Xeloda-Erfahrungen (Capecitabin)

  • Hallo ihr Kämpferinnen.,

    ich habe jetzt 7 von 8 Zyklen Xeloda - Capecitabin geschafft und fange am Dienstag mit meinem letzten Zyklus an.

    Das Handy Fuß Syndrom hat mich heimgesucht.Ich komme aber mehr oder weniger damit gut zurecht Ab und an nervig an den Füßen,denn ohne laufen geht ja nix Mit den Händen kann man besser damit umgehen .

    Mein Probkrm sind jetzt geschwollene Füße und Knöchel. Aber sowas von.Ich lege die bei jeder Gelegenheit hoch und bewege mich viel. Soll man ja auch .Das blöde ist,dass man so schlecht in Schuhe passt.Bin gestern in den Bergen wandern gewesen.Ich dachte,dass meine Schuhe angewachsen waren. Furchtbar!!

    Hat jemand die gleichen Symptome ?

    Ich muss unbedingt noch den letzten Zyklus schaffen,dann kann sich endlich mein Körper erholen. Ich denke,dass der auch an seine Grenzen gekommen ist Zeit zum Erholen hatte er ja noch nicht.

    Alles Mist!!! 😟😟

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  • Hallo Erdnuss , das Problem mit den Füßen habe ich auch seit dem ersten Zyklus, habe leider erst zwei geschafft. Mir graust schon vor Dienstag wenn der dritte beginnt. Meine lieben Onkoschwestern haben mir auch nur raten können die Füße so oft wie möglich hoch zu legen, zu kühlen und Brennnesseltee wg dem Wasser in den Beinen zu trinken. Ich muss sagen das hilft leider auch nicht wirklich viel.

    Ich drück dir die Daumen, dass du deinen letzten Zyklus einigermaßen gut rumbekommst. Dann ist endlich die Zeit zum erholen da.

    Liebe Grüße, Mari79

  • Danke liebe@Mari79,

    ja ich mache wirklich 10 Kreuze,wenn ich damit durch bin.Jetzt wird es anstrengend.

    Da ich ein TN hatte,brauche ich zum Glück nix mehr nehmen. Ich hatte nach der Chemo noch paar mm Resttumor,deshalb prophylaktisch noch Xeloda.Hatte mich vorher so verrückt gemacht.Es ist nicht immer einfach,aber zu schaffen .Das Gute ist,dass man reduzieren kann. Ich hätte mir nie verziehen,wenn ich die abgelehnt hätte .Ich nehme alles mit,was ich bekommen kann.

    Ich hatte am Anfang viel Angst davor.Ich staune,wie schnell die Zeit vergangen ist.

    Du wirst es auch schaffen.Imner feste Cremen. Ich habe Blasen,Risse,und kpl.Abschälung der Haut unten an den Füßen .

    Ist sehr nervig und auch schmerzhaft Ich bin oft wie eine Oma gelaufen...naja..auch ab und an immer noch.

    Ich wünsche dir alles Gute. Augen zu und durch!!!! 🙈🙈🙈🙈👍👍💪

  • Ja mir geht es da genau so, ich hatte auch noch einen Resttumor und zwei befallene Lymphknoten. Da bleibt uns TNler schon nix anderes als Xeloda. Wobei ich immer noch mit der basal/non basal Geschichte hadere. Am Dienstag hab ich den ersten Nachsorge Termin im Brustzentrum und werde da das Thema nochmal ansprechen.

    Ich hoffe einfach das jetzt alles platt gemacht wird und nichts mehr in mir rumschwimmt.

  • Hallo Mari was ist basal oder non basal? Ich soll auch bald mit xeloda beginnen. Auch RestTumor von 1.2 cm. Aber die Lymphknoten waren frei. Der Strahlen Arzt meinte wenn die Lymphknoten frei seien bräuchte ich nicht unbedingt noch tabletten. Was meinst du? LG Bella

  • Hallo Erdnuss ,

    ich bin seit letzter Woche Freitag mit dem 8. Zyklus durch...

    Ich hatte zu Pfingsten auch mit geschwollenen Füssen und Knöcheln zu kämpfen, hatte dies auch meinem Onkologen gezeigt.

    Der sagte, solang es nachts, bzw. morgens immer wieder "normal" ist und erst im Laufe des Tages anschwillt und nicht weh tut, ists vermutlich nur wegen der Hitze und nicht weiter schlimm. Es wäre ihm nicht bekannt, daß Wassereinlagerungen mit Xeloda zusammenhängen würden...

