Auch eine Neue!

  • Liebe Sylvia,
    das tut mir leid für dich, dass deine Ärzte doch noch eine Chemo für nötig erachten. Aber das ist nicht das Ende der Welt. Ich habe selbst eine hinter mir und war positiv überrascht, wie gut auf die individuellen Nebenwirkungen heute eingewirkt werden kann. Da hat sich in den letzten Jahren viel verbessert. Und mit der Chemo hast du bei BK ohne Fernmetastasen gute Heilungschancen.
    Natürlich haben auch schon Frauen die Chemo abgelehnt, man kann in sog. alternativen Krebsforen darüber lesen, für mich war das allerdings nie eine Option. Aber das musst ganz alleine du für dich entscheiden.Vielleicht hörst du dir erstmal in Ruhe an, was die Ärzte morgen sagen. Nimm dir möglichst jemanden mit, vier Ohren hören mehr als zwei und in der Aufregung bekommst du evtl nicht alles genau mit.
    Ich persönlich fand die Wartezeit bis zum Therapiebeginn schlimmer als die Chemo selbst. Und das geht hier vielen so.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen für die weiteren Behandlungen! Auch du schaffst das!
    Lg Katzi 64

  • Liebe Sylvia,
    lass Dich mal :hug:
    Es ist verständlich, dass Du Angst hast. Selbstverständlich kannst Du die Chemo ablehnen, aber die meisten von uns haben sie ganz gut vertragen.
    Die Chemo ist heutzutage unser bester Verbündeter im Kampf gegen Mr. Krebs. :hot:
    Wir stehen Dir bei - Du schaffst das! :thumbup:
    LG Kirsche

  • Liebe Sylvia,


    für viele von uns war es nicht leicht, sich für die Chemotherapie zu entscheiden. Und es ist auch richtig, sich über die Therapien Gedanken zu machen.


    Vielleicht gibt es in der Diskussion Chemo oder keine Chemo ... Worauf habt ihr eure Entscheidung gestützt? Tipps für Dich, oder Du stellst dort nochmals Deine Frage, um mehr Klarheit über Dein weiteres Vorgehen zu erhalten.


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Liebe Sylvia,
    ach man doof, ja. ABER das schaffst du doch auch. So viele sind da durchgegangen und hatten natürlich genau so Angst davor und dann mehr oder weniger gut vertragen. Es ist kein Spaziergang, klar, aber machbar. Und natürlich darfst du darūber nachdenken, ob du den Weg gehen willst.
    Bei mir wūrde die Frage immer lauten ob ich leben will ?! Und wenn ich das will greife ich dafür jede Chance. Aber es ist ganz alleine deine Entscheidung und hinter dieser musst du voll und ganz stehen.
    Wir können dir nur anbieten dich zu unterstützen, bei dir zu sein und mit dir zu gehen.


    Ich wūnsche dir heute ein gutes Gespräch, das dir helfen wird zu verstehen und deine Entscheidung zu finden.
    Liebe Grüße Sylvi

  • Liebe Sylvia, ich habe diese Entscheidung nicht treffen müssen aber ich weiß auch ich hätte mich dafür entschieden, bei all meinem Hang zu Alternativen Mitteln.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute dafür und viel Kraft. Meine Zimmernachbarin nach der OP fängt jetzt mit Bestrahlung an, Chemo hat sie hinter sich und es ging ihr relativ gut dabei. Und ich wünsche dir das es dir ebenfalls gut dabei geht.


    LG
    myrielle

  • Hallo Ihr Lieben,
    war also heute zum Gespräch. Gestern vorm schlafen gehen stand für mich eigentlich schon fest, dass ich die Chemo machen werde. In wie weit ich sie als meinen Freund betrachten kann wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
    Vielen lieben Dank für Eure aufbauenden und mutmachenden Worte. Es ist um einiges leichter Euch hier zu lesen als alleine zu grübeln.


