Erst Chemo oder erst OP

  • Hallo, ich habe vor gut einer Woche erst die Diagnose Brustkrebs erhalten...
    Bei mir wollen die Ärzte nun zuerst 6 Monate Chemo machen und im Anschluss operieren (bin 30Jahre und ansonsten fit).
    Gibt es hier andere bei denen es auch so herum gemacht wurde?

  • Willkommen liebe cingclau,


    möchte dich hier ganz herzlich begrüßen


    Hier gibt es einige die eine neoadjuvante Chemo gemacht haben. Ich auch. Bekam meine Dignose im Januar und am 05.03.14 bekam ich meine erste Chemo. Ebenfalls 24 Wochen. 4 x EC alle drei Wochen und dann wöchentlich 12x Paclitaxel. Mein Tumor war schon recht groß (3,5 cm)
    Man wollte ihn verkleinern auch um brusterhaltend operieren zu können.
    Es hat alles gut geklappt. Schon nach der 2. EC war er um die Hälfte kleiner und ein Beweis dafür, dass die Chemo anschlägt und wir auf dem richtigen Weg sind.
    Im September hatte ich dann meine OP und es waren nur noch klägliche Reste übrig.


    Es kann aber nicht jeder so lange mit seinem "Krebs" rumlaufen, weil manche ihn einfach sofort los sein wollen. Ich persönlich habe meinen Ärzten vertraut und gut damit gefahren. Bis heute waren alle Nachsorgen o. B. und so soll es natürlich bleiben. Hatte aber auch noch Bestrahlung und mache noch 5 Jahre eine Antihormontherapie weil mein Tumor hormonell bedingt war.


    Ich bin gut durch die Chemo gekommen. hatte wenig Nebenwirkungen. Natürlich waren nach 14 Tagen die Haare weg. Davor hatte ich sehr große Angst, aber man ist ja darauf vorbereitet und als es soweit war, war es gar nicht so schlimm.
    Man kann die Chemo ganz gut überstehen. Natürlich reagiert jeder anders, aber es git gute Medis um den NW entgegen zu wirken.


    Hast du schon deinen genauen Behandlungsplan? Meine Erfahrung war, als es dann endlich losging, ging es mir auch psychisch besser.


    Du hast einiges vor dir, aber du wirst es schaffen. Dafür wünsche ich dir alles Gute und ganz viel Kraft.


    LG von lexi

  • LIebe Cingclau,
    herzlich Willkommen hier bei uns. Das hört sich immer etwas komisch an, wenn ich das schreibe. Wer ist schon gerne in einem Forum und sucht Hilfe gegen den Krebs :hot:
    Aber hier erhälst du Antwort auf viele Fragen, bekommst virtuelle Umarmungen wenn dir mal zum Heulen ist und auch, wenn es dir besonders gut geht und eine Behandlung (auch Dank unserer magischen gedrückten Daumen) besonders gut gelaufen ist :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Zu deiner Frage: BEi mir war es genau so :thumbup:
    Im ersten Moment war ich schockiert, als der Prof sagte, erst Chemo und 6!!!! Monate später OP. 6!!!! Monate mit diesen Ding noch leben :hot: :hot: :hot:
    Aber so lange war es dann garnicht. Ich bekam 4 Serien EC. DAs ist alle drei Wochen eine Infusion mit Epirubicin und Cyclophosphamid. Deshalb EC. DAzu gibt es im Cocktail noch eine Menge Zeug gegen die Übelkeit, gegen Magenschmerzen .....
    ca. 14 Tage nach der ersten EC sind bei den meisten Mädels hier die Haare gefallen. Aber auch das ist ein Problem, das man nervlich in den Griff kriegen kann.
    Mein Tumor Theo war am Anfang über 2 cm groß, gut zu tasten und ein sehr aggresives Scheißerchen :hot: Nach 4 mal EC mal der weg!!!!! Richtig weg!!! Es gab dann aber noch 12 Wochen ,jeweils wöchentlich eine Chemo mit Taxol und 1 Jahr lang Herceptin. Das ist ein Antikörper , der bei Her2neu positiven Tumoren evt. versprengte Zellen im Körper aufspüren soll. Nach den 12 mal Taxol erfolgte die OP. Dabei wurde das Gewebe, wo der Tumor war entfernt und einige Lympfknoten.
    Dann noch Bestrahlung und jetzt bin ich krebsfrei :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Die Chemo-zusammensetzung ist unterschiedlich und wird von einer Tumorkonferenz genau auf die Art deines Tumors abgestimmt. Dazu gibt es Leitlinien, nach denen die Ärzte die Medikamente und Therapien einsetzen.


