Polyneuropathie (und Hand-/Fuss-Syndrom)

  • mir hat der Neurologie gesagt dass ich das pregabalin nach 4-6 Monaten voraussichtlich wieder absetzen kann. Aktuell machen meine Füsse schon deutliche Fortschritte. Bin gespannt was das noch wird.

    Aktuell hab ich viele Probleme mit den Sehnen. Achillessehen und welche an den füssen sind total hart , die Finger schnappen (mittlerweile alle) und der tennisarm meldet sich immer mal wieder. Hab das Gefühl , meine Sehnen werden kürzer in Ruhe und müssen dann erst gedehnt werden bevor ich mich bewegen kann.

  • Heideblüte ich kämpfe auch mit dieser Neuropathie 😔! Genau wie du sind meine Probleme die mit den Sehnen der Achillessehen (habe eine Archilles Versenentzündung die sehr schmerzhaft ist und das gehen sehr mühsam macht). Die Füße kribbeln ständigst. Die Sehnen am linken Bein sind total hart ||. Bewegung mhhhh na ja ... Ich nehme noch keine Medis... was macht denn das PPregabalin bei dir? Sei lieb umarmt :hug:. Shiva63

  • ja. Auto fahren darf ich, hat der doc mir ausdrücklich gestattet. Am Anfang war ich sehr müde. Mittlerweile ist es besser. Eine gute nebenwirkung ist, dass ich nachts ca. 6 Std mit nur einer kurzen pippipause schlafe. Das hatte ich ewig nicht. Ich bin aber nach wie vor leicht erschöpft und brauche pausen und mittagsschläfchen.

  • Hi Shiva

    Nach einer Woche pregabalin liessen meine Schmerzen deutlich nach. Vorher war es so, dass meine steifen Knie nach dem loslaufen gerade locker wurden und schwupps setzen die Schmerzen an den füssen ein. Ich könnte nur sehr kurze Strecken gehen und hab oft geheult vor Schmerz. Nach 4 Wochen hatte ich von einem Moment zu anderen wieder etwas Gefühl in den Füssen und hab wieder geheult diesmal vor Freude. Ich bin nun wesentlich mobiler. Wenn ich vorm Start die achillessehen und das fussgewölbe mit den Händen dehne komm ich auch besser in Gang. Das dehnen schmerzt zwar auch aber ist sehr hilfreich.

    Nur die Schmerzen an der Ferse die wohl auch von der achillessehne kommen sollen Krieg ich nicht in Griff. Geh Montag damit mal zu meinem Hausarzt und seh dann weiter. Hol mir auch Termin beim osteopathen der kann mir bestimmt helfen

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort! Nachts durchschlafen wäre natürlich echt verlockend, im Moment gehen auch höchstens zwei Stunden am Stück. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass ich nicht mehr soooo müde bin, weil ich ja keine Chemo mehr bekomme.


    Werde wohl erst mal auf Medikamente verzichten, wenn es mich später nervt kann ich ja immer noch damit anfangen.


    LG Unicorn

  • Liebe Unicorn,

    das Gabapentin wurde bei mir ganz langsam eingeschlichen, ich startete mit einer Mini - Dosis und habe nach Bedarf und Verträglichkeit gesteigert.

    Anfangs war ich deutlich müder, jetzt merke ich eigentlich keine NW mehr, obwohl ich eine recht hohe Dosis nehme.

    Autofahren wurde nicht verboten.

    LG Katzi64

  • Liebe Katzi64


    vielen Dank für deine Antwort. Ich werde morgen mal mit meinem Onkologen sprechen. Aber wie schon gesagt, Schmerzen habe ich wenn überhaupt erst am Abend und die nur in einem Zeh und einem Finger und die sind auszuhalten.


    Ich kann mir ja immer noch was verschreiben lassen, wenn es mir mit der Taubheit und dem Kribbeln beim Laufen auf den Keks geht.


