Ich bin auch neu hier

  • Hallo,
    auch mich hat die Diagnose Brustkrebs am 03.02.2017 ohne Vorwarnung getroffen. Nach Ultraschall, Mammografie, Biopsie, 3 Tagen Diagnostik im Brustzentrum mit Port und Clip setzen stand letztendlich fest, dass auch die Lymphknoten stark befallen sind und bereits gestreut haben und es dadurch viele Knochenmetastasen gibt. Aufgrund des großflächigen befallenen Gewebes der rechten Brust wurde als Therapie erst Chemo festgelegt, vorerst 4x EC aller 3 Wochen und dazwischen jeweils ein Knochentropf mit Bisphosphonaten ( Zometa). Morgen habe ich nun meine 3.Chemo. Anfangs habe ich diese recht gut vertragen, wenn ich von einem Tag mit dauerhaften Brechen absehe. Nach der 2. Chemo war mir dann aber fast täglich schlecht. Da ich nicht besonders viel wiege, habe ich einfach Angst um mein Gewicht. An diesen Tagen kann ich kaum etwas essen. Auf mein Drängen hin wollen sie mir morgen vor der Chemo ein Medikament spritzen welches eine Woche gegen die Übelkeit helfen soll.


    ich habe natürlich viel Angst vor dem weiten Weg der vor mir liegt, auch wenn wir momentan ziemlich stabil sind und uns mit der Krankheit arrangiert haben. Nicht immer gelingt es optimistisch zu sein.
    Mich bewegt momentan eine Frage. Wer hat auch EC bekommen? Diese beiden Medikamente wirken auf die Krebszelln doch nur wenn diese sich gerade teilen. Bei langsam wachsenden Tumoren teilen die Zellen sich aber nur selten. Die Medikamente müssen nach der Chemo schnell wieder aus dem Körper raus wegen der Nebenwirkungen auf Organe. Reicht die verbleibende Zeit wirklich aus, die Krebszellen zu treffen? Wer hat damit Erfahrungen gemacht?
    Liebe Grüße aus Sachsen - Blume

  • Hallo Blume 59,
    erstmal möchte ich dich ganz herzlich in diesem Forum begrüßen und willkommen heißen!
    Auch ich habe wegen der Größe meines Tumors vor der Op Chemo (4×EC, 12× Paclitaxel und Herceptin) bekommen. Mein Tumor hatte auch keine besonders hohe Teilungsrate, dennoch war er nach den 4×EC auf ungefähr die Hälfte der Ausgangsgrösse geschrumpft. Ich hatte mehrere befallene LK in der Achsel, auch sie schrumpften unter der Therapie. Beides wurde durch Sonografie alle 2 Zyklen kontrolliert und bestätigt. Zu Knochenmetastasen kann ich nichts sagen, die hatte ich nicht.
    Gut, dass du dich für ein stärker und länger wirksameres Anti - Übelkeitsmedikament eingesetzt hast. Einmal wegen deiner Gewichtsprobleme, zum anderen muss heutzutage eine derartige Übelkeit als NW einfach nicht mehr sein. Aber pass ein bisschen auf, dieses Medikament verursacht häufig eine ernshafte Verstopfung, am besten gleich um ein begleitendes Abführmittel bitten, ballaststoffreiche Ernährung reicht da nicht aus.
    Ansonsten wünsche ich dir einen guten Austausch, du hast bestimmt schon im Forum gestöbert! Du kannst jederzeit über deine Ängste und Sorgen schreiben oder Fragen stellen, es ist fast immer jemand online, der dir beistehen kann. Was ist denn nach dem EC geplant? Sonografie - Kontrolle? Op? Wenn du magst, kannst du ja berichten, wie es dir mit dem neuen Medikament ergangen ist und was weiter geplant ist bzw. wird.
    Ich drücke dir die Daumen für einen nebenwirkungsarmen 3. und 4. EC - Zyklus!
    Lg Katzi64

  • Liebe Blume,


    ich begrüße Dich recht herzlich bei uns im Forum der Frauenselbsthilfe nach Krebs - auch wenn der Anlass, hier mitzuschreiben nicht besonders prickelnd ist.


