• Hallo liebe Forumsmitglieder,


    Seit ca. 2 Wochen lese ich mit. Am Anfang war ich völlig überfordert mit der Diagnose und den ganzen Fachbegriffen. Die Berichte hier waren zum einen sehr informativ und sehr warmherzig, jedoch habe ich auch viel gelesen, was mich sehr verunsichert hat.


    Ich wurde von jetzt auf gleich aus dem Verkehr gezogen. Mammographie wegen
    Vergrößerung eines bekannten Knoten. Biopsie. DCIS. Vorstellung im KH.
    Noch mehr Veränderungen wurden erkannt, die nicht zu zuordnen waren.
    Nochmal Biopsie. Nach einem Tag die erlösende Antwort aus der Klinik,
    dass es gutartig ist. Also dann doch brusterhaltende OP mit
    anschließender Bestrahlung.
    Das Abwarten der Ergebnisse, besonders
    des Letzten, da dann eine Ablatio geplant worden wäre, war heftig. Ich
    fand es schön, dass die Klinik früher als vereinbart angerufen hat, um
    mir das Ergebnis mitzuteilen.


    In zwei Wochen ist Op Termin.


    Inzwischen tun sich immer mehr Fragen für mich auf und jetzt war es an der Zeit, mich hier vorzustellen und aktiv am Forum teilzunehmen.


    Herzliche Grüße an Alle


    Sonnenblume1969


    (hier gibt´s ja schon viele Sonnenblumen, lächel.... meine Lieblingsblume)

  • Liebe Sonnenblume,


    ersteinmal ein herzliches Willkommen in unserer Runde, wenn auch der Anlass nicht so schön ist.


    Dieses Gefühl plötzlich aus dem normalen Leben herausgerissen zu werden, ich glaube das hatten wir alle hier. Bei mir wurde durch das Mammographiescrenningprogramm im vorigen Mai der Brustkrebs festgestellt. Glück im Unglück, er war noch so klein, dass er brusterhaltend operiert werden konnte. Zwischen erfahren, dass ich Krebs habe und der Op lagen bei mir nur 9 Tage, da bin ich nicht viel zum Nachdenken gekommen. Das kam alles erst hinterher.
    Chemo habe ich zum Glück nicht gebraucht, das habe ich aber erst 2 Wochen nach der Op erfahren, solange hat die Auswertung gedauert und der weitere Behandlungsweg wird ja dann auf der Tumorkonferenz festgelegt. Bestrahlungen hatte ich 28normale und 5xBoost. Da mein Brustkrebs hormonabhängig ist, nehme ich nun für 10 Jahre Tamoxifen.


    Wir haben hier aber immer wieder mal festgestellt, dass sich die Behandlungen und auch die Nachsorge stark unterscheiden. Aber wir sind ja auch alle unterschiedlich :)


    Ich drücke dir ganz fest die Daumen für deine Op und wenn Fragen auftauchen, hier im Forum ist immer jemand, der versucht diese zu beantworten.


    LG
    Kalinchen

  • Guten Morgen,liebe Sonnenblume,


    Herzlich willkommen hier bei uns im Forum.


    Die erste ungewisse Zeit hast du schon geschafft :thumbup: , das warten auf Ergebnisse ist immer die schlimmste Zeit.


    Wir können hier die Daumen für dich drücken, Ängste reduzieren und einfach nur deine Sorgen anhören.....Das hilft schon viel weiter.


    Fachliche Unterstützung kannst du vom Krebsinformationsdienst bekommen. Ich habe meistens eine E-Mail geschrieben und dann kurzfristig entweder per E-Mail oder telefonisch eine gute Antwort bekommen.


    Ich drücke dir für die OP die Daumen :thumbsup: Meine brusterhaltende OP liegt schon 1,5 Jahre zurück.wurde sehr gut in einem Brustkrebszentrum gemacht.


