Krankenakte

  • Ihr Lieben, da ich kein passendes Thema gefunden habe, mache ich ein eigenes auf.


    Frage:
    Welche Unterlagen habt ihr nach der Entlassung bekommen?
    Habt ihr mehr angefragt?
    Mussten die Kopien bezahlt werden?


    Hintergrund:
    Mir wurde damals gesagt, ich bekäme begleitend immer alle Ergebnisse in Kopie.
    Tatsächlich habe ich nur einen Befundbericht zu Beginn bekommen und später einen Entlassungsbericht.
    Auf Anfrage nach den detaillierten Berichten/Blutuntersuchen/Pathologiebericht etc. wurde mir gesagt, die gäbe es nicht automatisch.


    Wie wird/wurde das bei Euch gehandhabt?


    lg, Tiggy

  • Liebe Tiggy,
    ich bekomme immer alles automatisch mit dem Hinweis, es sei für meinen Ordner. Egal ob in der Onkologie oder im Brustzentrum.
    Heute bei der Entlassung aus dem KH hat sich die Ärztin sogar dafür entschuldigt, mir im Moment nur einen vorläufigen Arztbericht aushändigen zu können.
    In meinem Ordner befinden sich sämtliche Arztberichte, Blutwerte, Befunde und Berichte der Tumorkonferenz.
    Bezahlt habe ich dafür gar nichts.
    LG Kirsche

  • Liebe Tiggy,


    auch ich habe alle Befunde immer sofort bekommen. Einer wurde mal vergessen, aber Du kannst alles anfordern. Anders als früher hat jeder Patient das Recht auf seine Krankenunterlagen.
    Ich habe auch schon einen dicken Ordner voll.
    Ist ja auch gut, wenn man mal den Arzt wechselt, dann muß er sich nicht mühsam alle Befunde zusammensuchen, Du kannst ihm dann alles aushändigen.


    Liebe Grüße
    Milli

  • Naja, Kalinchen, aber dann hast Du doch alles. :-)


    Ich habe für meine Brustgeschichte auch nur den Mammographiebfund, den histologischen Befund der Stanzbiopsie und den Entlassungsbericht.


    Dann meine Unterlagen zum Gebärmutterhalskrebs mit seinen Op-Berichten, Blutwerten, Tumormarker,etc.


    Dann den Entlassungsbericht aus der REHA.

  • Liebe Tiggy,
    ich bekomme gar nichts automatisch, aber alles in Kopie auf Nachfrage (Briefe, Befunde, Bilder), entweder direkt ausgehändigt oder innerhalb 1 Woche auf dem Postweg zugeschickt. Muss aber immer selbst dran denken, alles anzufordern, spontan bekomme ich nichts.
    Lg Katzi64

  • Liebe Milli,


    aber nicht wie Kirsche schreibt :In meinem Ordner befinden sich sämtliche Arztberichte, Blutwerte, Befunde und Berichte der Tumorkonferenz.


    sondern wirklich nur die Kurzfassung. Für mich hat das bis heute gereicht.


    LG
    Kalinchen

  • Liebe Kalinchen,


    ach so. :-)


    Nein, ich habe auch die Langfassung mit allen histologischen Befunden, war mir z.B. wichtig. Zuerst bekam ich immer die Kurzfassung mit und später per Post dann die Langfassung.