    Am Donnerstag bin ich dann also mal wieder zum Narkosegespräch. Hab der Ärztin gesagt, dass ich den Port unter Narkose haben will. Weiß nicht ob ich das mit nur örtlicher Betäubung so verpacken könnte. Mein Nervenkostüm ist so oder so schon angespannt genug.
    Den Port bekomme ich dann am Freitag und kommenden Mittwoch dann meine erste Chemo um 7.30 Uhr. Durfte mir den Tag aussuchen ;)
    Bekomme sie im Krankenhaus und muss eine Nacht bleiben wegen Nebenwirkungen und so.


    Also lass ich jetzt mal alles auf mich zukommen und versuche gar nicht so viel über wenn und aber nachzudenken. Es kommt ja alles irgendwie von ganz alleine oder nicht. Bin mir aber sicher das es die richtige Entscheidung ist. Hätte ohne Chemo die Gefahr bei 18% das ich erneut an Brustkrebs erkranke. Und wenn danach dann doch nochmal was kommen sollte, kann ich wenigstens sagen ich habe alles gemacht.


    Fühle mich totzdem hundeelend und ziemlich einsam mit meiner chaotischen Gefühlslage. Auch die Frage wie wird mein zu Hause in den nächsten Monaten sein oder werden beschäftigt mich. Alles schön reden hat ja seid November nichts genutzt und es ist eine "gleichgültige stillschweigende" Stimmung zu Hause.
    Aber auch das muss ich auf mich zukommen lassen und dann sehen was ich mache oder auch lasse.


    Kann mich immer nur wieder und wieder bei Euch bedanken das es Euch gibt.


    Bis dahhin ........ liebe Grüße und dicke Umarmung :hug: an Euch.

  • Liebe Sylvia,
    gut, dass Du eine Entscheidung getroffen hast, mit der Du jetzt auch "glücklich" bist.
    Du musst die Chemo nicht als Freund betrachten, kannst sie auch wie ich als Verbündeten nehmen. Freunden sollte man vertrauen können, einem Verbündeten kann man durchaus auch misstrauisch gegenüber stehen und die Verbindung sofort lösen, wenn der gemeinsame Kampf siegreich ausgetragen wurde. Ich hatte auch immer Mittwochs Chemo (hatte ich mir so gelegt, damit ich Dienstags noch zum Zumba gehen konnte)
    Ich wünsche Dir alles Gute für die Port-OP und eine Klärung der heimischen Gefühlslage.Das schaffst Du jetzt auch noch!
    Liebe Grüße und eine feste Umarmung,
    Kirsche

  • Bin heute Morgen um 6 Uhr aufgestanden. War eigentlich den ganzen Tag müde und jetzt kann ich trotzdem nicht schlafen. Ich glaube es war Moneypenny die es mit Entspannungsmusik probiert hat. Mache das seid 2 Wochen. Hat auch immer funktioniert aber heute will mein Kopf einfach keine Ruhe geben. Das Wegbeamen mit schönen Gedanken Urlaub und Co. will auch nicht funktionieren. Meine Gedanken rasen immer zur ersten Chemo. Was für ein Müll. Ich kann es doch nicht ändern und ich weiß ja auch das sie mir hilft Warum um Himmels Willen habe ich dann so eine Angst vor ihr? Mein Mann meinte, dass mir das Forum, also Ihr mir nicht gut tut. Weil ich durch Euch weiß was sein kann aber ja nicht muss. Bin sauer, weil er hat überhaupt gar keine Ahnung was ihr gutes tut. Wie wichtig dieses Forum für hunderte von Menschen ist. Wegen jedem Schrott ist er Dr. Google .......... Bakerzyste .......... Knie OP ...! Aber die Zettel mit den Nebenwirkungen die sein können bei der Chemo, die liegen immer noch so da wie ich sie hingelegt habe.
    Ja ich weiß ......... wahrscheinlich bin ich gerade total ungerecht. Ich weiß das er sich Sorgen macht. Kein Redner ist und überhaupt. Das er genauso überfordert ist wie ich .
    Bin trotzdem so endtäuscht ...... so traurig. Wir hatten das Thema Essen während der Chemo. Er versteht nicht das es sein kann dass ich gar keinen Apetitt mehr habe. (er liebt durch den Magen :D )
    Meine Familie lebt 800 km von mir entfernt. Meine engsten Freunde 100 km. Fühle mich hier so alleine auf weiter Flur. Und noch schlimmer so unverstanden. Ich bin ein Bauchmensch, muss reden , lachen, weinen können. Auch mal laut sein weil ich wütend bin. Mein Partner ist bodenständig, trocken, Realist .......... er findet immer eine nüchterne Prognose für alles Aber man fühlt nicht immer bodenständig und nüchtern.!!!
    Ich höre mich jetzt bestimm total negativ an aber das will ich nicht sein und bin es eigentlich auch nicht. Ich bin froh das die Chemo nächste Woche beginnt. Es geht los --- ich kann was tun. Und wenn ich ein high risk habe dann bitte so schnell wie möglich.
    Ich will auch keine negativen Gedanken haben, Ängste ja ........... die gehören bestimmt dazu. Alles was neu ist macht erstmal Angst. Aber ich finde auch an Angst kann man wachsen. Ich finde sie auch wichtig. Sie ist ein Urinstinkt. Kann man das niederreden???
    Bin einfach total durch den Wind mit tausend Gedanken gleichzeitig. Und bei Euch kann ich meine chaotischen Gedanken schreiben ohne Angst haben zu müssen das es nicht verstanden wird Ganz im Gegenteil.. Und dann soll mein Partner mir nochmal erzählen ihr wärt nicht gut für mich!!!!!!!!!!!!!!!!! :cursing: Er hat keine Ahnung!!!!!!!!!!!!!!! :cursing: :cursing: :cursing:

