Impfungen nach beendeten Therapien

  • Liebe Foris,
    nach längerer Abwesenheit möchte ich mich auch mal wieder melden.
    Ich habe im September meine Chemo und im November meine Bestrahlungstermine abgeschlossen.
    Mir geht es sehr gut und ich bin auch schon in der Wiedereingliederung.
    Für die Zeit danach haben wir eine tolle Urlaubsreise (Schiff) in die Karibik und Mittelamerika gebucht.
    Heute Abend ist mir aber erst bewusst geworden, dass ich einige Impfungen benötige Tetanus, Diphterie, Hepatitis A und Gelbfieber. 8o
    Weiß jemand ob ich das alles impfen kann. Ich habe mich so auf die Reise gefreut und würde jetzt am liebsten alles stornieren vor lauter Angst. ;(
    Eigentlich geht es mir gut und bei der letzten Blutuntersuchung waren die Leukos auch gut.
    Kann mir jemand helfen?
    Liebe Grüße Wicki

  • Liebe Wicki,


    nach meiner Erfahrung kannst Du da wohl ganz entspannt bleiben.
    Meine Chemo lief bis Juni 14, OP im Juli, Bestrahlung bis Anfang Oktober. Da ich im Januar 15 eine mehrwöchige Reise in die Tropen unterehmen wollte, habe ich mich ab Anfang Dezember impfen lassen (ich weiß nicht mehr, gegen was alles, aber auf jeden Fall gegen Hepatitis, Tollwut und mindestens noch eine Krankheit).
    Ich bin extra zu erfahrenen Reisemedizinern gegangen. Die meinten zwar, dass mein Immunsystem wahrscheinlich noch nicht wieder ganz fit wäre, aber dass nichts gegen die Impfungen sprechen würde. Ich habe dann auch alles sehr gut vertragen und die Reise gesund überstanden :-)
    Aber wie immer- jeder Fall ist anders und Du solltest das natürlich die Ärzte direkt selbst noch fragen.
    Meine Reise war auch schon lange vorher geplant und ich hatte mich so darauf gefreut, dass ich es dann einfach gemacht habe, obwohl ich auch noch ganz schön mit einigen Nach- und Nebenwirkungen zu tun hatte und Angst vor einer Infektion und vor allem einem Lymphödem hatte. Aber es war super, dass ich das gemacht habe, auch wenn ich auf dem Rückflug dann tatsächlich noch ein Ödem bekommen habe.
    Ich wünsche Dir schon mal einen wunderbaren Urlaub!


    Liebe Grüße
    Olivia

  • Neben der Grippeschutz-Impfung, die ich eigentlich regelmäßig auch schon vor meiner Krebs-Erkrankung habe machen lassen, hat mir (54) mein Arzt die Pneumokokken-Impfung (das sind u.a. die Erreger der meisten bakteriellen Lungenentzündungen). empfohlen. Diese ist zwar eigentlich erst ab 60, aber bei chronisch und Schwerkranken auch früher angeraten. Ich habe mich für diese Impfung entschieden und gestern erhalten - bislang ohne irgendwelche Nebenwirkungen, außer, dass ich heute Nachmittag echt müde war. Aber das kann auch am stundenlangen Rumlaufen in der Kölner City gelegen haben ;).


    Den Hinweis aúf die Pneumokokkenimpfung, von der ich vorher nichts wusste, wollte ich gerne mit euch teilen. Sprecht euren Hausarzt im Falle eines Falles darauf an.

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  • Die Grippeschutz Impfung und Pneumokoggen Impfung habe ich auch machen lassen 😁

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Ja wird von der Krankenkasse übernommen 😁

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Das denke ich auf jeden Fall. Ich hatte ja weder Chemo noch Bestrahlungen. Ich habe das so verstanden, dass bei mir ja allein aufgrund des höheren Risikos, noch mal zu erkranken, ins KH zu müssen (mit evtl. langer Liegezeit und höherem Risiko einer Lungenentzündung) oder / und die Abwehr geschwächt wird, etc,. pp. die Impfung angeraten ist.

  • Hallo zusammen!
    ich habe folgende Fragen: ich (BK) habe meine Chemotherapie (Pacli) Ende Juni beendet. anschliessend bestrahlt. jetzt Tam und alle 3 Wochen Herceptin.