    Liebe Grüße
    Milli

  • Du hast ein Recht darauf dass Du Deine Befunde bekommst . Das wird meistens vergessen bei der ganzen Arbeit und Hektik die im Krankenhaus herrscht. Da muss man als Patient danach fragen. Mache ich auch immer . Ich denke wer weiss wofür das gut ist . Konnte da mit meinem Hausarzt schon mal die Medikamente klären die ich brauche und die ich zuerst fast nicht bekommen hätte, weil er den neusten Arztbrief von mir nicht hatte. So habe ich den vorbeigebracht und die haben sich das kopiert und ich bekam dann dich die Medikamente, die ich brauchte.
    Bei uns im Brustzentrum bekommen die Patientinnen so eine Mappe wo die wichtigsten Informationen drinstehen und wo sie die Befunde abheften können und die bis zum Aushändigen der Mappe vorhandenen Befunde. Danach muss man meistens nach den weiteren Befunden fragen , aber dann bekommt man die auch .
    Liebe Grüße und eine wundervolle Reha wünsche ich Dir , sowie erstmal ein schönes Wochenende
    LG :hug: alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hi,
    ich habe auch nur die Kurzfassungen mitbekommen. Keine Laborberichte, Blutwerte etc...
    Brauch ich aber auch nicht, was soll ich damit...wenn ich was genaueres brauche, zB wollte meine Krankenkasse den ausführlichen OP Bericht, rufe ich in der Frauenklinik bei meinem Prof an u die schicken mir das dann per Post. Dieses Verfahren taugt mir super! Wenn ein anderer Arzt (zB mein niedergelassener Onko-Gyn) was braucht, fordert der/die das direkt im Uniklinikum an, klappt auch super. Ich bin immer froh, wenn ich mich um so wenig wie möglich da selbst kümmern muss.
    Lg

  • Hihi,


    da ist wohl jeder anders gepolt, ich will die Langfassung, will alles wissen. ;)


    Ich denke, es ist mein Körper, da will ich wissen, was die machen. Man würde sich ja auch nicht mit einer Kurzfassung bei seiner Autoreparatur zufrieden geben. 8)


    Kleiner Scherz ... aber ich sehe das echt so.


    Milli

  • Danke Euch für Eure interessanten Beiträge dazu.


    Alesi, bei uns gab es auch so einen Ordner - und die Info, dass man dort alles abheften könne. Aber ausser den beiden Abschlussberichten (OP1 + 2) gab es nichts abzuheften.


    Ich sehe das wie Milli, mir wäre es auch sehr lieb, alle Unterlagen zusätzlich in meinen Händen zu haben, man weiß nicht, was noch kommt, bzw. wozu man gewisse Infos noch braucht.


    Heute habe ich nachgefragt und bin auch eine gewisse Irritation gestoßen. Da sei nicht üblich, ich hätte doch die Briefe bekommen, wenn ich mehr wollte, müsse das bezahlt werden.


    Das wiederum hat bei mir eine gewisse Irritation hervorgerufen...


    lg, Tiggy

  • Handhabt best jeder u auch jedes KH anders, aber man hat definitiv ein Anrecht auf soviel Info wie man will! Ist schon ein starkes Stück, dass die dafür Geld wollen! Echt unverschämt...


    Milli : Beim Auto lass ich mir nicht mal die Rechnung ausdrucken ;-)
    Ne, aber mal im Ernst, den ausführlichen OP Bericht wollte ich echt nicht haben, musste ja dann wg Krankenkasse u hab den dann natürlich entgegen aller Vorsätze studiert...echt gruselig...wie so ne schlechte Erlebniserzählung...mir hätte definitiv die Stichpunktartigec Zfass. gereicht, wer wann wo u wie reinschneidet- uff! Auch der Absatz über das Schließen der inneren Naht ist ein Lektüre "Highlight". Lg

  • Liebe Tiggy,


    das mit dem Bezahlen ist mir sehr neu und meines Erachtens auch unüblich, wenn nicht sogar Abzocke. ich würde da mal bei der unabhängigen Patientenberatung anfragen, die sind da immer supernett, was solche Dinge anbelangt. Mein Mann hatte da mal ein Problem, die haben ihm den ganzen Text vorformuliert, und er hatte danach keine Probleme, das zu bekommen, was er wollte. War ein bißchen was anderes, aber letztendlich ging es darum, dass er auch was bezahlen sollte, ich aber wusste, dass das nicht so ist.


