Wie geht ihr mit Euren Arbeitgebern um?

  • Guten Abend,
    bei mir wussten von Anfang an alle Bescheid. Geschäftsführer und Mitarbeiter. Somit war alles klar, warum die Chefin öfter mal nicht da war.
    Ich kann nicht feststellen, dass irgendwer nicht mit meiner Erkrankung umgehen kann. Mein Chef ist Geschäftsführer der Lebenshilfe und seine Mutter hatte auch Krebs. Von seiner Seite war von Anfang an klar, dass ich soviel oder wenig weiterarbeite, wie ich möchte. Meine Mitarbeiter haben sich um mich gesorgt und haben auf jede Nachfrage eine ehrliche Antwort bekommen. Wer dann Antworten wie: "Mein Unterdruck hält heute schlecht" nicht abkann, fragt beim nächsten Mal nicht mehr. Meine Köche hatten sich auf meine neuen, wechselnden Essenswünsche eingestellt. Jetzt nach der OP passen alle auf, dass ich mich ja nicht übernehme, mich nicht bücke und auf keinen Fall schwer hebe.
    Jetzt ohne Mütze passiert es mir schon mal, dass Mitarbeiter mir über den Kopf streichen und den zarten Flaum bewundern...Auch bei über 50 Arbeitnehmern sind wir doch irgendwie eine große Familie!

  • Hallo,


    auch ich bin ziemlich offen mit meiner Erkrankung umgegangen. Da ich selbst in der Klinik arbeite, haben auch alle Verständnis, da sie die Situation von unseren Patienten kennen. Wenn ich meine AU vorbeibringe, informiere ich unsere Chefsekretärin immer über den neusten Stand der Dinge. Die Erkrankung ist leider ziemlich langwierig und es ist, meiner Meinung nach, schon wichtig, daß der Arbeitgeber Bescheid weiß. Er muß auch planen können. Wenn ich meine Kollegen und unsere Docs treffe, bekomme ich immer viel Zuspruch und das tut meiner Psyche auch gut. Ich bin nur gespannt, wie unser neuer Chef ist, da während meiner Erkrankung ein Chefwechsel stattfand.


    Liebe Grüsse


    Dagmar

  • Hallo,


    Ich bewundere es sehr, wie offen manche von Euch mit der Erkrankung umgehen.


    Ich kämpfe seit 2 Wochen mit mir und habe nun entschieden zunächst mal alles mit mir auszumachen. Kommuniziert habe ich eine OP und 4 Wochen Ausfall.
    Mich erschreckt auch der "Flurfunk", was gerade für eine ziemlich schreckliche Arbeitsatmosphäre spricht.
    Der Spagat zu meinen Mitarbeitern und zur Geschäftsführung ist für mich gerade nicht zu schaffen.


    Ich finde es ganz toll, wenn dieses Verhältnis so ist, dass man sich gut aufgehoben fühlt.
    Ich denke tatsächlich: da sollte sich jeder auf seine Bauchgefühl verlassen


    Birgit

  • Liebe Birgitmaus,


    auch mir ist es nicht leicht gefallen, meine Erkrankung offen zu kommunizieren. Aber da bei mir ein mindestens 6monatiger Totalausfall drohen kann (muss nicht, aber kann, wegen der Chemo), habe ich mich dazu entschlossen, einfach zu sagen was los ist. Ich muss mich für nichts schämen und für die Erkrankung kann ich nichts!
    Ich arbeite in einer sehr kleinen Firma und jeder Krankheitsfall ist eine Katastrophe. Deshalb habe ich die Fakten ziemlich schnell auf den Tisch gelegt, um meinen Chefs die Möglichkeit zu geben, temporären Ersatz oder irgendeine andere Lösung zu suchen.


    Natürlich muss jeder selbst die Entscheidung treffen, inwiefern er das dem Arbeitgeber und den Kollegen mitteilt. Das hängt mit Sicherheit davon ab, inwiefern man ein gutes oder weniges gutes Verhältnis zu den Chefs hat.


