Verdacht auf Malignität

  • Hallo zusammen,
    ich bin neu in diesem Forum und mir hat es, wie es bestimmt vielen von Euch auch ergangen ist, gestern die Füße weggerissen.
    Ich war vor ca. 4 Wochen bei meiner Ärztin, weil ich in meiner rechten Brust einen Knoten gefühlt habe. Nach Ultraschall sagte sie, es sei vermutlich ein Fibroadenom, möchte die Diagnose jedoch durch Mammografie abklären lassen.
    Termin bei der Mammografie ergab nichts erfreuliches.Ein nicht gut verschiebbarer Tastbefund. Es wurde ein Knoten bei 7 Uhr/5cm gefunden, in der Nähe eine fragliche Mikrokalkgruppe von 3mm Durchmesser bei 7 Uhr/ 7,3cm. Lässt sich leider nicht, auch unter Vergrößerung, eindeutig als Kalkgruppe identifizieren . Ich habe sehr dichtes Drüsengewebe ACR III-IV


    am 14.03. hatte ich einen Termin zur Stanzbiopsie und bekam gestern das Ergebnis


    B4 nach der B-Klassifikation : Verdacht auf Malignität
    Die Läsion muss mit ausreichendem Sicherheitsabstand im Gesunden entfernt werden.


    Was heißt das nun???


    Meine Ärztin sagte der Knoten sei 1,2cm groß und alles was unter 2,0 cm liegt sei früh erkannt, ich habe alles richtig gemacht.
    Ich habe Angst das ich es doch zu spät erkannt habe - eventuell schon metastasiert hat oder so.


    Am 22.03 muss ich ins Krankenhaus um die OP zu besprechen, danach muss ich dann auf den endgültigen Befund warten, da die Biopsie nicht aussagekräftig war.


    Ich stehe seit gestern total neben mir und finde keinen ruhigen Gedanken mehr. Aus Angst dass ich vielleicht sterben muss.


    Ist jemand unter Euch, wo es geauso ergangen ist?
    Bitte meldet Euch. fühle mich so allein und hilflos.


    LG KarlaPiranha

  • Liebe Karlapiranha ,


    Ich möchte Dich als erstes einmal hier im Forum herzlich willkommen heißen .Der Grund ist natürlich nicht schön , aber hier im Forum wirst du klasse aufgefangen .
    Ich kann deine hereinbrechende Angst sehr gut verstehen , die Diagnose und das zwangsläufige Auseinandersetzen zieht einem erstmal den Boden unter den Füssen weg , aber so schnell wird hier nicht gestorben !!!!!!
    Deine Ärztin sagt , du hast alles richtig gemacht und das stimmt !!! Du hast nächste Woche gleich OP Besprechung und dann OP und dann ist der Mistknoten schon mal weg ...Versuche Dich nicht total verrückt zu machen ( ist leicht gesagt , ich weiss) Der Knoten wird dann in der Pathologie untersucht und der Befund dir dann mitgeteilt .Wenn der Knoten ein bösartiger ist , dann wird alles menschenmögliche getan , um dich zu schützen .Es KANN sein , das du bei Bösartigkeit zu deiner Sicherheit eine Chemo machen musst , es KANN sein , das du eine Bestrahlung machen musst ...Aber das musst du bitte erstmal abwarten .Lies nicht soviel im Internet....Das ist nicht gut .Diesen Rat hab ich auch am Anfang mit auf den Weg bekommen und ihn - meistens- beherzigt.Ich habe viel hier im Forum gelesen und das hat mir persönlich sehr geholfen .
    Jetzt :hug: ich dich mal ......Schreib ruhig jederzeit , wenn dich etwas beschäftigt , du Fragen hast oder das Gedankenkarussell sich zu sehr dreht....Wir sind für Dich da
    Liebe Grüße von Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Viiiiielen Lieben Dank für deine Worte. Ich bin froh, dass ich hier ein Forum gefunden habe um Fragen zu stellen, zu lesen und zu fühlen dass ich nicht alleine bin. Ich habe echt die größte Angst, dass ich den Knoten schon eher hätte bemerken können, ihn aber quasi übersehen und/oder ignoriert habe. Ich weiß nicht wie groß Knoten sonst so sind und finde dass sich dieses Ding deutlich größer als 1,2 cm anfühlt wenn ich taste.
    Wie lange braucht es denn so ca. bis dann der pathologische Befund da ist. Die Biopsie dauerte nur 2 Tage.
    Krankenhaus dann bis der Befund da ist oder darf man eher wieder heim???