    Du hast aber auch die Möglichkeit, dir eine zweite Arztmeinung einzuholen, wenn du dich unsicher fühlst.


    Aber ich gehe mal davon aus, dass du in einem zertifizierten Brustkrebszentrum behandelt wirst.
    So ein paar medizinische Grundbegriffe lernst du schnell.


    Hier nur eine kleine To-do-Liste, die sich bei vielen von uns bewährt hat:
    - zu den GEsprächen eine Person deines Vertrauens mitnehmen- 4 Ohren sind besser als 2
    - vorher alle deine Fragen aufschreiben und im Gespräch abhaken mit den Erklärungen
    - erst wenn du alles verstanden hast, ist das Gespräch beendet!!!
    - wenn es geht, keine medizinischen Abhandlungen im Internet durchforsten- da stehen oft Sachen drin, die man mit den Nerven nicht so aushält.
    - bei medizinischen Fachfragen können wir hier wenig helfen, wir sind ja uach nur Laien und jeder hat seine Geschichte- aber dafür gibt es den Krebsinformationsdienst. Der ist täglich telefonisch, aber noch besser per e-mail erreichbar. Da sind Ärzte, die sich all deiner Probleme annehmen und helfen.


    So, jetzt komme erst mal hier an, schau dich um und stelle fleißig deine Fragen.


    Liebe Grüße schickt dir Tanne :hug:

  • Hallo!
    Bei mir war es vor 1 Jahr auch so, erst 6x TAC und dann OP. Es war nach jedem zweiten Zyklus Kontrolle mit Ultraschall und immer ein erhebendes Gefühl, wenn der Arzt Dir sagt, das der Tumor noch 2x schon um die Hälfte, nach 4x so gut wie weg und am Ende gar nicht mehr da ist!! Was für ein Erfolgt nach der Schinderei!!! Für den Kopf/die Psyche ist der Weg meiner Meinung nach der Beste!! Und die Ärzte sehen, ob die Chemo wirkt.
    Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir alles Gute!!

  • Hi Ihr lieben Mitschwestern,
    also kurz meine Story..Diagnose 6/12. 4 cm, 6 LK befallen, 1 Beckenmetastase, hormonunsensibler Tumor dafür Herceptin pos.
    Habe 5 Monate Chemo bekommen, Tumor war weg!!!!!
    Dann habe ich die Brust abnehmen lassen und in gleicher OP Implantat eingesetzt.
    Dann wurde bestrahlt 25 x Oben und das Becken.
    Seitdem alle 3 Wochen Herceptin per Port.
    Ich bin voll berufstätig hab sogar unter Chemo gearbeitet ( selbstständig) das hat mir gut getan und gab Normalität im Alltag, Bis jetzt alles ok, im Juni sind 5 Jahre rum
    So die Beschwerden der NW der Chemo.. das dauert, hatte lange Fatigue, Kribbeln in den Fingern, heiße Fußsohlen. Geschmacheinschränkungen...... als Köchin wärs blöd gewesen. Aber trau Dich das Gute an der Chemo vor OP ist....Du weisst es bringt was..oder auch nicht!! Wenn die OP vorher erfolgt, dann ist der Tumor weg und die anschließende Chemo läuft durch ... Aber unter Vor Chemo ist es ein wunderbares Gefühl wenn der Tumor kleiner wird, Die Psyche reagiert ganz anders, wenn man weiss jetzt gehts der Sau an den Kragen. Mir tat richtig der Tumor weh unter der Chemo,,,, der zog sich richtig zusammen. Bis jetzt bin ich frei... und danke der Medizin... die Konstellation vor 2002... da wäre ich vermutlich durchmetastasiert. Halt duch Du schaffst das. Munnypenny danke so wie Du ging es mir auch,Und seht trotz Metas... immer noch dabei.

  • Hi!


