"alter" Hase = "neue" Themen ?

  • Hallo ihr Tapferen :hug:


    Ja es wird besser....Mit der Zeit.wobei bei mir die Therapie im August 2016 zu Ende war. Nach langen 1,5Jahren. Aber da bin ich ja noch ein Frischling unter den alten Hasen....


    Ich habe auch mal solche Gedanken wie Sonnenblümchen. Ich überlegen manchmal, ob ich mir die Bluse kaufe oder ob ich sie vielleicht nicht abtrage.....Und dann kommt der mir eigene Trotz!!!!! Und dann erst recht!!!!!


    Ich verdränge vielleicht die schlechten Aussichten......Aber ich sehe darin kein Problem für mich. Ich lebe jeden Tag so gut ich kann. Versuche wieder zu laufen.....Habe mich jetzt sogar zu einigen Stadtläufen angemeldet. Am Montag geht's erstmal beim Mollilauf in Bad Doberan 6 km auf die Walking strecke. Aber am 7.5. will ich in Kühlungsborn die 5 km rennen. Habe mich angemeldet und hinterher erst die Ergebnisse des letzten Jahres angeschaut 8o ich werde mit Sicherheit letzte :hot: aber egal!!!! Ich werde rennen!!!!!


    Und so setzte ich mir Ziele.jeden Tage, jede Woche neu. Oft vergesse ich die Krankheit dabei . Aber wenn die schmerzen in den Füßen kommen, ist der Frust da und ich trete auch mal wo gegen.


    Jeder findet irgendwie seine Art, mit dem ganzen Sch..... umzugehen. Wichtig ist nur, sich nicht davon bestimmen zu lassen...Ich bestimme , ob ich einen guten Tag draus mache!!!!


    Ich drücke euch alle ganz lieb und wünsche euch sehr, dass es jeden Tag mindestens ein paar Prozent mehr Glück und Freude gibt als Angst ich Mutlosigkeit. Dann geht es aufwärts :thumbup:
    Eure Tanne

  • Hallo Tanne,

    am Allerbesten gefällt mir dein Satz:"Wichtig ist nur, sich nicht davon bestimmen zu lassen...Ich bestimme , ob ich einen guten Tag draus mache!!!!"


    Daran werde ich mich halten :thumbsup:


    Viel Spaß beim Rennen
    Fanti

  • Hallo ihr lieben,


    nach meiner Chemo und nach der OP habe ich ein paar Zeilen niedergeschrieben, die ich jetzt gerne mit euch teile:


    Ich fühle mich wie eine Lokomotive. Eine von Pixxar oder Disney, mit rundem, fröhlichem Gesicht und mit Überschallgeschwindigkeit unterwegs. Alles rast an mir vorbei, so schnell dass sich ein Tunnel bildet und kein einzelnes Bild sich mehr abzuzeichnen vermag. Quasi eine Lokomotive auf der Flucht. Auf der Flucht vor der Endlichkeit des Lebens, der Angst vor Sterblichkeit und Leid, der Gewissheit noch nicht fertig zu sein und vielleicht nie wieder ganz zu werden. Zwischendurch komme ich durch eine Notbremsung zum stehen. Mit blockierten Rädern, Keuchend und schweißgebadet sehe ich mich um. Ich bin nicht weit genug weg und nicht nah genug dran. Ich bin auf dem Weg. Auf dem Weg zu mir. Ich muss mich nur noch finden. Denn irgendwann bin ich auf dieser Irrfahrt verloren gegangen. Ich bin unbemerkt ausgestiegen und in die Dunkelheit marschiert während mein Leben an Bord blieb und mit fröhlichem, runden Gesicht weiterfuhr. Nächster Halt: Meine Zukunft... Mit Glück warte ich dort auf mich. Ich hab nämlich die Hoffnung, das ich einfach nur das Transportmittel getauscht und querfeldein geritten bin. Einfach um dem Irrsinn für eine Weile zu entkommen.


