Auch eine Neue!

  • Hallo an Euch alle! Ich habe mich vor ein paar Tagen angemeldet musste mich aber erstmal durch meine ganzen Fragen durchforsten.
    Dann stell ich mich mal vor. Mein Name ist Sylvia, ich bin 50 Jahre und im September habe ich die Diagnose Brustkrebs recht erhalten. Da ich den Knoten selbst entdeckt habe und Brustkrebs in meiner Familie bekannt ist war ich nicht einmal schockiert.
    Mittlerweile habe ich die 2. OP hinter mir da nochmal nachgeschnitten werden musste und hätte heute eigentlich das Gespräch haben müssen, wäre dieses nicht abgesagt worden Aber man sieht ..... auch Ärzte werden mal krank! :D 
    Ist natürlich keine tolle Situation weil das ewige warten auf das was noch kommt ziemlich an den Nerven zerrt. Ich habe es hier schon ein paar mal gelesen .... "man fühlt sich ja nicht krank"!!!
    Das stimmt .... trotzdem habe ich das Gefühl im Moment nur zu funkionieren. Elan, Power, Freude werden abgemurkst durch viele Fragen und Ängste.
    Tamoxifen wurde mir direkt beim ersten Gespräch in der Klinik verschrieben. Termin beim Augenarzt steht noch an (bin Kontaktlinsenträger).


    Das ich Chemo bekomme steht leider schon fest. Nach der ersten OP sah eigentlich alles mehr nach Bestrahlung aus. Da dann aber doch noch eine zweite Lymphe mit T2 gefunden wurde sagte man mir gleich, dass nach meiner 2. OP der Port gesetzt wird.
    Wie war Eure efahren mit dem Port?? Mir wurde gesagt das er unter örtlicher Betäubung gesetzt wird und das es schmerzhaft bzw. grenzwertig sein sol!!! Macht mir schon Angst!!!


    Hat jemand von Euch einen Gen-Test gemacht? Ich habe am Mittwoch einen Temin, da ich eine Tochter von 26 Jahren Habe (Großmütter beide und meine Mutter vor 8 Jahren an Brustkrebs erkrankt). Wisst ihr was da gemacht wird?


    Wenn mal selbst die Diagnose hat hört man von jedem "Irgendwas" ..... meist Bizarres!! Ich bin froh das es sowas wie hier gibt. Man kann lesen und Fragen beantwortet bekommen und hier erhält man so viel Unterstützung.
    Habe einen Mann an meiner Seite der zwar für mich da ist aber das Thema Krebs wird nicht wirklich angerührt. Und wenn nicht scheiben oder reden kann über meine Sorgen und Ängste ..... dann wäre das für mich ein Alptraum.
    Deswegen bin ich froh das ich Eure Seite gefunden habe. :thumbsup: 
    LG Sylvia

  • Liebe Sylvia,
    sehr gut, dass Du dieses Forum gefunden hast! Es wird Dir sehr helfen, schon allein, weil alle hier wissen wovon Du sprichst und Dich deshalb richtig verstehen.
    Auch meine Diagnose erhielt ich erst Ende Oktober, nachdem ich den Knoten auch selbst entdeckt hatte.
    Die OP war am o3.11. und seit dem 01.12. mache ich die Chemo.
    Es hiess vor der OP auch, dass ich nur Bestrahlungen machen sollte, da sie aber noch eine DCIS und einige Zellen in der Lymphbahn gefunden hatten, haben sie mir doch die Chemo wärmstens empfohlen.
    Ich war nicht begeistert, hätte ziemliche Bedenken wegen der "Vergiftung" meines Körpers, aber bisher ging es ganz gut. Die von mir gefürchtete Übelkeit trat bisher nicht auf, es gibt sehr wirkungsvolle Medikamente dagegen.


    Zum Port kann ich Dir etwas sagen. Ich hatte ein bisschen Bammel vor der OP, sie sagten aber von sich aus, dass sie ihn nur mit einer ganz leichten Vollnarkose implantieren. Mit lokaler Betäubung soll es sehr unangenehm sein.
    Die OP war auch tatsächlich ganz problemlos, wurde ambulant gemacht, es ging mir direkt danach gut.
    Der Port stört mich zwar etwas, auf der Seite kann ich schlecht liegen, aber er funktioniert einwandfrei.
    Für die Chemos ist es schon ein grosser Vorteil.
    Frag oder bitte doch einfach um ein ganz leichte Vollnarkose, das ist in jedem Fall angebracht.