    LG

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Zitat des vorangehenden Beitrages entnommen

  • Bei mir würde eine Biopsie gemacht und eine Woche später war der Befund da.....Allerdings war mein Knoten da noch drin .Lt.Ultraschall beim FA war er fast 5 cm!!!!! Und ich total geschockt.Ich habe immer schön festes , dickes , knubbeliges Gewebe und kenne regelmäßig bei Einsetzen der Periode Spannungsgefühle , Schmerzen und Verhärtungen und habe mir auch vorgeworfen , vielleicht nicht richtig aufgepasst zu haben....Aber NEIN ...Ich war ein halbes Jahr vorher zur Vorsorge und da war nichts und sobald ichs bemerkt habe , habe ich reagiert !!!! Es ist wie es ist ( oder war )
    Ich hatte erst Chemo und dann OP ....Jedenfalls ist mein Mistvieh deutlich geschrumpft und war nachher nicht mehr nachweisbar ...
    Wenn du operiert wirst kannst du nach 2 - 3 Tagen jeder nach Hause.Bist du in einem Brustzentrum ?
    LG Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Liebe KarlaPiranha,
    wie du beim Lesen hier im Forum feststellen wirst, bist du nicht alleine.Den meisten von uns ging es am Anfang wie dir gerade und ich muss sagen, dass die Zeit vor Beginn der Therape am Allerschlimmsten seit dem Befund war. Man malt sich alles horrormäßiger aus und lässt schreckliche Gedanken zu. Das hatte ich auch.


    Wenn ich darf, nehme ich dich mal virtuell in den Arm und begrùße dich herzlich. :hug:


    Versuch dich abzulenken und lass vor allem die Finger von Dr. Google und Prognosenrechnern. Es ist zwar gut, sich zu informieren, aber wenn dann nur auf seriösen Seiten wie z. B. www.Krebsinformationsdienst.de. Aber auch da hab ich teilweise anfangs zu viel gelesen, so dass mich die Infos teilweise auch noch mehr runtergezogen haben. Besser ist alles langsam und Schritt für Schritt angehen zu lassen.


    Ein wirklich guter Tipp, der hier oft gegeben wird, gilt eigentlich für die ganze Therapiezeit: Alles kann, nichts muss. Das gilt für Nenenwirkungen, wie auch Verläufen. Wir haben uns leider eine tùckische Krankheit eingefangen. Aber gerade Brustkrebs ist inzwischen so gut erforscht und hat sehr gute Heilungschancen.


    Es ist doch schön zu lesen, dass der Turmor so rechtzeitig erkannt wurde, dann hast er bestimmt auch nicht so einen großen Schaden angerichtet. Um auszuschließen, dass der bõse Untermieter gestreut hat, wird eigentlich eine Computertomografie und ein Knochenzinthigram gemacht. Das erfährst du bestimmt im Krankenhaus.


    Ich wünsche dir, dass du die Wartezeit und dann die Therapiezeit hinter dich bringst. Du schafftst das. Dein Nickname zeugt doch schon von Kämpfergeist.


    Alles Liebe
    Lulu :)