    Zumindest wird bei mir jetzt nicht getratscht; wie du beschreibst, der Flurfunk ist sehr schnell da, nur die Hälfte davon entspricht der Wahrheit, und das ist sehr belastend.


    Ich wünsche dir, dass du den für dich richtigen Weg findest und drücke dir die Daumen!


    LG
    Pschureika

  • Hallo,


    ich denke, mit Ehrlichkeit kommt man im Notfall am weitesten. Ich habe damals meinem Chef, als ich mein Studium beendet habe und angefangen habe, gesagt, dass ich in Behandlung wegen meiner CML war, sie dank Medikamenten in Phase 1 steht und es die Möglichkeit gibt, dass es über viele Jahre so weiter geht, es sich aber auch verschlechtern kann. Ich sagte dies bereits im Vorstellungsgespräch. Und bekam dennoch die Stelle, inklusive der Verantwortung. Nicht, weil ich krank bin (ich habe direkt gesagt, ich will daraus keine Vorteile!), sondern trotz der Krankheit. Nun hat es sich verschlimmert, dass ich ab nächster Woche stationär in die Klinik muss und wir hoffen, mit Hochdosisbehandlung das in den Griff zu bekommen. Aber wenn nicht, dann ist es ein langer Weg und das weiß mein Chef. Somit hatte er quasi von Anfang an als Backup geplant - auch für meinen Mann, dass er jetzt wegen unseres Kindes kürzer treten kann (gleicher Arbeitgeber, unterschiedliche Abteilungen) und auch hier flexibel sein kann. Würde das jetzt erst alles aufkommen, dann wäre es viel schlimmer. Auch mein direkter Vorgesetzter (Leiter Gesundheitsamt, Arzt) weiß Bescheid und da meine Klinik weiter weg ist, hatte er für den absoluten Notfall auch Medikamente da, da ich zeitweise auf eines der Medikamente schlecht reagiert habe. Von daher war es für mich genau richtig, ehrlich zu sein und ich weiß, dass ich so Rückhalt durch meine Kollegen habe.


    Viele Grüße!

  • hallo ihr lieben,

    also ich habe meinem arbeitgeber NICHTS gesagt (6 Monate habe ich damals gefehlt). und aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich froh bin, dass niemand mich fragt, beäugt etc. und bei kollegen, die länger ausfallen, zerreissen sie sich eh die münder. furchtbar. ich hatte OP, bin schwerbehindert (nur der form halber in der personalabteilung platziert) und fertig. mein arbeitgeber ist unsozial und will eigentlich nur personal abbauen, da hielt ich es damals für besser, keinem etwas zu sagen. und ich habe das schweigen nicht bereut - im gegenteil.

    liebe grüße und allen weiterhin viel kraft und mut!!

    betsy:hug:

  • Hallo, in welchem Umfang habt ihr eure Arbeitgeber nach der Diagnose informiert?


    Ich habe etwas Angst, zu viel zu sagen und meinen Arbeitsplatz am Ende zu verlieren. Das Leben soll ja danach weiter gehen......

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  • Liebe kruemelgirl sollte sich herausstellen, dass Du wirklich Brustkrebs hast, stellst Du als allererstes mal einen Schwerbehindertenantrag. Mit Brustkrebs stehen Dir üblicherweise 50% für 5 Jahre zu, d.h. Du geniesst in der Zeit besonderen Kündigungsschutz (und es gibt auch mehr Urlaub).

    Inwieweit Du Details sagst, musst Du nach Analyse Deiner persönlichen Situation entscheiden. Ich habe auf einem Dorf gearbeitet und dort auch gewohnt. Es wäre eh aufgefallen, daher bin ich recht offen mit der Erkrankung umgegangen. Ich hatte meinen direkten Chef sehr zeitnah informiert und auch meine Mitarbeiter, die ich auf meine Ausfall vorbereiten musste. Da ich eh zu diesem Zeitpunkt schon über eine berufliche Veränderung nachgedacht habe, habe ich nicht so sehr an meinem Job gehangen, mir aber durch die Schwerbehinderung eine etwas "unbeschwertere" Krankheitszeit gesichert. Wäre ich ohne Chemo ausgekommen, hätte ich evtl. anders gehandelt, da wäre der Ausfall auch nicht so lange gewesen. Ich wollte nicht, dass hinter meinem Rücken getuschelt wird und bin auch - was ich mir anfangs nicht vorstellen konnte - recht selbstbewusst ohne Haare im Ort rumgelaufen.