    Ich schicke dir liebe Grüße und ein Paket Zuversicht :hug:
    Tanne

  • Hallo Sonnenblume,


    herzlich willkommen hier im Forum, erst mal gibts einen Begrüßungsknuddler :hug:
    Hab keine Scheu, deine Fragen hier zu stellen. Jede von uns kennt diese Unsicherheit, gerade am Anfang der Erkrankung. Was habe ich in den letzten knapp zwei Monaten nach der Diagnose schon alles gelernt! Und ganz wichtig: Es gibt keine dummen Fragen!
    Ich habe selbst eine brusterhaltende OP Anfang April gehabt.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Liebe Sonnenblume,
    auch ich möchte Dich ganz herzlich begrüßen hier im Forum. :hug:
    Wie Kalinchen, Tanne und Nordlicht vor mir schon geschrieben haben,
    kannst Du hier im Forum jede Frage stellen, die Dich bedrückt oder
    bei einem Koller Dir einfach mal alles von der Seele schreiben.
    Ich bin noch nicht solange dabei, aber man wird hier immer warm und herzlich aufgefangen
    und getröstet. Das finde ich sehr sehr schön.


    Diese nervenaufreibende Warterei auf Ergebnisse kann hier jeder sehr gut nachempfinden. ;(
    Auch ich hatte durch meinen rätselhaften Fall von Brustkrebs immer neue Untersuchungen
    und musste deshalb immer wieder aufs Neue warten, was denn nun endgültig dabei rauskommt.
    Das ist sehr zermürbend, gerade so kurz nach der Diagnose, in der man alle seine Kräfte braucht.


    Unser Behandlungsplan klingt ähnlich: brusterhaltende OP, Bestrahlung, Antihormontherapie?
    Ich drücke Dir auf alle Fälle ganz fest die Daumen für Deine OP in 2 Wochen.


    Liebe Grüße,
    Viva

  • Hallo Sonnenblume,


    herzlich willkommen hier im Forum der Frauenselbsthilfe. Fühle Dich bei uns wohl, wenn Du magst, stelle all Deine Fragen, hier ist immer einer da der ein offenes Ohr hat. Ich denke für Dich war es sehr wichtig, dass die zweite Biopsie gutartig war. Jetzt geht alles seinen Gang und wie Du schreibst, fühlst Du Dich ja in der Klinik gut aufgehoben. Für Deine OP wünsche ich Dir viel Kraft und für die weiteren Therapien alles Gute.


    Auch wünsche ich Dir einen guten Austausch.

  • Hallöchen liebe Sonnenblume1969 :P


    ja hier bei uns gibt es so einige Sonnenblumen… 8o ...ich heiße dich herzlich Willkommen in unserem tollen Forum.
    Das Warten auf die Befunde ist immer eine schwierige Zeit umso besser wenn die Klinik früher als vereinbart angerufen hat.
    Finde ich wirklich sehr umsichtig von den Ärzten, deiner Klinik :thumbup:


    Stell hier all deine Fragen die dir auf dem Herzen liegen. Alle Fragen sind wichtig um geklärt zu werden. Auch kannst du hier bei uns
    all deine Sorgen und Ängste ein stückweit bei uns lassen, es ist immer jemand da…….


    Für deine OP Termin, werde ein ganze Reihe von uns die Daumen drücken. Wenn du deinen genauen Termin weißt, dann teile ihn uns doch mit,
    dann wirst du in Unser "Ich-Drück-die-Daumen-Strang" mit aufgenommen, wenn du möchtest.


    Hier kommt noch eine sehr gute Adresse:
    http://www.krebsinformationsdienst.de hier kannst du dich online informieren, per Mail anfragen oder auch per Telefon informieren :thumbup:


    Liebe Sonnenblume1969, ich wünsche dir einen guten Austausch :thumbsup:


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Link korrigiert, war aufgrund der Forumsumstellung nicht mehr korrekt.