    Ich habe das nach meiner Chemo und der darauffolgenden OP geschrieben. Vor meiner Befundbesprechung. Seitdem hat sich mein Leben wieder entschleunigt. Auch körperlich geht es mir mittlerweile ganz gut. Die Polyneuropathien haben sich fast vollständig zurückgebildet, meine Chemopfunde verabschieden sich und meine Kondition verbessert sich täglich. Gelenk- und Knochenschmerzen nerven mich noch, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf dass auch die sich bald verziehen.
    Psychisch ist es zuweilen heiter bis wolkig. Ich denke im Alltag oft überhaupt nicht mehr an meine Erkrankung. Und dann ziehe ich mir eines abends "Im Himmel trägt man hohe Schuhe" rein und heule mich anschließend über einen hysterischen Anfall in den Schlaf. Aber auch das wird weniger.


    Ein Hoch auf Uns, Mädels!


    Maja

  • Boah Maja


    Das trifft die Sache auf den Kopf ...toll geschrieben , hatte gerade extreme Erpelpelle .!!!
    Ich wollte wochenlang auch alles auf einmal , ständig auf der Überholspur....dachte erst , ich habe nachholbedürfnis , bis ich dahinter kam : ich hatte Angst , es nicht mehr tun zu können .Seit der Erkenntnis entschleunige ich endlich ein wenig.
    LG Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Hallo liebe Mosi :hug:


    diese Gedanken kenne ich auch nur zu gut, hat aber nichts mit zweifeln an meinem Überleben zu tun, es zeigt mir ganz plötzlich,
    dass mein Leben endlich ist……dabei kann ich mich garnicht beklagen, auch wenn ich schon mehrere Rückfälle hatte und trotzdem
    kommen mir auch immer mal wieder die Gedanken.
    Als ich erfuhr, dass unser Jüngster und Frau Ende August ein Baby bekommen, war mein erster Gedanke, ob ich noch da bin um
    das kleine Wesen im Arm zu halten…..wie bescheu...bin ich denn ;( :huh:
    Ich kann mittlerweile diese Gedanken so wie sie kommen auch gleich wieder wegwischen, aber die kommen (nur noch selten) einfach
    auch bei mir und ich bin ein sehr positiver Mensch! War ich schon immer, aber trotzdem kommen bei mir auch die Tränen, die Gedanken
    und ich mache mir Gedanken, wenn irgendwo etwas zwickt, was ich nicht gleich für mich ausschließen kann.
    Ich glaube, ganz können wir das nicht ablegen, es wird aber immer besser!
    Wir lernen im laufe der Zeit damit besser umzugehen, aber empfindsam bleiben wir und ich glaube auch nicht dass wir jemals wieder
    die Alten sind….nicht auf allen Gebieten :!:


    Liebe Tanne :P da stimme ich dir zu, wir lassen uns nicht von unserer Erkrankung bestimmen…..ne ne ne….wir bestimmen :thumbup:


    Liebe Maja :P du hast deine Gefühle (unsere Gefühle) in eine tolle Geschichte verpackt…..ja….genauso ist es :thumbup:


    Grüßle :) ika :)

  • Liebe Mosi :hug: ,
    Dunstglocke - hast du prima ausgedrückt.
    Ich war froh so was mal wieder zu lesen, nicht falsch verstehen :!: , ich bin schon traurig das es dir so geht aber beruhigt, das es nicht nur mir immernoch so geht. Und ja, von dir kennt man hier aus den Beiträgen auch fast nur das positive Gemūht und Gefühl und ich habe mich immer gefragt, wie ihr das macht ?( . Ich bin auch kein negativer Mensch und kann mich jetzt noch mehr an vielen schönen Dingen des Alltages erfreuen, Blumen, Sonne ......was vorher selbstverständlich war, ABER die tåglichen angstvollen Gedanken sind nun mal da und bisher auch nicht weniger geworden durch die Arbeit oder den " normalen Alltag", der ist ebennicht mehr der normale Alltag wie früher. Und wieviel Jahre ich noch habe, beschäftigt mich leider tåglich, nicht ununterbrochen, aber eben auch an Ereignisse oder Zahlen geknüpft. Die Frage sind alle Zellen wirklich raus, wirkt die AHT, momentan hab ich tåglich Schmerzen und Ziehen unter einer Achsel, geh ich jetzt zum Arzt oder warte ich bis Juni zum nächsten Termin? War ja erst im April und alles war okay und dann seh ich mich im Spiegel und denke so sieht kein gesunder Mensch aus :| .
    Meine Hoffnung liegt momentan wirklich in der Reha im Sommer, vielleicht schafft man es dort, mich aufzubauen, denn ich will ja positiv Denken, aber es fållt zunehmend schwerer und nicht leichter wie bei den meisten hier. Vielleicht hab ich auch einen an der Klatsche :cursing:?( ..
    Manche sagten mir auch lass das Forum, das tut dir nicht gut, da list du so viel schlimmere Dinge, aber das ist Quatsch, auch wenn ich jetzt die Woche ūber nie hier online war, es hat nichts an meinem Denken und Fühlen geåndert.