    Du hast bereits mit der Therapie begonnen. Und wie ich Deinem Beitrag entnehme, geht es Dir momentan nicht besonders gut. Natürlich ist Übelkeit eine Nebenwirkung der Chemo, doch diese lässt sich zumeist mit Begleitmedikamenten gut in den Griff bekommen - und von Deinen behandelnden Ärzten solltest Du auch entsprechende Medikamente erhalten haben. Falls diese nicht wirken, dann sprich unbedingt Deine Docs nochmals an. Es gibt unterschiedliche Wirkstoffe - und falls der eine nicht wirkt, kann ein anderer ausprobiert werden, damit es Dir besser geht.


    Und wenn Du über mehr über Erfahrungen mit EC-Chemos mehr wissen möchtest, dann schau doch mal in den Thread 4 x Ec, 12 x Pacli . Aktuell schreiben die meisten Nutzerinnen dort zwar über die Paclitaxel-Chemo, weil sie die EC schon hinter sich gebracht. Sie unterstützen Dich sicherlich gerne. Vielleicht findest Du dort auch schon den einen oder anderen Tipp, der Dir hilft, oder Du stellst Deine Fragen zu EC direkt dort.


    Ich wünsche Dir sehr, dass die Chemotherapien die gewünschte Wirkung zeigen - und natürlich, dass Du sie bald besser verrtägst.


    Viele herzliche Grüssles



    Saphira

    Mitglied des Moderatoren-Teams

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  • Liebe Blume,
    Erstmal herzlich willkommen.


    Saphira hat den Thread 4xEC... Ja schon erwähnt, da kannst Du auf einige Erfahrungsberichte
    zurückgreifen oder auch selbst fragen. Ich selbst bin Dir eine Woche Voraus und kämpfe
    auch sehr mit der Übelkeit. Habe nun nach der 3. EC ein anderes Medikament bekommen
    und bei der 4. Krieg ich auch vorher was anderes. Diesmal ist die Übelkeit deutlich geringer.
    Aber trotzdem Kämpfe ich noch immer damit. Mein Trost ist, dass die nächste dann auch
    schon die letzte ist. Die schaffe ich dann auch noch. Und die Unterstützung der anderen
    Foris trägt auch ihren Teil dazu bei. Die wissen was Du durchmachst und haben evtl.
    den einen oder anderen Tipp.
    Zum Thema Gewicht: ich hab bisher 1 kg zugenommen, obwohl ich nach der Chemo auch
    eine Woche lang fast nix runterkriege. Allerdings habe ich zwischendurch das Problem,
    dass Wasser absolut eklig schmeckt und ich mir dann mal ein Glas Cola oder Limo gönne.
    Wie lange die Chemo im Körper bleibt und ob sie dann genug wirkt, darüber habe ich mir
    noch keine Gedanken gemacht. Ich denke aber, es ist ausreichend getestet, dass es
    wirkt.
    Eine Option für konkrete medizinische Fragestellungen ist auch der KID. Die sind sehr
    geduldig und beantworten alle Deine Fragen geduldig und verständlich.
    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Liebe Blume,


    der KID ist der Krebsinformationsdienst. Auf dessen Seite gibt es viele Infos rund um diverse Krebserkrankungen. Außerdem bietet er eine Hotline (Telefon oder Mail) an, wo uns als Patienten in laienverständlicher Sprache unsere Fragen erklärt werden.


    Wenn Du magst, kannst Du Dich über dieses unabhängige Angebot auf der Seite des Krebsinformationsdienstes näher informieren: https://www.krebsinformationsdienst.de/wirueberuns.php


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Guten Morgen liebe Blume,
    auch von mir noch ein herzliches Willkommen!
    Ich denke, gerade bei einer Chemo vor der OP kann man den Erfolg von EC am besten sehen. Sicher wird auch Dein Kontrollsono eine Reduktion des Tumors und einen Rückgang der Auffälligkeit bei den Lymphknoten zeigen.
    Wir können uns gern mal treffen, wenn Du möchtest, ich wohne ja um die Ecke...oder Du kommst zum Forumstreffen an diesem WE in Dresden.
    LG Kirsche

  • Danke allen,. die sich hier gemeldet haben für alle Tips und Hinweise. ich hatte heute die 3. Chemo EC bekommen.
    Zuvor haben sie das Medikament durchgelassen gegen die Übelkeit. ich bin gespannt ob es mit dieses mal besser geht.