  • Herzlichen Dank für die warmherzige Begrüßung.


    Die letzten Tage habe ich eine Vermeidungsstrategie in mir entdeckt; zum einen, da ich mich nicht mehr so sehr mit dem Thema auseinandersetzen wollte (mir schwirrt der Kopf von den vielen Informationen, die ich gelesen habe und die z.T. sehr widersprüchlich sind) und zum anderen wollte ich mich wieder mehr auf die positiven und gesunden Dinge in meinem Leben focusieren.


    Was ich sehr bedenklich finde gerade ist, dass ich für die OP den Ärzten einen "Freibrief" unterschreiben soll, bei dem sie während der OP tun und lassen können wonach ihnen gerade ist, ohne dass es mit mir (wenn sie währendessen zu neuen Erkenntnissen kommen) abgesprochen ist. Das möchte ich nicht. Kann man dem Widersprechen?


    Viva : Ja, ich denke, dass wir dieselbe Behandlung haben werden, da mein Tumor auch auf Hormone steht. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich Tamoxifen nehmen werde, da es so viele Nebenwirkungen gibt, die meine Lebensqualität deutlich einschränken würden.


    Liebe Grüße,
    Sonnenblume 1969

  • Hi,
    ja du kannst widersprechen. Ich habe so einen "Freifahrtsschein" unterschrieben, mein Prof müsste dann auch leider Gebrauch davon machen...er hat mich im Vorfeld aber aufgeklärt, dass wir von dem Standardformular auch abweichen können u best. Dinge hätte ich dann "erlauben" od "ablehnen" können. Du allein entscheidest, was mit dir gemacht wird. Es gibt keinerlei rechtliche Verpflichtung das zu unterschreiben. Aber evtl sprichst du da konkret mit deinen Ärzten über deine Bedenken. Mir hat es geholfen, dass mir der Operateur genau gesagt hat, was theoretisch sein könnte. Hätte ich nicht unterschrieben, hätte er die OP abbrechen müssen u ich hätte eine 3. Vollnarkose gebraucht, ich bin froh, dass er Spielraum hatte u selbst entscheiden konnte, wie er weiter vorgeht- mir ist so einiges erspart geblieben. Ich muss aber dazu sagen, dass ich extrem ausführlich aufgeklärt wurde u meinem Prof zu 100% vertraue. Lg

  • Hi Sonnenblume,
    ich denke, es ist ganz wichtig, dass Du ausführlich mit Deinem Arzt sprichst und ihr mögliche Optionen im Vorfeld besprecht. So kann er Deinen
    Willen berücksichtigen ohne dass die OP abgebrochen werden muss, damit Du gefragt werden kannst. Wenn Du ihm (noch) nicht vertraust, löchere ihn
    so lange, bis Du ein gutes Gefühl hast oder hol Dir eine Zweitmeinung ein.
    Ich schließe mich Ilisweetie an, dass ich lieber dem Arzt etwas Spielraum lasse, als ggfs. noch eine Vollnarkose über mich ergehen zu lassen. Aber
    es muss eben abgestimmt sein. Bis zu meiner nächsten OP (prophylaktische Entfernung beider Brüste mit Sofortaufbau) sind es noch einige Monate
    hin, aber ich mache mir auch schon Gedanken "was wäre wenn" zu verschiedenen Aspekten und werde diese Optionen im Vorfeld mit dem Arzt
    besprechen und dann hoffentlich beruhigt einschlafen und mit einem tollen Ergebnis aufwachen.
    Ich wünsche Dir, dass das auch für Dich gilt.
    Schlußendlich gehe ich mal positiv davon aus, dass die meisten Ärzte Interesse daran haben, dass wir mit ihrer Arbeit und unseren Brüsten nach deren
    OP weitgehend zufrieden sind und uns nicht absichtlich "verstümmeln" wollen. Aber es sind eben keine Schönheits-OPs, sondern meist geht es um ein
    möglichst noch langes Leben. Dafür nehme ich dann auch die Narben in Kauf.
    Viele Grüße
    Heideblüte