    Toitoitoi


    Liebe Grüße
    Milli

  • Milli und Ilisweeetie, ja, das fand ich auch recht eigenwillig.
    Vielleicht auch nur ein Misverständnis. Ich werde mal persönlich vorbeifahren.


    Gerade die Blutuntersuchung und pathologischen Berichte fände ich schon recht interessant.
    Auch wurde eine Untersuchung gemacht, welche Resistenzen gegen Antibiotika bestehen. Das sind doch wichtige Informationen, auf die man sicherlich zurückgreifen könnte (wenn man sie hätte ;-) )


    lg, Tiggy

  • Hallo ihr Lieben,
    meiner Wissens dürfen für die (kopierten) Unterlagen aus der Patientenakte lediglich Kopiergebühren berechnet werden, deren max. Höhe ich aber leider nicht weiss. Sollte eigentlich ein geringer Betrag i.S. einer Papierkosten- und Druckerpatronen - Beteiligung sein.
    Ich persönlich musste noch nie hierfür extra zahlen.
    Lg Katzi64

  • Hallo zusammen,


    nach der Biopsie haben die mir den Befund für meine Gynäkologin mitgegeben, den habe ich mir dann bei uns in der Schule kopiert. Andernfalls hätte ich in der Praxis Kopierkosten zahlen müssen, weiß nicht, wie hoch die gewesen wären, in der Schule kostet es mich halt gar nix :D


    Nach der OP hat die Ärztin mir den Pathologiebefund kopiert, sie hat von sich aus gefragt, ob ich den gerne haben möchte. Gekostet hat das nichts.
    Ich bin gespannt, was ich dann bei der Entlassung aus dem Krankenhaus nächste Woche bekomme.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

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  • Nach dem Abschlußgespräch meiner ersten Erkrankung vor 2 Jahren bekamm ich sämtliche Unterlagen in einem schicken Ordner. Es waren Bilder von Krebskranken gemalt, Der Inhalt des Ordners war übersichtlich unterteilt, Histologien, OP Berichte, Laborbefunde usw. so das ich sie Problemlos zu jedem Arztbesuch der irgendwie noch anstand vorlegen konnte. Fand ich persöhnlich super.
    Wenn ich jetzt mal zwischendurch was brauche sage ich es und bekomme es auch, natürlich kostenlos.
    Karo58 ?(

  • ich habe direkt zu Beginn im Brustzentrum einen Ordner bekommen und auch gleich Kopien der Berichte. Jetzt während der Chemo
    läuft es nicht immer automatisch, manchmal muss ich nachhaken. Ist aber auch o.k., die kriegen die Berichte elektronisch und wenn
    ich dann erst später wieder bei denen aufschlage, können die nicht immer wissen, dass mir noch was fehlt. Dann sage ich Bescheid und
    krieg umgehend einen Ausdruck. (ist bei mir auch etwas viel, hatte nun doch einige Untersuchungen außer der Reihe).


    Im meine, wir haben Anspruch drauf, die Unterlagen zu bekommen, die Ärzte könnten aber ihren Aufwand (Kopierkosten) von uns
    erstattet verlangen. Ich habe bisher nur einmal vor fast 20 Jahren 5 Mark dafür bezahlt, dass ich meine Krankenhausakte kopiert bekam.
    Ansonsten habe ich in den letzten Jahren auch nie was bezahlen müssen, weder für Berichte in Papierform noch für CDs mit Röntgen-
    oder MRT/CT-Aufnahmen.


    Ich persönlich lege Wert drauf, möglichst alle Befunde auch selbst zu haben. Es kommt ja doch mal vor, dass man den Arzt wechselt (war
    bei mir z.B. so nach einem Umzug) und wenn man dann irgendwas braucht und erst bei den vorherigen Ärzten nachfragen muss, ist das
    blöd und kostet Zeit.


    Liebe Grüße
    Heideblüte