    Vor 2 Wochen bin ich nach Österreich in den Urlaub gefahren, als ich dort ankam, hatte ich den rechten Fuß und Knöchel geschwollen. Der linke war normal. Hab mir aber keine weiteren Gedanken darüber gemacht, weils am nächsten Morgen wieder ok war.

    Im Laufe der Woche wurds aber immer schlimmer. Aber nur das rechte Bein war betroffen. Da war dann nicht nur der Fuß und Knöchel dick, sondern die Wade wurde gleich mit dick und tat dann auch weh. Fühlte sich an, wie Muskelkater. Morgens war immer wieder alles ok, nur im Tagesverlauf wurds schlimmer. Da wir da in den Bergen rummarschiert sind, was ja auch ziemlich auf die Wade geht, dachte ich, ok, vermutlich wirklich Muskelkater.

    Hab mir dann aber für die Rückfahrt am letzten Wochenende mal Kompressionsstrümpfe besorgt. Damit wurds dann auch etwas besser. Aber der Muskelkater blieb. Am Donnerstag hatte ich eh einen Termin bei meiner Hausärztin. Der hab ich das dann gesagt und gezeigt und die hat mich sofort ins Krankenhaus geschickt. Verdacht auf Thrombose !! Hat sich leider bestätigt. Die haben mich sofort dabehalten und nun mit Blutverdünner versorgt. Solang ich stationär war wurde gespritzt, als ich gestern entlassen wurde, wurde auf Tabletten umgestellt...

    Ich will Dir damit jetzt nicht Angst machen, aber wenn die Ödeme bei Dir längerfristig bleiben und evt dann auch die Wade schmerzt, würd ich das an Deiner Stelle mal bei einem Venen-Arzt/Phlebologen checken lassen.

    Die Ärzte im Krankenhaus sagten, daß könnte quasi eine Nachwirkung der Chemo sein - eine leichte Venenschwäche und bei mir dann in Kombination mit der Autofahrt ist es dann wohl ausgeartet... Muß ja jetzt bei Dir nicht so schlimm sein, aber behalte es vielleicht einfach mal im Hinterkopf. Ich bin aus allen Wolken gefallen und war ziemlich geschockt, das war wohl ziemlich knapp bei mir, weil ich da halt schon 2 Wochen mit rumgerannt bin. Bei mir ist das ganze rechte Bein bis ins Becken betroffen. Ich hoffe, daß geht mit der Zeit wieder weg, könnte aber wohl auch sein, daß es sich nicht wieder komplett zurück bildet, wenn ich Pech hab...

    LG

    Tanja

  • Hallo ihr Lieben Mitbetroffenen,


    da ich noch Resttumor hatte beginne ich demnäst mit der Tablettenchemo.


    Ich frage mich, wie sehr diese weitere Chemo noch - zusätzlich zur ersten Chemo (Paclitaxel plus Carboplatin) das Rückfallrisiko

    senkt? Oder senkt es nur die Chance auf Metastasen und wie hoch ist diese Gefahr bei Trippel negativ?

    LG Bea

  • ubuntu777

    Liebe Bea, die zusätzliche Tabletten Chemo soll dir mehr Sicherheit geben und ev. noch zirkulierende Zellen abtoeten. Vielleicht kannst du dich mal mit Erdnuss in Verbindung setzen, sie befindet sich gerade im Endspurt mit xeloda. Hatte auch einen TN Tumor und musste eine tablettenchemo nachschieben.

    Schick dir liebe grüße simone 🤗

  • Ohne dir Angst machen zu wollen, erkläre ich dir gerne die aktuellsten Ergebnisse zum Thema Capecitabin:


    Die Create X-Studie in Asien hat damals ergeben, dass postneoadjuvantes Capecitabin das Gesamtüberleben nach 5 Jahren von 72% auf knapp 83% erhöht. Also um 9%-Punkte.



    Das wurde in Europa (Schweden/Spanien?) mit einer eigenen Studie nochmal überprüft. Da lag der Überlebensvorteil bei gerade einmal 5%-Punkten.


    Man hat sich überlegt, womit das zusammen hängt. Warum nicht mehr Patienten von Xeloda profitieren. Und ist zu dem Schluss gekommen, dass dies mit dem TN-Subtyp zusammen hängt. Denn TNs sind sehr heterogene Tumore, die sich in ihren Mutationen, Proteinen und dergleichen unterscheiden können.

    Man hat wohl festgestellt, dass wohl nur die Patienten einen Vorteil erlangen, die einen sog. non basalen Tumor haben (kann der Pathologe testen). Das ist bei TN aber leider die Minderheit.