  • Sei herzlich willkommen hier in unserem familiären Forum . Hier bist Du nicht alleine mit Deiner Erkrankung und mit Deinen Ängsten . Wir sind hier meist alle Betroffene oder manche haben betroffene Angehörige . Wir alle kennen mehr oder weniger die Angst wenn der Krebs frisch festgestellt wird . Mir ging es so ähnlich als ich vor 11 Jahren das erste mal an Brustkrebs erkrankte und auch jetzt Ende 2015 als der Brustkrebs mich nochmal erwischte . Die Angst dass ich nicht mehr lange zu leben habe bzw. sterben muss hatte ich auch , und das kennen alle hier. Doch so schnell geben wir nicht auf , so schnell wird hier nicht gestorben . Es gibt heutzutage viele und gute Behandlungsmöglichkeiten beim Brustkrebs. Der ist schon relativ gut erforscht und es wird immer weiter geforscht . Mir geht es trotz Wiederauftreten des Brustkrebses recht gut , kriege zurzeit eine Tabletten Chemo, mit der ich relativ gut leben kann , vertrage sie gut . Aber ob Du eine Chemo brauchst oder nicht , bleibt abzuwarten , bis alle Ergebnisse da sind und dann wird das auf der Tumorkonferenz besprochen. Und im Internet zu viel lesen solltest Du auch nicht , denn da stehen viele Dinge drin , die auf Dich garnicht zutreffend sind und die Dich überfordern . Ich habe nur die Dinge gelesen die ich im Krankenhaus bekam , so Informationsbroschüren.Alles andere hätte mich überfordert, das wollte ich nicht. Das halte ich auch jetzt so . Warte erstmal ab ind mach alles Schritt für Schritt. Es gibt in den Brustzentren auch Psychoonkologen , wenn die Ängste zu belastend werden . Das wird oft in den Brustzentren angeboten oder man kann danach fragen. Mir hat das immer sehr geholfen.
    Wünsche Dir noch viel Kraft und Zuversicht , was immer auch rauskommt . Du wirst es schaffen und trotz Brustkrebs und Behandlungen kannst Du ein fast normales Leben führen . Mag sein dass es etwas anders ist , aber nicht unbedingt schlechter.
    Also noch ein Mutdrückerlie :hug: für Dich von
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Liebe Karla Piranha,
    zunächst möchte auch ich dich in diesem Forum herzlich willkommen heißen!
    Ich denke schon, dass du bisher alles richtig gemacht hast. Tastbefund, Sonografie und Mammografiebefund können von der Größe her deutlich voneinander abweichen. Ich würde da auch am ehesten den Angaben deiner Ärztin glauben.
    Brustkrebs ist heute eine der am besten behandelbaren Krebsarten überhaupt und so schnell wird nicht gestorben!
    Normalerweise kannst du das Krankenhaus schon wenige Tage nach deiner Brust - Op verlassen. Dein endgültiger Pathologie- Befund kann bis zu 10 Tage auf sich warten lassen. Solange musst du aber nicht in der Klinik bleiben, du kannst dann einfach einen ambulanten Gesprächstermin vereinbaren, an dem dir der Operateur dann alle Befunde und ggf. Folgebehandlungen erklärt.
    Wenn du weitere Fragen hast, hier ist fast immer jemand online, um dich zu unterstützen. Wir alle wissen, dass die Wartezeiten auf Op, Untersuchungsergebnisse oder erste Behandlungen sehr an den Nerven zerren. Du bist nicht allein!
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommende Zeit!
    Lg Katzi 64

  • Liebe Karla,
    ja klar verstehen wir dich nur zu gut und es ging uns nicht anders :hug: . Der erste Gedanke bei diesem Thema ist leider immer noch Hilfe ich muss sterben ?( . Aber so ist es Gott sei Dank 8| nein nicht Gott sondern dank der Forschung nicht mehr. Es gibt heutzutage sehr viele und gute Behandlungsmethoden, auf jeden einzelnen abgestimmte Therapien. Jetzt steht ersmal die OP an und dann je nach pathologischen Befund wirst du weiter sehen. Mach dich nicht verrückt, die OP wird garantiert nicht so schlimm wie du jetzt denkst und dann gehts auch wieder weiter. Unser Motto hier ist ALLES KANN - NIX MUSS.
    Wir können dich begleiten und unterstützen, du kannst hier fragen, schreien, heulen.....und auch mit uns lachen und freuen ūber positive Befunde, ūberstandene OPs, Untersuchungen und und und. Du bist nicht allein :) .
    Sylvi :hug:

  • Hallo Karla,


    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Schön das du uns gleich gefunden hast. Hier wirst du verstanden und hier kannst du deine Sorgen und Ängste abladen.
    Ich wünsche dir für deine Behandlung alles Gute.
    Lg Keinohrhase :hug:

  • Hallo liebe KarlaPiranha,


    ich möchte Dich auch recht herzlich hier willkommen heißen...auch wenn es echt schönere Orte gibt, sich zu treffen...
    aber wir sind alle aus dem gleichen Grund hier:
    Ängste, Sorgen, Wünsche, Hoffnungen, komische Fragen...und ganz viel Kopfkino! :hot: ;(