    So, ich wūnsche dir und allen anderen hier noch einen schönen 1. Mai, bei uns lacht schon die Sonne durchs Fenster, ich hoffe die bleibt auch endlich mal ein bissel långer :D .
    Liebe Grüße Sylvi aus dem Hexenharz 8o

    Liebe Maja :hug:
    bei deinen Zeilen hatte ich gleich Pipi in den Augen 8| . Wegen der toll formulierten Geschichte, deiner positiven Einstellung und dem in den Schlaf heulen :cursing: . Ja all die Bücher habe ich mir auch schon reingezogen und geheult wie ein Schlosshund. Ob sie hilfreich sind, keine Ahnung, für mich war es immer so das Gefühl denen geht es doch viel schlechter als mir, also einerseits aufbauend, andererseits natürlich erstmal beim lesen die Packung Tempos in der Hand X(


    Ich hoffe wir schaffen es alle auf bessere Gedanken :)

  • Hallo liebe Maja,


    auch mich haben Deine Zeilen sehr berührt. Ich fühle mich oft auch genau so, auch wenn ich stark sein möchte für meinen Mann, meine Kinder, Freunde, Verwandte.
    Nachts träume ich wirres Zeug, wache auf und bin froh, dass es nur ein Traum war. Dann habe ich wieder einfach nur Angst und auch mir geht es so, dass ich mich schon gefragt habe : werde ich den Schulanfang meines Enkels noch erleben, lohnt es sich den Pulli zu kaufen....... alles das was Du/Ihr hier an unterschiedlichen Stellen im Forum schon beschrieben habt.
    Und dann bin ich wieder mal sehr sehr froh, dass es Euch alle hier gibt in diesem Forum und das wir alle die ähnlichen sorgen, Ängste , aber auch manchmal ERFOLGSERLEBNISSE haben.


    ich grüße Euch alle ganz lieb 8) :) Blume

  • Hallo,


    Ihr habt mir hier alle aus dem Herzen gesprochen!! Dieses Wechselbad der Gefühle, die ständige Frage bei neuen Zipperlein - ist da wieder was? Kommt das von der Tam?? Sind das späte Nebenwirkungen???


    Leider sind die Ärzte, bei denen wir unsere Nachsorge machen, ja meist nicht auf die Erkrankung spezialisiert. Da kommen dann schon mal Aussagen wie - "das kann so lange nach der akuten Therapie eigentlich gar nicht sein, dass da noch was neu dazu kommt" oder " Hm, da haben Sie wohl inzwschen mehr Ahnung davon als ich".....


    Ich bin sofort dabei, wenn es um einen Thread für "alte Hasen" geht!! Wie bereits schon gesagt- die akute Phase hat andere Prioritäten als unsere Situation nach 1 oder 2 oder 3..... Jahren.


    Und wenn die Ärzte uns nicht weiterhelfen, wir nicht ständig zu Untersuchungen rennen wollen aber Fragen sich aufdrängen, da sind wir hier doch am richtigen Platz!! Gemeinsam geht es doch viel leichter!!!


    Wäre schön, wenn der Thread zustande käme.


    Liebe Güße


    Hoffnungschimmer

  • Hallo alle miteinander,


    mein 1. Jahrestag der Erkrankung nähert sich mit großen Schritten - gehöre also noch nicht zu den alten Hasen :), aber in der akuten Phase bin ich eben auch nicht mehr. Ich finde den Austausch hier wichtig, gerade weil die Nachsorge bei jeden anders läuft und wir uns um so vieles selber kümmern müssen. Wer, wenn nicht wir selber, müssen uns da helfen und unterstützen, damit wir unseren Ärzten auch mal zeigen können "wo der Frosch die Locken hat". ich finde es auch immer wieder hilfreich, wenn man liest, das es andere mit den gleichen Zipperlein gibt und man nicht langsam anfängt zu spinnen.