  • Liebe Sylvia,
    schlaflos kenne ich auch nur zu gut. Ich brauchte immer Ca 9 Std schlaf. Seit meiner Diagnose, sind es 5-6 Std.
    Und die auch nur inEtappen von 1,5 bis 2 Std. selbst wenn ich den ganzen Tag tapfer wach geblieben bin und meiner
    Müdigkeit nicht nachgegeben habe, schlafe ich nachts nicht länger. Aber ich glaube, irgendwann wird es wieder
    besser. Wi haben eben eine Menge durchzustehen und unser Weg ist kein Spaziergang. Da ist es normal, dass die
    Gedanken kreisen und eine gewisse Angst vor Unbekanntem ist auch völlig in Ordnung.
    Als es bei mir zwischen Info, dass bösartig und Besprechungstermin zur Therapie ganz schlimm wurde, habe
    ich für einige Tage Beruhigungstropfen genommen, die Gedanken kreisten zwar immer noch, aber der
    Körper kam etwas zur Ruhe und ich habe mich nicht mehr die ganze Nacht über im Bett rumgewälzt.


    Ich habe auch schon zu hören bekommen, ob ich nicht zuviel im Internet bin und ihr mir vielleicht nicht gut tut.
    Ob es so ist,kann aber nur jeder für sich entscheiden. Als ich zu meiner ersten Chemo angetreten bin, wusste
    ich aus den Berichten der anderen Foris, was auf mich zukommt und was sein könnte, eine andere Frau, die mit
    mir gleichzeitig angefangen hatte, hatte sich gar nicht informiert und war deutlich unentspannter als ich. Die
    Beipackzettel der Medis habe ich aber - dem Rat der Onkologin folgend - ausnahmsweise nicht gelesen.


    Wenn Du deinen Port hast und auch die erste Chemo überstanden hast, wirst Du bestimmt etwas entspannter sein.
    Und Dein Mann wird auch lernen damit umzugehen, der wird derzeit auch zu kämpfen haben, sich mir der
    Situation vertraut zu machen. Und gerade sehr nüchternen Menschen fällt das nicht so leicht und drüber
    reden mögen sie dann oft auch nicht.


    Kopf hoch meine Liebe, Du packst das!