    Liebe Grüße Unicorn

  • Falls Schmerzen auftreten würde ich es nehmen, alleine um das Schmerzgedächtnis nicht entstehen zu lassen, sowie auch seltsame Schonhaltungen oder andere ungewöhnliche Arten zu Laufen. Auch bei mir meinte der Neurologe, dass ich es erst höher setzen sollte und ab 6-12 Monaten zu verringern.


    Ich fahre auch ganz normal mit Pregabalin. Am Anfang musste ich aufpassen, fühlte sich an wie zuviel getrunken, aber innerhalb von wenigen Tagen was das kein Problem. Schön auch bei mir, war ein gesegnetes Einschlafen am Abend mit Medis, nach den Strapazen mit Chemo etc, war das auch bei mir sehr willkommen, vor allem weil Schmerzen oft nachts in Ruhepostition stärker wurden bzw kochendheiße Füße auftraten.

  • Liebe Vael


    heiße Füße kenne ich auch. Vllt kommt daher auch die Hitze nachts. Hab eine sehr warme Decke und strecke nachts jetzt immer die Füße raus.:D


    Hab aber trotzdem Angst vor Müdigkeit, bin ja froh, dass die gerade besser wird, und halt auch wg Auto fahren usw.


    Mal sehen was mein Arzt sagt.


    LG Unicorn

  • warme Füße wären mal was. Bei mir ist es umgekehrt. ich friere ständig. Manchmal geh ich mit Strickjacke, Wollsocken und diversen Körnerkissen ins Bett und zittere immer noch.

    Hab letzte Nacht einen Rekord aufgestellt: 6 1/2 Stunden ohne Pippipause, bin zwar 2 oder 3 mal kurz wachgeworden aber direkt wieder eingeschlafen. Fühlt sich super an.

    Meine Müdigkeit ist nicht schlimmer als vor Pregabalin. Wie Katzi schon geschrieben hat, die ersten Tage waren etwas "wackelig", aber ansonsten bin ich seitdem ich das Zeug einwerfe deutlich fitter.

    Zusätzliche Schmerzmittel verkneife ich mir so gut es geht. Meine Leber hat sich noch nicht so ganz von der Chemo erholt. Aber ansonsten sehe ich es auch so, dass man dem Schmerzgedächtnis wenig Chancen geben sollte.

  • Ihr Lieben,

    da ich keinen Eintrag finden konnte, versuche ich es mal auf diesem Wege.

    Meine 2.Brustkrebserkrankung ist im April jetzt 5 Jahre her. Nach OP, Chemo, Bestrahlung habe ich knapp 2 Jahre Antihormone genommen und sie dann abgesetzt.

    Der "Preis für mein Überleben" (Aussage meiner Ärzte..) sind immer noch meine Schlafstörungen und seit einigen Monaten verstärkt Taubheitsgefühle im Fuß sowie

    Wortfindungsschwierigkeiten. Die Schlafstörungen habe ich mit Akkupunktur einigermaßen im Griff. Wie schön wäre es, mal durchschlafen zu können. Wenig Schlaf kostet mich am Tage viel Kraft.

    Jetzt hat die Neurologin bei mir eine Polyneuropathie aufgrund der Chemo festgestellt. Hat jemand Erfahrungen damit? Wie lange kann das dauern und wird es

    ev. noch schlimmer? Schmerzen habe ich zum Glück nicht, daher will ich auch keine Medikamente nehmen ( nicht schon wieder...).

    Freue mich auf Eure Antworten und wünsche Euch nur das Beste auf Eurem Weg. Louisa

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt, da es zum Thema "Neuropathie" bereits diesen ausführlichen Austausch gibt,

  • Hallo Louisa,


    Da ich selbst Neurologin bin, schreibe ich mal etwas dazu:


    Polyneuropathien sind ein komplexes und oft auch langwieriges Thema. Voraussagen kann man da leider im Einzelfall keine machen... Vitamin B Komplex tabletten können unterstützen (aber bitte nicht überdosieren, das kann nach hinten los gehen!), manche bekommen alpha-Liponsäure Tabletten.. da ist der Nutzen meines Wissens nach nicht eindeutig bewiesen..


    wenn die Missempfindungen oder gar Schmerzen zu stark werden, kann man aus der Gruppe der Antikonvulsiva ( Epilepsiemedikamente) etwas geben- meist Carbamazepin.