    In diesem Sinne für alle eine erfolgreiche, nebenwirkungsarme Zeit.


    LG
    Kalinchen

  • Ihr Lieben ,


    Nein --- Spinnen tut hier mit Sicherheit niemand !!! Und Sylvie - ich weiss wie du das meinst .Es beruhigt mich auch , wenn ich lese das es vielen so geht mit den Ängsten , Unwohlsein , Zipperlein usw.Daran merkt man doch , wir sind nach der akuten Therapie zumindest hier im Forum nicht ganz allein damit .Zuhause btw.in meinem Umfeld freuen sich alle - und das sollen sie ja auch ,- Therapie überstanden = alles gut .Haare aufm Kopf = gesund .
    Über NICHT sichtbare Belastungen redet man nicht gerne....( Ist bei anderen Erkrankungen wie Burnout / Depressionen u.ä. ja auch so )und wird auch nicht gerne danach gefragt , also müssen wir da alleine durch .


    Durch Zufall habe ich gestern den Betrag eines Psychotherapeuten in der Zeitung gelesen .Es ging darum Dinge anzunehmen die man nicht ändern kann .Ängste auszuhalten und er schrieb : Wenn wir unsere Angst als Monster vorstellen,das sich uns in den Weg stellt ....wenn wir es versuchen zu bekämpfen oder es versuchen wegzuschieben verbrauchen wir nur Energie und sind die ganze Zeit mit dem Monster beschäftigt .Stattdessen sollte man gedanklich das Monster unterhaken und Arm in Arm mit ihm gehen...einfach akzeptieren , das es da ist .Der Vorteil : man hat wieder freie Sicht nach vorn und bestimmt selber wo die Reise hingeht ...
    Diese Vorstellung fand ich für mich ganz gut .Ich kann die Angst nicht wegzaubern , aber ich lasse nicht zu , das sie meinen Tag bestimmt( so wie Tanne schon sagte )


    LG Mosi

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Liebe Foris,


    eigentlich wußten die Gründerinnen der Organisation auch schon, dass wir nach Abschluß der Behandlung noch Kontakt, Rat und Austausch brauchen.
    Es heißt ja schließlich "Frauenselbsthilfe nach Krebs."
    In diesem Sinne, bleiben wir einfach dabei, uns gegenseitig zu unterstützen.
    Ich finde mit diesem neuen Thread sind wir auf einem guten Weg. Die Resonanz zeigt, dass doch so einige von uns (ich auch) nach der Akutbehandlung mit diesem Thema bei weitem noch nicht abgeschlossen habe. Diese Krankheit, egal welche Variante davon einem erwischt, diese Behandlungen und die damit verbundenen Ängste prägen einen für die nächste Zeit. Vielleicht für den Rest des Leben?


    Also, machen wir doch so weiter :thumbsup:
    LG Fanti

  • Guten Morgen ihr lieben Foris!


    Ich muss mich entschuldigen, das ich mich so zurückgezogen habe.
    Auch ich habe von vielen den Rat bekommen nicht mehr ins Forum zu gehen.
    Habe es mehr oder weniger gut geschafft... :S
    Ich finde es toll wenn es einen "alte Hase"-Bereich geben sollte.
    Seit Januar bin ich mit Chemo, OP und Bestrahlung durch. Seit 1.2. gehe ich wieder Arbeiten. Letzten Montag bekam ich meine letzte Herceptin-Spritze.
    Tamoxifen muss ich für die nächsten 10 Jahre nehmen.
    Jetzt meint mein Umfeld das doch alles gut ist. Und versteht nicht wenn ich mal einen schlechten Tag habe.
    Oder das man nicht einfach Kreuzschmerzen hat, ohne das die Gedanken abschweifen...
    Ich habe heute einen Termin bei meiner Hausärztin. Möchte mal fragen ob ich Reha-Sport, Massage, Physio oder irgendwas machen
    kann um meinen Körper wieder etwas fitter zu bekommen. Habe ziemlich zugenommen während der Chemo und jetzt nochmal durch Tam. Meine Bestrahlte Brust ist auch immer noch geschwollen.
    Und seit letztem Freitag stehe ich total neben mir. Bin total überfordert und mir kommen andauernd die Tränen. Am Freitag ist auch noch meine erste Nachsorge bei meiner Gyn, was auch noch dazu kommt. Ich habe wahnsinnige Angst mein erkämpftes Leben wieder zu verlieren.
    Am 28.6.fahre ich eigentlich zur Kur. Auch darauf kann ich mich nicht freuen, weil ich Angst habe das noch irgendein Hammer kommt...
    Vielleicht können wir uns hier etwas austauschen und Mut machen... :rolleyes:

  • Hallo ihe alle,
    auch ich möchte mich heute gerne dazu reihen. bei mir ist meine behandlung erst seit 13.02.2017 mit op, chemo und bestrahlung vorbei, aber ich bin der meinung, dass auch gerade diese "frsche" zeit danach genauso schwer ist. zuerst dreht sich nur alles um dich, man ist vollgepackt mit entscheidungen, terminen, krank- sowie erholungsphasen und dann....... kam ich mir vor als hätte jemand den schalter ausgestellt und es wurde ganz leise.
    dann, aber erst nach einer geraumer zeit fingen die zipperlein an, als meine haare gewachsen sind hatte ich wie haarspitzenkater, tat echt weh, da dachte ich mir, so alles haben sie durchgecheckt, nur deinen kopf nicht, da ist bestimmt eine meta. meine linke seite ist von der bestrahlung auch noch geschwollen und am schlüsselbein und ganz besonders hinten neben dem schulterblatt hängt der schmerz einfach fest auch hier wieder angst. nun meldet sich seit längerem immer wieder meine leber und auch meine ärztin meinte wenn dies nicht aufhört soll ich zum arzt gehen, dann bin ich auf der sicheren seite. ganz zu schweigen von den ziehenden schmerzen die ich an meinem schienbein habe. WOHER kommen denn die ganzen schmerzen ????
    ich bin echt ein positiver mensch und eher im hoch als im tiefen und auch freue ich mich auf unseren geplanten familienurlaub den wir geplant haben. aber seit ein paar tagen hat mich die angst wieder eingeholt, da dieses ziepen einfach nicht aufhören will. da sitzt wieder dieses teufelchen im nacken und sagt : schau mal keiner hat dir gesagt du hast keine krebszellen mehr in dir, im gegenteil dir wurde gesagt das du ein hochrisikopatient bist und fräulein überleg dir mal du hattest 15 befallene lymphknoten und deine lymphbahnen wiesen auch krebszellen vor, deine metas lassen nur noch auf sich warten.........
    Baaaaaam, vorbei meine postiven gedanken die das engelchen zu mir sagt wie : hey sei froh deine lymphknoten haben alles abgefangen oder du hast die höchste dosis von der chemo erhalten was soll da noch über geblieben sein. auch weg das gefühl der sicherheit das ich nach der neuen studie die antihormonbehandlung mit exemestan, zoladex und bisphosphonaten erhalte, obwohl,ich doch selbst an der uni an dem brustkrebstag vom prof gehört habe, dass sich die chancen hier um über 90% steigen........
    und keiner kann dir aus diesem loch helfen, da hilft mir auch kein psychoonkologe, ich weiß selbst das ich da raus muss aber es ist halt nicht immer so einfach, vor allem wenn die schmerzen dich immer daran erinnern, so,gut kann man sich gar nciht ablenken.
    daher ist es echt gut dieses forum hier zu haben und von euch das gleiche zu lesen, somit weiß frau schau, du bist nicht allein, deinen "kolleginnen" geht es genauso


    DANKE an all die kämpferinnen hier

  • Ich möchte auch paar Wörter dazu sagen.


    so wie viele hier habe ich von meinen Bekannten gehört: lass es, diese Beiträge zu lesen, du hast alles geschafft, du bist gesund!


    Und ich habe es versucht...


    Was soll ich sagen?..
    Besser ging es mir nicht, umgedreht: ich habe das Gefühl, nur hier versteht mich jemand, nur hier bin ich ernst genommen...