  • Danke dir Heideblüte.


    Es demnach so, dass ich sofort nach der Diagnose bei der Krankenkasse eine Schwerbehinderung beantragen kann?

    Das war mir so nicht bewusst.

    Sollte ich dann ein schlechtes Gewissen haben, dass ich meinem Arbeitgeber noch nix vom alleinigen Verdacht erzählt habe? Die Chance mich vorher zu kündigen, habe ja ja so meinem Arbeitgeber verwehrt.

    Aber vielleicht denke ich auch nur um zu viele Ecken.

    Ich habe einfach Angst, wirklich für ein Jahr oder länger kein Geld zu verdienen.

    Wie lange gibt es eigentlich Krankengeld von der Kasse bevor man ins Harz IV fällt?

  • Hallo kruemelgirl ,


    wie umfangreich Du Deinen Arbeitgeber informierst ist natürlich recht individuell und von vielen Faktoren abhängig:


    - Verhältnis zum AG,

    - wie lange arbeitet man schon dort,

    - welche Therapie steht an, wie ist in etwa die Dauer,

    - arbeitet man ganz oder teilweise weiter während der Therapie

    - usw.


    Ich hab meinen AG bzw. Chef offen informiert, als klar war wie die Therapie aussieht und, dass ich im schlechtesten Fall sehr lange ausfalle. Das war mir aber auch wichtig, weil ich eine Führungsposition in einem großen Unternehmen habe und Ansprechpartnerin für einen bestimmten Bereich bin. Ich wollte außerdem selbst bestimmen, wer an meiner Stelle dann Ansprechpartner ist. Mein mir direkt unterstelltes Team habe ich selbst informiert, im restl. Unternehmen hab ich das dem Chef überlassen (in Abstimmung, wie genau und wen er informiert). Einfach für ggf. Monate abzutauchen kam für mich nicht in Frage.

  • kruemelgirl Krankengeld gibt es 78 Wochen. Während dieser Zeit bekommst du etwa 70% deines Netzolohnes. Die KK übernimmt zudem die Arbeitgeberteil für die Beiträge für die Sozialversicherungen.


    Nachdem ich die Diagnose mit Verdacht auf Brustkrebs hatte, habe ich zuerst meine direkte Vorgesetzte über einen evtl. längeren Ausfall informiert. Wir arbeiten schon über 20 Jahre zusammen, da habe ich die Karten offen auf den Tisch gelegt.

    Einen Tag später haben wir gemeinsam unser Team informiert. Gleichzeitig haben wir die Frage in den Raum gestellt wer evtl. aufstocken möchte und damit meine 100% abgedeckt wären.

    Drei Tage später hatte ich dann leider Gewissheit...ich hab Krebs😔. Ich habe mich sofort krank schreiben lassen.

    Am selben Tag habe ich unseren Geschäftsführer darüber informiert, dass ich für mindestens 9 Monate ausfallen werde. Er weiß nur, dass ich in einer Krebstherapie bin.

    Interessanterweise wurden meine Vertretungen nur für 8 Monate eingestellt.🤔


    Den SBA habe ich auch sofort beantragt, bis jetzt jedoch noch keinen Bescheid erhalten. Sobald dieser da ist, werde ich meinen Arbeitgeber darüber auch informieren.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

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  • Liebe kruemelgirl ich hatte den Antrag gleich ausgefüllt als ich wusste, dass es bösärtig ist und ich noch gar keine Details hatte. Ich hatte das Versorgungsamt angerufen, denen den Sachverhalt geschildert und im Endeffekt nur meine persönlichen Daten eingetragen, meine behandelnden Ärzte angegeben und ein Foto direkt mitgeschickt. Alles per Mail. 3 Monate später hatte ich meinen Ausweis. Wär evtl. schneller gegangen, wenn ich die Befunde mitgeschickt hätte, aber so hatte ich die wenigste Arbeit.

