Soll ich meine Freundin aus dem Bett holen?

  • Hallo, ich bin neu hier .
    Meine Lebensgefährtin bekam vor 2 Woche die Diagnose Her 2 Brustkrebs,hormonunabhängig, und heute bekam sie die erste Chemo.(neo-adjuvant) die steht uns jetzt ein Jahr lang bevor.
    Natürlich habe ich versucht im Vorfeld alles zu recherchieren, was ich tuen kann um ihr die Nebenwirkungen zu erleichtern.
    Das ist nicht so einfach, denn alle gefragten zuständigen Mediziner gaben als Auskunft: Nebenwirkungen kommen oder kommen nicht. Wann kann man auch nicht vorhersagen und wenn sie dann kommen kann man eigentlich nichts dagegen tuen, ausser Bewegung und frische Luft. Also unbedingt raus gehen.
    Nun hat meine Freundin innerhalb von 3 Stunden nach der Chemo heftige Kopfschmerzen, Magenschmerzen heftige Erschöpfung und tiefe Müdigkeit entwickelt. Aufstehen und rausgehen? keine Chance. Ich bin verunsichert, was soll ich tuen. Sie überreden? Oder einfach in Ruhe lassen und hoffen dass es morgen besser ist? (Schwierig zu ertragen)
    Ich würde ihr so gerne helfen.
    3 Liter trinken wird auch schwierig, und Ingwertee kann Sie jetzt schon nicht mehr sehen. Kann mir jemand mit mehr Erfahrung raten?


    ich danke sehr für Antwort
    Eure
    V15

  • Also erstmal kurz: mit dem einen Jahr Chemo musst du dich vertan haben. Normalerweise ist das höchstens 6 Monate insgesamt. Es wird zwischendurch die Art der Chemo geändert. Bei mir z.B. erst alle 2 Wochen, danach dann jede Woche. Vielleicht habt ihr das bei der Rechnung nicht bedacht


    Jede Chemo ist anders. Die allererste ist psychisch recht heftig, da man ja noch nicht wusste, was einen erwartet.
    Ich war meistens am Tag der Chemo nur drinnen. Am Tag danach (oder auch mal erst den zweiten danach) war ich aktiver. Also ich würde sagen, ab dem zweiten Tag nach der Chemo könntest du versuchen, deine Freundin zum Spazierengehen zu bewegen (wenn sie sich nicht selbst aufrafft).
    Generell wird sie im Laufe der Monate immer schlapper werden, deshalb ist schon sinnvoll, sich immer so gut es geht zu bewegen und das macht mehr Spaß, wenn jemand mitkommt.
    Momentan würde ich einfach da sein wenn deine Freundin sich unterhalten möchte, aber sie nicht stressen. Wie gesagt, die erste Chemo ist etwas nervlich anstrengend. Auch wenn es oft nicht so schlimm ist wie erwartet.


    Du könntest ihr auch leckeres gesundes Essen besorgen, z.B. Beeren, darüber freut sie sich bestimmt. Oder ruhig auch ein Stück Kuchen.