    Mein Freund sagt mir: ich will nicht mehr über Krankheit hören, du bist gesund!


    Aber ob ich gesund bin?,,
    Jede Schmerzen macht mich verrückt, weil ich sofort an Metastasen denke.
    Und das kennen hier bestimmt alle, nicht?


    Und wer kann das aus "gesunder" Umgebung verstehen?
    Keiner!


    Ich höre nur: denk positiv, alles wird gut usw.


    Und diese "alles wird gut" klingt für mich so wie "lass mich in Ruhe mit deiner Krankheit!"...

  • Hallo ihr Lieben :hug:


    ich war schon länger nicht mehr im Forum, eben weil die Krankheit "abgeschlossen" ist. Nun sehe ich, dass es vielen von euch genauso geht wie mir, ?( nichts ist abgeschlossen. Also :thumbsup: nix wie her mit dem "Alte Hasen Thread", oder gibt es den schon und ich habe ihn noch nicht entdeckt :sleeping:


    Grüßle von pelerixi

  • Ich habe es mir ja eigentlich gedacht, aber das der Thread soviel Anklang findet.....toll
    Ein paar Tage lang war meine Tochter aus Bayern zu Besuch und weil wir uns nur sehr selten sehen, habe ich jede Minute genutzt und mich ganz ihr gewidmet. Heute ist sie wieder ans andere Ende der Republik gereist und ich hatte mal wieder einen Termin bei einem Doc.
    Diesmal ging es um meine Knochen. Zum einen habe ich so starke Schmerzen, das mir jede Bewegung schwer fällt und andererseits weiß ich, das Bewegung hilft.
    Mein Gyn. hat mich also erneut zur Knochendichtemessung geschickt um zu sehen ob die Osteoporose eine Bisphosphonattherapie über die KK rechtfertigt. Allein das regt mich ja schon auf. Nun das Ergebnis : Nein, die Knochen sind noch dicht genug (nur ich nicht?). Immerhin, er hat sich Zeit genommen und mir Einiges wirklich gut und verständlich erklärt. Seiner Erfahrung nach haben die Bisphosphonate durchaus eine positive Wirkung auf die Knochen, aber nicht auf die Schmerzen. Er hat mir Akkupunktur und Funktionstraining verschrieben und mich gebeten mit meinem Gyn doch noch mal zu besprechen ob nicht ein Wechsel auf Tam sinnvoll wäre. Nach seiner Kenntnis greift Tam die Knochen lange nicht so an wie mein Letrozol.
    So, da sitzt man dann wieder mit dem großen Fragezeichen im Gesicht und überlegt.
    Ich fühle mich wie in einem Hamsterrad. Eine Information "Letrozol macht sie körperlich mindestens 30J. älter" kann mir nicht gefallen. Erklärt sie auch meine S chmerzen !!!
    Am Mittwoch hatte ich einen Termin bei meinem Psychiater wegen einer Medikamentenänderung. Ich muss schon seit über 30Jahren Medikamente gegen Depressionen nehmen und bin deswegen auch schon lange berentet. Nach der Krebserkrankung hatte ich erneut extreme Schlafstörungen, die soweit gingen das ich Angst vorm Einschlafen hatte um ja nicht träumen zu müssen. Nun habe ich wieder einigermaßen gute Nächte, bewege mich tagsüber aber auch oft wie vom anderen Stern. Ich bin vergesslich, unkonzentriert, fahrig. Oft schweife ich gedanklich ab... schon fast beängstigend für mich.
    All´das wird wohl mein Alltag bleiben und ich bin heute und jetzt sauer und zornig deswegen.
    Dieses blöde Viech hat viel mehr zerstört als meine Brust... das ist für mich am wenigsten wichtig, auch wenn es sichtbar ist.
    Lossi, die jetzt mal ernsthaft nachdenken muß

