Onkologe, Gynäkologe oder Hausarzt

  • Liebe Heideblüte,

    ja so geht es glaube ich sehr vielen.

    Meine Nachkontrolle macht meine Gyn. Zum Glück fühle ich mich bei ihr sehr gut aufgehoben und kann immer zu ihr kommen. Sie war 15 Jahre stellvertr. Chefärtin im Brustzentrum bei uns, daher kennt sie sich exzellent aus und hat auch nat. die Verbindung, so dass ich Termine ( wenn nötig CT oder Mammo) sehr schnell bekomme.( Die erste Kontrolle hat der Chefarzt aus MD noch zusammen mit dem Chefarzt meines Brustzentrums eine Woche nach Entlassung gemacht, die beide kennen sich sehr gut und er ist dann zu uns ins BZ gekommen.) Daheim habe ich noch ca. 8 Tage Thrombosespritzen gesetzt und dann nicht mehr.( Da ich Krampfadern habe und Tam das Thromboserisiko ebenfalls erhöht, muss ich die jetzt im Oktober ziehen lassen.)

    Seitdem aber alles über meine FA. Ultraschall der Implantatränder macht sie, im 1. Jahr alle drei Monate, dann halbjährlich und anschließend Jährlich. Zur ersten Mammographie war ich nach einem halben Jahr. Wie ich schon des Öfteren schrieb, braucht man davor keine Angst haben, es werden ja nur Bilder gemacht, praktisch wie Röntgen, also ohne quetschen.

    Den Komp.BH musste ich 12 Wochen 24h tragen, den Gürtel oben dran habe ich bereits nach 2 Wochen weggelassen. Seitdem trage ich ausschließlich Sport BHs, sind schön fest und ich fühle mich wohl damit.

    Was die Beweglichkeit bzw. Sport angeht, kommt glaube drauf an was man schon kann, wie die Narben verheilt sind usw. Ich habe damit auch erst nach 12 Wochen begonnen, aber vorher ging das auch nicht wirklich, zumindest nicht über Kopf. Anziehen alles von unten irgendwie und naja Haare waschen halbwegs nach vorn gebeugt. Wie gesagt mit dem leichten Training habe ich dann erst in der AHB nach 12 Wochen begonnen. Auch ins Wasser bin ich dort wieder zum ersten mal gegangen, schwimmen war auch noch nicht, aber Bewegung.

    Sauna ist glaube so ein umstrittenes Thema als Krebspatient oder ehem. Krebspatient, ebenso wie Massagen. Das will ich hier nicht weiter aufrollen.

    Seither gehe ich zum Rehasport. das erste Rezept dafür bekam ich bei der Entlassung aus der AHB vom dort behandelnden Arzt und das 2. habe ich mir jetzt vom Hausarzt geholt. Reicht immer für ein halbes Jahr. Ebenso vom AHB Arzt bekam ich nach Entlassung ein Reha- schwimmen Rezept. Leider konnte ich das nicht einlösen, weil wir hier Wartezeit 1,5 Jahre haben.

    So falls du noch Fragen hast, immer raus damit.

    LG sylvi

  • Hi, ihr Lieben.

    Ich muss meinen Frust auch mal los werden.

    Als Krebspatientin habe ich mich relativ gut aufgehoben gefühlt. Bis auf die Strahlenabteilung haben sich alle sehr gekümmert, solange es um Untersuchungen, Behandlung und Therapie von BK ging.

    Jetzt bin ich seit zwei Wochen von der AHB zurück. Sie hat mir gut getan, sehr gut sogar... Keine Frage! Aber nichtdestotrotz haben ja Chemo und Bestrahlung ihre Spuren hinterlassen und zwar deutlich! Da war ich so froh alles hinter mir zu haben und dann krieg ich zu spüren, WAS ich eigentlich hinter mir habe!

    Und ich weiß, es geht nicht nur mir so!

    Als der Reha-Bericht bei meiner FÄ eintraf, besprach sie die Nachsorge mit mir. Und legte mir nah, im Oktober mit der Wiedereingliederung zu beginnen. Ich sagte, nein, so wie ich mich jetzt fühle, nicht. Und erzählte ihr von meinen Schmerzen. Da sagte sie mir darauf, daran werde ich unter Umständen noch Jahre zu knabbern haben. Fertig. Anmerkung: Aus der Reha wurde ich arbeitsunfähig entlassen, Psychologische Betreuung wurde empfohlen.