  • Hi V15,
    erstmal herzlich willkommen bei uns. Ich finde es absolut toll, wie Du Dich kümmerst und einbringen möchtest. Jede von uns kann froh sein, jemanden
    an seiner Seite zu haben, der uns so unterstützen möchte.
    Mach Dir keinen Druck wegen des Rausgehens. Ich habe mich nach der ersten Chemo auch mächtig gequält und bin rausgegangen obwohl es mir überhaupt
    nicht danach war. Beim nächsten Mal habe ich der großen Müdigkeit nachgegeben und es ging mir deutlich besser. Schau einfach was Deiner Lebens-
    Gefährtin aktuell gut tut und was sie möchte. Ich habe meinen Angehörigen im Vorfeld die klare Anweisung gegeben, mich - wenn auch nicht an den ersten
    2 Tagen hochzuziehen. Daran halten sie sich, passen aber die Dauer der Spaziergänge meiner Tagesform an.
    Wenn ich gar nicht trinken kann, versuche ich z.B. Melone zu essen. Neulich habe ich den Tipp erhalten, mit dem Strohhalm zu trinken, das geht auch etwas
    besser. Direkt am Chemotag trinke ich schon sehr ausgiebig während der Chemo, danach geht auch nicht mehr viel. Das normalisiert sich aber am nächsten Tag.
    Habt Ihr eine Notfallnummer bekommen? Da könnt ihr ggfs. anrufen und evtl. noch Tipps oder Medikamente gegen die Nebenwirkungen bekommen. Ich bekomme
    meine Chemo in einem MVZ, welches an ein Krankenhaus angeschlossen ist, wenn das MVZ geschlossen hat, kann ich dort anrufen und bekommen Hilfe. Das
    finde ich sehr beruhigend. Nebenwirkungen gibt es, aber unter den meisten müssen wir nicht stark leiden, weil es Medikamente dagegen gibt.
    Ich weiß, es ist für Angehörige schwierig, so hilflos daneben zu stehen, aber Du kannst nur soweit helfen, wie sie es möchte. Ich kenne Deine Lebensgefährtin
    nicht, kann Dir daher nicht konkret raten, aber ich bin z.B. jemand der gern seine Ruhe hat, wenn es mir schlecht geht. Ich freue mich, wenn mir jemand
    Hilfe anbietet, freue mich aber auch wenn man sich dann wieder zurückzieht und mich ausschlafen läßt. Aber jeder Mensch ist anders. Du wirst schon den
    richtigen Umgang finden. Bis zur nächsten Chemo habt ihr noch etwas Zeit und könnt Euch dann besser vorbereiten und abstimmen.
    Ich wünsche Dir für die nächsten Stunden und Tage viel Kraft und Geduld. Ihr werdet das schaffen!
    Schicke Dir eine dicke Umarmung!


    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Herzlich Willkommen in unserem Forum . Es ist für Deine Freundin sehr schön so jemanden wie Dich zu haben die sich kümmert so gut es geht . Aber in Moment wenn es ihr so schlecht geht , lass sie schlafen. Vielleicht kannst ihr das zu essen und trinken besorgen worauf sie Lust hat . Ich mochte während der Chemo zu Mittag , Nudeln , Leichte Gemüsesuppen und Hühnersuppe , leicht gesalzen . Abend ass ich Äpfel und Käse ( Gouda).
    Aber da hat jeder einen anderen Geschmack . Vielleicht muss Deine Freundin andere Medikamente gegen die extremen Nebenwirkungen bekommen.
    Ganz so ist es nicht , dass man gegen die Nebenwirkungen machen kann . Es kann auch sein dass die Blutwerte nicht in Ordnung sind( Hämoglobin und Weisse Blutkörperchen) Dann fühlt man sich auch schlecht. Ich habe auch Wassereis ( Capri) gelutscht .Das half mir jetzt letztens wo ich nichts trinken konnte , aber das funktionierte . Das mochte ich und es blieb drin und ich hatte Appetit drauf. Auch Ananasstücke tun gut .
    Ansonsten kannst Du nicht viel mehr tun als für sie da sein . Wenn es ihr etwas besser geht kannst Du sie zum Spazieren gehen überreden . Erst kurze Stücke und dann immer mehr aufbauen. So müsste es mit der Zeit klappen. Auch kurzes raussetzen auf den Balkon oder Garten tut gut , wenn es mit dem Spazieren gehen nicht klappt, so wie jetzt . Und die nächste Chemo muss nicht zwangsläufig so verlaufen wie diese.
    Wünsche Euch beiden viel Kraft , Mut und Zuversicht für die weiteren Behandlungen. Deine Lebensgefährtin schafft das , so wie wir alle hier . Nur Mut, es wird auch wieder besser.
    LG und ein Begrüssungsknuddler :hug: :hug: für Euch beide
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Euch ein gutes Durchhalten! Ist wirklich heftig für alle Beteiligten.Und ich habe auch lieber ne gute Aufklärung und dann einen Plan in der Schublade, wenn etwas an NW auftritt.
    ich bekomme auch 15 Monate Chemotherapie und Herzeptin.Ist bei Her2 pos. ja leider so.
    Habt ihr keinen Medikamentenbeutel mitbekommen? Blasenschutz, Cortison, Antiübelkeitsmittel?


    Toi, toi, toi und immer fragen beim Doc oder den Schwestern...


    Schön, dass du für deine Freundin da bist!

