Xeloda-Erfahrungen (Capecitabin)

  • paetzi Bei TN Tumoren unterscheidet man verschiedene Subtypen. Basal und Nonbasal. In einer Studie wurde festgestellt, dass Xeloda bei postneoadjuvanter Therapie am besten beim nonbasalen Typ wirkt. Das ist mein Laienverständnis. Bei Bedarf bitte mit Ärzten sprechen;)


    Nachdem mir mein Onkologe übrigens auch nicht sagen konnte, ob ich auch nur im geringsten von der postneoadjuvanter Therapie profitieren könnte, habe ich sie nun abgelehnt. Da ich einen hormonsensiblen Tumor (noch) ohne Metastasen habe, glaube ich, dass mir eine weitere Chemo nichts bringt. Auch die Standardchemo hat bei mir nicht angeschlagen. Das macht mich natürlich misstrauisch gegenüber weiteren Chemos. Vor allem, wenn man die Wirkung nicht mehr kontrollieren kann, da der Tumor rausoperiert ist. Ich hatte in den Leitlinien vor dem Gespräch nachgelesen, dass Tumore mit bis zu 9% Hormonabhängigkeit wie TN Tumore zu behandeln wären. Über 9% wie andere hormonabhöngige Tumore auch. Wahrscheinlich wurde mir vom Tumorboard Xeloda angeboten, da mein Tumor nur gering hormonabhängig ist. Allerdings liegt er über 10 %, so dass ich denke, es würde nichts bringen. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber im Fall von Metastasen werde ich sicherlich darauf zurückkommen (müssen).


    Ich wünsche allen möglichst wenige Nebenwirkungen und gutes Anschlagen.

  • Hallo ihr Lieben,


    nachdem die CHT 4xEC 12xPaclitaxel nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat und sich während der CHT ein Rezidiv entwickelt hatte, ist mir nun zur Weiterbehandlung meines Triple Negativ MC auch Capecitabin angeboten worden.


    Das Aufklärungsgespräch hat schon stattgefunden. Am Freitag habe ich noch einen weiteren Termin im BZ und ich bin mir im Moment nicht sicher ob ich dieser CHT zustimmen soll oder nicht.


    LG Leonie

  • Hallo Leonie Leo , wie du sicherlich gelesen hast, stand ich auch gerade vor der Entscheidung. Auch mir wurde seitens der Tumorkonferenz Xeloda empfohlen. Mein Tumor ist aber nicht triple negativ. Wenn du im Netz schaust, stößt du auf Studien zur postneoadjuvanten Behandlung mit dieser Chemo. Vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung. Was wurde denn bei dem Aufklärungsgespräch gesagt? Haben sie dir eine Zahl gesagt, um wie viel sich deine Prognose verbessert? Ich fand die Entscheidung auch sehr schwierig, kann jedoch sagen, dass wenn mein Tumor TN wäre, ich wahrscheinlich zugestimmt hätte. Bei dir ist die Situation mit dem Rezidiv aber nochmal anders...

  • Liebe Teafriend


    im Aufklärungsgespräch wurde ich lediglich über die Anwendung und über die Nebenwirkungen informiert. Ob sich meine Prognose verbessern könnte war in dem Gespräch noch kein Thema.


    Bei mir muss jetzt auch noch der Zweittumor berücksichtigt werden und wie die Behandlung koordiniert werden kann, das Histologie Ergebnis des Adenokarzinoms steht noch aus.


    Die Entscheidung kann einem niemand abnehmen. Mein Inneres hat im Moment eine klare Ansage, eine CHT ist genug, mal sehen wie es weitergeht.


    LG Leonie

  • Liebe Kleeblatt69 , mich interessiett sehr , was deine Ärztin gestern gesagt hat wegen deiner Schulter. Wirst du weiterhin bestrahlt?

    liebe Molly,

    ja es läuft alles gut, heute hatte ich Halbzeit. Die Beschwerden haben gut nachgelassen. Die neuen CT Bilder zeigenwohl auch den gewünschten Erfolg. Dazu wird erst am Ende genaueres gesagt. Ich habe aufgrund der wochenlangen Schmerzen eine Verspannung im Schulter-Nackenbereich und wollte wissen, ob die Metastasen eine manuelle Therapie, also Massage zulassen. Ja, geht allerdings ohne lokale Wärmebehandlung. Sportliche Betätigung ist ganz wichtig, aber das mache ich ja bereits.

    LG

  • Liebe Leonie Leo


    Ich habe eine ziemlich ähnliche Situation.

    Mein TN hat sich leider unter 4EC und 12Pacli auch nicht aufgelöst.

    Mein Onkologe hat mir auch 8Zyklen Xeloda empfohlen und ich habe den 2Zyklus gerade hinter mir.

    Nach einer japanischen Studie CREATE-X erhöht Xeloda die Prognose im krankheitsfreien und Gesammtüberleben um 8% bei Japanerinnen mit TNBC. Da Japanerinnen auffällig weniger BC haben als andere Ethnien lassen sich die Ergebnisse nicht ganz eins-zu-eins übernehmen und daher spricht man wohl eher von 5%.