    Ich bin zum ersten Mal richtig enttäuscht und stelle hiermit fest, für die Behandlung der Krebserkrankung wurde alles getan und nun ist man auf sich allein gestellt, mit den Spätfolgen will sich keiner abgeben. Tolles System!

    Ich bin nicht untätig, treibe Sport und führe auch die erlernten Trainingseinheiten aus der Reha zu Hause fort. Aber um wieder leistungsfähig zu sein, bedarf ich noch ärztlicher Unterstützung. Man kann nicht erwarten, dass man nach den langen Strapazen nach drei Wochen Reha wieder der alte Mensch ist.

    Consi

  • Liebe Sylvi

    herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort. Das gibt mir schon sehr viele Anhaltspunkte. Werde Freitag mal fragen wg.. Ultraschall. Ich muss irgendwie auch nochmal zum MRT. Ich habe meine neuen wg. BRCA bekommen und da soll lt. Genetikgutachten nochmal ein MRT gemacht werden um nachzuprüfen ob auch alles an Brustgewebe entfernt wurde. Ist dies der Fall bin ich aus der Intensivierten Vorsorge (klingt total blöd, wenn man gleichzeitig eine Nachsorge macht) raus, ansonsten wird da wohl auch noch was weitergemacht. Aber wenn ich mir im Implantatpass die Größe der Implis anschaue und mit meinem Dekollete vergleiche, kann da kein Brustgewebe mehr drin sein.:) Ich habe 510ml auf jeder Seite und trotzdem unverändert ein B-Körbchen (bzw. A, je nach BH-Modell, habe verschiedene Kompressions-BHs gekauft).

    Haare waschen geht mittlerweile so halbwegs. Wg. Massagen muss ich noch diskutieren. Ich habe seit Jahren Schulter-Nacken-HWS-Probleme, die zu Schwindelproblemen führen, die ich aber mit Sport, Osteopathie, Akupunktur und Massagen im Griff habe. Geht nun leider alles nicht. Mittlerweile wird mir morgens im Bad schwindelig, wenn ich den Kopf runterbeuge um die Brüste im BH zu verpacken, ich muss dringend was tun um die Nackenmuskulatur zu lockern.

    Ich trag den BH erstmal bis AHB-Beginn rund um die Uhr (das wären dann 7 Wochen, der Doc hat 8 gesagt, also immer noch alles im Rahmen) und dann seh ich weiter. Wg. Gürtel muss ich mal sehen. 6 Wochen ist schon eine lange Zeit, aber wenn es dem Ergebnis dient, dann halt ich das irgendwie durch. 2 Wären mir natürlich lieber gewesen. Aber ich habe nun ja schon 3 geschafft.

    LG

    Heideblüte

  • Liebe Consi, liebe Heideblüte,

    ja so ist die traurige Wahrheit. So lange man im Behandlungsmarathon ist, fühlt man sich überall Willkommen, es wird sich gekümmert, man hat ja ständig Termine. man fühlt sich damit gut aufgehoben. Doch anschließend fällt man hinten runter, aus vorbei. Du kommst aus der AHB, bekommst alle 4 Wochen deinen Krankenschein in die Hand gedrückt und Ciao. So war es bei mir. Das ich Wiedereingliederung anfangen wollte im Dezember ging auch von mir aus, sonst hätte ich meinen Schein einfach weiter abholen können und das wars. Nein es wurde mir immer gesagt wenn es mir psychisch weiter so schlecht geht, muss man mal über einen Psychologen nachdenken. Dabei ist es dann aber auch geblieben.

    Hast du kein Rezept für Rehasport bekommen? Dann kannst du dir das von deinem Hausarzt holen, FA darf das nicht ausstellen. Auch ein Rezept für manuelle Therapie wegen Schulter/ Nacken bekommt man vom Hausarzt, darf FA ebenfalls nicht ausstellen. Also nehmt wenigstens da mit, was ihr kriegen könnt und holt euch die Rezepte. Auvh bei der KK kann man diese Dinge erfragen. Da es bei mir mit dem Rehaschwimmen auf Rezept nichts geworden ist, hat mir die KK einen Jogakurs geschenkt. es gibt auch dort manchmal freundl. Mitarbeiter, die solche Dinge dann von sich aus umsetzen.