  • Hallo v15,


    damit Du siehst, dass es bei jeder von uns anders abläuft.
    Ich bin am Tag der Chemo (EC) super gut drauf. Habe jetzt 2 hinter mir und jedes Mal habe ich anschließend noch etwas unternommen. Die nächsten 2 bis 3 Tage sind auch fast normal - nur zur Toilette muss ich dann alle 2 Stunden. Und dann kommt der 3. oder 4. Tag und es geht gar nichts mehr. Nur erschöpft. Der Weg vom Bett uns Bad ist schon anstrengend, dann eventuell noch in die Küche zum Essen oder Trinken und der nächste Gang ist schon das Sofa oder wieder ins Bett. Eine Treppe mit 13 Stufen wird zur Riesenherausforderung!
    Ich bin dann wirklich überwiegend im Bett oder auf dem Sofa anzutreffen und hoffe immer, dass meine Tochter etwas gekocht hat, was mir auch zusagt und meine Enkeltochter es mir dann rauf bringt. Ansonsten ging bisher immer Brot mit Kräuterquark und Gurke.
    Für die Beruhigung von Magen und Darm habe ich ganz viel Fenchel-Anis-Kümmel-Tee getrunken.
    Und nach 3 Tagen der absoluten Erschöpfung - auch der geistigen Erschöpfung. Man hat das Gefühl, nicht geradeaus denken zu können. Aber dann war morgens schon ein kleiner Sonnenstrahl im Kopf und es ging fast stündlich wieder besser.
    Am nächsten Tag beginne ich dann wieder mit kleinen Spaziergängen. Aber meistens reicht die Kraft nur für 15 Minuten.


    Du siehst, bei ist der Ablauf etwas anders als bei den Vorschreiberinnen. So wird auch Deine Lebensgefährtin ihre ganz eigenen Art haben, auf die Chemo zu reagieren.
    Wichtig ist wirklich: Da sein!
    Zu nichts drängeln, selbst wenn es noch so gut gemeint ist.
    Und sich bezüglich des Essens fast so verhalten wie bei Schwangeren. Mal großer Hunger auf ganz ausgefallene Sachen und beim nächsten Mal ist das gleiche Essen dann schon BÄÄÄÄHHHHH.


    Alles Gute für Euch!
    Der Weg wird lang, aber er ist zu schaffen!!!!!

  • Ihr Lieben,


    ich danke Euch! Nach so kurzer Zeit schon so viel Zuspruch. Das hilft.
    Es entspricht meiner Empfindung auch viel mehr die Tapfere in Frieden zu lassen als an ihr zu zerren.
    Heute Morgen geht es schon deutlich besser, jetzt steht sie unter der Dusche. WOW! (Ja der Medikamentenbeutel war dabei, und wird auch brav abgearbeitet)
    Jetzt gilt es Ernährungspläne zu entwickeln, über Micronährstoffe Informationen ein zu holen (die sollen auch helfen habe ich gelesen).
    Akupunktur Armbänder sollen gegen die Übelkeit helfen, da will ich gleich mal in die Apotheke.
    Und dann die Vorbereitung auf die angekündigten angegriffenen Schleimhäute, da suche ich auch noch Tips, Empfehlungen und Erfahrungen. Ihr seht es fällt ein bisschen schwer zu akzeptieren dass man so garnichts machen kann.
    Danke auch für die Rückmeldung dass Ihr auch Probleme mit dem Trinken habt, das hat mir niemand vorher gesagt.
    Auch Schluckprobleme hatte sie. Ist das normal?


    herzlich und kämpferisch
    Eure
    V15, die Euch auch von Herzen Kraft für Euren Kampf wünscht

  • Hallo,


    schön dass Du hierher gefunden hast. Ja - auch Schluckprobleme sind normal. Mit dem Trinken habe ich mich auch schwer getan. Ich habe vieles einfach nicht runtergekriegt. Am besten immer etwas neues ausprobieren - hatte ich Appetit auf Cola, habe ich mir die gegönnt auch wenn sie nicht gesund ist. Gegen die Geschmacksveränderungen helfen mir Getränke die sauer oder bitter sind, z.b Tonic oder Wasser mit Zitronensaft, die neutralisieren den metallischen Geschmack etwas. Zur Stärkung der Schleimhaut hat mein Ärztin mir empfohlen: Walnußöl kaufen, einen Teelöffel davon einnehmen und durch die Zähne ziehen und somit 5 Minuten im Mund lassen dann runterschlucken. Ich war erst skeptisch, aber es war angenehm für mich. Das hilft gleichzeitig auch schon mal bissel mit gegen Verstopfung, die sie auch bekommen könnte. Ich trinke jeden Tag 1 Glas Buttermiclh nüchtern als erstes morgens und seitdem kann ich regelmäßig zur Toilette.