    Mit den Geschmacksveränderungen und all den heißgeliebten Lebensmitteln, die ich wegen veränderten Geruchs und Geschmacks garnicht mehr ertragen kann - versuch ich zu leben.
    Ich bin ständig am probieren. Auch ich hab mir schon einmal ein Flasche Cola genehmigt, weil ich an kein anderes Getränk "ran" konnte. Alle anderen Nebenwirkungen halten sich mehr oder weniger in Grenzen.
    Hat jemand eine Idee oder Erfahrungen mit einigen Bläs'chen am Kopf? Die Haare haben wir abgeschnitten, nachdem sie anfingen auszufallen. Es sind jetzt teilweise noch Stoppeln da, manche fallen noch aus, andere wachsen schon wieder. ich bin schon seit der Kindheit von Allergien betroffen gegen alles mögliche. Ich denke, auch hier ist es eine allergische Reaktion. ich nehme zur Pflege Wundschutzsalbe mit Zink, das hilft recht gut. Hat jemand einen anderen Rat?


    Hallo Kirsche, ich hatte Dich gestern schon mal gefunden und Deinen Wohnort gelesen und mich sehr gefreut. Bestimmt sind wir im selben Brustzentrum und haben den gleiche Oberarzt? ich würde gern mit Dir persönlich Kontakt, vielleicht mal zum telefonieren..., aufnehmen. ich weiß aber gerade nicht wie das hier geht, ohne Daten preiszugeben.


    LG Blume :) :)

  • Herzlich willkommen hier in unserem Forum . Schön dass Du hier hergefunden hast , auch wenn der Grund nicht der beste ist . Aber wir machen das Beste draus. Keine ist hier alleine mit seiner Situation. Man kann hier alles fragen und man bekommt recht schnell Antworten hier und auch hilfreiche Tipps. Zum Teil kann man in den bereits vorhandenen Threads nachlesen und hat manchmal eine Antwort auf Fragen . Du kannst auch über Private Nachricht senden, das jede in ihrem Profil stehen hat , Kontakt zu anderen Foris aufnehmen.
    Da hast Du den unangenehmsten Teil der Chemo fast geschafft . Nur noch einmal . Hoffe dass das neue Antiübelkeitsmittel besser bei Dir wirkt.
    Die Taxol -Chemos sind von der Übelkeit her im Allgemeinen besser verträglich. So war es zumindest bei mir . Allerdings gab es vor 11 Jahren das Schema so noch nicht und ich bekam das EC 4x und das Paclitaxel auch 4x , dafür aber höher dosiert . Ich hatte doppelseitigen Brustkrebs mit befallenen Achsellymphknoten . Auch bei mir teilten die Zellen sich nicht so schnell , aber die Tumore sind trotzdem kleiner geworden. Die Ärzte hatten bei mir regelmäßig Ultraschallkontrollen gemacht. Während der Chemo sollte man essen und trinken woraf man Lust hat , da soll man sich nicht mit Diäten kasteien. Und wenn Du eh zu niedriges Gewicht hast , da macht eine Cola hin und wieder auch nichts. Du kannst ja auch Dein Essen kalorisch mit Creme Fresh und /oder Sahne anreichern. Es gibt auch in der Apotheke ein geschmacksneutrales Pulver M....D......, das man zu allem beigeben kann und somit auch das Essen kalorisch angereichert wird. So dass Du nicht weiter abnimmst.
    Zu den Bläschen kann ich nichts sagen. Wenn es nach einer gewissen Zeit nach der Zinksalbenbehandlung nicht besser wird , zeige es nochmal Deinem behandelnden Arzt.
    Wünsche Dir alles Gute für Deine bevorstehenden Behandlungen, dass sie erfolgreich sind .
    LG und ein Begrüssungsknuddler :hug: von alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Vielen Dank für die liebe Antwort.
    Mein Gewicht hat immer schon etwas geschwankt zwischen 63 und 68 kg bei 1,63m. Inziwschen liegt es bei 62 kg und da will ich naturlich nicht weiter runter. Eigentlich hatte mir die Ärztin beim Erstgespräch diese Diät low carb empfohlen. Das ist wohl momentan ungeeignet. Ich habe mich inzwischen schon auf kalorienreiche Ernährung eingestellt, Besonders gut ist der griechische Joghurt, den man nach Lust und Laune mischen kann mit Früchten oder Konfitüre, der aber genauso gut in die Bandnudeln passt mit Spinat....Kuchen, Torte, Sahne - natürlich alles in Maßen, esse ich auch manchmal.
    Ansonsten meide ich Zucker weil den die Krebszellen wohl mögen. Stimmt das eigentlich? Früher war ich ein ganz großer Fan von Haribo und co und Schokolade. Das habe ich seit der Diagnose total weggelassen, man kann sich auch daran gewöhnen. Bei den Geschmacksirritationen hilft mir Tonic recht gut oder alles was sauer ist, wie Wasser mit Zitrone, aber es geht eben alles nicht immer.


