Polyneuropathie (und Hand-/Fuss-Syndrom)

  • Liebe @Raup! Kannst du mir mal bitte schreiben wie das genau heißt. Mein Onkologe hat schon angedeutet, dass in der Praxis nichts von homoäopatischen Mittel gehalten wird. Naja er und die Damen müssen ja auch nicht das durchmachen wie wir!!!LG Silke

  • Ich habe Brustkrebs. Ein hormonabhängiger Tumor . Bin bereits 2x operiert worden. Mache im Moment eine adjuvante Chemotherapie 4x Ec und 12 Pacli! 😞 muss noch 4 Anwendungen durchstehen. Habe jetzt seit neustem Taubheitsgefühl in den Füßen und kribbeln. Kann man da etwas tun? Hat jemand Erfahrung damit? :?::?::?:

  • Liebe Fulda1 ,

    bitte sage bei dir im BZ Bescheid, dass du Probleme mit Polyneuropathien hast, vor allem wie stark sie sind. Leichte Neuropathien gehen nach der Chemo meistens innerhalb von 6 Monaten bis 2 Jahren wieder weg, aber schwere Neuropathien bleiben dir in Leben lang und sind an den Füßen z. B. mit einem Diabetischen Fuß vergleichbar und entsprechend auch nicht ungefährlich.

    Bei mir wurde nach der 6. Pacli Taxol auf 40% reduziert. Psychisch macht mich das total fertig, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Dosis ausreicht, um den Krebs bis zur OP in Schach zu halten, aber körperlich war es die richtige Entscheidung. Ich habe wieder genug Gefühl in den Händen, um schreiben zu können, kann wieder kleinere Sachen mit den Fingerspitzen fühlen (dafür schmerzen sie aber. Vorher waren sie so taub, dass ich nicht mal gemerkt habe, wenn ich mir de Finger an der Herdplatte verbrannt habe). Die Füße sind weiterhin taub, Aber ich kann wieder laufen, ohne zu stolpern und schwanken. Die Reduzierung ist eine Gratwanderung zwischen Teufel und Belzebub.

    Im Normalfall wird nur auf 80% reduziert. Dann wäre die Dosis noch immer recht hoch und sollte ausreichen.

    Ich wünsche dir, dass du nur leichte Neuropathien hast (eher kribbelig als taub) und nicht reduzieren musst.

  • Liebe Fulda1 ,

    wie cat58 schon geschrieben hat, solltest du dein BZ unbedingt informieren. Bei mir wurde die Dosis, trotz Taupheitsgefühle, nicht verringert. Ich habei am 11.04.17 die letzte Taxol (Paclitaxel) und am 01.02.18 die letzten Antikörper bekommen. Meine Finger sind wieder in Ordnung aber in den Füßen habe ich bis heute schwere Polyneuropathien. Trotz täglicher Übungen konnte ich noch keine Besserung spüren.

    Nimm es nicht auf die leichte Schulter.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • Fulda1

    Hallo,

    ich nehme einen Vitamin B-Komplex, habe während der Chemo gekühlt und die Taxane liefen alleine 3 Stunden rein. Wenn sie die Trägerflüssigkeit erhöht haben und die Schwestern das nicht bemerkt haben, auch mal 4-5 Stunden. Das soll wohl schonender für den Körper sein.

    Ich bin ohne Neuropathie durch die Chemo gekommen und bin Diabetiker.


    Gruß

  • Hallo ihr Neuropathiegeplagten.Mir geht es auch seit fast drei Jahren so schlimm mit den Füssen mit der Neuropathie durch Chemo.Länger als 10 Minuten am Stück stehen geht nicht ohne Schmerzen ,habe auch alles versucht. Im August fahre ich nach Hei.........berg zu einen Arzt.Der Zustand schränkt mich sehr ein ,auch im Altag.lg Lissy

