Pschureika - Hallo zusammen, ich habe gestern die Diagnose Brustkrebs erhalten und bin wie in Schockstarre :(

  • Liebe Pschureika,

    es ist schon alles gesagt/geschrieben worden, aber ich möchte dir danken, dass du uns an deinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt :*

    Ich wünsche dir eine schnelle Trendwende zum Positiven, ein kleines oder viel lieber noch ein großes Wunder. Und dass du in jeder Situation aufgefangen, liebevoll umsorgt und schmerzfrei bist.

    Meine Gedanken und guten Wünsche sind bei dir, wie wohl die des gesamten Forums. Vielleicht hilft die geballte Energie - ich wünsche es dir so sehr. :hug:

    2 Mal editiert, zuletzt von Sonnenblümchen ()

  • Liebe Andrea,


    ich bin sehr ehrlich, ich bewundere dich sehr, immer gekämpft und stoisch ertragen. Deine Postings habe ich alle gelesen, und sie waren alle äußerst wertvoll. In Gedanken habe dich immer begleitet. Mit Dir gehofft, daß die Metas in der Leber nicht weiterwachsen, und eine Besserung eintritt. Ich bin betroffen, daß es nun so elend für dich aussieht. Es zu akzeptieren ist so schwierig, für uns im Forum ebenso.

    Wir wollen es nicht. Wir alle hoffen für Dich und gleichzeitig für uns. Du hast es schon richtig gesagt, man vergleicht und will es so nicht wahrhaben.;(


    Ich glaube, man spürt was im Körper vor sich geht und wie die Kraft kleiner wird. Unsere Pauli hat es auch gespürt und fühlte sich

    von den Ärzten allein gelassen. In einem Telefonat sagte sie mir, die ver....schen mich, die denken ich sei doof.


    Ich hoffe mit Dir noch auf ein Wunder, du hättest dieses Wunder so verdient, liebe Andrea. Das Sterben macht uns allen Angst, du bist da

    nicht allein. Sterben ist wie Gebären, nicht immer so einfach, zuweilen sehr schwierig, aber es sind immer helfende Hände dabei.


    Ja, hole deine Mutter zu Dir. Deine Mutter wird diesen Liebesdienst für dich sehr gerne machen. Denn Mütter lieben ihre Kinder, auch

    wenn sie sehr alt, schräg und hässlich wurden;). Deiner Mutter wird es ebenso guttun, für dich etwas machen zu dürfen und deine Hand zu halten.


    Liebe Andrea ich wünsche Dir wenig Schmerzen, nehme die Hilfsmedikamente für diese Phase an. Eine Vision für ein Leben nach dem Tod, wenn es dir gut tut, dann spinne diesen Gedanken weiter und suche Halt dabei. Es ist ja unser Teil des Christentums und die Wiederauferstehung, denn so vielen vielen Menschen vor uns, gingen diese Gedanken nicht aus dem Kopf und suchten Halt.


    Sil

  • Liebe Pschureika

    ich bin fassungslos und traurig, dass es dir binnen so kurzer Zeit so schlecht geht. Ich wünsche dir von Herzen, dass die umgestellte Therapie helfen wird und dir wieder mehr Lebensqualität verschaffen kann.


    Toll, dass du psychoonkologisch begleitet wirst und man dir zumindest emotional etwas Last von den Schultern nimmt.

    Deine Mama an deine Seite zu rufen wenn die Zeit gekommen ist sicherlich kein einfacher Schritt. Für beide. Aber so schwer es auch ist, es kann für euch beide helfend und heilend sein. Ihr habt das Leben gemeinsam begonnen. Und bei all der Traurigkeit und Belastungen, so kann es ein großes Geschenk für deine Mama sein die Sache bis zum Schluss gemeinsam durchzustehen. Und du wirst sicherlich enorm davon profitieren, wenn Mama in den schwersten Stunden an deiner Seite sein kann.


    Egal was kommt: viel Kraft, du tapfere, großartige und liebe Pschureika ♡

  • Liebe Pschureika , Liebe Andrea


    Es ist sehr schwer die richtigen Worte zu finden, eigentlich ist auch alles schon gesagt.