    Eine non-PCR bei TN hat ein median innerhalb der ersten drei Jahre von 68% ohne Xeloda und ca.73-75% mit Xeloda.

    Daher eine von vier oder 25% der Patientinnen mit non-PCR bei TN, erkrankt innerhalb der ersten drei Jahren nach ED an einem lokalen Rezidiv und/oder Metastasen.

    Klar das ist Statistik. Da aber für uns TN mit non-PCR die Prognose nicht so gut ist wie für die anderen BK Subtypen und die Behandlungsmöglichkeiten limitiert sind wollte ich einfach alles mitnehmen was mir geboten wird. Ich würde mir grosse Selbstvorwürfe machen, wenn ich rezidivieren würde und zuvor ein Therapieangebot ausgeschlagen hätte. Ich lebe liebe mit CHT Nebenwirkungen und von denen habe ich einige.

    Frag doch Deine Ärzte nochmal nach Deinem individuellen Risiko und Nutzen-Schaden Abwägung bei Xeloda.


    🤗Wanda2

  • Liebe paetzi ,

    Metastasen habe ich nach wie vor so ziemlich an allen Knochen und in der Leber, aber durch die Bestrahlung an der Schulter werden sie hoffentlich ordentlich gegrillt. Insgesamt wird in allen Bereichen von signifikanter Befundverbesserung gesprochen. Das verdanke ich wohl der Xeloda +Avastin Therapie. Vielleicht wirkt jetzt nach einem halben Jahr auch das Xgeva 🤷‍♀️

    LG

  • hallo ihr lieben, ich bin neu hier. Meine mutti hat 2 Tumore gehabt triple negativ (2,5cm und 1,2 cm)G2,T2,Ki67 30%, keine Metastasen, Lymphknoten frei,HER2 1+. Eine beidseitige Mastektomie. Nach neoadjuvanter Chemo 4 Ec, 4 pacli+ Carboplatin waren noch 4mm übrig. Die Ärztin hat xeloda vorgeschlagen. Aber kaum was dazu gesagt nur das es das gäbe und Sie groß angeguckt ob sie das denn machen möchte, damit Sie länger gesund bleibt?!?!Haben euch die Ärzte das direkt angeraten wegen keine komplettremission oder einfach als Sicherheit? Bzw. Was haben eure Ärtze gesagt betreffs fehlender komplettremission? Lg 🙂

  • Hallo St.D. ,

    ich hab Dir ja drüber im anderen Thread auch schon geantwortet...

    Die Tablettenchemo dient einfach nochmal zusätzlich der Sicherheit. Wenn es halt etwas vom Tumorgewebe geschafft hat, die neoadjuvante Chemo zu überstehen, besteht ja theoretisch die Möglichkeit, daß irgendwo im Körper auch noch irgendwelche Krebszellen es geschafft haben zu überleben. Und die sollen dann halt mit nochmal 6 monatiger zusätzlicher Chemo erwischt werden. Bei Triple negativen Tumoren gibt's nicht viele andere Möglichkeiten als Chemo-Therapie und deshalb wird zunehmend dazu geraten, diese Tablettenchemo noch "postneoadjuvant" dranzuhängen, wenn man keine PCR hatte. Die Tablettenchemo ist allerdings bei weitem nicht so hart wie die vorherige Chemo mit EC und Pacli. Das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen.

    Meine Ärztin hat übrigens mein OP Ergebnis "befriedigend" genannt - klar hatte sie schon bessere Ergebnisse gesehen (PCR) - aber wohl auch schlechtere, wo die Chemo überhaupt garnicht angeschlagen hatte... Von daher, nicht weiter hadern, sondern nach vorn schauen - man kann nun eh nichts mehr dran ändern, sondern muß das Beste draus machen...

    Alles Liebe

    Tanja

  • Hallo liebe Mitkämpferinnen,


    nachdem ich letzte Woche fassungslos festgestellt habe, dass mein Onkologe meinen Pathobericht falsch gelesen hat, war ich heute zur Zweitmeinung in einer Uniklinik. Weiter oben hatte ich ja berichtet, dass mein Onko-Doc der Meinung war, mein Tumor hätte mehr als 10% Östrogenrezeptoren. Dies ist jedoch falsch. Er hat weniger als 10% und ist damit biologisch einem triple negativen Tumor näher als einem stark hormonabhängigen Tumor. So steht es auch in den Leitlinien und endlich bin ich auf eine kompetente Ärztin getroffen, mit der ich mich auf gleicher Augenhöhe unterhalten konnte. Sie sprach sofort von sich aus die Create X Studie an (weder der OA im BZ noch mein Onkologe kannten sie, so dass man sich immer blöd vorkommt, wenn man davon anfängt) und sagte, dass diese Studie gute Ergebnisse bei den japanischen Frauen bezüglich Rückfallrisiko und Langzeitüberleben gezeigt hätte. Leider scheint es so als ob sich das bei europäischen Frauen nicht ganz übertragen lässt, es aber leider keine Studie in dieser Ethnie gäbe, so dass weiterhin die positiven Ergebnisse der japanischen Studie gelten würden. Somit rät sie mir auch ganz klar zur Therapie mit Capecitabine. Dies werde ich nun auf jeden Fall angehen, wenn meine Bestrahlungen beendet sind. Außerdem habe ich vor, im Januar gleichzeitig die AHB durchzuführen. Mal schauen, wie mir das bekommt.


