Zuzahlungsbefreiung

  • Liebe Vael,


    weder Bluthochdruckerkrankung noch Krebs sind Erkrankungen bei denen man einen Mehrbedarf vom Jobcenter bekommt. Da für beide Erkrankungen gesunde Ernährung in Vordergrund stehen und keine Zusatzernährung gebraucht wird. Wegen dem Bluthochdruck habe ich schon dieses ja nur 1% zuzahlen müssen. Hat meine Hausärztin bescheinigt. Dadurch hatte ich die Taxikosten wieder raus (musste für jede Fahrt 10% zu zahlen).


    Liebe Angelina,


    niemand verlangt eine Entschuldigung, warum auch, hast ja niemanden beleidigt und falss ich dich beleidigt habe - wollte ich nicht. Wollte nur ein bißchen die Spannung rausnehmen :) ist wohl nach hinten losgegangen.

  • Hallo Angelina,
    ja Danke das ist genau meine Ūberlegung jetzt gewesen. Habe das nicht gewußt und bin im Netz darauf gestoßen, das es anderen bei långerer Krankheit so ging. Daher gabe ich hier nachgefragt.Bevor ich noch was nachzahle, mach ich vielleicht jetzt erst gar keine Steuererklärung und hoffe nicht aufgefordert zu werden. Klar hätte ich gern mein Geld für all die Zuzahlungen wieder, aber da es schon 2x von der KK abgelehnt wurde, das Einkommen zu hoch ist, stehen die Karten vielleicht eher schlecht. Für 2017 habe ich die monatliche Steuerermäßigung wegen Schwerbehinderung schon eingetragen bekommen.


    Mein Gott erst habe ich mich aufgeregt das die KK nix erstattet und gedacht ok dann eben bei der Steuer. Und nun kõnnte man sich darüber wieder aufregen, das man nicht genug mit all dem gestraft ist, nein da muss man noch was nachzahlen weil man krank ist. :cursing: Muss man das alles verstehen, macht das alles Sinn. Nein.

  • Letztlich ist es egal, wer wieviel Geld zur Verfügung hat...
    die Popokarte haben wir allemal gezogen, als die Diagnose Brustkrebs verteilt wurde...


    Ich warte auf die Antwort der KK. Bei mir sind alles echte Zuzahlungen, die zu den Verordnungen anteilig gezahlt werden müssen. Eine Kürzung akzeptiere ich nicht.
    Aber zunächst brauche ich eine Begründung dafür.


    Bei den Fahrten zahle ich 5 Euro - max. 10 Euro zur ersten und letzten Fahrt (Serienfahrt), aber diese Fahrten übernimmt die Kasse auch nur, wenn vorher diese Fahrten bei der Krankenkasse genehmigt worden sind.
    Für die Bestrahlung kam die Genehmigung gestern per Post.


    Eine Bekannte hätte bei ihrer Kasse zu jeder Fahrt 10 Euro zahlen müssen, sie lässt sich von ihrem Mann fahren und bekommt als Ausgleich 0,50 Euro pro km - so unterschiedlich entscheiden die Kassen.


    Sylvi, nach dem Sinn von div. Dingen darf man eh nicht fragen, dann kriegst du bestenfalls graue Haare, wenn du denn überhaupt schon/noch Haare hast.... :cursing: :cursing: :cursing:


    lg, Tiggy

  • spielt ja nun keine Rolle ob ich "mehr" oder "nach" bezahle. Das Krankengeld wird im Endeffekt zum steuerpflichtigen Einkommen dazugerechnet. Nur darum ging es mir. Und was ich als Schwerbehinderte absetzen konnte, hat bei weitem nicht das aufgewogen, was ich in dem Jahr wegen meiner Krankheit gezahlt habe.


    Logisch nachvollziehbar ist das nicht - und wenn man darüber nachdenkt, bekommt man bestenfalls auch noch ein Magengeschwür...


    lg, Tiggy

  • bei den Fahrten ging es mir wie deiner Bekannten. Ich musste bei jeder Fahrt für Hin- sowie Rückfahrt 5,00 Euro zahlen. Bei den wöchentlichen Paclis musste ich noch zur Blutentnahme früh in ein anderes Krankenhaus. Bedeutete noch mal extra 5,00 Euro. Also insgesamt pro Chemotag 15,00 Euro. :cursing: Zur Bestrahlung bin ich dann selbst oder mit dem Bus gefahren.
    Dafür hatte ich das Glück nie eine Zuzahlung für meine Chemos zahlen zu müssen. Nur für die Begleitmedis.
    Es ist schon ziemlich heftig, wenn man dazu ja auch noch mit dem Krankengeld auskommen muss. Trotzdem bin ich sehr dankbar in Deutschland zu leben und hier meine Behandlung bekommen zu haben. Wir bekommen hier Therapien auf dem neuesten Stand, die wir uns, wenn wir in bestimmten Ländern wohnen würden, nie leisten könnten.
    Noch ein Tip. In meiner Klinik gab es auch eine Sozialarbeiterin, die sich um uns gekümmert hat. Sie hat alle Frauen über die Möglichkeit von finanziellen Hilfen informiert. Es gibt da auf Antrag einmalige Beihilfen wenn das Einkommen sehr niedrig ist.
    Liebe Grüße Angelina