  • Hallo liebe "alte Hasen",


    kommt mir komisch vor, dass ich auch schon bald einer sein werde. Meine Behandlungen (Chemo, Bestrahlung) sind seit Ende August letzten Jahres vorbei, und ich hatte gehofft, mit ein bisschen Sport und Arbeit würde ich mich mittlerweile wieder gesund fühlen. Tu ich aber nicht.
    Abnehmen klappt nicht, Gelenke und Knochen schmerzen, ich fühle mich wie mindestens 10 Jahre älter als ich bin (58 Jahre) - jedenfalls, was die Beweglichkeit angeht - durch Sport wird es manchmal sogar eher schlimmer. Hab dann aus einem Unsicherheitsgefühl heraus ein Knochenszinti gemacht (oB - also weiß ich wenigstens, woher die Schmerzen im Moment nicht kommen...). Ich schlafe schlecht, kann mich nicht so richtig konzentrieren.
    DAS NERVT!!
    Anastrozol absetzen ist für mich keine Alternative, jedenfalls im Moment noch nicht. Aber noch über 4 Jahre? Puuh!
    Arbeit macht Spaß, lenkt ab - strengt aber auch an.
    Zum Glück habe ich noch nicht das Problem, dass alle von mir "Gesundheit" erwarten - das hilft sehr. Aber den Rat, nicht mehr ins Forum zu schauen, habe ich auch schon bekommen.
    Blöder Rat - jedenfalls für mich!
    Ich fühle mich durch Eure Beiträge gestützt und verstanden - und das macht Einiges leichter. Ich schreibe nicht so oft. Vielleicht ab jetzt mehr, mal schauen!
    Ich erinnere mich noch genau daran, dass der Gynäkologe im Krankenhaus vor 1,5 Jahren sagte: "in einem Jahr werden Sie wieder die Alte sein". Nööö, bin ich nicht!


    Liebe Grüße an Euch alle
    Eowyn

  • Liebe Lossi,


    im Beipackzettel von Tamoxifen steht, dass es sich nicht mit einigen Mitteln gegen Depressionen verträgt. Es ist zwar nicht so schädlich für die Knochen, wenn die Schmerzen aber eher von Muskeln und Gelenken kommen....... Diese Sch...nebenwirkungen - Wahl zwischen Pest und Cholera sag ich da bloss. Schlafstörungen sind ebenfalls eine übliche Nebenwirkung - zur Zeit sind 5h Schlaf üblich.


    LG
    Kalinchen

  • Bei mir hieß es vor 3 Monaten beim Lebersonso mit Kontrastmittel: wahrscheinlich Metas, weil kein typisches Hämangiom-Verhalten. Dann ein MRT aber mangels Ärzte-Absprache mit einem Kontrastmittel, das für die Fragestellung nicht optimal geeignet war, "zu 95% keine Metas, in drei Monaten Lebersono zur Verlaufskontrolle".
    Der Meta-Verdacht hatte mich in eine richtige Schockstarre katapultiert, und ich habe auch nach der "Entwarnung" Tage gebraucht, um halbwegs wieder zu mir zu kommen.
    Jetzt wäre es an der Zeit gewesen die Verlaufskontrolle zu machen, aber es kann ja eigentlich nur Schlechtes rauskommen, denn im Moment hangle ich mich an den 95 Prozent durch und gehe davon aus, dass es keine Metas sind.


    Heute endlich habe ich einen Termin für die Verlaufskontrolle Lebersono ausgemacht - NACH dem 80sten Geburtstag meiner Schwiegermutter (Mai), NACH der Pfingstferienreise mit meinem Sohn (Juni), NACH den beiden Kindergeburtstagen im Juli.
    Kennt ihr das auch, dass die Psyche Euch so einen Eiertanz aufführen lässt, damit der Zeitpunkt für möglicherweise schlechte Nachrichten möglichst günstig ist? Oder bin nur ich so verdreht?
    LG Schneeglöckchen


    P.S. Ich hätte so oder so erst im Juli einen Termin bekommen, weil davor alles voll ist (weil ich mich ja so spät gekümmert habe.)

  • Oh, das kenne ich auch gut!..


    ...ich mache Urlaub, DANACH erst die Untersuchung...
    ...ich will meinen Sohn mit der Familie besuchen, DANN erst zum Arzt gehen...


    Ich habe das Gefühl, ich lebe "Stück für Stück", von einer Untersuchung zu anderer. Und je später ich mich untersuchen lasse, desto mehr "Leben" ich habe...


    Schlimm...