    Ansonsten helfen physio- und ergotherapeutische Behandlungen. (z. B. Linsenbäder, Greifübungen, sanfte Massagen, sensorische reize, Wechselbäder / oder -güsse).


    PNPs können voranschreiten, wenn weitere schädigende Noxen dazu kommen. also zb toxische Substanzen, Diabetes, andere Stoffwechselstörungen, Entzündungen, Autoimmunkrankheiten.. es gibt zig Differentialdiagnosen zur PNP-Entstehung / -begünstigung..


    Was mir eher Sorgen macht, ist, dass du von Wortfindungsstörungen berichtest! Das hat mit der PNP nichts zu tun sondern liegt am Hirn, und sollte abgeklärt werden. Bitte wende dich nochmal an deine Neurologin.


    Schlafprobleme haben viele Betroffene- leider. Abgesehen von Medikamenten ( die ja immer nur eine kurzzeitige Hilfe sein sollen), kann man es mit Akupunktur ("Schlafkranz") oder auch Yoga Nidra versuchen. Lavendel soll auch beruhigen, ist aber nicht jedermanns Sache. Andere Ursachen ( zb Schilddrüsenprobleme) sollten aber abgeklärt sein.


    Man kann bei der Ohrakupunktur zb sog. Seeds ( Kügelchen) kleben, die dann den Reizpunkt triggern. ist nicht invasiv. Seeds läßt man dran, bis sie abfallen, meist so circa 5 Tage. Ich selbst habe mit einem Seed am sog. Shen-Men Punkt im Ohr (vegetativum-Punkt) gute Erfahrungen gemacht.


    Alles Gute für Dich!

  • Hallo MoKo ,


    dass ist ja toll, dass wir eine Neurologin in unserer Runde haben, auch wenn ich der Anlass nicht so toll ist.


    Kannst du mir evtl noch sagen, wieviel Vitamin B man nehmen sollte bzw wann ich überdosiere? Ich habe auch mit PNP zu tun und habe mir jetzt Vitamin B geholt.


    Vielen Dank schon mal!!


    Lg Unicorn

  • gerade bei Pyridoxin-HCl (Vit. B6) ist es blöd mit einer Überdosierung. 50mg pro Tag ist da die Maximaldosis- und so viel ist in einer Tablette meist drin. Mögliches Problem bei Überdosis: Polyneuropathie- ja wirklich.


    es sind ja mehrere B-Vitamine. Die wichtigen für die Nerven sind B1, B6 und B 12. da gibt es Kombipräparate- 1 Tabl am Tag ist genug.


    die Kombipräparate haben zb so eine Zusammensetzung:

    1 Tbl. enth.: Thiaminnitrat (Vit. B1) 100 mg, Pyridoxin-HCl (Vit. B6) 50 mg, Cyanocobalamin (Vit. B12) 500 μg


    Bitte beachten: man kann Vitamine tatsächlich überdosieren. das gilt zwar vor allem bei den fettlöslichen Vitaminen A, D, E, K- aber eben auch bei B-Vitaminen gibt es dahingegehend etwaige Probleme, und auch Nebenwirkungen:

    "Periphere sensorische Neuropathien (bei langfristiger Einnahme von Tagesdosen >50 mg Pyridoxin-HCl und bei kurzfristiger Einnahme von Dosen im Grammbereich), Photosensitivität (bei sehr hohen Tagesdosen), gastrointestinale Störungen" (Quelle Rote Liste)