    Weiss jemand, ob man während der Herzeptin-Infusionen impfen darf (und ob es eine Wirkung hat)?


    hat man eigentlich Automaisch ein reduziertes Immunsystem nach einer Chemotherapie? ja, meine Leukozyten sind so zwischen 2700 und 3300 in den letzten Wochen. die Onkoschwestern sagen, das sei kein Problem und normal.. nach einer Chemo. ist nun das Immunsystem geschwächt oder nicht?


    Mein Hausarzt hat mir so auf die Schnelle folgendes gesagt: "nein, ihr Immunsystem ist in Ordnung... aber es hat sich rausgestellt, dass Menschen nach Chemotherapie oft Gürtelrose bekommen." Er würde mir empfehlen, mich dagegen zu impfen. Ebenso eine Impfung gegen Lugenentzündung hat er erwähnt.

    Gegen was impft ihr Euch? Was wird Euch empfohlen?

    Herzliche Grüsse

    Claudia

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  • Ich hatte zwar keine Chemo, aber die Impfung gegen Lungenentzündung hat mir mein Hausarzt mit dem Hintergrund Tumorerkrankung damals auch direkt empfohlen. Grippeschutzimpfung natürlich (die lasse ich aber schon länger immer machen) und Gürtelrose fand mein Hausarzt auf meine Nachfrage hin bei mir auch angebracht und hat es mir rezeptiert. Das lasse ich auch machen - sobald der Impfstoff da ist. Der ist nämlich zurzeit knapp. Meine Apotheke hat mich auf Warteliste gesetzt, die hat den letzten Ende August bekommen...

  • Hallo,


    gilt das Impfthema erst nach der Chemo oder noch in der Chemo? Ich bin noch bis Anfang Januar in Chemo (Pacli) und nun ist ja die Grippezeit.....bei meiner Hausärztin bin ich seit der Erkrankung gar nicht mehr, da ich ja alles bei der Chemoärztin (die seh ich allerdings eher selten) bzw Onkologen (Nachsorge alle drei Monate) mache. :/


    Irgendwie fehlt mir echt jemand, der alles koordiniert und eben wie gerade hier gelesen, solche übergreifenden Themen anspricht..... schon etwas frustrierend, dass man seine Krankheit/Soziales etc selbst managen muss, an manchen Tagen bin ich einfach nur erschöpft und fühl mich mit meinen Gelenken und Knochen wie ne90ige....


    LG

    Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen. (Kafka)


    Voll Zuversicht, Dank Wärme, Energie und Licht.

  • Nachtigall69 , ich denke, es sind drei Monate, sicher bin ich mir da aber nicht. Jedenfalls darf das Immunsystem nicht zu stark supprimiert sein, damit auch eine Immunantwort auf die Impfung erfolgen, sprich, die Impfung wirken kann. Sollte aus guten Gründen doch während bzw kurz nach der Chemo geimpft werden, muss gegebenenfalls der Impferfolg kontrolliert werden (mittels Bestimmung der Antikörper). Zudem muss wohl noch zwischen Tot- und Lebendimpfstoffen unterschieden werden. Während erstere ungefährlich sind, können Lebendimpfstoffe für immungeschwächte Patienten durchaus gefährlich werden.

    Befragt dazu im Zweifelsfall eure Onkologen. Die wissen das.

  • Britt   Lucia0605

    Mein Onkologe ließ bereits im September alle Chemopatientinnen gegen Grippe impfen. Während die Chemo einlief wurden sie geimpft8|. Da ich sehr mit NW zu kämpfen hatte, habe ich mich geweigert und dieses Thema auch hier im Forum unter Grippeimpfung thematisiert. Insgesamt scheint es also auch bei diesem Thema wieder so zu sein: zwei Ärzte - zwei Meinungen:/

  • Ok... CrapCrab   Tiscali   Britt Danke euch für eure Rückmeldungen! Dann ist mein Hausarzt auf der richtigen Linie... obwohl ich mir bzgl grippeimpfung nicht sicher bin..


    Gibt s hier Frauen die während herceptin Infusionen geimpft haben?


    Eine andere frage: ich glaube ich hatte als Kind keine Windpocken.. gibts da ein Antikörper Test um zu wissen ob man den Virus in sich hat? (Bzgl Gürtelrose)


    Herzliche Grüße! Claudia