    Ich ziehe den Hut vor dir......vor deiner Stärke......vor deiner ehrlichen Art und deinem Mut, mit dem du uns teilhaben lässt (Danke dafür)......

    Auch ich bin kein besonders gläubiger Mensch, jedoch bin ich überzeugt, es gibt etwas nach dem Tod. Ich kann auch gar nicht sagen an was oder auch warum ich daran glaube, hab es einfach nur so im Gefühl......lese auch viel zu diesem Thema.

    Als Mutter kann ich dir nur raten deine Mama baldmöglichst zu dir zu holen. Das wird dir guttun und auch sie ist bestimmt froh etwas für dich tun zu können.

    Ich wünsche dir ein kleines Wunder.....auch da bin ich sicher, die gibt es.;)


    Liebe Grüße:hug:

    LEO

  • Liebe Pschureika,

    leider weiß ich, dass manche Ärzte große Probleme damit haben, keine auf Heilung ausgerichtete Therapie-Option mehr anbieten zu können.

    Wie gut, dass Du selbst die Notwendigkeit erkennst Deine Dinge zu regeln, so dass alles in Deinem Sinne geschieht, das gibt Dir Ruhe.

    Du siehst klar und richtig, was manche Ärzte nicht sehen können oder wollen.

    Auch effektive Hilfe bei Deinen Beschwerden können nicht alle Ärzte bieten, weil es nicht ihr Fachgebiet ist.

    Wer Dir aber auf jeden Fall gegen Schmerzen und Übelkeit helfen kann ist ein Palliativmediziner, auch dann, wenn Du parallel noch Therapie-Optionen nutzt, die Deine Erkrankung ursächlich bekämpfen.

    Leider ist es manchmal anstrengend, verschiedene Fachrichtungen zur Zusammenarbeit zu bringen, aber wenn Deine Ärzte Deine Beschwerden nicht lindern können sollen sie ihre Kollegen aus der Palliativmedizin zu Rate ziehen, schönen Gruß von mir 😉

    Auch Trinknahrung belastet das Verdauungssystem, Dir würde vielleicht eine intravenöse Ernährung helfen, wenn Du diese möchtest.

    Danke, dass Du weiter hier schreibst, Du gibst uns so viel.

    Lieben Gruß von Rike 🍀❤️

  • Liebe Pschureika, ich verfolge deinen Weg schon sehr lange und bewundere dich für deine Stärke. Falls jetzt tatsächlich die letzte Lebenphase begonnen hat, wünsche ich dir viel Kraft für diesen deinen Weg. Mir fehlen einfach die Worte und so möchte ich dir nur wünschen, dass du schmerzfrei und in guten Händen sein wirst.

    Alles Liebe

  • Liebe Pschureika, du hast dieses Forum immer sehr bereichert und mit deiner positiven Art vielen Frauen sehr unterstützt. Ich kann mich den anderen Frauen hier in ihren Wünschen anschließen, ich wünsche dir viel Kraft und Mut und trotz dieser Last schöne Sonnenscheinmomente!

  • Ich kreise schon den ganzen Tag um diesen Thread - es ist so verdammt schwer, passende Worte zu finden. Aber ich möchte auch nicht nichts sagen. Meine Gedanken sind bei dir und es tut mir unendlich leid, dass es dir so schlecht geht. Es ist so unglaublich unfair...


    Fühl dich umarmt.


    Von Herzen grüße ich dich

    CrapCrab

  • Liebe Pschureika,


    jetzt erst entdecke ich Deine Nachricht- und es nimmt mir den Atem. Nein, ich will es nicht glauben, dass es Dir schlecht geht.

    Wir beide haben eine ähnliche Zeitlinie gehabt-- Du kannst doch nicht einfach so aus der Spur gehen...?(

    Das beschreibt in ungefährer Weise meine allerersten Gedanken und Gefühle, als ich vorhin auf deinen Thread gekommen bin...


    Wir kennen uns leider nicht persönlich, aber in irgendeiner Art und Weise habe ich mich mit dir verbunden gefühlt. Du warst immer eine derjenigen Frauen, die nach vorne geschaut haben- ganz gleich, was Dich da erwartet hat.


    Dass irgendwann der Punkt kommt, wo sich die Hoffnung auf langfristige Lebensqualität wandelt in das Gefühl, es sei nun genug des Leidens--ja, das kenne ich aus dem Erlebten mit meinen beiden Eltern.

