Onkologe, Gynäkologe oder Hausarzt

  • Frauenmantel

    Das ist wohl bei jedem unterschiedlich, leider. Ich wäre auch froh, wenn es ein rundum-sorglos-Paket geben würde.


    Bei mir ist es so, dass meine Hausärztin eigentlich alle Fäden beisammen hält und mich krank schreibt. Zu ihr bin ich mit monatelangen Hustenbeschwerden und einigen anderen Beschwerden gegangen und sie hat mich überall hin überwiesen (einschl. zur Gyn) um mich komplett durch zu checken. Aktuell bin ich im Brustzentrum zur Akkutbehandlung und werde danach nur zu den Kontrolluntersuchungen zu meiner Gyn gehen (mit Überweisung von meiner Hausärztin).

    Ich habe wohl Glück mit meiner Hausärztin, sie ist noch sehr jung (Baujahr 84) und macht ihren Job sehr gewissenhaft. Schaut intensiv in jede Richtung um Diagnosen zu stellen und nimmt sich immer viel Zeit.

    Daher bin ich sehr optimistisch, dass sie sie in Bezug auf die Nachsorge auch sehr gewissenhaft ist.

  • Hallo Frauenmantel , ich finde das Verhalten deiner Gyn auch nicht gut:thumbdown:. Sie zeigt keinerlei Interesse, soll aber später die Nachsorge übernehmen. Nicht gut. Vielleicht gibt es bei dir irgendwo einen Gynäkologen, der gleichzeitig Onkologe ist. So ein Exemplar habe ich. Der Vorteil ist, man hat nur einen Arzt, der für alles zuständig ist. Er schreibt krank, machte die Überweisungen fürs BZ und zu MRT und Co. Außerdem hat er in seiner Praxis ein Mammographiegerät. Dadurch bleiben mir viele zusätzliche Arzttermine und Wege erspart.

  • Liebe Frauenmantel

    Meinen Hausarzt habe ich diese Woche das erste Mal seit einem Jahr gesehen. Also während Chemo und Strahlen war ich gar nicht bei ihm, meine Gyn war etwas beleidigt dass ich ein halbes Jahr während Chemo nicht bei ihr war.

    Für mich hat allerdings die onko jetzt grad Kassenschluß, sie hat keinen Bock mehr.


    Zu meinem brustzentrum gehe ich wenn ich fragen habe, also auch die haben sich völlig bedeckt gehalten während Chemo weil ich die chemo aber auch nicht in ihrem haus machen wollte.

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

    _______


    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • Frauenmantel ,


    ich weiß selber nicht so wirklich, zu welchem Arzt ich bei welchen "Wehwehchen" gehen soll...


    Mein Gyn hat mir im Juli 2019 die Überweisung ins BZ ausgestellt, danach habe ich ihn erstmal nicht mehr gesehen. Er schrieb mich dann im November an wegen einer Lagebesprechung. Bis dahin hatte ich nur mit den Ärzten im BZ und meinem Onkologen zu tun. Dann kam die OP, da war ich auch zur Nachkontrolle im BZ. Im Januar stand dann die Bestrahlung an, da hatte einen wöchentlichen Termin mit dem Strahlen-Doc, der dann nach Beendigung noch einen Blick auf meine Grillstelle geworfen hat. Damit war ich bei ihm entlassen (natürlich hätte ich mich bei Beschwerden wieder melden können).


    Jetzt treffe ich ja noch alle drei Wochen meinen Onkologen bei der Antikörpergabe. Meinen Gyn habe ich Anfang Mai zur ersten 3-Monats-Kontrolle das erste Mal wieder gesehen. Der bekommt aber auch immer alle Berichte zugeschickt, wenn ich woanders eine Untersuchung hatte.


    Meine Krankmeldungen hole ich mir bei meinem Hausarzt, das ist mein Nachbar und das ist überaus praktisch. Ich muss da immer nur anrufen und kann die Krankmeldung dann abholen.


    Jetzt habe ich schon eine Weile Schmerzen in der operierten Brust (nichts wildes, ich hatte jetzt Lymphdrainage und es ist schon viel besser), ich habe aber echt keinen Plan, an welchen Arzt ich mich denn mit sowas wenden soll. Ich hatte dann natürlich den Onkologen angesprochen, der Vorschlag, mal LD zu machen, kam von mir selber. Der hat keinen Blick auf die Brust geworfen, mich aber auch nicht an den Gyn verwiesen... sehr komisch alles.


    Ich denke, ich werde mich künftig immer erstmal an meinen Hausarzt wenden, der verordnet mir alles, was ich möchte (natürlich nur, solange es einen Sinn hat) und mit dem kann ich gut reden. Und der wird mir ja auch sagen können, bei was ich dann beim Gyn besser aufgehoben bin, denke ich...


    Ich finde auch, dass man da irgendwie etwas in der Luft hängt, ich bin ja kein Mediziner. Woher soll ich wissen, was ich wo machen lassen soll?


    LG Gonzi:)

  • Hallo Frauenmantel ,

    Ich finde das verwirrend. Wenn Gyn irgendwann mal die Nachsorge macht, sollte die doch eigentlich mal was wissen wollen??


    Ist das denn auch bei Euch so? Hattet ihr in der frühen Phase (ca. 1 Woche vor Chemostart), irgendwelche Unterstützung von Gyn oder Hausarzt? Wann habt ihr die sonst kontaktiert?

    Hat bei Dir der/die Gyn denn die onkologische Weiterbildung? Sie auch:

    Rolle des Onkologen


    Bei mir lief von Anfang an alles über die Hausärztin. Sie hat beim ersten Verdacht die Termine zur Mammographie und Biopsie gemacht, Überweisungen, Beförderungsscheine und Krankmeldungen ausgestellt, sich mit dem BZ abgestimmt, was sie mir zusätzlich verschreiben kann/soll, als es mir während der Chemo sehr schlecht ging, Blutkontrollen usw. Sie hat auch jeden Befund bekommen und mir ausführlich erklärt und mir Taschentücher gereicht, wenn ich geheult habe.


    Meinen Gyn hab ich mit der Diagnose gewechselt. Bei der neuen Gyn war ich einmal während der Chemozeit und sie hat dann mit der Hausärztin abgestimmt, wer erst einmal alles weitere bis zum Ende der Akuttherapie macht. Sie hätte aber auch immer sofort zur Verfügung gestanden, wenn ich es gewollt hätte. Zwischendurch (während der Akuttherapie) hat sie sich zwei oder dreimal gemeldet, wie es mir geht, ob ich Hilfe benötige, Fragen habe.

  • Ihr Lieben!!


    Vielen Dank für Euer feedback. Ich bin ja einerseits beruhigt, dass das bei vielen ähnlich ist- allerdings halte ich das System da durchaus für verbesserungswürdig


    Frauen, die keine Foris haben, sind ja dann noch mehr allein und haben keinen "Lotsen" durch diese Zeit.

    Danke an Euch ! Hab mir schon einges besorgt, was hier angesprochen wurde 😏.


    LG

  • Meine Bestrahlung ist 1 Woche vorbei, habe im Juli in der Radilogie einen Nachsorgetermin und danach übernimmt mein Frauenarzt die Nachsorge. Wie kommt ihr denn an den Onkologen, hat man mich noch nie hin vermittelt? Oder meint ihr den Chirurgen, der war bei mir ca 4 Wochen nach OP zuständig wegen Punktionen?