  • Hallo ihr Lieben

    Heute bin ich auch fast abgedreht. Im krankenhaus und auch Die Ärztin im mvz meinte Montag die aromatasehemmer müsse Gyn verschreiben. Also hab ich heute gefragt. (Vertretung meiner neuen gyn). Ja schon. Aber beim einscannen meiner Unterlagen muss irgendwas durcheinander geraten sein und ich hatte den Bericht der tumorkonferenz leider nicht nochmal dabei. Also Gleiches Spiel wie letzte Woche mit dem thrombosespritzen: nichts schriftliches kein Rezept. Darf nun nächste Woche nochmal los. Zur implantatkontrolle bekam ich die erwartete Antwort dass die Klinik zuständig sei. Die hatten mir bei Entlassung gesagt dass gyn zuständig sei. Hab da heute niemanden mehr erreicht. Letztlich habe ich meine tauben Füsse angesprochen. Mvz zuckte bisher mit den Achseln. Brustschwester meint evtl Ergotherapie und Gym sagt nun ich soll mal zum neurologen gehen. Ja klar. Wartezeit auf Termin ist 6 Monate. Das kann doch alles nicht wahr sein. Ich hoffe dass es mit der AHB auch wirklich klappt und mir da geholfen wird. Weiss jemand wie lange es dauert bis man die Unterlagen bekommt? Die sozialtante im Krankenhaus sagte sie meldet mich an und dann bekomme ich ne Einladung der Klinik.

    LG

    Heideblüte

  • Hallo Ihr Lieben,

    hatte heute meinen ersten "normalen" Termin bei mriber Gyn. Sie hat sich eingehrnd mit meinem Fall beschäftigt und bei ihr offene Punkte erfragt. Nächste Woche telefoniert sie erst einmal mit meinem Onkologen zur Vermeidung von Doppelüberweisung (z.B. zur Mammo) und damit sich nicht genau gegenteilig einer auf den anderen verlässt und am Ende ich die Verlorene bin. Finde ich echt gut, dass nicht immer ich mich um alles kümmern muss!

    Dann hat sie mir noch ein Rezept für Lymphdrainage mitgegeben. Wir haben beide due Hoffnung, dass Huckel an meiner rechten Seite davon weggeht. Ausserdem ist sie davon überzeugt, dass in meiner Brust ein Odem ist, da diese ihrer Meinung nach viel zu hart für 9 Wochen nach OP ist. Endlich mal nicht die ewige Leier meiner anderen Ärzte: Sieht doch alles gut aus! Auch den Zustand meiner Bauchnarbe fand meine Gyn nicht wirklich gut...Da trügt mich mein Gefühl also nicht, wenn ich immer denke: Sieht vielleicht gut aus, fühlt sich aber noch nicht so an. War ein sehr positiver Arzttermin für mich heute...

  • Liebe Kirsche

    Da hast Du wirklich eine tolle Frauenärztin. So jemand der sich um alles kümmert und alles klärt das ist wirklich selten. Meine Gyn ist auch so umsichtig. Da bin ich sehr froh drüber. Die Lymphdrainagen werden Dir bestimmt gut tun und auch helfen . Mir tut das auch immer gut .

    Alles Liebe noch für Dich

    LG und gute Nacht 💤😘

    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Liebe Kirsche, das klingt super! Welche Probleme macht den deine Bauchnaht? Wenn sie soweit zugeheilt u einigermaßen stabil ist, könntest du mit "ihr" zur Narbenbehandlung, bieten einige Physios an. Das hat mir echt geholfen, die Verhärtungen wurde besser u das blöde Spannungsgefühl am Bauch wurde weniger. Mein Physio hat mir dann noch Massagetechniken gezeigt, die ich seitdem täglich anwende. Habe aber auch jetzt noch gelentlich etw Beschwerden, besonders wenn ich den Bauch etw überdehne.