    Bei mir war es anders herum. Würde sofort operiert. Keine Ahnung warum. War damals auch nicht nicht gut informiert. Am 15.1. Diagnose, am 28.1. OP mittlerweile bin froh, dass es so rum war. Habe aus den neuesten Forschungsergebnissen, dass die Metastasierung evtl. aus dem " Auflockern" und " Aufweichen" des Tumors durch Chemo erfolgt. Aber das muss jeder selbst wissen. Die Tumorgrösse hat sich bei mir im MRT mit 2,3 cm gezeigt. Nach der OP waren es dann 10x10. Da hätte ich lange auf die Verkleinerung warten können. Der wäre zwar geschrumpft, gesehen hätte man es nischt. Also war in meinem Fall OP als erste Maßnahme unbeabsichtigt sinnvoll.


    Grüße Meggie

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Kliniknamen entnommen.

  • Liebe Cingclau,
    ich bin auch ziemlich neu dabei und bei mir ist es auch so. Ich bekomme vorab 6 x TAC (alle drei Wochen) und dann folgt die OP. Morgen steht die zweite Runde an und an deren Ende, also so in 3 Wochen soll dann Ultraschall gemacht werden und nachgesehen werden, ob die Tumore (ich bin rechts mit über 8 cm dabei und links mit 1,4 cm und zwei betroffene Lympfknoten) kleiner geworden sind.
    Meine Ärztin meinte, so wäre die Chance gegeben, dass die Tumore sich verkleinern und um die Chemo käme ich ohnehin nicht herum, wenn nicht vorher dann halt danach.
    Es hat aber auch seine Vorteile, so hast die die Chance und die Gelegenheit, dich umfassend zu informieren. Die Chemo ist zu schaffen, fast alle hier gehen diesen Weg - er ist nicht immer leicht - aber alternativlos für das weitere überleben.
    Ich drück Dich ganz doll.
    Liebe Grüße
    Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Hallo Cingclau,


    ich habe auch eine neoadjuvante Chemo bekommen. Ich habe meinen Ärzten vertraut und war stets bestens aufgehoben. Da Brustkrebs nicht gleich Brustkrebs ist, bekommen manche zuerst die Chemo und andere erst die OP und manche gar keine Chemo. Lass Dich nicht davon verunsichern, wenn hier auch antworten kommen bei denen es anders war.
    Meggie
    Ich kann verstehen dass du das Netz durchforsten musst um für deinen Fall positiv auszulegende Ergebnisse zu finden. Ich finde es allerdings nicht hilfreich jemanden bei seiner Entscheidungsfindung Angst vor einem Metastasierungsproßess zu machen, den du irgendwo aufgeschnappt hast. Ich wage zu bezweifeln, dass Internetrecherche seriöser ist als die Empfehlung einer Tumorkonferenz.
    LG Maja

  • Liebe Cingclau,
    herzlich willkommen in diesem schönen Forum!
    Ich bin im letzten Drittel meiner neoadjuvanten Chemo. Die letzte Sonokontrolle hat ergeben, dass meine Herde kleiner geworden sind und meine Lymphknoten nicht mehr bösartig auffällig sind. Solche Erfolge tun der Psyche einfach gut.
    Es ist auch nicht verkehrt, vor der OP genug Zeit für Fragen und Überlegungen bzw. Entscheidungen zu haben.
    Die Ärzte wissen heutzutage was zu tun ist und im Normalfall wird jeder einzelne Befund in einer Tumorkonferenz aus verschiedenen beteiligten Ärzten besprochen.


    Du schaffst das! Und bei jeglicher Frage ist hier immer jemand für Dich da!
    Sonnige Grüße, Kirsche

  • Ich konnte mich selbst entscheiden wann die Chemo durchgeführt werden soll, adjuvant nach OP oder neoadjuvant vor OP
    Meine Ärztin im Brustzentrum erklärte mir das mein Tumor bereits so groß wäre das sie im Moment nicht Brusterhaltend operieren könne.
    Allerdings war ihre Meinung auch das der Tumor in meinem Fall, auch durch die Chemo nicht groß schrumpfen würde und ich auch im Anschluss nicht Brust erhaltend operiert werden könne, somit könne ich mich auch gleich operieren lassen.
    Nach Einholung von der Meinung meines Frauenarztes und dem Krebsinformationsdienst und meinem Bauchgefühl entschied ich mich gegen den Rat meiner Ärztin für eine Chemo vor OP und siehe, mein Tumor war nach 17 Wochen Chemo nur noch schwach erkennbar und nur noch ca.7mm groß von einem Ausgangswert von 2,7cm.
    Im Moment hab ich nur noch 4 Wochen Chemo vor mir und hoffe am Schluss das er verschwunden ist. :thumbsup:
    Tja und schon nach dem 2. Zyklus hieß es ich könne Brusterhaltend operiert werden.

