Bauchgefühl versus Ärzte

  • Hallo Traudel,
    Deine Fragen müssen Dir nicht leid tun, dafür ist das Forum ja da.
    Mir geht es allerdings ähnlich wie Keinohrhase. Mit wievielen Ärzten hast Du denn zu tun? Ich hab einen Onkologen, eine Gyn und einen Hausarzt.
    Bisher hab ich nicht erlebt dass einer dem anderen widersprochen hätte. Warum auch, jeder hat doch seinen eigenen Zuständigkeitsbereich. Einschlägige Literatur??? Du meine Güte, dafür muss man ja studiert haben um die zu verstehen. Dann gibt es noch "Dr. Google"... , ja da wirst Du doch nur verunsichert!
    Ich empfehle Dir eine/n Psychologin mit der Du über Deine Ängste reden kannst.


    Alles Gute für Dich wünscht Dir
    Lisa

  • Danke für euer Verständnis!
    Eigentlich wollte ich mit Dank Lebwohl sagen und mich abmelden, jetzt überdenke ich das noch einmal.
    Ich glaube nicht, dass ich hier hilfreiche Beiträge leisten kann, gehöre also wahrscheinlich nicht hierher. Ich bin mehr Außenseiterin denn je, weil ich anders bin und meinen ganz eigenen Weg gehe.
    Ich habe nach Abbruch von Therapien, die mir jede Lebensqualität genommen haben, meine Kraft und meinen Lebensmut
    wieder gefunden und ich gehe jetzt meinen ganz eigenen Weg.
    Ich habe das Gefühl, damit hier nicht richtig zu sein, euch zu verunsichern und ungute Gefühle zu verursachen, wahrscheinlich ist es das Beste, mich mit Dank zu verabschieden.
    Herzliche Grüße
    Traudel

  • Liebe Traudel,


    mich verunsicherst Du nicht im Geringsten, keine Sorge ! Ich habe aber bei der Lektüre Deiner Beiträge das Gefühl, daß Du zutiefst verunsichert bist und das tut mir sehr leid für Dich . Es ist gut, daß Du eine Psychoonkologin hast, der Du ja wohl auch gut vertraust.


    Liebe Grüße,
    Moneypenny

  • Ihr Lieben,


    erst einmal zu Danka, Du meinst, wer Karten legt, kann ja mal auf die Seite von Biokrebs gehen. Ich musste da grinsen, ich lege keine Karten, aber ich habe dort mit ausgesprochen tollen Ärzten gesprochen. Hier in Hamburg ist eine kleine Zweigstelle, da war ich auch mal zum Gespräch. Es ist ja nicht so, dass die mit Handauflegen Krebs heilen. Im Gegenteil, dort sind ausgebildete Onkologen, die sich eben auch mit Komplementärmedizin beschäftigen. Und eben auch Dinge untersuchen, die bei einigen Menschen geholfen haben, weil sie das interessant finden.
    Dort findet man z.B. tolle Tipps, was man machen kann gegen Beschwerden bei Einnahme von Tamoxifen o.ä.
    Sogar mein Brustzentrum bietet TCM an, und das sind alles Schulmediziner.
    Ist also keine reine Quacksalberei. ;)


    Zur Dir, Traudel, ich kann Dich in in einem kleinen Rahmen verstehen, da ich auch alles und wirklich alles hinterfrage, sogar mich selber. :D


    Es ist nur so, dass es bei Dir oft so rüberkommt, als würden alle, die der Schulmedizin vertrauen, alles falsch machen. Weißt Du, ich habe z.B. die Aromatasehemmer auch abgelehnt, weil es mir darunter sehr beschissen ging. Am Anfang war ich auch unsicher, ob das richtig ist, aber es war und bleibt meine Entscheidung.
    Da kann mir im Grunde auch keiner raten, aber ich habe das mit mir abgemacht, und gut ist.
    Ich sehe bei Dir viel Verunsicherung, Du möchtest, dass hier viele sagen, dass das völlig richtig ist, was Du tust, aber das wird keiner tun. Denn jede Krebsbehandlung ist anders, und eine Lebensversicherung ist keine der Behandlungen.
    Jeder findet seine Sicherheit auf seinem Wege, und wenn Dein Weg für Dich der richtige ist, dann ist er das, auch wenn es niemand versteht.
    Du musst es verstehen, denn es ist dein Leben.


    Das wollte ich einfach mal so sagen, denn das ist hier ein tolles Forum.


    Liebe Grüße
    Martina

  • Hallo Martina,


    nun musste auch ich etwas schmunzeln. So war das natürlich nicht gemeint. :rolleyes: ;)
    Die Komplementärmedizin hat schon ihre Berechtigung. Hab da auch schon verschiedene Vorträge zu gehört. Oft geht es ja um das Händling von Nebenwirkungen und da sind natürliche Mittel auch sicher besser.
    Ich selber konnte damit nur bis jetzt nichts anfangen. Ich hatte Interferon und keine Chemo, da sehen die Nebenwirkungen völlig anders aus.


    Meine Gedanken in gescheite Worte zu fassen, gelingt mir offensichtlich immer noch nicht. :)

  • Hallo Danka und alle anderen,


    es ist halt schwierig, komplexe Gedanken in Worte zu fassen. Wenn man sich im Gespräch gegenübersitzt, kommt ja noch die Körpersprache dazu und man kann sein Gegenüber auch direkt fragen, ob man seine Äußerungen richtig verstanden hat. Das geht in einem Forum natürlich nicht, deshalb entstehen viel leichter Missverständnisse. Ich habe jedoch den Eindruck, dass alle sich bemühen, solche Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Und der Umgangston hier ist freundlich und keiner greift den anderen absichtlich an. Das finde ich hier sehr angenehm.


    Einen sonnigen Tag wünscht euch Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Hallo Traudel,


    ich hoffe, Du schaust doch noch mal in diesem Forum vorbei.


    Ich kann Deine Ideen, Deine Zweifel sehr gut verstehen.


    Brustkrebs tut nicht weh. Genau so geht es mir auch. Aus dem vollen Leben plötzlich eine solche Diagnose... und was jetzt?

    Zunächst einmal fühlte ich mich völlig hilflos. Habe total panisch eine Patientenverfügung und ein Testament erstellt. Bin dann im Krankenhaus völlig ausgeflippt, weil ich mich völlig überfahren fühlte...


    Dann habe ich mir zunächst mal etwas Zeit gegönnt: mir eine zweite Meinung gesucht, das Krankenhaus gewechselt, alle Untersuchungen absolviert...

    Gut geht es mir natürlich immer noch nicht. Aber ich kann ja nur das Beste aus der bestehenden Situation machen.

    Und wie das aussieht... empfinde ich auch als schwierig.


    Grundsätzlich denke ich auch wie Du: lieber noch ein paar gute Jahre, als viele Jahre voller Qualen.

    Aber ich weiß inzwischen, dass dies so einfach nun mal nicht ist.

    Keiner sagt mir, wie lange denn die guten Jahre sein könnten.

    Und die Behandlungsmethoden sind vielfältig und durchaus erfolgversprechende.

    Wo ist der gute/richtige Weg?

    Ich glaube, diesen Weg suchen fast alle Frauen in diesem Forum.


    Und ich würde sehr gerne hören, welchen Weg Du eingeschlagen hast und wie es Dir damit geht.


    Liebe Grüße
    Birgit