    Und es gibt einem ein Gefühl der Ruhe, wenn man alles geregelt hat, was zu tun ist. Man nimmt dabei von Menschen, Tieren, Dingen und auch Situationen und Erinnerngen Abschied. Man lernt loszulassen.


    Unter all Deiner Trauer und Verzweiflung über die Unabänderlichkeit des Schicksals spüre ich aber auch eine tiefe Ruhe und eine werdende Gelassenheit.


    Und ich wünsche mir, dass auch ich eines Tages so fühlen werde.


    Ich bin auch der Meinung, dass es etwas gibt nach dem physischen Tod. Spannend finde ich auch den Gedanken der Paralleluniversen-- das hat mich sehr getröstet in den Momenten, in denen ich meine toten Eltern besonders vermisst habe.

    Ich habe übrigens auch ein "Berührungserlebnis" gehabt, 4 Wochen nach dem Tod meiner Mama. Seither weiß ich sicher, dass meine beiden Eltern immer wieder bei mir sind.


    Ich wünsche Dir eine gute Palliativversorgung, möglichst schmerzfrei zu sein und ohne Übelkeit - und eine Innige Zeit mit Deiner Mutter.


    Meine Gedanken begleiten Dich, Andrea.


    Deine

    MoKo:hug:

    MokoNiara- Dunkelkönigin, Schattenkriegerin.

  • Pschureika , liebe Andrea, fühl Dich umarmt, ich weine eine Weile mit Dir. Es ist nämlich alles so verdammt zum heulen.

    Ich weiß nicht was ich schlaues schreiben kann. Das alles sch.... und ungerecht ist, ist eh klar.

    Ich finde Kirsche hat recht, hol Deine Mama so schnell es geht zu Dir. Nicht weil Du bald sterben wirst, nein aber Du brauchst sie jetzt und vielleicht kann sie Dich etwas aufpeppeln. Gegen die Übelkeit hast Du sicher die Tabletten bekommen. Nimm sie, nimm alles was Du kriegen kannst. Auch gegen die Schmerzen. Wir brauchen keine Schmerzen zu ertragen.

    Ich war zum Jahreswechsel auch im KH wegen starker Leberschmerzen. Es waren Kapselschmerzen. Mit Cortison war es nach zwei Tagen besser. Außerdem habe ich seit dem Fentanylpflaster, prima Sache, keine Schmerzen mehr. Parallel habe ich eine neue Therapie begonnen, keine Chemo, ein Parp-Inhibitor.

    Manchmal kann ein stationärer Aufenthalt das Beste sein. Ich war auf der Palliativstation, hier kümmert man sich gut und vielleicht wäre das auch eine Option für Dich. Auf der Palliativstation kannst Du auch besucht werden. Welche Therapie schlagen denn die Ärzte vor? Warum machen Sie nicht sofort eine Bildgebung und stellen die Therapie um? Irgendwie lese ich aus Deinen Zeilen heraus, dass Du die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben hast. Das ist gut so, vielleicht gibt es noch die eine oder andere Option.

    Ich denke an Dich und hoffe, Du erholst Dich bald ein wenig. Deine körperliche Verfassung ist sicher auch der ganzen Eribulin geschuldet.

    Ich wünsche Dir so sehr, dass es eine gute Idee zur Therapieumstellung gibt, die Dir hilft. Dafür hast Du meine Extradaumen ✊🏼🍀✊🏼🍀🙏🙏🙏🙏🙏

    Ganz liebe Grüße, Andrea🌺

  • Liebe Pschureika


    wie viele hier habe ich deine Zeilen schweren Herzens gelesen und das Blut ist aus meinen Adern gewichen.

    Wir können nur erahnen, wie du dich gerade fühlst und fühlen doch so sehr mit dir. Der Boden unter den Füßen scheint zu schwinden und alles um einen herum dreht sich, dass einem schwindlig wird.


    Seit Dezember ist ein guter Freund der Familie an Darmkrebs erkrankt, welcher zwar gut operiert werden konnte, aber leider schon ne riesen Meta in der Leber hinterlassen hat. Ich habe ihm von dir erzählt, was du schon alles hinter dir hast, bis endlich was angeschlagen hat. Du gabst ihm Hoffnung, auch über die Grenzen dieses Forums hinaus.