    Es ist so wichtig einen Arzt an der Seite zu haben, dem man vertraut, der kompetent ist und die Dinge eben einfach macht und nicht nur große Reden schwingt. Es geht ja nicht nur um das Körperliche, auch psychisch belastet es zusätzlich, wenn man allein auf verlorenem Posten steht. Mein Operateur (Gyn, Chirurg, Onko.) hat mich zum Glück "behalten", er ist meine Vertrauensperson von Diagnose über OP u Nachsorge. Ist wohl auch in meinem KH nicht normal, hatte einfach Glück, dass er sich meiner angenommen hat. Da stimmt einfach die Chemie, passt echt wie "Arsch auf Eimer" bei uns8o(Sorry für den Ausdruck). Ich habe eine 24h Notfallnummer und konnte bisher jede, egal wie unwichtig oder evtl dumm die war, Frage fragen. Er antwortet immer ausführlich u verständlich. Auch mein neuer "normaler" Gyn ist für mich ein guter Ansprechpartner. Rezepte bekomm ich auch immer anstandslos, allerdings macht das alles der Hausarzt. Ich bin schon manchmal ganz schön entsetzt, was hier einige von euch berichten und wie allein gelassen man wird! Ist ja nun nicht alles "supi" nach Abschluss der Akutbehandlung. Geht ja irgendwie weiter bzw man hat ja quasi "was fürs Leben"...daher finde ich schön, auch mal positive Berichte zu lesen:)! Mädels lässt euch nicht unterkriegen bis ihr zufrieden seit und einen guten für euch passenden Arzt für "danach" gefunden habt!


  • Liebe Ilisweety, meine Bauchnaht ist leider immer noch nicht ganz zu (da kann ich mir ja denken, wie es Innen aussieht).

    Narbenbehandlung mache ich aber ab nächster Woche in meiner Physio. Fange erst mal mit Brust und Achsel an.

  • Liebe Kirsche, das ist ja dann schon mal ein guter Anfang! Fühlt sich bei der Behandlung nicht wirklich angenehm an, dafür merkt man es aber schon beim 1. Mal danach:thumbup:Das stimmt innen ist es sicherlich noch weniger abgeheilt, dauert da ja viel länger, mein Prof hat mir wg der Bauchnaht für das ganze erste Jahr sehr strenge Auflagen gegeben- darf (10 Monate nach OP, wobei bei mir ja die Muskel u alles ganz durchtrennt wurde inkl Eröffnung der Bsuchhöhle)immer noch nur max 5Kg heben u keine Bauchübungen machen bzw keinen Sport m Erschütterung (zB Joggen). Auch das blöde Kompressionsmiederzeug habe ich seeeehr lange getragen. Die Ärzte haben mir erklärt, das die inneren OP-Narben 12-24 Monate heilen u sich auch da noch verändern. Sei einfach lieber übervorsichtig! Bauch ist eben immer irgendwie in Bewegung, da dauert das wohl alles längerX/

  • Hallo , beim Thema Onkologie/Nachsorge bin ich hier gelandet mit meiner Frage. Wieso geht ihr zum Onkologen? Macht er noch was anderes als der Gyn mit onko? Achtet er auch auf Bauch, Leber usw?

    Ich war bisher noch bei keinem Onkologen, überlege ob das falsch ist.

    Ich hatte Mastektomie vor 4 Monaten. Keine Chemo und keine Bestrahlung.

    L.G.

    Karin:)

  • Mein Onkologe macht die Nachsorge nach Chemo. Regelmäßig Blutabnahme, Ultraschall vom Bauchraum, Spritzen vom Zoladex und Bisphosphonate. Außerdem verschreibt er mir KG und LD und diverse Medikamente. Meine Mutter hatte keine Chemo und geht auch nicht zum Onkologen. Wäre nur dann Thema, wenn sie auch Bisphosphonate bekommt.

  • KvB


    Wenn du keine chemo hattest und keine Probleme mit Blut/hb-wert hast musst du auch nicht zum Onkologen.


    Mein Onkologe klärt nach meiner komplett-Behandlung mit chemo und Bestrahlung das Blut und vereinbart Termine für weitere bildgebungen. Die kann aber auch der/die gyn oder Hausarzt machen.

    Im allgemeinen kümmert sich der Onkologe am Ende der Chemo-Therapie um mein Wohlbefinden sowie den Nebenwirkungen durch chemo / Bestrahlung.


    Ist wie mit dem Augenarzt, ohne Probleme gehst du da nicht hin 😉

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Guten Morgen KvB

    In dem BZ wo ich bin sind fast alle Gynkologen auch Onkologen.

    Aber bei der Untersuchung oder genauerer Beurteilung von den anderen Organen,geht es dann zum Interrnisten oder zu meiner Hausärztin.

    Wobei meine Hausärztin ,mir gerne mit Rat und Tat zur Seite steht .Aber an vielen Punkten immer mit den Schultern zuckt !


    Eigentlich kümmert sich mehr oder weniger das BZ um alles!

    Oder eher gesagt seitdem ich wieder klar denken kann, ich selber!

    Schönen Tag

    Pit