    Für alles Kommende wünsche ich Dir viel Kraft und positive Gedanken, das hilft!


    Liebe Grüsse
    Chris

  • Herzlich willkommen liebe Sylvia,
    zum Port hat Chris ja schon ganz hilfreich geschrieben. Mein erster POrt wurde mit nur örtlicher Betäubung eingesetzt. Es gab dabei ein paar Problemchen und er musste einige Wochen später ausgetauscht werden. Da ich den ganzen OP-Stress nicht nochmal hören wollte, war ich beim 2.Port auch leicht eingeschlafen. Ich konnte aber am gleichen Tag nach Hause. Ich hatte dann Eisakkus auf den Verband gelegt. Das hilft etwas. Ansonsten ist der Port eine tolle Erfindung.
    Zum Gentest: es wird ein ausführliches Gespräch mit dir über die Brustkrebserkrankungen in deiner Familie geführt. Zum Test selbst wird dir Blut abgenommen und auf die Gene BRCA1 und 2 untersucht. Wenn es da zu Veränderungen gekommen ist, dann wird die Chemotherapie, OP und Bestrahlung dem Ergebnis angepasst. Mit Veränderungen kann man rechnen, wenn Brust- oder Eierstockkrebs in der Familie gehäuft aufgetreten sind und wenn in jungen Jahren die Erkrankung auftritt.
    Aber dazu wird ausführlich mit dir gesprochen und du bekommst auch ein ausfürhliches Merkblatt mit. Mir hat man gesagt, dass ich "zu alt" bin, um eine Genveränderung zu haben, weil ich mit 56 Jahren erkrankt bin. So war es dann auch. Keine Genveränderung. Aber für meine Kinder war das Ergebnis besonders wichtig. Da bin ich sehr glücklich, dass ich kein schlechtes Erbe weiter gegeben habe.


    Liebe Sylvia, dir steht die Chemo noch bevor. Das wird ein Einschnitt in deinem Leben. Viele von uns hier haben das ganz gut gemeistert. Aber es ist nichts, was man im Vorbeigehen erledigen kann. Was ich damit sagen will: sprich mit deinem Mann über deine Erkrankung. Es ist wichtig, dass er auch gut informiert ist, dass er weiß, was da auf dich zukommt und auch auf ihn. Es wird Tage geben, da brauchst du seine Schulter, seine Stärke und einen Rückzugsort. Dann ist sein Verständnis Gold wert.


    Ich wünsche DIr ganz viel Erfolg und Kraft für die nächsten Abschnitte deiner Therapie und würde mich freuen, wieder was von dir zu lesen.
    Liebe Grüße von Tanne

  • Ganz vielen lieben Dank für das prompte Antworten. Die Frage mit dem Port hat sich somit für mich geklärt. Ich werde gar nicht groß bitten um Narkose sondern forndern. Ich kann mir das im Moment nicht antun. Dafür ist mein Nervenkostüm oder die Haut zu dünn. Liege oft Nachts wach nach Alpträume und könnte nur heulen. Und Tanne!!!! Jaaaaa die Chemo!!! Ich versuche sie als Freund - nicht als Feind zu sehen, aber sie macht mir natürlich Angst. Ich wünsche mir so sehr das sie bei mir nicht die Wirkung von Übelkeit und Erbrechen hat. Ich leide unter Migräne seit der Geburt meiner Tochter. Ein Anfall und ich in ein Kilo los! Das bei 1.72 und 56 Kilo. Wäre blöd -------------


    Und was meinen Mann (Lebensgefährten) betrifft Tanne ............. er macht dicht oder wie auch immer es sagen kann. Er wird alles für mich tun (holt mir gerade einen Döner :-)) .... aber reden??? Das konnte er auch in anderen schwierigen Situationen nicht.
    Heue nach der Absage .... ich war entnervt ..... will das endlich alles los geht , dass das warten aufhört...... Mein Freund (bei dem geht Liebe durch den Magen :-) konnte mit meinem Gefühlschaos gar nicht umgehen. Hab ihn dann ihn die Sauna geschickt. Wenn er schon Urlaub genommen hat dann soll er was davon haben.