    Es gibt viele Tips, frage einfach immer wenn Du Bedarf hast.


    Hier scheint die Sonne, ich schicke Euch einen Sonnenstrahl. :) :) LG Blume

  • Hi V15,
    schön dass es Deiner Lebensgefährtin wieder besser geht. Wenn Du weiter im Forum stöberst, findest Du noch eine Menge Tipps, ich bin aber auch noch
    nicht so ganz durch. Hier ein paar Anmerkungen zu Deinen Gedanken:
    Das Akupressurarmband gegen Übelkeit habe ich auch in der Apotheke entdeckt und habe Mittwoch die Brustschwester drauf angesprochen. Sie meint,
    günstiger und genauso effektiv sein ein Senfkorn fest mit Pflaster auf die entsprechende Stelle geklebt. Soll aber beides nicht sofort wirken, sondern
    rechtzeitig angefangen werden. Da ich Mittwoch meine letzte EC hatte und hoffentlich mit der Übelkeit durch bin, habe ich es nicht probiert. Aktuell
    habe ich gute Medikamente.
    Bzgl. Ernährungsplan macht Dir nicht Zuviel Stress. Meine Onkologin hat gesagt: alles was geht und gerad
    e schmeckt. Eine meiner Vorschreiberin hatte
    schon den Vergleich mit einer Schwangerschaft gebracht. Es gibt seltsame Gelüste, die leider auch kurzfristig variieren. Eine Chemo kostet Kraft, da soll
    man sich nicht noch was reinwürgen, was gerade nicht schmeckt. Da ich allein lebe, stopfe ich meinen Kühlschrank vor der Chemo immer randvoll mit allem
    Möglichen und sehe dann, was ich essen mag. Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne Rücksprache mit dem Onkologen, die können u.U. kontraproduktiv sein.


    Schleimhäute: Für den Mund sollte ich Salbeitee trinken, hab ich aber nicht runtergekriegt. Allein der Geruch löst bei mir Übelkeit aus. Hab jetzt was
    zum Spülen, wenn ich gerade Läsionen habe. Ich rufe bei Problemen die Brustschwester an, die hat meist einen guten Tipp parat oder stelle eine
    Frage hier im Forum. Irgendjemand hat einen Rat. Wartet einfach ab, was sich entwickelt und was nicht. Es müssen nicht alle Nebenwirkungen
    auch tatsächlich auftreten. Ich weiß, es ist schwierig, wenn man nicht weiß, was kommt, mir ging es bei der 1. Chemo genauso. Mir hat die Onkologin
    ein paar häufige Nebenwirkungen erklärt, und gemeint, ich solle ja die Finger von den Beipackzetteln lassen. Einfach auf mich zukommen lassen und
    mich melden, wenn was ist. Damit fahre ich im Großen und Ganzen ganz gut und mit etwas "Erfahrung" wird es dann auch erträglicher.


    Schluckprobleme sind klar, wenn die Mundschleimhaut trocken wird. Versucht was zu essen, was gut rutscht. Bei mir ist es Suppe, Eis, Pudding, Joghurt.


    Haltet Durch! Ihr packt das! Wir sind bei Euch.
    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Hallo V 15,


    bei den NW der Chemo ist es wie bei dem großen schwedischen Möbelhaus: Alles kann, nichts muss.
    Übelkeit, Heißhungerattacken,metallischer Geschmack etc. Ich war nie schwanger, aber so ungefähr
    stelle ich mir das vor.
    Gegen Schleimhautschäden im Mund bekam ich vom KH eine "onkologische Mundspüllösung" mit Panthenol,
    Cortison und Lidocain. Das betäubt ein wenig die schmerzhaften Stellen und heilt gleichzeitig. Leider
    haftet es nicht besonders lang. In der Apotheke gibt es Salben mit Lokalanästhetika, die haften etwas
    besser. Zusätzlich gibt es noch eine Haftcreme mit Cortison, ich weiß nicht, ob ich den Namen nennen
    darf, aber die Apotheke weiß es bestimmt. Die Salbe härtet im Mund, das ist vielleicht nicht so angenehm.
    War aber zum Schluss das einzige, was gegen meine Riesen-Aphthen geholfen hat.
    Vom Zahnarzt bekam ich zur Vorbeugung eine Salbe mit Salbei und Kamille. Ging gar nicht!
    Alles Gute für Euch!