    Die 3. Chemo habe ich ganz gut überstanden. Bis jetzt war mir wesentlich weniger übel wie bei der 2.
    Eigentlich sollte ich nur 4x EC bekommen + 4x Zometa für die Knochen und danach Ultraschall erfolgen und dann die Op wenn die Tumore verkleinert sind. Die Schwestern haben mir angekündigt, dass ich wohl weitere Chemos bekommen müsste. Mein Problem bei der Chemo ist, dass ich mich ziemlich verloren fühle und unbegleitet. Ich wurde nicht aufgeklärt über viele wichtige Dinge und einen Arzt zu konsultieren ist schwierig. Es wurde nicht gefragt wie es mir geht, ob ich die Chemo vertrage usw.....keine Aufklärung über die hohen Zuzahlungen für jede Chemo für die ganzen Zusatzmedikamente, die sie spritzen. So habe ich die 1. Chemo erhalten, das Zometa dann gleich am Mittwoch und es sollte getestet werden ob ich das vertrage. Am Do habe ich den ganzen Tag erbrochen. Beim darauffolgenden Blutbild habe ich das der Schwester gesagt und um einen Arzttermin gebeten. Sie hat mich 1 Std warten lassen und dann gefragt, welches Problem ich überhaupt hätte: der Tag 3 nach der Chemo ist immer der Kotztag und ich hätte nicht vom Zometa gebrochen sondern von der Chemo und dazu müsste ich keine Ärztin konsultieren. Jetzt vor der 3. Chemo habe ich auf einem Arztgespräch bestanden, das von einer Vertretung unter absolutem Zeitdruck geführt wurde und die mich und meine Befunde natürlich auch nicht kannte. So konnte ich nicht wirklich über die vielen Nebenwirkungen sprechen. Nun habe ich einfach Angst wenn ich mal ein ernsthaftes Problem habe, wohin wende ich mich dann wenn keiner wirklich ereichbar ist.
    Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht, fühlt Ihr Euch gut begleitet oder sind die Ärzte alle überfordert? Ganz liebe Grüße Blume

  • Liebe Blume,
    wir haben scheinbar nicht dieselben Ärzte. Ich habe überhaupt keine Probleme.
    Wenn ich einen Termin möchte, bekomme ich umgehend einen, egal bei welchem Arzt. Ich werde ständig gefragt, wie es mir geht und was die NW machen.
    Ab Diagnose hatte ich auf basische Ernährung umgestellt, um meinen Magen möglichst wenig zu belasten. Meine Ärzte haben nichts empfohlen, sondern gesagt, ich soll essen, was mir schmeckt.
    LG Kirsche

  • Liebe Blume,


    gibt es bei dir im Brustzentrum einen Psychoonkologen? Mit dem kannst du über deine Probleme sprechen und dich auch mal ausheulen. Die Psychoonkologin in meinem Brustzentrum kennt sich auch gut mit den ganzen Strukturen aus und wer für was Ansprechpartner ist, und notfalls ruft sie auch mal einen Arzt an, um einen Termin zu vereinbaren. Vielleicht ist das ja für dich eine Möglichkeit, nicht so alleine dazustehen.


    Alles Liebe
    Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)