise EWMR das AV ruht, ich verstehe es auch nicht. 2019 wurde das gleiche schon mal ausgefüllt, da wurde , AV besteht fort, angekreuzt. Bin noch am klären, mit dem Personalbüro. Die 6 !!!! Std. sind ausschlaggebend. Man muss unbedingt unter!!! 6 Std.bleiben, sonst zahlt die RV keine Rente. So kämpfe ich nun schon 2,5 Jahre...

    L.g.von Amy48

  • Esma432,


    sprich` deinen Arzt darauf an. Sollte er es nicht befürworten, kannst du trotzdem jederzeit einen Antrag stellen.

    Es ist dasselbe. Unter 3h erwerbsfähig = volle EMR /3-6h erwerbsfähig = teilweise EMR


    LG

  • Amy48,


    selbstverständlich kannst du dem Bescheid der DRV, nach Eingang innerhalb von 4 Wochen, widersprechen bis hin zur Ablehnung

    der EMR.

    Aber wie bereits geschrieben: Warte den Bescheid ab ! Und....stelle deine Fragen unbedingt auch dem Sozialverband !

    Es ist richtig, dass sich von einer teilweisen EMR-Rente nicht leben lässt (weiß auch die DRV). Deshalb könntest/musst du dir auch etwas hinzuverdienen und diese Hinzuverdienstgrenze rechnet dir die DRV aus. Mit dem Bezug einer teilweisen EMR wird Frau nicht automatisch von ihrem Arbeitgeber gekündigt bzw. der Arbeitsvertrag aufgehoben ,denn bis zu 6h/tgl. könntest du arbeiten....was du momentan auch tust. Die Hürden dafür sind hoch.


    LG

  • Hallo ihr Lieben,

    ich habe mich gerade ein bisschen bei euch eingelesen weil mir vom AG und BR bei den beiden BEM- Gesprächen die Möglichkeit der teilweisen EMR in Verbindung mit Arbeitszeitverkürzung (bin derzeit bei 6 Stunden in der verlängerten Wiedereingliederung) als Option kürzer zu arbeiten und fast das Vollzeitgeld zu bekommen empfohlen wurde. Ich habe allerdings schon beim letzten mal gemerkt dass die sich mit den Regeln überhaupt nicht auskennen und ich komme mir vor wie Don Quichotte im Kampf gegen die Windmühlen…. Jedes Amt sagt etwas anderes, ich blicke schon gar nicht mehr durch, (das ganze Prozedere stresst mich ungemein, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt) und ich habe bald mein finanzielles Polster aufgebraucht.

    Ich habe am Donnerstag einen Termin bei einem Sozialverband und hoffe ich werde da gut beraten.

    Ich bin sehr froh hier im Forum zu lesen dass ich nicht die Einzige bin die in diesem Bürokratiedschungel nicht durchblickt. Das macht mich echt fertig und zeigt mir dass ich nicht nur physisch, sondern auch psychisch noch ziemlich instabil bin. Danke für eure Erfahrungen.


    Ich werde versuchen jetzt zu schlafen da ich morgen wieder arbeiten gehe und sehr früh raus muss. Euch allen eine Gute Nacht🥱

    Einmal editiert, zuletzt von Fenja () aus folgendem Grund: Eigenname entfernt