    Felszicke

  • Liebe V15,


    ich verstehe gut, dass Du Deine Freundin während der Chemozeit unterstützen möchtest. Und auf Dein Gefühl, nicht an ihr "zerren" zu wollen, kannst Du Dich ruhig verlassen.


    Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, so hat mir mein Körper gesagt, was momentan gut und richtig ist. Ich z.B. hatte viel Appetit auf säuerliches Obst und säuerliche Getränke (Achtung: bei angegriffener Schleimhaut lieber lassen) und mein Mann hat mich da immer mit einem entsprechenden Vorrat ausgestattet. Nachträglich habe ich gelesen, dass moderate Säure den Speichelfluss anregt und dass ich damit unbewusst der Mundtrockenheit entgegengewirkt habe.


    Ich selbst hatte übrigens nie angegriffene Schleimhäute oder Verstopfung oder Durchfall etc. Deshalb mein Tipp an Dich, Dich nicht zu sehr auf die eventuell (oder eben auch nicht) auftretenden Nebenwirkungen zu konzentrieren. Normalerweise ist es ausreichend, diese Themen dann anzugehen, wenn sie tatsächlich auftreten. Ich als Betroffene habe es als sehr hilfreich erlebt, wenn mein Mann mich nach meinen aktuellen Wünschen und/oder Bedürfnissen gefragt hat und sie mir - soweit möglich - erfüllt hat. Und es hat mir gut getan, dass er nicht ständig aktiv etwas tun wollte, sondern mich in meinem Tempo hat agieren lassen.


    Und noch etwas zu Nahrungsergänzungsmitteln: bitte informiert Eure behandelnden Ärzte darüber, was zusätzlich zur Chemo eingenommen wird. Denn auch frei verkäufliche Produkte können die Wirkung der Chemo beeinflussen (entweder verstärken oder abschwächen) - und das ist ja nicht der Plan dabei.


    Ja, es gibt während der Chemo schlechte Tage mit Müdigkeit und anderen Nebenwirkungen. Genauso gibt es viele gute Tage, an denen Aktivitäten wie Treffen mit Freunden, Einkaufengehen etc. möglich sind. Und so wünsche ich Euch, dass Ihr gemeinsam diese Zeit gut hinter Euch bringt - ihr werdet das hinkriegen, davon bin ich überzeugt.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo v15


    Zuallererst wünsche ich deiner Freundin und dir die Kraft Zusammen alles durchzustehen den das ist das einzige was zählt. Zu deine Frage in du deine Freundin aus dem Bett holen sollst kann ich mit Jein Antworten. Meine Frau ist nach der chemo total erledigt also lass ich Sir schlafen es tut ihr gut und sobald sie sich besser fühlt geht sie mit mir in unseren Garten und schaut mit mir in was neues grünt und blüht so Sachen halt und wenn's ihr viel besser geht gehen wir mit unserer alten hundedame spazieren, ich will damit sagen du kannst nichts erzwingen aber mit sanften Nachdruck auf sie einwirken zumal das deiner eigenen Psyche gut tut wenn du siehst dass es ihr guttut und vor allem dass es ihr Spass macht mit dir draussen zu sein.

    In diesem Sinne ZUSAMMEN SEID IHR STARK Wünsche ich euch dass beste

    LG Matsu

  • Hallo V15,


    wenn ich von der Chemo nach hause kam, wollte ich immer sofort ins Bett. Getrunken habe ich fast nur Leitungswasser oder mal einen milden Fruchtsaft.

    Die Chemo bekam ich immer Dienstags. Erst Freitag wurde es dann besser und ich bin mit meinem Mann raus.

    Es ist eine schwierige Zeit. Sei für sie da, das allein wird ihr am Meisten helfen.

    Ich wünsche euch beiden ganz viel Kraft.:thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:


    Liebe Grüße

    Liesel