    Um so mehr fühle ich nun mit dir, dass du erneut einen so herben Tiefschlag erleidest und dabei so realistisch bist.


    Da auch ich nicht religiös bin, bin ich immer auf der Suche nach dem danach, da ich, wie vermutlich viele,Angst davor habe. Mein Mann hatte vor Jahren eine Nahtoderfahrung und sagt, es hätte sich gut angefühlt, wo er war. Er meint es wäre "nur" eine andere Form des Dasein in welche wir gehen. Materie die sich in einen anderen Zustand wandelt.


    Seit ich hier lese, tröstet mich der Gedanke, dass hier immer von der anderen Seite der Regenbogenbrücke gesprochen wird, auf der wir uns alle wiedersehen. Ich hoffe es so sehr und die Vorstellung gefällt mir. Auch, wenn keiner als erster drüber gehen will, werden wir es eines Tages dennoch alle müssen.


    Das du deine Mutter zu dir holen willst, finde ich sehr gut. Mütter können doch den meisten Trost spenden, egal wie alt wir sind. Und leiden tut sie vermutlich noch mehr, wenn sie nicht für dich da sein darf. Verbringt so viel Zeit miteinander, wie irgend möglich.


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass die Ärzte doch noch eine Idee haben, wie sie dir weiter helfen können und du wieder etwas Mut schöpfen kannst.


    Sei ganz herzlich getragen von uns allen und sei dir all unseren guten Wünschen, Hoffnungen und Daumen gewiss.


    Hoffnungsvolle Grüße schickt dir


    Fighter

  • Liebe Pschureika Andrea,


    ich bin so unendlich traurig, weil es Dir so schlecht geht ! Du sprichst uns allen immer soviel Mut zu, hast immer ein offenes Ohr und es ist so verdammt unfair, dass es Dir nicht gutgeht. Ich bin in Gedanken bei Dir und bete für Dich und wünsche mir ein Wunder für Dich !


    Sei umarmt, Daria.

  • „Meine Seele hat es eilig“

    Auszug aus einem Gedicht von Mario de Andrade


    Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.


    Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst es mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie wirklich zu genießen.

    (...)

    Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren. Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.


    Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.


    Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.


    Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.


    Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

    Alles, was ist, wie groß und gut es sei, besteht seine Zwecke und geht vorüber. Franz von Assisi

  • Liebe Pschureika,

    ich bin in Gedanken bei dir und hoffe, dass doch noch eine Besserung eintritt.

    Meine Schwester hatte auch Lebermetastasen und die gleichen Symptome wie du. Das Palliativteam und wir dachten, dass es zu Ende geht. Sie wurde dann nochmal auf eine andere Therapie umgestellt. Daraufhin ging es ihr von Tag zu Tag besser und sie konnte noch einige Monate aktiv und mit wenig Beschwerden am Leben teilhaben. Es war wie ein Wunder und ein großes Geschenk und wir haben jeden Tag mit ihr genossen und bewusst verlebt.

    Ich wünsche dir, dass die Ärzte das richtige Mittel für dich finden und diese Welt nicht ohne dich sein muss. Wenn ich deine Zeilen lese, bewundere ich dich sehr für deine Stärke und deine Klarheit.

  • Pschureika: Ich danke Dir, dass Du uns an Deiner derzeitigen Situation teilhaben lässt. Und hoffe, dass Du durch den Austausch auch ein wenig Kraft schöpfst.

    Mir fehlen selten die Worte, aber egal was ich ansetze es hört sich wie blabla an. Daher drücke ich Dich vorsichtig und schicke Dir viel Kraft und vor allem Hoffnung :hug:

    Das Leben ist ein Keks, jeden Tag beissen wir ein Stück davon ab

  • Ganz oft habe ich schon hier rein geschaut und dann liefen die Tränen......................ich weiß einfach nicht das Richtige zu schreiben. Danke für das, was du mir in diesem Forum gegeben hast und ich wünsche dir das sich für dich alles so fügt, wie dir es dir vielleicht erhoffst.

    Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut. -Menander der Athener