• Hallo zusammen,


    vor 6 Monaten Brust-Op (Ablatio), Tamoxifen nach 40 Tagen wegen zu starker Nebenwirkungen abgesetzt, seit längerer Zeit
    bleierne Müdigkeit. Lt. meinem Hausarzt handelt es sich um Fatigue und er empfiehlt Ginseng. Habe nun gelesen, dass Ginseng
    bei hormonabhängigem Brustkrebs nicht empfohlen ist wegen Östrogenwirkung. Bin nun sehr verunsichert.
    Weiß jemand dazu mehr. Und was hilft sonst noch bei Fatigue.


    Vielen Dank schon jetzt für hilfreiche Rückmeldung,

  • Ich weiß leider auch nicht, ob Ginseng bei hormonpositivem BK genommen werden darf.
    Für solche Fragen ist der KID aber eine sehr gute Anlaufstelle, wahrscheinlich ebenso für Möglichkeiten, der Fatique entgegen zu wirken.
    Hier der LinK - du kannst dort per Mail und auch per Telefon nachfragen und bekommst kompetente Auskünfte von sehr freundlichen Mitarbeitern/innen:
    https://www.krebsinformationsdienst.de
    LG und alles Gute :hug:

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Zu Ginseng beim hormonpositiven Brustkrebs kann ich nichts sagen . Aber hat Dein Hausarzt die Blutwerte überprüft ? Ich meine z. B ein Hämoglobinmangel könnte auch so eine Müdigkeit aislösen oder ein Vitaminmangel z. B Vit D .
    Auch moderate Bewegung an frischer Luft , z. B Spaziergänge , Nordic Walking helfen auch bei manchen. Oder anderer leichter Sport , was immer Du magst . Probiere es wenn Du magst . Auch sich mal etwas Zeit für sich nehmen, was Schönes unternehmen kann auch manchmal helfen , besonders wenn man viel Stress hat. Ich selber trinke regelmäßig Aroniasaft, um dem etwas vorzubeugen, weil ich ja dauernd eine Chemo bekomme. Damit komme ich gut zurecht und ich gehe so oft möglich spazieren.
    LG alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Liebe Herbstblume,


    soweit ich weiß, gehört Ginseng zu den Pflanzen die Phytoöstrogene (hormonähnliche Pflanzenstoffe) enthalten, deshalb wird der Verzehr größerer Mengen dieser Pflanzen (gilt z.B. auch für Sojabohnen, Rotklee, Hopfen, Salbei, Granatapfel...) bei hormonabhängigem Brustkrebs nicht empfohlen.
    Ich habe von meiner Ärztin die Aussage: alles was mit der ganz normalen Ernährung aufgenommen wird, ist in kleinen Mengen ok (z.B. eine Portion Soja am Tag), Nahrungsergänzungsmittel o.ä., wo der Stoff in wesentlich höherer Dosierung zugeführt wird, sollte ich möglichst vermeiden (solange es keine neuen Studienergebnisse gibt).


    Liebe Grüße von der Jo

  • Ihr Lieben,
    nochmals vielen herzlichen Dank für eure Rückmeldungen. Ich habe nun auch Antwort vom KID bekommen:
    Bei hormonrezeptor-positivem (!) Brustkrebs (den ich habe) wird von Ginseng ausdrücklich abgeraten, da sich seine Phytoöstrogene auch auf das Risiko hormonabhängiger Tumoren auswirken können. Wegen möglicher Wechselwirkungen wird generell von der Anwendung von Ginseng unter einer laufenden medikamentösen Krebsbehandlung abgeraten.


    Ich bin dankbar für den Hinweis auf das KID, das ich seit meiner OP irgendwie nicht mehr "auf dem Schirm" hatte, und kann nur jeder und jedem Betroffenen diese Auskunftsstelle empfehlen. Man bemüht sich dort wirklich jede Frage zum Thema "Krebs" umfassend zu beantworten und weiterzuhelfen.


    Liebe Grüße und alles Gute euch!