    Ich denke er wird selbst erst sehen müssen um zu begreifen und evtl. auch zu fühlen. Hört sich vielleicht egoistisch an aber ich schlafe seid der ersten OP auch getrennt von ihm. Ich brauche das für mich und ich denke ich stehe im Moment ganz vorne für mich selbst.
    Eine Erfahrung die ich erst lernen muss.

  • Hallo, willkommen :)


    Zum Port, ich finde das kleine Ding genial, muss aber zugeben, dass das Einsetzen mindestens bei mir nicht so angenehm war, aber würde das wieder und wieder tun, da 10 min Schmerzen kein Hindernis wären.


    Zum Mann: nimm dir eine Psychoonkologin, und lass auch den Mann mal alleine mit ihr reden. In so einer Situation braucht man schon jemand mit dem man auch reden kann, der einen nicht nur füttert. Bin aber single, daher vielleicht etwas voreingenommen was Partner tun sollten oder wo man nichts erwarten kann.


    Ansonsten wünsch ich dir viel Glück und viel Kraft.

  • Nochmal ich - zum Mann - ich hatte auch mal so ein Exemplar! Der hätte alles getan, wenn er nur nicht reden musste. Die kann man nicht ändern, zumindest nichts erzwingen.
    Aber sei froh, dass Du ihn hast! Es ist Gold wert, wenn er Dinge besorgt oder erledigt, wenn Du die ersten Tage nach der Chemo schlapp und müde bist. Geniesse es.
    Ich lebe schon sehr lange allein, habe zwar zwei reizende Hunde seit ich nicht mehr arbeite, muss aber alles selbst organisieren. Das ist manchmal nicht so einfach, wie gerne würde ich jemand bitten doch mal mit den Hunden raus zu gehen oder etwas einkaufen schicken. Freunde kann man auch nicht wegen jeder Kleinigkeit einspannen.
    Ohne "Muss" wird sich Dein Mann vielleicht irgendwann von selbst öffnen und auf Dich zukommen. Lass ihm Zeit.


    Und nochmal zur Übelkeit. Hab keine Angst, ich wage fast zu sagen, dass Dir garantiert nicht übel wird. Diese Medikamente - Du bekommst eine Tablette vor der Chemo und noch ein Kortisonpräparat dazu - wirken zuverlässig auf das Brechzentrum im Gehirn. Selbst bei starkem Schwindel, den ich jedes mal habe, wird einem nicht schlecht.


    Für mich ist Brechreiz auch der absolute Horror, das habe ich beim Aufklärungsgespräch nochmal betont.
    Sprich das unbedingt auch an, wenn Dir die ganzen - möglichen Nebenwirkungen - erklärt werden.
    Deine Einstellung ist prima! Die Chemo hilft Dir, unterstützt Deinen Körper im Kampf gegen die bösen Biester.
    Sie bringt Dich nicht um! Du schaffst das ganz bestimmt! Nur Mut!


    Meine Erfahrung mit dieser Überraschung ist wirklich positiv, so blöd das klingt. Ich habe viel über mich gelernt. Viel Neues erfahren und meine Bedürfnisse in eine neue Reihenfolge gebracht. Auch gelernt mit der Angst umzugehen. Vielleicht gerade weil ich alleine damit fertig werden muss.
    Alles hat auch etwas Positives, auch wenn man das im Moment nicht sieht.
    Dein angesprochener Egoismus ist genau richtig. Alles was Dir jetzt hilft und guttut geht vor. Richtig so!


    Bleib dran, das wird schon!
    Alles Liebe
    Chris

  • Liebe Sylvia,


    auch von mir ein herzliches Willkommen in unserem familiären Forum. Sicher ist es nicht schön und es wäre besser, sich über Hobbys auszutauschen. Aber zum Glück sind hier emphatische und vor allem selbst betroffene Nutzer, die gerne ihre Erfahrungen mit Dir teilen. Du hast ja schon einige Antworten auf Deine Fragen bekommen und ich wünsche Dir einen guten Austausch. Wir können hier sehr gut verstehen, wie Du Dich fühlst und was für Ängste Dich plagen. Außerdem lohnt es sich, in den einzelnen Threads zu schmökern. Hier kannst Du geballtes und erlebtes Wissen nachlesen und neu auftauchende Fragen stellen.