  • Kurze Frage:


    Wenn im Januar eine Zuzahlungsrechnung für das alte Jahr kommt, wird das dann für das alte Jahr von der Krankenkasse noch angesetzt, oder zählt das schon fürs neue, also für das Jahr, in dem gezahlt wurde?


    lg, Tiggy

  • Deshalb erstmal Info anfordern, je nach vorherigen Erkrankungen ( bei mir wurde zb Schilddrüsen Unterfunktion bereits als chronisch eingestuft). Meine Ausgaben nur für Rezept-Gebühren und Krankenhaustagegeld von Diagnose bis Ende Chemo liefen schon auf über 800 Euro. Es hätte die Sache für mich vereinfacht, hätte ich mich gleich darum gekümmert, anstatt Rechnung nach Rechnung zu bekommen.

  • Meine Krankenkasse bestätigte mir im letzten Jahr, dass ich zwar seit Juni als chronisch krank gelten würde, die Zuzahlungsbefreiung aber erst nach einen vollen Jahr chronisch krank gelten würde. Man fragte mich noch nett, ob ich nicht doch noch was habe, was als chronisch gelten könne, darauf meinte ich, dass mir meine zwei Krebserkrankungen eigentlich reichen würden.

    Dumm ist nur, dass man ja selten genau am 1. Januar krank wird, noch dümmer ist, dass die meisten Kosten ja in der ersten Phase entstehen.

    Ich habe also nichts zurückbekommen, bei mir belief sich das auf 700 Euro.

  • Bei meiner Krankenkasse war es so, dass die Zuzahlungsbefreiung von 1 % auch ab dem Grad der Behinderung von 60 gewährt wurde. So hat für mich von Beginn der Erkrankung an die 1 % Regel gegolten. Vielleicht ist das von Kasse zu Kasse unterschiedlich


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Huhu Christina,


    Du bist ja auch mit Jahresanfang reingekommen, genau das, was ich vorher geschrieben hatte. Dann gilt das sofort.

    Ich habe auch 60 Grad Behinderung, das zählte nicht, und nach einem Anruf bei der unabhängigen Patientenberatung war die Entscheidung meiner Krankenkasse auch korrekt.

  • Zuerst wurde mir die 2% Regelung für die Krebserkrankung zuerkannt. Diagnose war Anfang Februar 2017. Also nicht erst nach einem Jahr.

    Bei einem Gespräch mit meiner HÄ stellten wir dann fest, dass ich ja schon länger chronisch krank bin. Hashimoto Thyreoditis und Bluthochdruck.

    So wurde aus der 2% Regelung noch in diesem Jahr 1%.

    Auf 2% hätte ich wohl auch schon in den vergangenen Jahren Anspruch gehabt.


    Ironie an - Wozu doch so eine Krebserkrankung alles gut sein kann - Ironie aus


    LG

    Wally

  • Hi Milli,

    mir ging es genau so wie dir. Die Kosten waren im ersten Jahr enorm und ich habe nichts zurück bekommen. Jetzt habe ich zwar die Bescheinigung chronisch Krank, aber auch rückwirkend komme ich nicht auf die 1%, da mein Bruttoeinkommen zu hoch ist :/. Also nützt mir diese Bescheinigung gar nix.

  • Sylvi, echt Schiete, sach ich mal ganz norddeutsch. :hug:

    Mich hatte das total gewurmt, vor allem, weil ja letztes Jahr auch nur Kranken- und Übergangsgeld rein kam, da fehlte schon ein großer Teil des Geldes. Jetzt ist mein Bruttoeinkommen auch zu hoch, die Ausgaben für die Erkrankung zu niedrig.

  • Wally, das verstehe ich nicht ganz 2% ist ganz normal, die hat jeder. 1% ist für chronisch Kranke, also auch für Krebs.


    Tja, wenn frau das vorher gewußt hätte :!::!::!:


    So bin ich erst durch die Krebserkrankung überhaupt darauf gekommen, dass ich einen Anspruch auf Freistellung habe.

  • Bei mir hat mich auch die Krankenkasse Frau darauf aufmerksam gemacht, dass allein Schilddrüsen Medikamente holen beim Arzt schon als chronisch gelten.Also alles an Pillen die man tagtäglich nimmt, ob Bluthochdruck etc, müsste alles reichen um den Chronischen 1% zu bekommen. Ich denke gerade im ersten Jahr ist es viel, danach, naja, je nach Einkünften.

  • bei der AHB hatten wir eine Infoveranstaltung, da hieß es auch " kronischkrank ab Diagnose.

    Grundsätzlich finde ich es aber eine Riesen Sauerei, dass wir soviel zuzahlen müssen. Da fragt man sich schon wozu man die ganzen Jahre eingezahlt hat.:cursing:

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)