    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Liebe Sylvia,


    dass du zur Zeit nicht zur Ruhe kommst ist doch normal. das wird bestimmt ab nächster Woche besser :). Ich finde hier im Forum gut, dass man sich auf Augenhöhe mit Betroffenen austauschen kann. In der heutigen Zeit sucht man sich nun mal Informationen im Internet und dann doch lieber hier als bei Doktor Google.
    Mein Mann ist auch kein Redner, da sich das aber nicht ändern lässt muss man ihn so nehmen wie er ist. Aber genauso weiß doch auch dein Partner wie du bist. Er wird sich also nicht wundern, wenn du mal schreist, was gegen die Wand schmeißt oder einfach mal heulen musst.
    Ist dein Mann fürs Kochen zuständig? Dann wird es seine Aufgabe sein, jeden Tag herauszufinden was du an diesem Tag verträgst. Ich hatte keine Chemo, kann also dazu nichts sagen. Aber als ich schwanger war hatte ich immer Appetit auf Bratkartoffeln, sobald die in meinen Magen waren, waren sie auch schon wieder draußen. Aber mein ruhiger , bodenständiger Mann hat mir trotzdem meine Bratkartoffeln gemacht.


    Schicke dir noch ein Mut- und Durchhaltepäckchen.


    LG Kalinchen

  • Liebe Sylvia,
    lass dich erstmal vorsichtig umarmen und drücken!
    Ja, die Warterei auf die Chemo ist eine blöde und nervenaufreibende Zeit. Du möchtest endlich loslegen und aktiv werden, andererseits ist da aber auch die Angst vor der Behandlung mit den unterschiedlichsten NW.
    Ich bekam vor der ersten Chemo milde Beruhigungs - Tropfen von meiner Onkologin verordnet, damit ich mal "runterkomme". Aber du kannst ja auch mal ein Hausmittel wie Kamillentee versuchen.
    Bin selbst sehr realistisch und nüchtern, habe aber mit der Zeit auch die Bauchmenschen verstehen gelernt. Das wird dein Mann ebenfalls tun! Er hat vermutlich genauso viel Angst vor dem Kommenden wie du , kann selbst wenig aktiv werden und fühlt sich einfach hilflos. Das versteckt er dann hinter noch mehr Nüchternheit. Mache ich manchmal auch gerne, wenn's ganz dicke kommt, weil es besonders schwer ist, so starke und heftige Gefühle zuzulassen. Deswegen hast du dir mit diesem Forum ja auch eine andere Möglichkeit des Austausches gesucht, die sich für dich als passende Ergänzung gut anfühlt. Aber vielleicht überrascht dich dein Mann, wenn es dir mal schlecht geht, mit tatkräftiger Hilfe.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, positive Energie und Durchhaltevermögen für die kommende Chemo! Du wirst das schaffen!
    Lg Katzi 64

  • Liebe Sylvia,


    ich kann Deine Ängste und Deine Panik vor der Chemo so gut verstehen! Es ging mir nämlich genauso.
    Meine OP war am 03.11.16 und davor hiess es, ich bräuchte nur Bestrahlungen, keine Chemo. Dann wurde bei der OP noch ein DCIS gefunden und in der Tumorkonferenz beschlossen doch eine Chemo zu machen.
    Ich war völlig fertig bei der Vorstellung meinen Körper " freiwillig zu vergiften"! Habe mit meiner Frauenärztin und den Ärzten in der Klinik heftig diskutiert und war drauf und dran die Chemo abzulehnen. Die Chefärztin der Gynäkologie, die mich auch operiert hatte, blieb sehr verständnisvoll und meinte nur: in allen Fällen, in denen eine Chemo abgelehnt wurde, konnten wir den Tumor oder Rezidive wachsen sehen. Sie war es auch, die mir die Diagnose nach der Stanzbiopsie überbrachte. Und auf meine Frage, was wir jetzt machen, ganz trocken meinte: Muss raus!
    Dafür bin ich ihr immer noch dankbar! Es ist ein gutes Gefühl das Ding los zu sein, ich hätte es nicht bewusst weiter in mir spüren wollen.