  • Hallo Luzine,
    das ist ja interessant. Ich bekomme morgen meine zweite TAC und daran anschließend soll so in ca. 3 Wochen auch Ultraschall gemacht werden um nach der Größe zu sehen. Mein größerer Tumor ist etwas über 8 cm. Nach der Mamografie ganz am Anfang sprach man von ca 5 cm und evtl. brusterhaltende OP. Nach dem Ultraschall waren es dann doch 8 cm und die Ärztin riet mir zur Amputation. Ich hab jetzt schon das Gefühl, dass mein Tumor etwas kleiner geworden ist. Da könnte ich ja vieleicht auch noch Hoffnung haben, doch brusterhalten operiert werden zu können. Wenn die Frage nicht zu intim ist, wie groß war Dein Tumor?
    Lieben Gruß
    Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Liebe Christine,
    mein Tumor hatte eine Größe von ca. 2,7 cm allerdings sah er aus wie ein Stern mit Fingern und dadurch war es nicht möglich Brusterhaltend zu operieren. Es hätte mehr als ein 1/4 entfernt werden müssen und wenn das der Fall ist kann nicht mehr Brusterhaltend operiert werden.
    Ich bin ganz gespannt nächsten Montag hab ich nochmals eine Kontrollsonographie und vielleicht ist ja nichts mehr zu finden. :thumbsup:
    Eine Freundin von mir hatte einen Tumor von 5,7cm und bei ihr ist er auf 1,8cm geschrumpft, und konnte auch Brusterhaltend Operiert werden.


    Drücke dir die Daumen das er ganz schnell und viel schrumpft :thumbsup: :thumbsup: :thumbup: :thumbup:


    Liebe Grüße
    Carmen

  • Liebe cingclau


    Auch von mir erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum . Der Grund ist zwar bescheiden , aber du wirst dich hier sehr gut aufgehoben fühlen .
    Ich hatte auch neoadjuvante Chemo (4× EC 12 × Pacli ).Nach 3 Wochen wurde kontrolliert und es tat sich was .Am Ende War aus einer fast 5 cm prallen Pflaume ein Nichts geworden und somit wurde ich auch Brusterhaltend operiert ....


    Liebe Grüße von Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Hallo cingclau,


    erst einmal sei herzlich willkommen in dieser Runde!


    Ich bekam die Diagnose am Nikolaustag. Da ich nur wenige Tage zuvor einen schweren Herzinfarkt hatte und schon deshalb eine baldige OP nicht möglich war, entschied man sich für eine neoadjuvante Chemo (Schema in Anlehnung an das GeparSepto-Protokoll). Zusätzlich bekomme ich alle drei Wochen Herceptin, da ich her2 hoch positiv bin.


    Mittlerweile habe ich zwei Zyklen Nab-Paclitaxel hinter mir und natürlich längst eine "Ganzkörperglatze". Vor der OP folgen dann noch Zyklen mit Epirubicin und Cyclophosphamid (EC) plus Herceptin. Wahrscheinlich kann im Mai operiert werden. Ob brusterhaltend oder nicht, ist mir wurscht. Meine Brüste sind von Natur aus derart winzig, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass bei einer OP noch was übrig bleibt. :rolleyes:


    Liebe Grüße
    Monsti

    Bejahe den Tag, wie er dir geschenkt wird, statt dich am Unwiederbringlichen zu stoßen (A. de Saint-Exupéry).