    Wir sind fast gleichalt und ich kann Deine Ängste absolut verstehen!
    Auch ich dachte am Anfang : Oh mein Gott, ich bin noch so jung- ich will keinen Sch...Krebs :cursing: - ICH WILL NICHT STERBEN!
    Und diese Angst keimt zwar noch manchmal auf- doch dank dieses Forums und meiner mittlerweile fast abgeschlossenen
    Therapie (erst Chemo, dann OP, jetzt Bestrahlung) bin ich sehr optimistisch :thumbup: und
    absolut davon überzeugt, dass ich noch sehr viele Jahre leben werde...alt werde! :D


    Ich drücke Dir die Daumen für Deine OP... :thumbsup:
    und nehme Dich mal in dem Arm :hug:
    Liebe Grüße
    Trinchen

  • Man ihr seid ja der Wahnsinn - eine so liebevolle Begrüßung. Ich freue mich, trotz des nicht schönen Themas, über jede einzelne Zuschrift von Euch und bin froh, das man mit wem reden bzw. schreiben kann und auch sicher verstanden wird.


    Es wurde gefragt, ob ich in einem Brustzentrum bin - noch nicht. Ich habe dort am 22.03 um 10.30Uhr meinen ersten Termin. Ich bin froh, dass es nicht weit von zu Hause entfernt ist und ich meine Lieben dann täglich sehen kann - das werde ich sicher brauchen.
    meine größte Angst ist es, dass ich dieses Ding nicht früh genug bemerkt und ignoriert habe, es vielleicht schon gestreut hat oder so.
    Genau das gilt es jetzt herauszufinden.


    Was für ein wiederliches Gefühl, wenn man in nullkommanix sein restliches Leben im Kopf durchsausen sieht und rundherum vom Gespräch beim Arzt nichts mehr mitbekommt.
    Ich habe genau die Situation, wie sie sich im Sprechzimmer abspielte vor Augen gehabt. Mein Freund schaffte es beruflich so grade, dass er mich begleiten konnte. Ich bin ins Zimmer mit ihm und sagte, ich habe mir Verstärkung mitgebracht - die Ärztin sagte, das ist auch gut so. Genau diesen Moment hatte ich vorab ständig im Kopf und da wusste ich als sie das wirklich sagte, was los ist.


    Ich hoffe die Zeit vergeht schnell bis zum Gespräch am Mittwoch.


    Habe Angst dass durch die Biopsie etwas verletzt wurde und dieses Ding nun "ausläuft" - ich weiss nicht, wie ich es anders beschreiben soll.


    Fühlt Euch alle ganz lieb von mir gedrückt.


    Eure KarlaPiranha

  • Liebe Karla,


    recht herzlich willkommen bei uns im Forum.


    Du konntest ja bereits sehen, dass Du mit Deinen Gedanken und Sorgen nicht alleingelassen bist und dass wir als Betroffene Dich gut verstehen können.


    Ein bisschen möchte ich Dir auch Mut machen, denn aktuell besteht zwar ein Verdacht, dass der Knoten bösartig sein könnte, aber gesichert ist das noch nicht. Deshalb ist es sicher wichtig, dass diese Veränderung genau untersucht wird, um Konkretes zu erfahren. Und dazu wird die OP dann beitragen. (Nähere Infos zu B4 findest Du z.B. unter http://www.senolog.de/b-klassifikation/ ).


    Und wegen Deiner Bedenken zur Biopsie findest Dumauf der Seite des Krebsinformationsdienstes unter https://www.krebsinformationsd…s/diagnostik.php#inhalt13 Information, die Dich möglicherweise ein bisschen beruhigt (ein bisschen nach unten scrollen zu Zellstreuung durch Biopsie).


    Ich wünsche Dir, dass Deine Gespräche im Brustzentrum gut verlaufen und auch alles Weitere. Hab einen guten Austausch bei uns.


    Liebe Grüssles



    Saphira

  • Liebe Karla!


    willkommen hier und ich drück dir so die Daumen, dass alles gut wird. Wie gesagt die Forschung ist sehr weit und die Angst kenn ich. Als ich meinen Knoten ertastet habe u
    mein Frauenarzt auf Ultraschall nix erkannte u meinte ich soll zur Mammographie.
    Ich habe eine kleine Tochter von bald 3 Jahren u sah sie schon ohne mich gross werden usw.
    denk positiv!!! Daumen sind gedrückt