    Wieso solltest Du Deinem Arbeitgeber von dem Verdacht erzählen und warum solltest Du ein schlechtes Gewissen deswegen haben? Dein Arbeitgeber zahlt 6 Wochen Deinen Lohn weiter und je nach Dauer der Therapie und deinem Job kann er evtl. ne Aushilfe engagieren. Das ist für den Arbeitgeber um Längen einfacher zu organisieren als wenn jemand alle 1- 2 Monate für ne Woche wegen Rücken, Erkältung, Sportverletzung o.ä. ausfällt.

    Noch steht gar nicht fest, ob Du erkrankt bist und wenn ja, welche Therapie Du bekommst, wie Du sie verträgst, ob Du überhaupt länger ausfällst usw. Warum solltest Du da jetzt schon prophylaktisch was sagen? Ich habe auch noch keinen Arbeitgeber erlebt, der seinen Mitarbeitern sagt "Huch, das Geschäft ist rückläufig, vielleicht muss ich bald ein paar von Euch entlassen, ich geb Euch mal die Chance zur Kündigung". Nö!

  • Hallo kruemelgirl , die Frage ist nicht einfach zu beantworten.


    Ich hatte auch verschiedene Gedanken dazu. Ich arbeite in einer Branche, wo "man sich kennt". Sollte ich einmal den Arbeitgeber wechseln wollen, könnte eine bekannte Krebserkrankung ggfs die Runde machen, bevor ich zum Vorstellungsgespräch erscheine. Mein Name wäre dann sozusagen "verbrannt". Das ist dann relevant, wenn ich geheilt aus dieser Sache komme. Daher würde ich auch nicht mein Photo beim Avatar einstellen.


    Andererseits, wenn man eine gute Beziehung zu Cheff und Kollegen hat, dann möchte man so etwas vielleicht auch mitteilen. Wenn die Krankheit chronisch wird, dann ist an Jobwechsel eh nicht mehr zu denken und irgendwie möchte man sich den anderen erklären und auch Gerüchten vorbeugen.


    Selbstverständlich ist alles was in Zusammenhang mit deiner Gesundheit steht höchst vertraulich und nur du solltest über die Info Kontrolle haben.


    Ich habe mich schlußendlich entschieden, meiner Cheffin und ausgewählten Kollegen die Diagnose mitzuteilen. Da ich während der Chemo arbeiten wollte, habe ich meiner Cheffin so ziemlich haarklein von den Therapieschritten berichtet. So konnten wir die Arbeitslast fortwährend anpassen. Das hat sehr gut funktioniert und die Arbeit hat mich prima abgelenkt und auch mein Selbstbewußtsein hoch gehalten.


    Mit ist zwar nicht immer ganz wohl dabei, so etwas sehr intimes mit meiner Cheffin zu teilen aber meistens hat es sich für mich ausgezahlt.


    Also, das ist ein sogenanntes "case-by-case" Scenario und nur du solltest darüber entscheiden, was und was nicht du mitteilen möchtest.


    Liebe Grüße

    Busenwunder

  • Hallo kruemelgirl


    An deiner Stelle würde ich abwarten, es besteht keine Pflicht dem Arbeitgeber die Diagnose mitzuteilen.


    Neben den schon genannten Kriterien ist auch die Größe des Unternehmens wichtig für das du arbeitest und auch Dein Alter.


    Nichtsdestotrotz ist es ja oft Usus Chef und Kollegen zu sagen warum man ausfällt und wenn man schweigt geht das Spekulieren los.


    Teilwahrheiten finde ich da ganz gut, meine erste Info an Chef und Kollegen war Schmerzen im Brustmuskel, was stimmte.

    Als ich einen Monat ausfiel sagte ich, Fibroadenom das auf dem Muskel sitzt. Wäre ich um die Chemo rumgekommen wäre ich bei Firbrodemon geblieben.