    Also, Kopf hoch und wir begleiten Dich gern auf Deinem Weg durch die Therapie. :hug:

  • Hallo liebe Sylvia,
    Auch von mir ein herzliches Willkommen!
    Ein Gentest ist für dich, wie du ja schon gehört hast, eine ziemlich unkomplizierte Sache. Bei mir wurde er gemacht da ich noch "relativ" (36) jung bin. Beratungsgespräch und Blutabnahme konnten unkompliziert an einem Termin durchgeführt werden. Das Ergebnis wurde mir dann telefonisch mitgeteilt, was ich sehr praktisch fand. Glücklicherweise war aber alles in Ordnung.
    Der Port für die Chemo wurde bei mir auch in Dämmerschlaf gelegt. Jetzt stecke ichgerade in den Bestrahlungen und plane schon wann er rausfliegt 8) . Auch das möchte ich gerne in Dämmerschlaf durchführen lassen. Das muss ich ist den Ärzten noch diskutieren. Die meinen nämlich lokale Anästhesie reicht :wacko:
    Vor der Chemo habe ich mich wirklich auch sehr gefürchtet. Natürlich war es auch nicht schön, aber ich hätte mir das ganze deutlich schlimmer vor gestellt. musste nicht ein einziges Mal spucken. Die Ärzte haben die Nebenwirkungen heute bei den meisten Patienten mit Medikamenten gut im Griff. Wichtig ist natürlich den Ärzten auch zu sagen, wenn beispielsweise Medikamente nicht ausreichen. Dann können die ganz gut nachjustieren.


    Hast du schon eine Ahnung was für eine Chemo es wird?


    Ich wünsche dir alles gute für die Therapien und einen hilfreichen Austausch im Forum.
    Liebste Grüße
    Alena

  • Hallo liebe Sylvia,


    also der Gen-Test ist in dem Ganzen Spektakel ein Klacks.
    Beratungsgespräch Blutabnehmen 5 Wochen warten Ergebnis wurde in einem neuen Gespräch mitgeteilt.


    Und auch wenn es bei Dir in der Familie ist, bei mir war es auch so (Großmutter, Mutter, Halbschwester) sind meine Gene gesund.
    Es muss nicht immer so sein, dass es genetisch ist, ich wurde eines besseren belehrt.


    Der Port ist eine andere Sache, bei mir wurde er in Vollnarkose gelegt, weil der Arzt unter örtlicher Betäubung nicht
    mehr arbeiten wollte, in Vollnarkose ist der Körper entspannt und es geht laut dem Arzt einfacher.
    Wurde aber ambulant gemacht. Mittags hin, Narkose bekomme und eine Stunde später schon wieder auf dem Weg nach Hause.
    Viele sagen man soll sich mit dem Port anfreunden, mit ihm reden ihn als guten Freund sehen. Das habe ich versucht und nach
    8 Wochen kann ich sagen er stört nicht mehr so schlimm wie am Anfang. Anfangs ging gar nichts, alles tat weh bei jeder
    Bewegung hat man ihn gespürt. Jetzt merke ich ihn nicht mehr so häufig und kann auch wieder auf der Portseite schlafen.
    Versuch dich mit ihm anzufreunden, ihn mit einer schönen Creme leicht zu massieren sobald das erlaubt ist und ich denke ihr
    werdet gute freunde.