    Allein mit mir habe ich dann die Alternativen zur Chemo durchgespielt. Und da kam ich nicht weit! Mir wurde klar, dass ich bei jedem kleinen Zipperlein ängstlich in mich hineinhorchen würde und die Angst vor Rezidiv oder Metastasen immer da wäre. Plus dem Selbstvorwurf nicht alles getan zu haben dies zu verhindern.
    Mit vollen Hosen habe ich dann der Chemo zugestimmt, aber nochmal das Aufklärungsgespräch genutzt,um alle meine Ängste und Bedenken anzubringen. Der Onkologe meinte: Das kann ich alles verstehen, aber Sie haben Vorurteile.
    Am 01. Dez. gings dann los mit 4x EC und 12x Pacli. Die erste EC hat mich schon positiv überrascht, denn mir wurde nicht ein bisschen übel, dank der sehr wirkungsvollen Medikamente. Ok, danach Schwindel und Kopfschmerzen, die aber spätestens am nächsten Tag abgeklungen waren. Also 90% das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte. Morgen bekomme ich schon die dritte Pacli, die fast gar keine Nebenwirkungen mehr hat. Nur ganz leichter Schwindel beim ersten Mal und bisschen Verstopfung. Das kann man leicht aushalten.


    Inzwischen bin ich wirklich froh, dass ich mich dafür entschieden habe, einfach weil ich so das maximal Mögliche getan habe, um gesund zu werden. Und ich bin sicher, dass es gut ist sich damit vor Beginn auseinander zu setzen. Ich schaue jetzt immer nur vorwärts und konzentriere mich auf meine Fortschritte.
    Muss dazu sagen, dass ich zuhause herrliche Ruhe habe, bin schon ewig geschieden, also keine Konflikte! Wobei es nicht schlecht wäre, wenn mal einer für mich kochen würde ( grins).
    Meine zwei reizenden Hunde scheinen alles zu verstehen, wenn sie mich mit ihren grossen braunen Augen ansehen und kuscheln sich abends an meine Füsse. Vor allem aber scheuchen sie mich jeden Tag an die frische Luft! Ohne sie würde ich bestimmt nicht durch die Natur laufen.


    Also Du wirst sehen, wenn es erst losgeht, wird es Dir besser gehen. Und was immer Dich drückt und bewegt erzählst Du uns hier einfach, damit wir es mit Dir teilen können.
    Ich wünsche Dir einen guten Chemoverlauf und ganz viel positive Energie alles ohne Einschränkungen zu schaffen!


    Liebe Grüsse
    jalousie

  • Liebe Sylvia,


    ich kann Jalousie nur absolut beipflichten, sie schreibt mir in vieler Hinsicht aus der Seele.


    Die Sache mit den sachlichen, schweigsamen männlichen Partnern ist wirklich schwierig und da darfst Du ganz bestimmt hier mal Dampf ablassen. Das Problem ist ja, daß Männer mit solchen Sachen emotional einfach nicht umgehen können und es nicht ertragen können, ihre Partnerin ernstlich krank zu sehen. Wir sind nunmal das stärkere Geschlecht; die Männer tönen oft laut rum, aber verarbeiten so eine Diagnose ganz anders. Mein Mann geht davon aus: Alles sehr früh erkannt, gleich operiert, mit Chemo, Bestrahlung und Tam die größtmögliche Therapie gemacht - ich bin gesund, wenn auch noch nicht geheilt.
    Ich glaube nicht, daß er je im Netz zu meiner Diagnose geforscht hat. Er war allerdings auch mal mit zur Onkologin und verläßt sich auch vollkommen auf ihre positive Prognose; als ich mal einen Angstdurchhänger hatte, habe ich gemerkt, daß er davon nichts wissen wollte. Das kann er einfach nicht verkraften. Auch mein Teeniesohn verhält sich so; wir Frauen verarbeiten, indem wir drüber reden. Die Männer machen viel im Stillen mit sich selbst aus.
    Hast Du gute Freundinnen, bei denen Du mal alles rauslassen kannst ? Auf jeden Fall hast Du uns hier jederzeit !
    Sei gedrückt, Du schaffst das !


    Es grüßt Dich Moneypenny ( die seit der Chemo keine Probleme mehr mit Zahnstein hat :thumbsup: )

  • Ihr Lieben .......... Heideblüte, Kalinchen, Jalousie, Moneypenny, Katzi,
    Ihr seid heute meine Helden. Habt meinen eh schon tollen Tag (war in meiner Firma Kollegen treffen und überwältigt über die Freude die mir entgegen kam. :rolleyes: )
    gerade so abgerundet das ich lächelnd hier sitze und mich so toll fühle.