    Die Wahrheit lautet also: entweder es wirkt, oder eben nicht. Und die Wahrscheinlichkeit dass es wirkt, ist leider nicht so hoch :(

  • Hallo ubuntu777 ,

    ich habe 8 Zyklen à 3 Wochen Xeloda gerade hinter mich gebracht. Bin auch TN und hatte noch 2,5 cm Resttumor nach EC&Pacli+Carbo-Chemo.

    Ergänzend zu Kajuscha's Beitrag würde ich noch sagen wollen, daß die Studie, die in Spanien zuletzt gelaufen ist, unter anderen Voraussetzungen gelaufen ist, als die Create-X Studie. Daher sind die Studien nicht wirklich vergleichbar. Bei der letzten Studie haben in der Kontrollgruppe pauschal alle nach der OP Xeloda bekommen - also auch jene mit PCR. Da fällt der Unterschied zur Placebo-Gruppe dann natürlich nicht so groß aus, weil im Prinzip das Ergebnis "verfälscht" wird. Ich würde da schon eher der Create-X Studie glauben schenken, wo es tatsächlich nur um jene Patientinnen ging, die noch Rest-Tumor bei OP hatten. Sprich: man verbessert die Chancen um knapp 10%, was ich schon beachtlich finde.

    Hinzu kommt dann noch meine persönliche Einstellung zu der Sache, daß ich einfach sämtliche Möglichkeiten, die die Medizin mir gibt, ausschöpfen möchte, allein schon nur aus dem Grund heraus, mir nicht im Nachhinein selbst Vorwürfe zu machen, nicht alles versucht zu haben.

    Ich hatte die Xeloda am Anfang auch schon parallel zur Bestrahlung und bin relativ Nebenwirkungsfrei mit der maximalen Dosis, die für meine Körperoberfläche ausgerechnet wurde, durch die 24 Wochen gekommen.

    LG

    Tanja

  • Hallo an alle die Capecitbaine nehmen,


    ich bin seit Juli fertig mit den Tabletten. Mein Körper hat sich von den Tabletten innerhalb 3 Wochen komplett erholt. Mein volle Leistungsfähigkeit ist mittlerweile wieder hergestellt.


    Was mir blieb, sind leichte Neuropathien in den Füßen und Probleme in den Knien. Wenn ich in die Hocke gehe, komme ich alleine nicht so ohne weiteres hoch. Wenn ich allerdings in Bewegung bleibe, ist alles eigentlich machbar. Diese Beschwerden kommen aber sicherlich nicht von den Capecitabine, sondern von den Paclitaxel vorher.


    Daher haltet durch. Die lästigen Beschwerden wie dicke Füße, schmerzhafte Hände und Muskeln, Magen-Darm-Probleme, Probleme mit der Nasenschleimhaut sind in der Regel nur zeitlich bedingt. Gönnt euch vielleicht mal 1 Woche mehr Pause. Dafür nimmt man die Tabletten dann halt kurz länger. Die Wirkung soll ja die Gleiche bleiben.


    Hinterher ist alles sehr schnell wieder vergessen. Daher seid frohen Mutes. Das Ende kommt schneller als ihr denkt.

    Ingrid

  • Liebe ubuntu777 / Bea,

    Nein, entzündete Schleimhäute hatte ich nicht. Sie waren zeitweise etwas trocken, aber nicht entzündet.

    Hände und Füße waren auch die ganze Zeit über in Ordnung - ich hatte kein Hand-Fußsyndrom. Ich hatte zeitweise etwas Schmerzen in den Knien, aber das war aber auch nicht doll und hat sich eigentlich nur nach längerem sitzen oder liegen beim Aufstehen bemerkbar gemacht, also auch durchaus tolerierbar.

    Blutwerte waren auch immer ok.

    Somit kann ich wirklich sagen, dass ich die Tabletten gut vertragen hab und quasi Nebenwirkungsfrei durch die 24 Wochen gekommen bin.

    LG

    Tanja

  • Hallo an alle.

    Weiß jemand wie das mit dem Autofahren unter Capecitabin aussieht. Im Beipackzettel steht, dass es zu Einschränkungen in der Fahrtüchtigkeit kommen kann. Heißt doch dann, wenn etwas passiert, kann die Versicherung Probleme machen. Ähnlich wie bei der Strahlentherapie.

    Und was ist in der Pausenwoche?

    Heißt das unterm Strich, wir dürfen gar kein Auto fahren oder nur nicht wenn uns übel oder schwindelig ist?

    Freu mich auf Eure Rückmeldung.

    LG