    Viele Grüße
    Kati

    ______________________________________________________________
    :P Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten. :P

  • Herzlich willkommen liebe Sylvia,
    das Porteinsetzen mit lokaler Betäubung ist wirklich kein Thema. Wenn man sich an das Ding gewöhnt hat, , geht auch schnell alles wieder (Schlafen auf der Portseite ebenso wie Sport - bei mir Zumba &Tanzen).
    Wenn Du eventuell jetzt schon Probleme mit dem Magen hast (ich hatte immer Sodbrennen), lass Dir gleich Magentabletten und Tabletten gegen Übelkeit zusätzlich verschreiben. Bei mir hat das obligatorische Emend nicht ausgereicht.
    Die Chemo wird vielleicht nicht Dein Freund - ich sehe das Gift eher als meinen Verbündeten im Kampf gegen den Krebs. Verbündete können natürlich nach längerer Zusammenarbeit auch Freunde werden, manchmal ist man aber auch froh, wenn das Zweckbuendnis zu Ende geht.
    Lg Kirsche

  • Hallo Sylvia


    Auch von mir ein Herzliches Willkommen.
    Bei mir wurde der Port auch unter lokaler Betäubung gemacht und bis jetzt war alles Ok. Ich hab allerdings einen Miniport der in meienem rechten Unterarm steckt, das ist sehr bequem. Die Chemozeit wirst du auch überstehen, wenn du Nebenwirkungen hast rede mit den Ärzten dann können die dir was verschreiben oder Tipps geben.
    Der Gentest ist wirklich ein Klacks, bei mir war er auch negativ, obwohl jeder gewettet hätte das er positiv ist.


    Lg,
    Hoffnungsstern

  • Hallo Sylvia


    ich habe meinen Port mit Örtlicher Betäubung bekommen
    war ein bisschen komisch
    hab aber nichts gespürt und wenn dann spritzen sie nach
    bin danach auch wieder nach Hause
    hab ihn ein paar Tage gemerkt
    konnte auch auf der Seite nicht schlafen
    aber das ging alles nach ein paar Tagen weg
    jetzt Schlaf ich auch wieder auf der Seite
    ich merk meinen nur wenn das Wetter ganz arg umschlägt
    aber sonst nicht
    also hab keine Angst er hilft dir

  • Hallo liebe Sylvia :P


    schön, dass du uns gefunden hast und ein herzliches Willkommen hier in unserem tollen Forum :thumbup:


    Du hast ja schon eine Reihe antworten bekommen zum Port. In der Regel wird der Port unter örtlicher Betäubung eingesetzt,
    viele kommen damit klar! Aber du kannst auf eine Narkose bestehen, denn es kann auch unangenehm werden. Ich habe verschiedenste
    Rückmeldungen! Ich selbst, was das angeht, bin ein schiesser und deshalb würde ich das auch immer mit Narkose machen lassen.
    Du brauchst keine Angst haben, sprich vorher mit dem Operateur / Narkosearzt !!!
    Der Port ist schon eine tolle Errungenschaft und erleichtert uns vieles :thumbup:


    Liebe Sylvia, ich wünsche dir einen guten Austausch. Frag alles was dir au dem Herzen liegt und lass einen Teil deiner Sorgen
    und Ängste hier. Es ist immer jemand da, der zuhört…………


    Grüßle :) ika :)

  • Ich danke Euch ganz herzlich für die vielen Antworten und Tips.
    Sitze hier und warte auf Rückruf vom Krankenhaus für neuen Termin. Trau mich nicht aus dem Haus aus Angst ich überhöre das Handy. Dabei habe ich heute eine wunderschöne Schneelandschaft vor mir :-) 
    Das Wort warten wird bestimmt mein Unwort des Jahres!! Kann einen ganz schön fertig machen.


    Da ich ja noch nicht einmal weiß wie meine 2. OP verlaufen ist kann ich zur Chemo gar nichts sagen. Nicht welche, nicht wieviel etc.
    Ich kann nur hoffen, dass ich nicht noch ein 3. mal operiert werden soll. Falls ja möchte ich das sie mir die Brust kpl. entfernen.hier ist


    Hört sich vielleicht komisch an aber ich will die Chemo und Bestrahlung jetzt!! Angst ja....... aber dann auch das Gefühl ich kann was dagegen tun!!! Bin ein Kontrollfeak :-) 
    und im Moment ist gar nichts unter Kontrolle.
    Das schlimmste sind die Nächte. Alpträume, immer wieder wach und dann keine Ruhe zum wieder einschlafen finden. Bin nachher bei meiner Ärztin, werde sie darauf ansprechen.