  • Hallo Fulda1 ,

    Ich hab die 1. Chemotherapie hinter mir. Während der 3 Std., in den das Krebsmittel einlief, bekam ich für die Hände enge Gummihandschuhe vom KH und meine Finger- und Fussspitzen habe ich mit den mitgebrachten Kühlpats gekühlt. Die Fusssohlen habe ich nicht ausreichend gekühlt, denn die sind ein bisschen geschädigt. Ich versuche jetzt mit einem Igelball dagegen zu wirken. Ein Dauerschaden muss nicht sein, wenn’s kleine Hilfsmittel gibt, dann muss man das probieren. Alles Gute für Dich! LG Dorca

  • Da es in letzter Zeit nur furchtbare Nachrichten gibt, wühle ich den Thread mal hoch für gute Nachrichten.


    Meine letzte Chemo war im Dezember 2017. Ich hatte leichte Neuropathien in den Füssen, Oma-Füsse, das wurde langsam langsam immer ein bisschen bessser.


    Letztens fiel mir auf - die sind ja weg! Und ich habs gar nicht bemerkt. Ich dachte das ist ein Anlass zur Hoffnung. Es hat sehr lange gedauert aber tatsächlich ist es immer in bisschen besser geworden.


    Ich drück euch

    Busenwunder

  • Liebe Busenwunder , liebe pegesa , das ist wirklich ein Hoffnungsstreifen am Horizont. Bei mir ist es ein auf und ab und heute Nacht haben die Füsse mich auf Trab gehalten. Leider bekomme ich ich immer mal furchtbare Krämpfe.


    Glücklicherweise nicht jede Nacht.


    Und jedes Mal danach denke ich, dass die Taubheit weniger werden würde. Als würde die Heilung zu Krämpfen führen.


    Also, dann gebe ich das Prinzip Hoffnung mal nicht auf.


    LG Sonnenglanz

  • Liebe Sonnenglanz Magnesium nimmst du ausreichend oder? Ich wünsche dir so sehr, dass es jeden tag ein bisschen besser wird. Komischer weise habe ich auch seit der Bestrahlung immer wieder mit ganz schlimmen Krämpfen zu tun, besonders an den Füssen, aber ich habe dann wirklich ganz viel magnesium genommen und es ist besser geworden.

    Ja Hoffen müssen wir alle immer und immer wieder,a ber das es zermürbend ist, kann ich auch gut nachvollziehen.

    LG Patricia:hug:

  • Hallo Busenwunder ,


    tolle Nachricht, die uns allen Hoffnung gibt. Ich wollte schon lange mal bei "alten Hasen" nachfragen, wie es Ihnen nach längerer Zeit geht.

    Bei mir selbst war ich erstaunt wie schnell sich mein Körper von der Müdigkeit, Muskelschmerzen, Verdauungsproblemen und Schleimhautbeschwerden in der Nase erholt hat. Eigentlich war alles nach 14 Tagen Chemoende mit Capecitabine Tabletten weg. Das zauberte mir dann schon ein Lächeln ins Gesicht und machte Lust wieder etwas mehr zu powern.

    Meine Neuropathien (vermutlich noch von Paclitaxel) sind auszuhalten. Ich gehe halt morgens seitwärts die Treppe runter und beim Hocke gehen komme ich manchmal nur mit Unterstützung der Hände wieder hoch. Hattest du Gelenkprobleme auch und sind die nun auch weg? Das Ganze ist zwar durch leichte Bewegung machbar, aber schon nervig.


    Schöne Grüße aus dem sonnendurchfluteten Bayern nach Frankreich

    Ingrid

  • Hallo,

    meine Chemo ist jetzt über ein Jahr vorbei. Die Neuropathien hatte ich ganz besonders schlimm in den Füßen. Seit einem Jahr mache ich Ergotherapie und die Beschwerden in den Füßen werden jetzt immer weniger. Auch heftige Wadenkrämpfe hatte ich. Meine Ergotherapeutin hat mir ein Magnesiumspray zusammengemischt und damit sprühe ich immer wieder meine Waden ein. Was soll ich sagen, es hilft sehr gut. Ich habe kaum noch Krämpfe.


    LG

    Elfriede