    Liebe St.D. Vielleicht konnte ich dir mit dieser Erklärung ein wenig weiterhelfen. Ich war zunächst auch sehr geschockt als mir nach meiner OP die Tablettenchemo vorgeschlagen wurde. Bei mir hat die Chemo jedoch gar nicht angeschlagen und wurde vorzeitig abgebrochen. Allerdings sagte die Ärztin heute, dass es eigentlich keinen Unterschied macht, ob nach Chemo nur wenige mm Resttumor übrig sind oder wie bei mir noch alles. Letztlich geht es darum, ob noch Mikrozellen im Blut herumschwimmen oder nicht. Natürlich ist die Prognose bei einer Pcr besser, dass es zu keinem Rezidiv kommt, aber auch bei verbliebenen Resttumor kann es sein, dass der Krebs nie wieder kommt. Und ich hoffe jetzt einfach mal, dass das Capecitabin die Chance dafür erhöht.

  • Liebe Teafriend ,

    Schön, dass Du so eine kompetente Ärztin gefunden hast.
    Du kannst die Tablettenchemo übrigens auch parallel zur Bestrahlung durchführen. Hab ich auch so gemacht und hatte mich während Bestrahlung und Chemo nicht anders gefühlt, als nur mit Chemo... Von den Nebenwirkungen her gesehen, ist die Tablettenchemo überhaupt nicht mit der EC/Pacli Chemo zu vergleichen. Ich hatte quasi kaum Nebenwirkungen im gesamten Zeitraum der Einnahme.

    LG

    Tanja

  • Ja, danke TanjaJ1972 ,


    ich hatte mich hier schon durch den Thread gelesen und bin dabei natürlich auch auf dich gestoßen;). Da ich bisher bei jeder NW hier geschrien habe, gehe ich lieber auf Nummer sicher und fange erst nach der Bestrahlung an. Ich hoffe natürlich, dass ich Xeloda auch so gut vertrage wie du. Vor allem, weil ich im Januar die AHB mache und etwas Angst davor habe, dort nichts machen zu können.

  • Liebe Teafriend ,

    das hört sich doch sehr positiv bei Dir an. Es steht und fällt tatsächlich mit den behandelnden Ärzten.

    Also ich kann Dir die Angst vor Xeloda vielleicht ein bisschen nehmen. Ich hatte lediglich die ersten 6 Tage des ersten Zyklus mit Übelkeit zu kämpfen. Die Pillen, die Du dazu bekommst helfen aber sehr gut. Die habe ich mit hemmungslos eingefahren und bin da super durch gekommen. Lediglich jetzt im 4. Zyklus habe ich mehr mit dem Hand-/Fußsyndrom zu tun und muss regelmäßig die Füße mit der Harnstoffsalbe eincremen. Meine Ärztin hat jetzt die Abenddiosis etwas reduziert, mal sehen ob es hilft. Ansonsten haut es bei mir richtig rein und wirkt.

    Alles Gute und viel Erfolg damit ✊🏼✊🏼🍀🍀

  • Danke Kleeblatt69 ,


    das freut mich sehr, dass es bei dir so gut anschlägt:). Das soll so bleiben. Ich bin auch schon gespannt, mit welcher Dosis ich beginnen soll. Die Ärztin gestern meinte, sie würde zunächst mit der halben Dosis beginnen, da ich die anderen Chemos schlecht vertragen habe. Aber wie mein behandelnder Arzt hier vor Ort entscheidet, weiß ich ja noch nicht. Auf jeden Fall ist es super, dass du - und auch viele andere - das Medikament gut vertragen. Dann gehe ich positiv drauf zu und hoffe, dass auch ich es gut vertragen werde.


    Liebe Grüße

  • Hallo DanielaHH ,

    ich schieb uns jetzt mal hier hin, weil meine Frage vielleicht auch andere interessieren. Erst einmal hört sich das bei Dir dich genauso gut an. Leberwerte wieder top und TM sinken. Das ist doch das Zeichen, dass Capecetabin anschlägt. Super!

    Hast Du irgendwelche Nebenwirkungen?

    Meine fingen erst im 4. Zyklus an. Bin jetzt im 5. Zyklus und meine Füße bringen mich bald um. Ich fahre heute in ein Sanitätsfachgeschäft. Meine Orthopädin hat mir Einlagen verschrieben. Ich brauche irgendetwas wolkenartiges.

    LG