    Hoffe ihr habt auch so eine schöne Winterlandschaft wie ich und wünsche Euch einen schönen Tag.

  • Liebe Sylvia,
    das mit der Kontrolle kann ich so gut nachvollziehen ! Mir ging es schlagartig besser nach dem 1. Vorgespräch vor der Chemo
    im Onkozentrum- es gab gleich die ersten 4 von 8 Chemoterminen, der Plan stand und bekam meine Rezepte für die Begleitmedikation; es wurde nicht mehr nur geredet, sondern es ging los !
    Ich möchte Dir auch nochmal ausdrücklich Mut machen bezüglich der Chemo-Nebenwirkungen; ich hatte 4 x AC und jetzt 3 von 4 Taxol jeweils im Abstand von 3 Wochen und habe bisher alles sehr gut vertragen, imner gute Blutwerte gehabt und fühle mich eigentlich immer morgens voller Energie und Lebensfreude. Dazu trägt aber auch tägliches ausgiebiges Spazierengehen bei.
    Insgesamt ist die Chemo zu schaffen; ich habe am 26.1 die letzte und beginne am 17.2 mit den vierwöchigen Bestrahlungen.
    In Gedanken habe ich das Thema abgehakt, ich will unbedingt Ende März wieder zu meiner Familie nach Asien fliegen und spätestens Ende April wieder anfangen, zu arbeiten. Das habe ich mir fest vorgenommen und ich weiß, ich werde sicher so manchen Tag schlagkaputt sein, aber mir wird der normale Alltag und der Beruf mit allen Sozialkontakten am besten tun.
    Ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wann man nach der Chemo wieder Haare färben kann, mag nicht mit teils grauen Stoppeln rumlaufen...
    Alles Liebe ,
    Moneypenny

  • Liebe Moneypenny .............. Du hast mir mit Deiner Nachricht meinen Tag gerettet!!! Ich kann Dich soooo gut verstehen . Dabei stehe ich am Anfang!!! Meine Arbeit meine Kollegen .... meine ollen nervigen Kunden ..... all das fehlt mir so. Hab ja hier keinen Urlaub :rolleyes: 
    Nach gefühlten tausend Stunden habe ich um 17 Uhr den Anruf vom Krankenhaus bekommen. Neuer Termin Donnerstag 13.30!! Zum Befund (der vorliegt) wollte oder konnte sie nichts sagen. Akte lag nicht vor. WUMMMM .............. Gedanken........... will sie nicht weil negativ oder kann sie wirklich nicht? Ich hätte nie gedacht das Achterbahn der Gefühle sich so schlimm anfühlen kann. (Kenne Sie nur vom Verliebtsein) :D 
    Stand heulend in der Küche weil ich so dankbar bin das der Termin noch diese Woche statt findet. Mein Mann kann mich nur umarmen aber nicht helfen. Jetzt koche ich. Ich brauche meinen Partner wäre da nicht Vorgeschichte ............ die jetzt wieder bestimmt unbegründet zum Vorschein kommt
    Also konzentriere ich mich erstmal morgen auf den Gentest...... Dann ist schon Donnerstag!!!
    ich sehne die Chemo herbei ................... hört sich krank an oder!!!!???? Aber dann ich hab ich das Gefühl was zu tun.
    Fühle mich durch das warten wie in einem Schlauch. Ist wahrscheinlich lachhaft was ihr alle schon durchstanden habt. ---------- was für ein Sch...
    Meinen Krebs hab ich übrigens Jorge genannt ........ denn kenn ich nicht ......... will ihn auch nicht näher kennen lernen, aber Namen lassen sich besser beschimpfen :-)

  • ch beschäftige mich gerade mit der Frage, wann man nach der Chemo wieder Haare färben kann, mag nicht mit teils grauen Stoppeln rumlaufen...

    ich hab mir meine Haare leztze Woche ganz kurz schneiden lassen ..... eigentlich schwarz oder dunkelbraun ..... und festgestellt das ich ganz viele silberne Strähnen habe. Grau kann auch gut aussehen. :D