  • Liebe Sonnenblume,


    beim Lesen Deiner Zeilen frage ich mich, ob Dir wirklich alle für Dich wichtigen Fragen zur OP beantwortet wurden. Denn einen "Freibrief" solltest Du nicht ausstellen, weil Dir Deine Ärzte ganz konkret erklären müssen, wie sie während der Operation vorgehen. Also ungefähr so: wenn Fall A eintritt, dann opierieren wir auf diese Weise, wenn Fall B einttritt, werden wir auf eine andere Weise operieren. Und erst dann, wenn Du Dich gut aufgeklärt fühlst, solltest Du auch unterschreiben.


    Natürlich ist es nicht ganz prickelnd, in eine OP zu gehen und nicht zu wissen, mit welchem "Ergebnis" man wieder aufwacht. Das habe ich selbst schon erlebt. Andererseits habe ich eben durch den medizinischen Spielraum, den ich den Ärzten damals gegeben habe, eine weitere OP und Narkose vermieden, was mir wichtiger war.


    Selbstverständlich hast Du immer die Möglichkeit, vorher selbst zu bestimmen, was die Ärzte tun dürfen und was nicht. Inwieweit eine Einschränkung sinnvoll ist, das kannst nur Du selbst entscheiden. Um mehr Sicherheit zu gewinnen, kannst Du auch in einem anderen Brustzentrum noch eine Zweitmeinung einholen. Dort kannst Du Dir anhören, welche OP- und/oder Therapiemethoden Dir vorgeschlagen werden - und dann Deine Entscheidung treffen.


    Grundsätzlich verstehe ich Deine Bedenken. Und vielleicht helfen Dir mehr Informationen, diese Bedenken zu reduzieren. Ich drück Dir die Daumen dafür!


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Liebe Sonnenblume
    Ich kann mich nur anschliessen und Dich ermutigen, alles zu fragen, was
    Du wissen möchtest! Ich denke nicht, dass die Aerzte tun und lassen, was sie gerade wollen, sondern was sie für Dich das Beste finden. Da lassen sich bestimmt zum voraus verschiedene Szenarien besprechen, denen Du dann zustimmen oder widersprechen kannst. Bei mir wurde während der OP entschieden, dass nochmals ein Ultraschall gemacht wurde, weil der Chirurge nicht sicheer war mit der Drahtmarkierung. Er hat dann entschieden, noch weiteres Material zu entnehmen. Die OP hat dadurch länger gedauert, aber ich war froh, dass ich nicht nochmals eine 2. Narkose benötigte. Ich hatte aber im Vorfeld Vertrauen in den chirurgen und dass er das Beste für mich machen möchte. Ich wünsche Dir, dass Du dieses
    Vertrauen finden wirst und sonst ist es vielleicht nicht der ricthige Arzt für Dich.


    Ich wünsch Dir alles Gute für Deine OP, manchmal ist die Zeit vorher schlimmer als der Eingriff selber!

  • Hallo ihr Lieben,


    ich muss am Dienstag in die Klinik zur Vorbereitung, darf dann nochmals nach Hause und am Mittwoch ist dann die OP. So wie ich die Unterlagen vor mir liegen habe und mit den Informationen, die ich bisher bekommen habe, werde ich auf keinen Fall unterschreiben. Ihr habt schon recht, da ist nochmal ein Gespräch fällig und zwar ein ausführliches.
    Ich habe übrigens keinerlei Angst vor einer OP oder einer Vollnarkose. Ich hatte schon ca. 15 Vollnarkosen in meinem Leben (wegen anderen Dingen). Nachoperieren wäre nicht das Problem


    Herzlichen Dank für eure aufbauenden Worte.


    Liebe Grüße
    Sonnenblume