    Zwischen kochen und schreiben (Ja ich bin der Hauptkoch in der Familie aber mein Partner kann auch sehr gut kochen. Er musste heute Rindfleischsuppe vorkochen die wir einfrieren und ich sie bei Bedarf nur auftauen muss ^^ ) hab ich das Gefühl durch die Küche tanzen zu wollen.......!!!!


    Jalousie ........... danke für das was Du geschrieben hast. Hat mir jetzt schon so eine Menge an meiner Panik weggenommen!!!!! Ich darf nicht so viel denken. Sollte mehr auf mich zukommen lassen. Aber ich als alter Kontrollfreak ............. aaarrrgg ......... 8|


    Moneypenny ............. wie beruhigend das ich kein Einzelfall bin!! Musste schmunzeln beim lesen!!!! Sogar meine Tochter ist taffer als ich und sieht alles gelassen!! Aber ich kann sie jederzeit anrufen!! Meine ganze Familie!!!


    Kalinchen ......... habe in den letzten Monaten meinen Mann schon öfters angefahren ..... ;( ..... er hat keine Widerworte gegeben, bin aber meistens später zu ihm hin und habe mich entschuldigt weil es einfach nicht fair war. Wird eine schwierige Zeit und ich bin ja auch nicht einfach. 8) :D


    Katzi ........ Danke für den Tip. Will noch mit meinem Hausarzt reden vor der Chemo wegen Blutkontrolle und Co. Werde ihn auf Tropfen ansprechen!!! Möchte manchmal doch einfach nur mal 5-6 Stunden am Stück schlafen. Nicht nur 1 bis 1 1/2!!! Lege mich auch tagsüber nicht hin auch wenn ich müde bin. Kruschel dann immer vor mich hin bis der Punkt überschritten ist. Denke das wird mit der Chemo anders werden. Dann gönne ich mir einfach die Ruhephasen.


    Heideblüte ........ danke für Deine wie immer beruhigende Art zu schreiben. ^^ ..... ich werde Herzklopfen haben und auch Angst aber keine Panik!!! Dank Euch allen hier. Und egal wer mir sagt ich mache mich zuviel "schlau" und deswegen hätte ich Angst lache ich nur aus. Will kein Lamm sein das auf die Schlachtbank geführt wird.


    Jetzt habe ich mal eine andere Frage (die ich trotz Zettel versäumt habe gestern zu fragen) ............
    Ich bekomme jetzt die Chemo weil meine Zellen schnellteilend sind und zwei Lymphen befallen waren, eine mit einem T2.
    Die Chemo soll nun die evtl. noch vorhanden Krebszellen abtöten eindämmen , vernichten. Was ich sehr positiv sehe.


    Warum aber braucht man dann im Anschluss noch eine Bestrahlung???? Irgendwie geht das nicht in meinem Kopf.


    Fühlt Euch alle ganz ganz lieb von mir Umarmt ihr Tapferen!!!!!!!!!!!!!! Ohne Euch wäre das hier alles für mich ein böser Alptraum.
    :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug:

  • Hallo Sylvia,
    Soweit ich weiss, ist die Bestrahlung auch der Lymphabflusswege bei befallenen Lymphknoten Standard.
    Dadurch werden die Zellen geschädigt, evtl. Noch vorhandene Krebszellen können sich im Gegensatz zu gesunden davon nicht gut erholen und Sterben ab. Das soll die Rückfall Gefahr erheblich senken. Du schaffst Das!
    Wenn du mal den Krebsinformationsdienst googelst, da gibt es sehr gute verständliche Informationen dazu.
    Man kann sich auch Infobroschüren runterladen. Alles Gute, denk dran es ist nur ein vorübergehender Zustand.
    Hier sind viele, die zuerst sehr ängstlich und skeptisch waren, aber wenn die Therapie erstmal begonnen hat, dann kann man etwas tun und fühlt sich nicht mehr so hilflos.
    Gruß
    Tschetan

  • So isses,liebe Sylvia,
    bei brusterhaltenden OP's wird immer bestrahlt, um im OP- Gebiet evtl. noch vorhandene Tumorzellen abzutöten. Sie werden im Kern zerstört, so dass sie sich nicht mehr vermehren können. Gesunde Zellen können solche Schäden reparieren.
    Mir war's auch erst etwas spanisch, Macht mir aber jetzt Sinn. Die Chemo spürt ja evtl. irgendwo herumschwirrende Tumorzelken auf und baut sie kontrolliert, ohne Rückstände ab. Macht in Kombination wirklich Sinn und gibt uns den grösstmöglichen Schutz vor Rückfällen. Musst Du Deinem Körper auch ein bisschen erzählen, dann macht er mit!