  • Liebe MoKo hänge mich direkt an Uniform an :D... auch ich leider seit Ende Taxol im September unter dieser Neuropathie. Laut Onkologe Grad 2. Ich kann alles machen Finger sind nicht sehr arg. Schlimmer sind bei mir die Füsse und meine linke Wade/Unterschenkel X(. Mal mehr, mal weniger. Ich nehme seit AC bereits Vitamin B komplex habe jetzt allerdings das Produkt gewechselt, da mir mein Homöopath welcher auch Internist ist geraten hat eines zu nehmen welches b12/Methylocbalamin drin hat. Ebenfalls nehme ich auf Empfehlung R-Alpha Liponsäure & Equinovo (hoffe darf das hier schreiben :rolleyes:). Gebessert hat es-na ja. Manchmal habe ich das Gefühl es geht zurück, Tags darauf ist es wieder stark da:hot:. Ich bin ständig mit den Füssen auf einem Massagegerät (auch im Geschäft :)) und mache Leinsamen Bäder abends. Stärkere Medis wollte ich und will ich mir momentan nicht antun. Hoffe jetzt einfach mal - die Zeit arbeitet für mich und wie schon viele im Forum gesgt haben denke ich mal: Geduld ist gefragt ^^. Freue mich aber, dass du dich hier eingebracht hast und nur schon deine Worte helfen der Einen oder Anderen Neuropathie Geplagten unter uns! Vielen lieben Dank MoKo :love::!: Sei lieb gedrückt :hug: .... Shiva63

  • Liebe Shiva63 ,

    danke für deine netten Worte.


    Dass die Symptome fluktuieren, ist normal. Ist bei mir übrigens auch so. Hände eigentlich fast gar nicht betroffen, aber Zehen und Fußballen. Bei mir war am 17.10. die letzte Chemo.. inzwischen würde ich sagen, hab ich noch so hmmm.. sagen wir...50 % der Beschwerden.. schwer einzugrenzen..

    ich weiss ja nicht, wie lang deine letzte Chemo zurück liegt, aber ein Jahr kann das dauern, vielleicht auch länger. Verbesserungen sind auch noch nach längerer Zeit möglich. Aber man weiss nie, wie der verlauf beim Einzelnen wird.

    Deshalb: Geduld. Du machst eigentlich ja schon alles was geht.


    LG von MoKo

    MokoNiara- Dunkelkönigin, Schattenkriegerin.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ally ()

  • Danke MoKo... bei mir war die letzte Taxol am 19.9... danach verstärkte sich das Kribbeln über Wochen leider noch :rolleyes:. Mein Gynäkologe meinte das könne gut und gerne 2 Jahre bleiben... ja Bewegung sei gut. Versuch ich natürlich ;), immer klappt es momentan aber nicht. Bin aber trotzdem guter Dinge, glaube es könnt echt schlimmer sein.

    Grüessli Shiva63

  • Hallo Louisa und Ihr anderen,


    bei mir ging es mit leichtem Taubheitsgefühl und Kribbeln an Füßen und Händen erst eine Weile nach der Chemo los und hielt dann ca. 3 Jahre an. (wobei ich aber auch noch Tamoxifen und Herceptin nehme und 3 Jahre lang Perjeta bekam). Auch im und um den Mund hatte ich manchmal ein Taubheitsgefühl. - Es war aber wohl alles so gering ausgeprägt, dass der Neurologe nichts messen konnte. Ich konnte auch alles machen, fand es aber sehr schade, es nicht mehr spüren zu können, wenn ich jemanden streichelte.

    Inzwischen habe ich (fast) wieder ein normales Gefühl.

    Ich habe für eine Weile Vitamin B12 subcutan spritzen lassen, da ich von den Tabletten keine Besserung feststellen konnte und wir vermuteten, dass aufgrund des angegriffenen Verdauungstraktes die Vitamin-B-Aufnahme nicht so gut funktioniert. Der Spiegel im Blut ist dann besser geworden.

    Gute Besserung wünsche ich allen!

    Olivia