    Als dann klar war sie werden mich mindestens 1 Jahr lang nicht wieder sehen, habe ich Chef und befreundeten Kollegen die Wahrheit gesagt, weil sonst ja das Getuschel anfängt man drücke sich wegen nichts vor der Arbeit.

  • Hallo,


    Ich bin sehr offensiv mit der Krankheit umgegangen, arbeite aber auch auf ganz sicherem Posten im öffentlichen Dienst.


    Das hat Vorteile und Nachteile, wie immer. Deswegen habe ich mein Bild auch wieder heraus genommen. Aber letztendlich habe ich niemanden fürchten müssen, auch die nicht, die sich schon für meine Nachfolge warm gelaufen hatten.


    Ich bin ganz gut durch die Chemo durch gekommen und habe zügig wieder angefangen, Vollzeit zu arbeiten. Die Ärzte haben es etwas zähneknirschend zugelassen, weil ich gerne arbeite. Obwohl ich viele Termine für Physiotherapie und Ärzte während der Dienstzeit wahr nehmen muss und unbequemer den Chefs gegenüber geworden bin, weil ich extrem auf Effizienz achten muss, bin ich kurz vor meinem Urlaub befördert worden.


    Ich habe es angenommen und gleich gesagt, dass ich trotzdem nicht mehr Stunden arbeiten kann.


    Es kommt wohl sehr auf die Situation und die Menschen an, mit denen man zu tun hat. Jedenfalls hatte ich damit auf keinen Fall mehr gerechnet, zumal ich fast 60 bin.


    LG Sonnenglanz

  • Hallo, danke euch beiden.


    Ich bin auch im ÖD, allerdings im " Fußvolk " im weitesten Sinne in der Grünpflege.

    Dies aber erst seit 2016. Deswegen bin ich etwas unsicher, was mir blüht, wenn ich doch länger ausfallen könnte.

    Das ich was sagen muss, halte ich nur für fair, schließlich muss meine Arbeitskraft ja auch irgendwie kompensiert werden.

    Ich habe aber einen Kollegen, wo ich weiß, das dieser auch an Krebs erkrankt war.

    Je nachdem, was bei mir rauskommt und zu erwarten ist, werde ich mich mit ihm kurzschließen und fragen, wie viel und wem er damals was erzählt hat.

    Natürlich ist die Gesundheit das Wichtigste, trotzdem ist man doch beruhigter, wenn man dann nicht noch arbeitslos wird.....

  • Also da muss ich nun auch meine Geschichte kund tun. Ich habe einen sehr empathischen AG.👍🏻

    Im April diesen Jahres bekam ich meine Diagnose. Ich teilte unserem Geschäftsführer, meiner Chefin und dem Team daraufhin mit, dass ich für mind. neun Monate ausfallen werde. Klar war dass es für mein Team nicht einfach werden wird, da wir zu diesem Zeitpunkt schon 67% Personalausfall hatten. Und nun kam auch noch ich mit 100% Ausfall🙄. Aber ich bekam einen riesen Rückhalt von meinem Team, dem Geschäftsführer und meinem DG. "Ich soll mich voll auf meine Genesung konzentrieren." Zudem bekam ich viele Genesungswünsche.

    Jetzt im Oktober ist klar, dass ich mind. noch bis Frühsommer 2020 weiter ausfallen werde. Dies habe ich nun meinen Vorgesetzten mitgeteilt, auch mit einem großen Bauchgrummen😬. Aber ich bekam erneut Rückhalt. "Das wichtigste ist, dass ich wieder gesund werde!!!! Um alles andere wird sich schon gekümmert. Ich soll mir keinen Kopf machen."


    So kann ich mich voll auf meine Therapiezeit konzentrieren. Mit meinem Team bin ich zudem auch jetzt nach fast sechs Monaten im regen Kontakt.


    Klar, ich hoffe nicht, dass ich die vollen 78 Wochen Krankengeld ausschöpfen muss. Denn dann komme ich auch in existenzielle Bedrängnis😬. Aber soweit denke ich jetzt erst mal noch nicht.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

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