  • Hallo,
    wie ich woanders eben schon geschrieben hatte: Bei mir hieß es kurz nach der Diagnose, dass bei mir wohl eine Mastektomie nötig sei. Tumor 3-4 cm groß und sehr nah am Brustmuskel. Sogar vom Brustmuskel wollten sie noch etwas wegnehmen. Aber dann kam erstmal Chemo+Antikörper und schiesslich war von dem Tumor nix mehr übrig. Weder auf diversen Ultraschall- und Röntgenbildern, noch bei der anschließenden histologischen Untersuchung des bei der brusterhaltenden OP entnommenen Gewebes.


    schnuper1
    Sehr schön, dass Du trotz Metas immer noch dabei bist!
    Du bekommst aller 3 Wochen Herceptin als Infusion - wie schaffst Du es, das mit voller Berufstätigkeit zu vereinbaren? Das dauert schliesslich insgesamt mindestens 1,5 Stunden, oder? Und dazu kommen ja noch weitere Arzttermine (gyn. Vor- bzw. Nachsorge, Kardiologe usw.)
    Wurde Dir eigentlich angeboten, jetzt auch Perjeta mit dazu zunehmen? Die Kombi aus Herceptin und Perjeta soll ja noch effektiver sein bei relativ geringen Nebenwirkungen.
    Wie lange haben Fatigue und Kribbeln bei Dir gedauert? Meine Chemo war im Frühling 2014 und ich habe diese Symptome jetzt und zunehmend. Ich habe das auf die Doppel-Antikörper (die ich wegen einer ehemaligen Knochenmetastase immer noch bekomme) und das Tamoxifen geschoben. Aber wenn Du sagst, bei Dir ist das irgendwann auch unter der Herceptinbehandlung weg gegangen, dann lässt das ja hoffen.


    Liebe Grüße
    Olivia

  • Hi Olivia, also alle 3 Wochen am Donnerstag nach Arbeit latsch ich in die Onko, dann 1,5 Std Infusion. Herzecho mach ich nur alle 6 Mon... meine Kardiologin sagt, ich bin zu fit und jung. Außerdem merkt man es wenn die Pumpe streikt, Ja ich hatte 1 Jahr lang Herceptin und dazu Perjet, aber hab nach 1 Jahr Perjeta weggelassen... hatte so blöde Durchfälle.Zusammen mit mir sitzen da 3 weitere Frauen, 2 sind seit 2002 dabei, Die sind primär metastasiert gewesen und sind immer noch da. Meine Mitschester hat seit 2007 ein Her2 pos CA mit Hirnmetas. Ist teilberufstätig, hatte aber auch schon 2 weitere Chemos und Kopfbestrahlungen und ist ziemlich gut drauf.
    Also was uns rettet ist das Herceptin!!! Wenn was wieder kommt gibts ja das Tdm1 was wir bekämen wenn mal wieder was kommt. Ich lebe damit jetzt nach fast 5 Jahren wieder wie ein normaler Mensch. Ich versuche die Zipperlein auch mal auf das normale Altern Menopause etc zu schieben. Untersuchungen mache ich sehr großzügig alle 9Monate , nicht öfter.Also genug Zeit zum Leben und arbeiten. Ich habe beide Brüste entfernen lassen und Implantate,, meine persönliche Umgehensweise.Nie wieder eine BrustOP machen zu müssen.
    Ich bin echt gut drauf, hab meine Depressionen bearbeitet und mich entschieden damit offen zu leben.. es Hilfstransport nix.Das Kribbeln dauerte so 3 Jahre.
    Und Olivia... super Du hattest eine pathologische Komplettremission , auch trotz Meta, gibt Chance auf Heilung bzw. extrem lange Überlebenszeiten, Zufällig bin ich Gynäkologin von daher hab ich viele gute Beispiele von langen Verläufen,, also lebt lebt lebt... Meine Freundin hat grad ihren 33 jähr Sohn verloren einfach so. Da hab ich es um Längen besser. Gutes Nächtle.

  • Hallo an alle,

    bin neu im Forum und hoffe ihr könnt mir hier helfen. Gestern erfuhr ich, dass die Chemotherapie auch vor der OP gemacht werden kann. Bisher hörte ich das immer umgekehrt. Können das alle Brustzentren oder gibt es da unterschiedich Vorgehensweisen? Habe meinen Befund seit 19.6.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt.

  • Hallo liebe Sally11

    Es ist wohl vor allem Tumorabhängig. Bei schnell wachsenden TN-Tumore macht man mittlerweile eine neoadjuvante Therapie. Heisst erst Chemo, dann OP, einfach um zu sehen, wie der Tumor auf die Chemo reagiert. Ich war tatsächlich froh drum, weil sich dadurch mein Kranknehausaufenthalt ( grösster Horror) noch etwas nach hinten verschoben hat.

    Weisst Du was für einen Tumor Du hast??