    Zur Schlaflosigkeit kann ich nur empfehlen ein ganz simples Baldrianpräparat zu nehmen, das es in jeder Drogerie gibt. Da ich sonst nie etwas nehme, genügt mir eine und ich kann wie ein Baby schlafen. Es ist ja kein Schlafmittel, sondern beruhigt nur die Nerven, all die schlechten Gedanken und Grübeleien sind weg.
    Ich habe auch extra gefragt - darf man zu dieser Therapie nehmen. Nehme ich auch nur, wenn ich zwei Nächte wach gelegen habe. Dann wache ich so erholt auf, fühle mich wie neu geboren!


    Also sei tapfer, Du kriegst das hin, nur der Anfang ist schwer.
    Alles Liebe
    jalousie

  • Hallo Ihr lieben Mitstreiter, Begleiter, Mutmacher,


    komme gerade von meinem netten Morgen des Portsetzens zurück. Dank toller und witziger Ärzte, Vollnarkose war es überhaupt nicht schlimm.
    Aber jetzt zu Hause ?( ........... das tut ja richtig weh??? Viel mehr als meine 4 OPs im Vorgang. Und ich dachte immer ich bin kein Weichei.
    Habe Tabletten mit nach Hause bekommen und werde die auch artig nehmen. Denke in ein paar Tagen ist das dann auch vorbei. Bin auf jeden Fall
    froh das ich auch das schon hinter mir habe. Alles Step by Step.


    Meine Tochter hat kommenden Mittwoch zu meiner ersten Chemo frei und wird mich begleiten!!! Finde ich super klasse ........ kann ich mit ihr quatschen
    und bleibe bei anderen Gedanken. (Sie quatscht so wie ich schreibe ......... ohne Punkt und Komma :D :D :D )
    Sehe also auch die Chemo im Moment eher neugierig als abweisend entgegen. Es geht los!!!!! Ich hab nicht mehr "warten" im Kopf sondern "tun"
    Ist kein schlechtes Gefühl.


    Montag gehts nach Worms wegen Perrücke (falls ich sie überhaupt trage, aber haben ist auch ein gutes Gefühl). Schaue mir gleich nochmal das Youtube Video
    an was ich gefunden habe "gut betucht durch die Chemo". Die Frau hat tolle Ideen und auch toll beschrieben, weil so positiv und sympatisch. Tücher habe ich
    mittlerweile ja genügend zu Hause.


    Dienstag um 11 dann das Ergebnis von meinem Gentest. In dem Fall wünsche ich mir zum erstenmal das etwas negatv ist, Also kein BRCA. Die Vorstellung
    das meine Tochter belastet ist wäre der Horror.
    ......
    Den Rest des Tages heute lasse ich langsam ausklingen. Noch was Essen, zur Feier des Ports ein Glas Wein :thumbsup: ..........
    und dann stürze ich mich todesmutig in den Kamp gegen den ganzen Schrott der mich so aus der Laufbahn geworfen hat. Werden alle verbliebenen Zellen und
    Untermieter schon sehen mit wem sie sich da angelegt haben. X(


    Umarme Euch alle!!!

  • Hi Sylvia,
    mir Haben die den Port direkt bei der brusterhaltenden OP und Lymphknotenentnahme gelegt, d.h,
    ich war stationär im Krankenhaus. Die operierte Brust war echt erträglich, der Port weniger. Ich
    hatte das Gefühl, es sei ein Elefant auf meiner Schulter geparkt, Die Schwestern haben mit Eisbeutel
    (Nicht direkt auf die Haut legen, sondern "verpacken"). Hat mir sehr gut getan, ich habe einige Tage
    gekühlt.Vielleicht hilft Dir das auch.
    Gute Besserung!
    Heideblüte