  • Liebe Sylvia ,


    Von mir auch noch ein herzliches Willkommen hier im Forum .
    Ich kann dein Chaos so sehr nachfühlen , aber glaub mir : es wird besser .
    Mir ging g es so wie Dir , in dem Moment als es losging mit Chemo war alles " gut " .Gut natürlich nicht im herrkömmlichen Sinne , aber ich hatte einen Plan .!!Der gab mir Sicherheit , Halt und Struktur..Damit hatte ich etwas an der Hand womit ich arbeiten konnte ...Und zu meinen Gunsten gearbeitet wurde .
    Ich hab auch so sehr meine Arbeit vermisst und hatte mir als Ziel gesetzt ( so schnell wie möglich ) Anfang Dezember in den Weihnachtstrubel wieder einzutauchen...
    Hat sich ein wenig relativiert , aber ich musste - und inzwischen kann ich es auch - einen Gang zurückschalten ...


    Wenn du Sorgen oder Ängste hast , gerne alles niederschreiben .Hier ist über kurz oder lang immer jemand , der dir antwortet.Mein Mann ist auch kein Redner , ich aber auch nicht !!! Aber ich habe mir jemanden gesucht , dem ich vertraue und jederzeit mich fallen lassen kann .Ich hoffe und wünsche Dir auch so jemanden an deiner Seite....
    Sei lieb gegrüßt von Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Liebe Sylvia, Deine Unruhe und dass das Warten nervt kann ich gut nachvollziehen. Zum Port: ich hatte nur Betäubung beim Einsetzen, die leider nicht ausreichend gewirkt hat. Nachspritz en hat leider nicht geholfen, vielleicht, weil ich an dem Tag starke Migräne hatte. Also: ich würde mit jetzigem Wissen es unter Narkose machen wollen. Auch wenn der Port und ich nach 11 Monaten immer noch keine Freunde geworden sind (er schmerzt halt immer noch, ich kann nicht auf der Seite liegen und der Schlauch ist auch noch in die Halsvene abgewandert)-ich hoffe, dass er bis zum Ende der Infusionen durchhält. Es ist einfach "bequemer" als in der Armvene, schont die Venen. Man kann sich während der Infusionen besser bewegen.
    Zur Migräne : ich hatte bis zur 1. Chemotherapie häufig und stark Migräne. Jetzt habe ich seit März 2016 keine Migräne mehr gehabt. Vielleicht hat das Cortison da geholfen? Davon habe ich ja eine Menge in unterschiedlicher Form bekommen. Kein Arzt konnte es bisher erklären, aber egal: es ist toll, solange ohne Migräne zu sein. Ich drücke Dir die Daumen: vielleicht wirst Du die Migräne auch los!
    Der Rat ist bestimmt auch schon gekommen: wenn Du kannst, nimm Jemanden zu den Gesprächen mit. Vier Ohren hören mehr und man ist einfach mit der Situation überfordert. Fragen habe ich mir vorab notiert und schleppe seitdem immer ein Heft mit, in dem ich Fragen und Antworten notiere.
    Ich wollte auch so schnell wie möglich wieder arbeiten. Mittlerweile signalisiert mein Körper nach Chemotherapie, OP, Bestrahlung - "mach mal langsam". Ich will und muss lernen, mehr darauf zu hören.
    Ich wünsche Dir alles Gute, für jeden der nächsten Schritte! :thumbup:

  • Da hatte ich also heute meinen "großen Tag" nach der 2. OP. Ich war den ganzen Tag wie unter Strom. Konnte nichts essen und mein Schlaf war auch mehr als mies. Trotzdem war ich voller guter Hoffnung, dass es jetzt endlich los geht. Zu früh gefreut!!!! Es wurden weiterhin Krebszellen DICS oder wie auch immer das genannt gefunden. Also fange ich nochmal bei Null an. Am 16.01. geht`s wieder ins Krankenhaus. Diesmal keine Nachselektion wie es so schön genannt wird sondern Brust (also alles da drinnen) wird enfernt und ich bekomme ein Implantat. Kann nicht mal heulen!! Fühle mich wie in einem schlimmen Alptraum der nicht aufhören will.
    Hat von Euch jemand auch diese Erfahrung gemacht?? Ist es denn dann "sicher" das unter der Haut nicht doch noch weitere Zellen lauern?
    Bin irgendwie betäubt ............ und entsetzt.